DE84545C - - Google Patents
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- DE84545C DE84545C DENDAT84545D DE84545DA DE84545C DE 84545 C DE84545 C DE 84545C DE NDAT84545 D DENDAT84545 D DE NDAT84545D DE 84545D A DE84545D A DE 84545DA DE 84545 C DE84545 C DE 84545C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B13/00—Machines and apparatus for drying fabrics, fibres, yarns, or other materials in long lengths, with progressive movement
- F26B13/10—Arrangements for feeding, heating or supporting materials; Controlling movement, tension or position of materials
- F26B13/14—Rollers, drums, cylinders; Arrangement of drives, supports, bearings, cleaning
- F26B13/18—Rollers, drums, cylinders; Arrangement of drives, supports, bearings, cleaning heated or cooled, e.g. from inside, the material being dried on the outside surface by conduction
- F26B13/183—Arrangements for heating, cooling, condensate removal
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Trockenmaschinen, die mit durch
Dampf geheizten Cyiindern arbeiten. Sie dient dazu, Dampf und Luft aus dem Abfiufsrohr
abzusaugen, wodurch bewirkt wird, dafs das in den Cyiindern sich ansammelnde Wasser, beständig entfernt werden kann, ohne
dafs ein hoher Dampfdruck in den Cyiindern unterhalten werden mufste.
Eine mit einer derartigen Vorrichtung versehene Papiertrockenmaschine mit fünf Trockencylindern
ist in Fig. 1 in Vorderansicht dargestellt. In solchen Maschinen sind gröfstentheils
mehr als fünf Cylinder vorhanden; doch genügt die in Fig. 1 dargestellte Zahl,
um das Wesen der vorliegenden Erfindung zu erläutern. Fig. 2 zeigt einen Verticalschnitt
durch einen der Cylinder, welche alle von gleicher Bauart sind. Fig. 3 zeigt ein
Ventil, um die Menge des aus dem Abflufsrohr ausfliefsenden Wassers zu regeln.
Der Trockencylinder A einer gewöhnlichen Papiertrockenmaschine ist in geeigneten Lagern
α α drehbar gelagert. Der Dampf wird von irgend einer geeigneten Leitung aus in das
Innere des Cylinders durch das Rohr B geleitet, welches, wie aus Fig. 2 zu ersehen ist,
mit dem einen Endzapfen des Cylinders verbunden ist. Das Condenswasser wird durch
das Rohr C aus dem Cylinder entfernt, welches durch einen der Zapfen nach aufsen
tritt und mit seinem inneren Ende bis nahe auf den Boden des Cylinders reicht, so dafs
seine Oeffnung tief genug liegt, um das Wasser aus dem Cylinder möglichst vollständig
abführen zu können. Das äufsere Ende dieses Rohres ist an seinem unteren Ende mit einem Verschlufs, zweckmäfsigerweise
einem Ventil, versehen, um das Rohr abschliefsen zu können. Bei dem in Fig. 1
und 2 dargestellten Apparat besteht dieser Verschlufs aus einem gewöhnlichen Rückschlagventil.
Die von den einzelnen Cyiindern kommenden Röhren münden in eine gemeinsame Abflufsleitung für das Condenswasser.
E ist ein Ausblaserohr, welches mit seinem einen Ende mit dem Ausfiufsrohr C
verbunden ist. Praktische Versuche haben ergeben, dafs es am zweckmäfsigsten ist, dies
Rohr ungefähr 15 cm unterhalb des höchsten Punktes des Ausflufsrohres mit diesem zu
verbinden. Am anderen Ende des Rohres wird irgend eine geeignete Vorrichtung angebracht,
um das Ausblasen zu bewirken; z. B. ein Ejector F, der in geeigneter Weise bethätigt
wird und auf das Rohr C eine saugende Wirkung ausübt. Das Ausblaserohr ist mit
einer verengten Durchflufsöffnung G versehen. Dieselbe kann aus irgend einem geeigneten
Ventil bestehen, oder das Rohr selbst kann verengt sein. Der Zweck dieser Verengerung
ist der, die durch das Ausblaserohr entweichende Dampf - oder Luftmenge einzuschränken.
