DE84855C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE84855C DE84855C DENDAT84855D DE84855DA DE84855C DE 84855 C DE84855 C DE 84855C DE NDAT84855 D DENDAT84855 D DE NDAT84855D DE 84855D A DE84855D A DE 84855DA DE 84855 C DE84855 C DE 84855C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- armature
- ring
- motor
- synchronous
- same
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 claims description 17
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 14
- 230000005611 electricity Effects 0.000 claims description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 2
- 238000013016 damping Methods 0.000 description 4
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 description 2
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 2
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 description 1
- 230000005021 gait Effects 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000005060 rubber Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K19/00—Synchronous motors or generators
- H02K19/02—Synchronous motors
- H02K19/14—Synchronous motors having additional short-circuited windings for starting as asynchronous motors
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Dc Machiner (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
In dem Patent Nr. 76814 ist eine Anordnung"
angegeben, die erlaubt, den synchronen Gang eines Wechselstrommotors herbeizuführen
und aufrecht zu erhalten. Diese Anordnung besteht darin, zu den inducirenden Stromkreisen des Wechselstrommotors einen
in sich geschlossenen Dämpfungsstromkreis hinzuzufügen, der in beliebiger Weise, jedoch
so angeordnet ist, daß er von den durch den Anker erzeugten Kraftlinien durchschnitten
wird. Diese Anordnung läuft nach dem, was in dem genannten Patente dargelegt ist, darauf
hinaus, über der Wechselstrommaschine, die von der Wechselstrom erzeugenden oder
damit gespeisten Ringwickelung (Anker) und von dem mit Gleichstrom gespeisten Feldmagneten
gebildet ist, einen asynchronen Motor zu lagern, der von derselben Ringwickelung
und von dem gesammten in sich geschlossenen Stromkreis gebildet ist. Die
Wirkung des asynchronen Motors wird nur dann bemerkbar, wenn der synchrone Gang aufgehoben ist.
Die Ringwickelung der Maschine ist also genö-thigt, zwei verschiedene Verrichtungen
(functions) auszuführen; nun kann es aber in gewissen Fällen vortheilhaft sein, diese Verrichtungen
zu trennen und sie von zwei besonderen Organen vollziehen zu lassen.
Diese Anordnung ist es, welche den Gegenstand dieser Erfindung" bildet.
Sie hat den Vortheil, daß jedem der beiden Organe die Abmessungen gegeben werden
können, die für die von ihnen zu vollziehenden Verrichtungen die passendsten sind.
Angenommen, es handle sich z. B. um einen synchronen Motor, der plötzliche und augenblickliche
Ueberlastungen erleide; es mußdann, damit das treibende Kräftepaar stets
dem widerstehenden Kräftepaar gleich bleiben könne, der Coefficient der Selbstinduction des
Ankers im Verhältniß zu dessen Widerstand sehr klein sein oder mit anderen Worten sein
Stromkreis so wenig" Kupfer als möglich enthalten.
Wenn die Belastungen und Entlastungen des Motors rasch auf einander folgen, so
wird er der Sitz von schwingenden Bewegungen, die sich auf Kosten seiner Drehbewegung
geltend machen und die, indem sie an Weite allmälig zunehmen, das Bestreben haben, seine Desynchronisation herbeizuführen.
Es wäre alsdann nöthig, daß der Anker viel Draht hätte, um auf die ihn umgebenden
Dämpfungsstromkreise energisch zurückzuwirken.
Allen diesen zu verwirklichenden Bedingungen wird Genüge gethan, wenn man auf
derselben Welle zwei Motoren anordnet, einen synchronen und einen asynchronen, von denen
jeder eine besondere Ring\vickelung hat.
Die Ringwickelung (der Anker) des synchronen Motors ist sehr leicht zu halten, aber
der Wirkung kräftiger Feldmagnete auszusetzen. Die Ringwickelung (der Feldmagnet)
des asynchronen Motors ist dagegen sehr
(2. Auflage, ausgegeben am 12. Mai igo$.)
stark zu machen, und er hat auf inducirte Stromkreise zurückzuwirken, die in sich geschlossen
und sehr leitend sind.
