DE84665C - - Google Patents

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DE84665C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B17/00Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
    • F26B17/001Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors
    • F26B17/007Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors having a sieve, e.g. classifying arrangement

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82: Trockenvorrichtungen.
ALBERT MANN in NAUMBURG a. S.
Trockenverfahren für Braunkohlenklein. Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. November 1894 ab.
Um Braunkohlenbriketts herzustellen, wird die geförderte nasse Kohle, nachdem sie mittelst Walzwerken und Sieben vorbereitet ist, auf besonderen Trockenapparaten getrocknet, und zwar bis zu einem Grade, daß sie noch etwa durchschnittlich 15 pCt. Feuchtigkeit enthält. Die Aufbereitungsapparate geben eine Kohlenmasse an die Trockenapparate ab, in der die Korngröße von einem feinen Pulver bis zu Haselnußgröße wechselt. Ein gleichmäßiges kleines Korn herzustellen, ist nach der Natur der nassen Kohle nicht möglich.
Bei der Trocknung wird nun die Kohle nicht gleichmäßig schnell den erforderlichen Trockengrad erreichen, sondern die kleinsten Körner, das pulverförmige Gemenge, muß seinen Wassergehalt früher verlieren als die größeren Knorpel; während ein Theil der Kohlenmasse bereits in Bezug auf die Brikettirung der Kohle zu viel Feuchtigkeit abgegeben hat, wird der andere Theil noch zu viel Feuchtigkeit enthalten.
Um diesem Uebelstand abzuhelfen, wird das Gemenge von Staub und Körnern zunächst bis zur Trockenreife des Staubes gemeinsam erhitzt und gelüftet, worauf man eine Abscheidung des fertig getrockneten Staubes vornimmt und den verbleibenden Rest an Körnern und Knorpeln weiter allein dem Trockenproceß unterzieht.
Durch dieses Trockenverfahren ist jede Uebertrocknung des Kohlenstaubes vermieden und ein gleichmäßiges Trockengut hergestellt. Da das feine trockene Pulver aus dem Trockengut vor dem schließlichen Abtrocknen der ganzen Masse ausgeschieden wird, so ist damit eine höhere Leistungsfähigkeit der zur Anwendung kommenden Trockenapparate bedingt, weil denselben von vornherein mehr Kohle zugeführt werden muß, um nach Abscheidung des Mehles die Trockenflächen genügend bedeckt zu halten, und weil dem abgeschiedenen Mehl keine Wärme mehr zugeführt zu werden braucht. 'Schließlich ist die Feuer- und Explosionsgefahr vermindert, weil nur die übertrocknete Kohle geneigt und geeignet ist, sich zu entzünden.
Die Ausübung dieses Trockenverfahrens kann in der verschiedensten Weise erfolgen, je nach der Art der zur Verwendung kommenden Trockenvorrichtungen. Benutzt man Trockentrommeln oder ähnliche Apparate, so wird in der einen Trommel das Gemenge bis zu dem bestimmten Grade der Trockenheit des Pulvers gemeinsam behandelt, dann gelangt das Trockengut auf Siebwerke, Aspirationsapparate oder dergl., um das fertig getrocknete Pulver auszuscheiden. Den noch nassen Rest an Körnern und Knorpeln trocknet man in einer zweiten Trockentrommel fertig.
Unter allen Apparaten zum Trocknen des zur Brikettfabrikation dienenden Braunkohlenkleins haben sich am besten die bekannten Dampftelleröfen bewährt. Dieselben bestehen aus 13 bis 27 doppelwandigen Dampftellern von 5 m äußerem Durchmesser und 2 m innerem Ausschnitt und besitzen hochstehende Ränder von 10 cm Höhe. Diese Teller haben zum Theil an der äußeren, zum Theil an der inneren Peripherie Löcher, durch welche das Trockengut durchgeführt wird. Es werden nun diese Teller zwischen Säulen zu einer
(2. Auflage, ausgegeben am ii. Februar jgo4.)