H ist ein Entluftungsrohr, welches durch einen der Zapfen in den Cylinder hineintritt
und zweckmäfsigerweise an seinem äufseren Ende mit einem Exhaustor versehen ist, wie
bei / dargestellt. Der Zweck dieses Rohres ist, die Luft aus dem Cylinder zu entfernen.
Das Rohr ist ebenfalls mit einer Verengerung oder einem Ventil von geeigneter Form versehen.
Das Rohr kann auch mit einem selbstthä'tigen Ventil versehen sein, welches
bei Ausdehnung durch die Hitze in Wirkung tritt; es ist jedoch vorzuziehen, das Rohr bei J
selbst zu verengern und dadurch eine engere Durchflufsöffnung zu erzielen.
In Fällen, wo mit einem Druck gearbeitet werden soll, der höher ist als der Atmosphä'rendruck,
wird an dem Abflufsrohr an Stelle des gewöhnlichen Rückschlagventils D
ein Ventil angebracht, welches mit einer Vorrichtung versehen ist, um in einer gegebenen
Zeit nur eine bestimmte Menge Wasser ausströmen zu lassen. In Fig. 3 ist ein derartiges
Ventil im Schnitt dargestellt.
Das Ventil ist mit einem Schraubenbolzen M versehen, welcher durch den mit entsprechendem
Gewinde versehenen Deckel des Ventilgehäuses hindurchtritt und einen beliebig verstellbaren
Anschlag für das Ventil m bildet, so dafs dessen Oeffnungsweite genau regulirt
werden kann. Der Schraubenbolzen M ist mit einer Gegenmutter 0 versehen, um ihn in
jeder Stellung feststellen zu können. Durch Veränderung der Oeffnungsweite des Ventils
kann man so die Menge des durch dasselbe fliefsenden Wassers regeln.
Jeder Cylinder der Maschine ist in der beschriebenen Weise eingerichtet. Die Abflufsröhren
aus den Cylindern münden in das gemeinsame Abflufsrohr K, aus welchem das
Wasser in beliebiger Weise abgeführt werden kann.
Die Wirkungsweise des vorliegenden Apparates ist folgende: Wenn die Maschine zuerst
in Gang gesetzt werden soll, sind die Cylinder mit Luft gefüllt. Um diese Luft zu entfernen,
wird das Entluftungsrohr H geöffnet, und wenn ein Exhaustor vorhanden ist, dieser in
Thätigkeit gesetzt. Die in den Cylindern enthaltene Luft wird auf diese Weise abgesaugt.
Gleichzeitig wird das Ventil des Dampfzuleitungsrohres geöffnet, so dafs Dampf in die Cylinder einströmen kann. Der Dampf
fängt sofort an, sich zu condensiren, und das gebildete Condenswasser sammelt sich am
tiefsten Punkte des Cylinders an. Wenn sich so viel Condensationswasser angesammelt
hat, dafs es das untere Ende des Abflufsrohres erreicht, wird der mit dem Ausblaserohr
verbundene Exhaustor in Thätigkeit gesetzt. Der Exhaustor kann natürlich auch gleichzeitig mit dem Exhaustor des Luftrohres
in Thätigkeit gesetzt werden oder sobald Dampf in die Cylinder eingelassen ist, in
welchem Falle er anfangs mit zum Entfernen ,der Luft dient. Wenn das in dem Cvlinder
sich ansammelnde Wasser das untere Ende des Abfiufsrohres erreicht hat, wird, wenn
der Exhaustor des Abfiufsrohres in Thätigkeit ist, die in dem Rohr enthaltene Luft oder
der sonstige Inhalt abgesaugt, so dafs zwischen dem Exhaustor und der Durchgangsverengerung
ein geringerer Druck herrscht als im Innern des Cylinders. Sobald dieses theilweise
Vacuum sich in dem äufseren Theil des Abfiufsrohres bildet, wird die Luft oder
der sonstige Inhalt des inneren Abfiufsrohres langsam durch die Verengerung nach aufsen
fiiefsen. Infolge der Querschnittsverengerung wird verhindert, dafs die Luft oder der
sonstige Inhalt des Abfiufsrohres zu schnell ausströmt.
