DE846598C - Einspritzgefaess fuer vorraetig zu haltenden Inhalt - Google Patents

Einspritzgefaess fuer vorraetig zu haltenden Inhalt

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DE846598C
DE846598C DEM3612D DEM0003612D DE846598C DE 846598 C DE846598 C DE 846598C DE M3612 D DEM3612 D DE M3612D DE M0003612 D DEM0003612 D DE M0003612D DE 846598 C DE846598 C DE 846598C
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DE
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injection vessel
cannula
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valve
connection piece
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DEM3612D
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English (en)
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Rudolf Dr Med Mancke
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M5/00Devices for bringing media into the body in a subcutaneous, intra-vascular or intramuscular way; Accessories therefor, e.g. filling or cleaning devices, arm-rests
    • A61M5/178Syringes
    • A61M5/31Details
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61JCONTAINERS SPECIALLY ADAPTED FOR MEDICAL OR PHARMACEUTICAL PURPOSES; DEVICES OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR BRINGING PHARMACEUTICAL PRODUCTS INTO PARTICULAR PHYSICAL OR ADMINISTERING FORMS; DEVICES FOR ADMINISTERING FOOD OR MEDICINES ORALLY; BABY COMFORTERS; DEVICES FOR RECEIVING SPITTLE
    • A61J1/00Containers specially adapted for medical or pharmaceutical purposes
    • A61J1/05Containers specially adapted for medical or pharmaceutical purposes for collecting, storing or administering blood, plasma or medical fluids ; Infusion or perfusion containers
    • A61J1/06Ampoules or carpules
    • A61J1/065Rigid ampoules, e.g. glass ampoules
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    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
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Description

  • Einspritzgefäß für vorrätig zu haltenden Inhalt I)ie Erfindung bezieht sich auf ein Einspritzgefäß für vorrätig zu haltenden Inhalt, das sich im wesentlichen durch seine Gestaltung und durch die Verbindung mit einem Ventilgebläse, um dadurch Sog und I)ruck in dem Gefäß zu erzeugen, kennzeichnet.
  • Die parenteralen Einspritzungen von Kochsalz, Zucker, Serum, Medikamenten und anderem, die unter den beschränkten Arbeitsverhältnissen des Krieges, besonders auch unter frontmäßigem Einsatz oder in Feldlazaretten, dort oft zugleich in großer Zahl, vorzunehmen sind, stoßen praktisch auf Schwierigkeiten. Es ist notwendig, eine größere Anzahl von Spritzen oder Infusionsbestecken steril vorrätig zu halten und nach Gebrauch neu zu sterilisieren. Besonderes auch der Schiffsarzt, der bei der Behandlung von Schiffbrüchigen vor die Notwendigkeit gestellt wird, einer großen Anzahl von lenschen' die aus dem Wasser gerettet wurden, zur Bekämpfung des Kollapszustandes möglichst schnell eine große Infusion von Kohlehydraten zu geben. wird bei Vornahme dieser ärztlichen Maßitahme oft praktische Schwierigkeiten haben.
  • Es besteht kein Zweifel, daß es als ein Fortschritt anzusehen ist, wenn die Möglichkeit besteht, die Einspritzung in der Weise vorzunehmen, daß die Ampulle selbst gewissermaßen als Spritze benutzt wird.
  • Die nach dem heutigen Stand der Technik ge-I)räuchlichen Apparate, die zu dem Zweck angeboten werden, eine Flüssigkeit unmittelbar aus dem \ orratsgefäß ohne Benutzung einer Spritze in den Korper eiilzuspritzen, haben infolge verschiedener Nachteile keine Verbreitung gefunden. Um einige der Nachteile anzuführen: So ist es z. B. bei einer <ekatinten Ausführungsform unzweckmäßig, daß die l.»isung, die eingespritzt werden soll, außer mit (;las auch mit anderen Stoffen in Berührung kommt, die gegenüber Flüssigkeiten nicht indifferent sind und bei längerem Lagern, besonders wenn es mit starken Temperaturschwankungen verbunden ist, sich selbst oder die Lösung verändern.
  • Diesen Übelstand sucht eine andere bekannte nusführung zu vermeiden, bei der ein Gasüberdruck in der Ampulle erzeugt und dieser zur Entleerung der Flüssigkeit benutzt wird. Da aber die Höhe des Überdrucks, der erzeugt werden kann, infolge des zur Verfügung stehenden kleinen Raumes nur beschränkt ist, können auf diese Weise nur verhältnismäßig kleine Flüssigkeitsmengen eingespritzt werden. Ein anderer Nachteil besteht darin, daß mit den bekannten Apparaten nicht ohne weiteres auch ein Sog erzeugt werden kann,,der selbsttätig und anhaltend wirkt. Dies ist aber für die Vornahme der Venenpunktion notwendig, weil vor der Einspritzung in die Vene jeweils erst Blut angesaugt werden muß, um sich von der richtigen Lage der Kanüle zu überzeugen. Bei der intramuskulären Einspritzung ist umgekehrt durch den Sog und das Ausbleiben des Bluteintritts sicherzustellen, daß keine Vene angestochen ist.