Trotz der Anwendung eines besonderen asynchronen Motors ist es immer von Vortheil,
den synchronen Motor mit Dämpfungsstromkreisen auszustatten; denn hierdurch wird sein Gang nur verbessert.
Die so gekuppelten Ringwickelungen der synchronen und der asynchronen Maschine
werden im Nebenschluß zwischen die Klemmen der Elektricitätsquelle geschaltet, die das
System speist, wenn es als Empfangsmaschine arbeiten soll, oder die von dem System gespeist
wird, wenn es als Erzeugermaschine arbeiten soll.
Die soeben beschriebene Anordnung soll besonders dort ange\vendet werden, wo man
einen Wechselstrom mittelst eines durch einen synchronen Motor bewegten Stromwenders
gleichrichten will. Die Theorie zeigt und die Erfahrung hat bestätigt, daß man nämlich die
Stellung der Bürsten des Stromwenders eines derartigen Apparates von diesen Arbeitsbedingungen
durchaus unabhängig machen kann, wenn man diesen Stromwender mittelst eines synchronen Motors bewegt, der mit sehr
leitenden Dämpfungsstromkreisen ausgerüstet ist, und der einen sehr leichten Anker hat,
welcher der Einwirkung eines sehr kräftigen Feldmagneten ausgesetzt ist.
Aus diesem Grunde ist auf der beiliegenden Zeichnung als Beispiel einer Ausführungsform
ein synchroner Motor dargestellt, der mit einem Gleichrichter gekuppelt ist.
Als Beispiel ist angenommen, daß es sich um einen vierpoligen Motor handele, der dazu
bestimmt ist, einen Gleichrichter von Einphasenströmen in Bewegung zu setzen.
Der Stromwender (s. Fig. i) hat vier Stege α α1 b bl, von denen nur die Stege abb1 in
der Figur sichtbar sind. Der dem Stege a diametral gegenüber gelegene Steg a1 ist durch
die. anderen Stege verdeckt.
Auf der Achse O O des Apparates sind
zwei Ringe C und D montirt, von denen C mit den Stegen aa1 und mit einer Klemme m,
der Ring D dagegen mit den Stegen b und b1
und einer Klemme η in Verbindung steht.
Es sind zwei Reihen Bürsten F1 F1 ... F1,
F2 F.z . .. F2 vorhanden, deren Berührungspunkte
mit dem Stromwender in zwei Linien derart liegen, daß die Ebenen, die durch diese
Linien und die Achse des Apparates gehen, im rechten Winkel zu einander stehen. Von
diesen beiden Bürstenreihen steht die eine mit einer Klemme P1, die andere mit einer Klemme
P2 in Verbindung. In Fig. ι sieht man nur
die Bürsten F1 F1 ... F1 und die Klemme P1,
der Apparat besitzt in der zur Bildebene, senkrechten Ebene dieselbe Bürstenanordnung.
Auf den Ringen C und D schleifen Reiber, wie f{ und/2. Die auf dem. Ringe C schleifenden
Reiber stehen mit einer Klemme Q1 in Verbindung und die auf dem Ringe D
schleifenden mit einer Klemme Q2.
Links vom Stromwender ist ein synchroner Motor angeordnet, der in Fig. ι bei S dargestellt
ist und von dem Fig. 2 eine Endansicht giebt.
Als Beispiel ist angenommen, daß der Anker dieses Motors von einem auf der
Achse O O montirten Pacinotti-Ring A A
(Fig. 2) gebildet sei. Alle Spulen dieses Ringes sind in Reihe geschaltet.
Theilt man diesen Ring in vier Quadranten, so sind die in den Quadranten 1 und 3
enthaltenen Spulen in demselben Sinne, die in die in den Quadranten 2 und 4 enthaltenen
umgekehrt wie die vorigen gewickelt. Der durch Reihenschaltung dieser Spulen gebildete
Stromkreis ist von den Klemmen m und η (Fig. 1) abgezweigt.