Batterie aufgebaut, immer aber ein Teller mit äußeren Abfalllöchern α (Fig. ι und 2) wechselnd mit einem Teller- mit inneren Abfalllöchern α1 bis zum letzten Teller, der nach außen Abfall haben muß. Das Tellerinnere ist mit den Säulen durch Röhrchen verbunden und dienen zweckmäßige Einrichtungen zur Zuführung des Heizdampfes und Abführung des Niederschlagwassers. Im Innern der Batterie steht eine kreisende Welle c mit Rührarmen und Rührwerk. Letzteres ist ein Schaufelwerk d, welches über die Teller geschleppt wird und hierdurch das Trockengut, welches dem obersten Teller zuzuführen ist, über die einzelnen Teller führt, einmal von innen nach außen und dann von außen nach innen. Das Material wird von unten erwärmt und von oben mit der Luft in Berührung gebracht, um auf diese Weise getrocknet zu werden, bis es vom untersten Teller in einen Sammelrumpf b fällt, aus welchem es unmittelbar in die Brikettpresse gelangt, hier die Brikettform erlangend. Dieser bekannte Tellerofen besitzt nach dem 6. bis 8. Dampfteller einen sogen. Sieb- und Walzenteller, aus welchem aus dem Gemenge von feinem Mehl und Kohlenknorpel beigemengte Holzsplitter, Schwefelkiesknollen, Schienennägel und andere Verunreinigungen abgeschieden und die Kohlenstückchen zerkleinert werden. Hierbei fällt die Kohle zunächst auf volles Eisen und wird dann vom Rührwerk über einen Siebring geschoben, durch welchen die feine Kohle hindurchfällt. Hierauf gelangt die Kohle auf einen nicht durchbrochenen Teller, auf welchem die gröberen Stücke durch Kollergangwalzen zerdrückt werden. Dann geht das Gemenge über eine zweite Siebstraße, durch welche wieder das Feine hindurchfällt, während der aus gröberen Stücken bestehende Rest, HoIzspähne etc., auf einem dritten nicht durchbrochenen Teller abermals gewalzt wird, um dann eine dritte Siebstraße zu passiren, wobei Holzsplitterchen und andere nicht zerdrückbare fremde Gegenstände vom Rührwerk durch ein Loch im peripherischen Rande dieses Tellers aus dem Ofen befördert werden. Dieser in seinen Haupttheilen beschriebene Ofen kann für das vorliegende Verfahren in nachstehender Weise geändert werden.
Die Teller 1 bis 6 und Teller 9 bis 21 zeigen die bei Dampftelleröfen übliche Anordnung und Einrichtung. Dagegen werden Teller 7 und Teller 8, welcher als Sieb- und Walzenteller ausgebildet ist, nach innen, d. h.
nach der Welle zu verbreitert. Die Kohle wandert , wie die Pfeile andeuten, von Teller zu Teller. Sobald das Gemenge vom Teller 7 auf Teller 8 fällt, wird das Mehl durch den innersten Siebring e abgesiebt, fällt auf den letzten Teller 21 uud gelangt von hier in den Rumpf b, während die gröberen Stücke und Verunreinigungen den Trockenofen weiter durchlaufen.
Soll der Tellerofen unverändert, d. h. ohne Verbreiterung irgend welcher Teller beibehalten werden (Fig. 2), so kann die Abscheidung des Mehles an der äußeren Peripherie eines der Teller stattfinden, indem man sämmtliche Kohle von Teller 8 über eine Sortirtrommel t gehen läßt, durch welche das Mehl durchfällt und unmittelbar nach dem Preßrumpf b1 geführt wird, während die gröberen Bestandtheile und Verunreinigungen durch ein Becherwerk x-y dem Sieb- und Walzenteller wieder zugeführt und nun weiter behandelt werden.
Das vorstehend in Anwendung auf das Trocknen von Kohlen erläuterte Verfahren kann in zweckentsprechender Weise auch für jedes andere dazu geeignete Material benutzt werden.
Dieses neue Trockenverfahren ist nicht zu verwechseln mit einem in einer Fabrik bei Guben offenkundig angewendeten A^erfahren, nach welchem aus der fertig getrockneten Kohle noch ein Theil der näß gebliebenen gröberen Bestandtheile dicht vor dem Preßrumpf abgesiebt wird, worauf die so gereinigte Kohle- verpreßt wird, während die abgesiebten Knorpel zwischen die frischen Grubenkohlen gemischt werden. Dieses Verfahren erscheint umständlich und weniger vortheilhaft gegenüber dem vorliegenden Verfahren, bei welchem das aufgegebene Trockengut bis zur Trockenreife dem Trockenproceß unterworfen bleibt und ihm nur auf seinem Wege der feine, fertig getrocknete Staub entzogen wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Trockenverfahren, insbesondere für Braunkohlenklein, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemenge von staubförmiger und körniger Kohle bis zur Trockenreife des Staubes gemeinsam und ohne gleichzeitiges Sieben erhitzt, daß darauf der Staub abgesiebt und dann der verbleibende Rest an gröberen Theilen für sich allein weiter getrocknet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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