  • Und schließlich ist es ein Nachteil, daß die bekannten Ausführungsformen im Gebrauch nicht so handlich sind, daß sie von dem Arzt allein leicht bedient werden können.
  • Die vorliegende Erfindung soll gegenüber diesen Nachteilen Verhesserungen bieten. Dies wird auf folgende Art erreicht: Die Flüssigkeit wird erfindungsgemäß in einem Gefäß vorrätig gehalten, aus dem sie unmittelbar in den Körper eingespritzt werden kann und in dem sie im wesentlichen nur mit Glas in Berührung kommt, so daß sie lange Zeit unverändert und steril aufbewahrt werden kann. Die Form des Gefäßes ist erfindungsgemäß so gewählt, daß es möglich wird, auf den Inhalt des Gefäßes zunächst einen selbsttätig wirkenden Sog und dann einen Druck auszuüben. Der selbsttätig und anhaltend wirkende Sog hat den Vorteil, daß sofort, wenn die Vene angestochen ist, Blut in das Gefäß eintritt und die richtige Lage der Kanüle anzeigt, so daß das Suchen bei tiefliegenden und nur schlecht sichtbaren Venen erleichtert ist.
  • Die Mengen, die dabei eingespritzt werden können, können beliebig groß sein, da Sog und Druck mechanisch von außen erzeugt werden. Und schließlich ist die Form des Gefäßes und des Zuhehörs so einfach gewählt, daß es leicht transportabel ist, serienmäßig billig hergestellt werden kann und im Gebrauch so handlich ist, daß es vom Arzt allein bedient werden kann. Dabei fallen alle hisher-als Vorbereitungen notwendigen Arbeiten, wie Sterilisation sowie der Gebrauch von Spritzen oder Infusionsbestecken, weg, was besonders auch hei den Arbeiten unter Kriegsverhältnissen für die Ärzte der Front, der Lazarette und auch in der Heimat eine große Arbeitserleichterung und Materialersparnis bedeutet.
  • Die Erfindung wird in der Zeichnung veranschaulicht.
  • Abb. 1 bis sind verschiedene Ausführungsformen des Glasgefäßes, die Abb. 6 bis I0 stellen ein Ausführungsbeispiel eines Gebläses und die Ahb. ii bis I3 eine weitere Ausführungsform eines solchen dar.
  • Das vorzugsweise längliche Glasgefäß I (Abb. I und 2) ist mit einem hakenförmigen, spitz zulaufenden Krümmer 2 zum Anstecken eines Ventilgebläses ausgebildet, und am gleichen Ende des Gefäßes ist auch der Kanülenansatz 3 bzw. die Kanüle vorgesehen. Weiter ist das Glasgefäß oben etwas ausgehaucht bzw. trägt eine über seinen Rücken verlaufende hohle Flosse 4, zum Zwecke, daß die Druck erzeugende Luftblase auf der Flüssigkeit hzw. oberhall> des Flüssigkeitsspiegels bleibt, um eine kontinuierliche Entleerung sicherzustellen, ohne zu glucksen und um ein Zurücksteigen der Flüssigkeit zu vermeiden. Ein Einfüllstutzen kann besonders vorgesehen sein, der nach dem Füllen zugeschmolzen wird, wenn man nicht den Krümmer zum Einfüllen benutzen will. Ebenso werden der Krümmer als auch der Kanülenansatz zugeschmolzen. Die Schmelzenden sind in bekannter Weise mit Einritzungen I>zw. Einschnitten versehen, um sie bei Gebrauch des Instruments leicht abbrechen zu können.
  • Nach den in den Abb. 2 und 4 dargestellten Ausführungsbeispielen sind der Ansatz 5 für das Gebläse und der Ansatz 6 für die Kanüle an den gegenüberliegenden Enden des Gefäßes angeordnet, ebenso nach der Ausführungsform gemäß Abb. 5. Hier ist der Ansatz für das Gebläse ein lyraförmiger Krümmer 7. Je nach der Einstellung des Flüssigkeitsspiegels wird in seinem äußeren Schenkel eine selbsttätige Sog- und Druckwirkung durch die Verwendung eines gebräuchlichen Gebläses, z. B. eines Blutdruckapparategehläses (Richardsonscher Luftdruckball), ermöglicht. Zur Erzeugung des Sogs wird nach Freilegung der Kanüle und dem Ansetzen des Luftgebläses zunächst eine geringe Flüssigkeitsmenge herausgedrückt, bis die Flüssigkeit fast im unteren Bogen des Anschlußstücks 7 steht. Dann wird das Ventil des Gebläses geöffnet. Die jetzt nach Verbindung der Außenluft nach dem Gesetz der kommunisierenden Röhren im freien Schenkel des Krümmers 7 hochsteigende Flüssigkeitsmenge erzeugt selbsttätig den Sog an der Kanüle. Nach Schließen des Ventils kann durch den Luftdruck des Gebläses die Flüssigkeit entleert werden.