Dieser mit der Achse O O bewegliche
Anker dreht sich mitten in einem Feldmagneten mit vier Polen I1 I213 J4. Die zum
Erregen dieser Pole dienenden Spulen sind in ein und demselben Stromkreis vereinigt, der
von den Klemmen P1 und P2 des Apparates
abgezweigt ist.
Durch die Polverbreiterungen der inducirenden Pole J1 I2 J3 J4 geht eine Anzahl von
Bolzen hindurch, die mit ihren beiden Enden in zwei kupfernen Ringen festgenietet sind,
von denen einer bei α b in Fig. 2 dargestellt ist.
Rechts vom Stromwender ist in Fig. 1 bei T ein asynchroner Motor dargestellt, dessen
Feldmagnet fest steht und dessen in sich geschlossenen inducirten Stromkreise mit der
Achse O O beweglich sind.
Eine Endansicht dieses Motors ist in Fig. 3 gezeigt.
Der Kern des festen Feldmagneten ist ein Kranz von Blechen, die so ausgeschnitten sind,
wie aus der einen Hälfte dieser Figur zu ersehen ist. In den im Kranze vorgesehenen
Kerben werden Spulen angeordnet, die z. B. so beschaffen sind, wie die in der anderen
Hälfte der Fig. 3 dargestellten. (Diese als Beispiel gegebene Wickelung besteht aus einer
Anzahl von Galvanometerrahmen, deren Seiten in Kerben eingreifen, die symmetrisch in Bezug
auf zwei durch die Achse des Systems gehende, rechtwinklig zu einander stehende
Ebenen aß und η 6 angeordnet sind.)
Die Spulen, die von den Galvanometerrahmen gebildet sind, welche symmetrisch zur
Ebene α β liegen, sind in demselben Sinne,
die anderen Spulen im umgekehrten Sinne wie die vorigen gewickelt.
Alle' diese Spulen sind in Reihe geschaltet und von den Klemmen Q\ und Q^2 abge-
zweigt (in Fig. ι ist nur die Klemme Q^1 zu
sehen).
Die in sich geschlossenen inducirten Stromkreise dieses Motors sind gemäß der gewöhnlichen
Methode von Bolzen gebildet, die in eine magnetische Masse eingebettet und an ihren beiden Enden in zwei kupfernen Ringen,
von denen einer bei k1 in Fig. 3 gezeigt ist,
festgenietet sind.
Die Klemmen Q1 und Q\, Q2 und Q^
werden gewöhnlich paarweise vereinigt und mit der Quelle des gleichzurichtenden Wechselstromes
in Verbindung gesetzt; im Augenblicke des Anlassens des Apparates jedoch ist es nöthig, den asynchronen Motor auszuschalten,
weil er ohne allen Nutzen Strom verzehren würde; deshalb ist angenommen, daß seine Ankerwickelung in zwei besonderen
Klemmen ende.
Der in Fig. 1 dargestellte Stromwender hat Abmessungen, die denen der Motoren vergleichbar
sind, Weil der veranschaulichte Apparat, wie erwähnt, ein bloßer Gleichrichter ist.
Wenn man diesen Apparat als synchronen Motor oder Erzeuger gebrauchen wollte, so
müßte man dennoch diesen Stromwender beibehalten, um die Erregung der Feldmagnete
des synchronen Motors zu sichern. Seine Abmessungen müßten dann aber viel geringer
sein.
Das, was soeben für den Fall der Einphasenströme gesagt wurde, läßt sich unmittelbar
auf den Fall der Mehrphasenströme anwenden. Zu dem Zweck genügt es, die Ringwickelung des synchronen und des asynchronen
Motors durch besondere Ringwickelungen zu ersetzen, die ebenso viele in Bezug auf einander regelmäßig verschobene Stromkreise
haben, als man Ströme von verschiedenen Phasen erzeugen will. Es ist rathsam, diese Anzahl immer gerade zu machen.