Wenn das Abflufsrohr theilweise entleert ist, wird das heifse Wasser aus dem Trockencylinder
in das Abflufsrohr C bis zu seinem höchsten Punkte steigen und wird dann in
demselben nach unten fliefsen. Da nun die Oeffnung des Ausblaserohres G nicht in dem
directen Wege des Wassers liegt, wenn dasselbe nach unten fliefst, wird das Wasser
gröfstentheils oder ganz in dem Abflufsrohr nach unten fliefsen und sich im unteren Ende
desselben ansammeln, bis die so entstehende Wassersäule hoch genug ist, um das Rückschlagventil
zu öffnen, worauf das Wasser' aus dem Abflufsrohr ausströmt, getrennt von
der Luft und dem Dampf, welche durch das Ausblaserohr entweichen.
Die aus dem Cylinder entweichenden Wasser- und Dampfmengen werden daher
getrennt durch zwei Oeffnungen abgelassen, von denen die eine, das Abflufsrohr, zum
Ableiten des gröfsten Theiles oder des ganzen Wassers, welches nicht mit Luft oder Dämpfen
gemischt ist, dient, während aus der anderen Dampf mit oder ohne Luft und mit oder ohne
einen kleinen Theil des condensirten Wassers entweicht. Diese beiden AusströmungsöfFnungen
liegen, wie aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht, auf verschiedenen Höhen. Da das Ausblaserohr einen engeren
Querschnitt hat als das Abflufsrohr C, so wird der Ausflufs des Dampfes nur langsam
erfolgen im Vergleich zu der Geschwindigkeit, welche er haben würde, wenn das Rohr denselben
Querschnitt haben würde wie das Abflufsrohr C. Da das Ausblaserohr aufserdem
an einer Seite an dem Rohr C angreift, so liegt es nicht direct im Wege des heifsen
Wassers, welches in das untere Ende des erwähnten Rohres C hinunterfliefst.
Wenn der Verschlufs am unteren Ende des Abflufsrohres durch ein Rückschlagventil
gebildet wird, so sammelt sich das heifse Wasser an, bis die Wassersäule genügend
schwer ist, um das Rückschlagventil zu öffnen.
Claims (1)
- Auf diese Weise wird das Condenswasser selbstthätig und sicher abgeleitet, wenn es sich in dem Cylinder in genügender Menge ansammelt, um über das untere Ende des Abfiufsrohres hinaufzureichen. Der Cylinder wird im wesentlichen frei von Wasser gehalten, und fast seine ganze Oberfläche kann zum Heizen benutzt werden, da der in den Cylinder einströmende Dampf nahezu zu jedem Theil der Innenfläche des Cylinders Zutritt hat.Die Querschnittsverengerung des Ausblaserohres kann verschieden grofs genommen werden, je nach den Umständen, unter denen die Maschine arbeiten soll. Bei Maschinen, die nach der vorliegenden Erfindung ausgeführt wurden, variirte diese Querschnittsverengerung von 0,5 bis 3 mm.Dadurch, dafs das Abflufsrohr C eines jeden Cylinders mit einem besonderen Absperrventil versehen ist, wird der Eintritt von Dampf oder Wasser durch das Abflufsrohr in die Cylinder vermieden; denn ' selbst wenn aus einem Cylinder alles Wasser entfernt würde und Dampf in das gemeinsame Ableitungsrohr K geleitet würde, würden die Rückschlagventile der Abflufsrohre der anderen Cylinder den Eintritt von Dampf oder Wasser aus dem Ableitungsrohr in die Cylinder verhüten. Dieses Abschliefsen eines jeden einzelnen Abfiufsrohres ist ein wesentliches Kennzeichen der vorliegenden Erfindung.Mittelst des in Fig. 3 dargestellten Rückschlagventils ist man im Stande, den Wasserabfluss aus jedem einzelnen Cylinder in dem Mafse zu regeln, wie sich das heifse Wasser in dem betreffenden Cylinder ansammelt, und so zu verhindern, dafs