  • Zur bequemen und besseren Handhabung des Einspritzapparats durch den Arzt ohne Mithilfe ist jedoch nach der vorliegenden Erfindung ein Gebläse für Sog, Druck, Entlastung und Ahschluß geschaffen worden, das mit einem Vierwegeventil ausgebildet ist. Bei Verwendung dieses Gebläses kann das Halten des Gefäßes heim Einspritzen und das wahlweise Einstellen des Ventils in seine verschiedenen Wege gleichzeitig mit der haltenden Hand erfolgen, nämlich mit dem Blaseball 8, der hier an das Ventilstück 9, das sich durch einen Schlauchansatz io nach außen fortsetzt, angeschlossen ist. ii ist das Ventilgehäuse, das mit einem vorzugsweise elastischen Ansatz 12 zum An- stecken an den Krümmer 2 versehen ist. NIan kann also hier die in der Abb. 7 (Querschnitt) gezeigten Durchgangswege 13' I3", I3M' und I3 durch Dreheu des Balls 8, wie ollen schon ausgeführt, einstellen. Dabei gil)t der erste Weg (Abb. 6) bei geschlossenem Gefäß den Luftstrom des Balls nach außen frei. Der zweite (Abb. 8) ermöglicht es, einen Sog auf den inhalt des Gefäßes auszuüben.
  • I)er dritte NVeg (Abb. 9) stellt die Verbindung mit der Außenluft her, und schließlich kann auf dem vierten Wege (Al)l). io) ein fortdauernder Druck mit gefilterter Luft erzeugt werden. Durch entsprechendes Einstellen des Mittelstücks g kann so ein sell>sttätig und anhaltend wirkender Sog zum Ansaugen des Blutes hzw. ein Ueberdruck auf den Inhalt des Gefäßes zu seiner Entleerung erzeugt werden. Sog und Druck können jeweils durch Umschalten auf die Öffnungsstellung mit der Außenluft schnell unterbrochen werden. Und die dazu so notwendigen 1-landreichungen sind so einfach. daß sie vom Arzt allein gemacht werden können.
  • Ein weiteres Ausf üh runhsl,ei spiel des Vierwegeventils ist in den Abb. 1 1 bis 13 gezeigt. Es unterscheidet sich von den ohen geschilderten lediglich nur darin, daß sein Ventilküken g nicht mit einem nach außen geführten Ballansatz versehen ist, sondern es in der X4itte des Gehäuses ii mit einem drehbaren Stellkranz 14 über das Ventilgehäuse hervorragt. An diesem kann es mit den Fingern der das Gebläse hzw. den Druckball hedienenden Hand durch Drehen eingestellt werden. Auf diese Weise sind durch Drehen von 180 bis 360 die vier beschriebenen Wege handlicher und sicherer einstellbar.

Claims (6)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E: I. Einspritzgefäß für vorrätig zu haltenden Inhalt mit einem Kanülenansatz oder eingeschlossener Kanüle sowie einem Anschlußstück, dadurch gekennzeichnet, daß an das Anschlußstück ein Ventilgebläse angesetzt wird, um dadurch Sog- und Druckwirkung in dem Gefäß zu erzeugen.
  2. 2. Einspritzgefäß nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußstück als ein hakenförmiger Krümmer (2) ausgebildet ist.
  3. 3. Einspritzgefäß nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußstück als ein lyraförmiger Krümmer (5) ausgebildet ist, der mit einem Ventilgebläse zur Erzeugung des Sogs und Drucks verbunden, je nach Einstellung des Flüssigkeitsspiegels in dem äußeren Schenkel des Krümmers eine selbsttätige Sog-und Druckwirkung in der Spritze ermöglicht.
  4. 4. Einspritzgefäß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das Anschlußstück (2, 5) als auch der Kanülenansatz (6) l)z'v. die Kanüle am gleichen Ende des Gefäßes (I) angeordnet sind.
  5. 5. Einspritzgefäß nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse mit einem Vierwegeventil ausgebildet ist, dessen drehharzes, die vier Wege vermittelnde Küken (9) mit dem angeschlossenen Gummiball (8) in die vier Wege einstellbar ist.
  6. 6. Einspritzgefäß nach Anspruch I und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Küken (g) im Vierwegeventil so angeordnet ist, daß es mit einem Stellkranz (14) über das Ventilgehäuse hervorragt, mit dem Stellkranz es zwecks Einstellung der vier Wege von außen drehbar ist.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 70I 92I; schweizerische Patentschrift Nr. 214 738; österreichische Patentschrift Nr. 152 654.
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