Die verschiedenen Stromkreise der beiden Ringwickelungen werden von den auf einander
folgenden Stegen eines Stromwenders, sei es unmittelbar, sei es durch Vermittelung
von Reibern und Ringen, ebenso abgezweigt, wie die verschiedenen Stromkreise des Ankers
einer Gleichstrommaschine von den Stegen ihres Stromwenders.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das Verfahren, den synchronen Lauf von Wechselstrommotoren, deren Magnetfeld durch einen Strom von stets derselben Richtung erregt und deren Anker durch einen oder mehrere der Phase nach verschobene Wechselströme gespeist wird, dadurch aufrecht zu erhalten, daß dem synchronen Motor ein asynchroner Motor beigesellt wird, der auf derselben Achse sitzt und dieselbe Anzahl Pole hat und dessen Ringwickelung (Feldmagnet) ebenso viele Wechselströme von verschiedenen Phasen empfängt, als die Ringwickelung (Anker) des synchronen Motors selbst ererzeugen oder nutzbar machen soll, wobei die entsprechenden Stromkreise dieser beiden Ringwickelungen im Nebenschluß geschaltet und von den Klemmen derselben Elektricitätsquellen abgezweigt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE84855C true DE84855C (de) |
Family
ID=357047
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT84855D Active DE84855C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE84855C (de) |
-
0
- DE DENDAT84855D patent/DE84855C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2515133C3 (de) | Reluktanzmaschinenanordnung | |
| DE2813701A1 (de) | Elektrische maschinen mit permanent- magneten aus seltenen erden | |
| EP0150070A2 (de) | Kollektorloser Gleichstommotor mit eisenloser Statorwicklung | |
| DE1254233B (de) | Kommutierungseinrichtung fuer die Erregerstroeme einer elektrischen Maschine | |
| DE2519404B2 (de) | Ein- oder mehrphasiger dynamoelektrischer Motor für Schrittbetrieb | |
| DE84855C (de) | ||
| DE92958C (de) | ||
| DE1488065A1 (de) | Gleichstrommaschine mit supraleitender Ankerwicklung | |
| DE1268262B (de) | Einphasenwechselstrommotor, insbesondere fuer Betriebsstroeme hoeherer Frequenz | |
| DE102018004613A1 (de) | Elektrische Universal Kraftmaschine | |
| DE69129651T2 (de) | Zweirichtungsleitende, zwei Enden aufweisende, nicht geschlossene Ankerwicklungen für Gleichstrommotor | |
| DE2108622A1 (de) | Linearer Induktionsmotor | |
| DE2556582A1 (de) | Verfahren und motor-vorrichtung zur erzeugung hoher drehzahlen | |
| DE157883C (de) | ||
| DE220551C (de) | ||
| DE68911905T2 (de) | Elektrischer Motor ohne Stromwenderteile mit in der Richtung der Achse aufgestellten Polen und auf demselben Prinzip basierender magnetischer Motor. | |
| DE63658C (de) | Elektrische Triebmaschine mit Kurzschiufsbürsten | |
| DE76071C (de) | Regelungseinrichtung für Wechselstrom-Gleichstrom-Umwandler | |
| DE103627C (de) | ||
| DE33007C (de) | Methode, um Galvano - Elektrizität auf eine niedrigere oder höhere Spannung zu bringen und die hierzu bestgeeigneten Wechselströme herzustellen | |
| DE201317C (de) | ||
| DE244884C (de) | ||
| DE2549157C3 (de) | Anordnung zur Steuerung der Drehzahl eines elektrischen Mehrphasen-Wechselstromsynchronmotors mit Permanentmagnet- oder Reluktanzrotor | |
| DE156616C (de) | ||
| DE571366C (de) | Gleichstromkommutatormaschine mit in beliebigem Abstand voneinander angeordneten primaeren und sekundaeren Buersten |