das untere Ende des Abflufsrohres ganz von Wasser entblöfst werde, wie es eintreten würde, wenn keine Regulirungsvorrichtung vorhanden wäre.Die verschiedenen Cylinder einer Papiertrockenmaschine haben eine verschiedene Condensation, welche sich nach der Lage der einzelnen Cylinder richtet; denn die Cylinder, welche mit dem noch nassen Papier in Berührung kommen, haben bedeutend mehr Arbeit zu leisten als die dem Kalander naheliegenden Cylinder. Indem man die aus jedem Abflufsrohr ausfliefsende Wassermenge stufenweise regelt, wird der Dampf verhindert, aus dem Abflufsrohr in das gemeinsame Ableitungsrohr zu strömen. Wenn diese Regulirvorrichtung nicht benutzt würde und in dem Trockencylinder ein gröfserer Dampfdruck herrschte, würde der Dampf direct durch das Abschlufsventil ausströmen.Die Ausblaserohre E aus den verschiedenen Trockencylindern können sämmtlich mit einem einzigen Exhaustor verbunden sein, wie in Fig. ι dargestellt; ebenso können die Entluftungsrohre H an einem einzigen Exhaustor angeschlossen sein. Für manche Fälle kann es auch zweckmäfsig erscheinen, alle Ausblaserohre und alle Entluftungsrohre mit einem einzigen Exhaustor zu verbinden. Wenn der Dampf in jeden Trocken- oder Heizcylinder mit einem Druck eingeführt wird, der gröfser ist als der Atmosphärendruck, und genügend, um die Luft und das Wasser entgegen dem äufseren Luftdruck aus dem Cylinder zu treiben, so ist ein Exhaustor nicht nothwendig.Wrenn die Trockencylinder einer Papiermaschine nach der vorliegenden Erfindung eingerichtet werden, so arbeitet die Maschine bedeutend billiger. Die Maschine kann mit einem Dampfdruck arbeiten, gleich oder niedriger als der äufsere Luftdruck. Die Trockencylinder können deshalb mit dem Abdampf einer Dampfmaschine gespeist werden, so dafs der Dampf verwendet wird, der sonst keine Benutzung fand. Das Abführen des Condensationswassers und der Luft aus den Cylindern erfolgt in gleicher Weise wirksam, wenn der Dampfdruck niedriger ist als der äufsere Luftdruck, als auch, wenn er höher ist als dieser. Nahezu die ganze Innenfläche eines jeden Cylinders wird beständig zum Heizen oder Trocknen benutzt. Unter diesen Umständen wird mit dem Abdampf einer Maschine bei einem Druck, der niedriger ist als der äufsere Luftdruck, in vielen Fällen die erforderliche Hitze erzielt und ein besseres und gleichmäfsigeres Resultat erhalten, als wenn ohne die Vorrichtung directer Dampf aus dem Kessel mit bedeutendem Druck zur Verwendung gelangte.Pa tent-Α ν spruch:Vorrichtung zur Ableitung des Condenswassers aus den Cylindern von Trockenmaschinen , gekennzeichnet durch ein über dem untersten Ende des Abflufsrohres (C) angebrachtes, mit einem Exhaustor (F) verbundenes und mit einer Querschnittsverengerung (G) versehenes Ausblaserohr (E), zum Zwecke, Dampf und Luft aus dem Abflufsrohr (C) abzusaugen, so dafs das im Cylinder sich bildende Condensationswasser beständig nach dem äufseren Schenkel des Abflufsrohres fliefsen kann, aus welchem es durch das Rückschlagventil (D) abfliefst, sobald sich eine genügend hohe Wassersäule angesammelt hat.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE84545C true DE84545C (de) |
Family
ID=356765
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT84545D Active DE84545C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE84545C (de) |
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