DE84480C - - Google Patents

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DE84480C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B9/00Machines or apparatus for drying solid materials or objects at rest or with only local agitation; Domestic airing cupboards
    • F26B9/06Machines or apparatus for drying solid materials or objects at rest or with only local agitation; Domestic airing cupboards in stationary drums or chambers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.\%
Die Zeichnung zeigt die Construction eines Apparates, welcher den Zweck hat, den durch Elevatoren geförderten und durch Mischschnecken in einen dicken Brei verwandelten Torf zu trocknen.
Nachdem die Versuche, dies mittelst Schleudermaschinen zu erreichen, gescheitert waren, nachdem erwiesen worden, dafs der Aufwand von Wärme allein zwecks Trocknung ein zu grofser und kostspieliger sei — müssen doch schon theoretisch, um aus 100 1 frisch gegrabenem Torf 31 kg sogen, lufttrockenen zu gewinnen, annähernd 41000 Calorien verwendet werden —, kamen die Erfinder auf den Gedanken, ein Trockenverfahren anzuwenden, welches dem natürlichen auf dem Moor möglichst ähnlich sei, d. h. die Trocknung zu Bewerkstelligen durch in Bewegung befindliche heifse Luft.
Dies ist das Princip, welches Veranlassung gab zu der Construction des dargestellten Fertigtrockners.
Der aus dem Mundstück der Mischschnecke geprefste dickflüssige Torfbrei wird in starken eisernen Gefäfsen (Fig. 3) von gewünschten Abmessungen aufgefangen und einige Zeit sich selbst überlassen, damit er .sich setzt und eine möglichst gleichmäfsige Structur annimmt. Der Boden dieses Gefäfses ist siebartig, mit konischen Löchern versehen, welche oben enger sind als unten (Fig. 5), und ruht auf zwei Achsen mit vier kleinen Rädern. Er ragt über alle vier Seitenwände um ein gewisses, nicht durchlöchertes Stück hervor, an welchem ein viereckiger, den Seitenwandungen des Gefäfses paralleler Rahmen befestigt ist, dessen untere Kanten e (Fig. 1 und 3) genau in einer Ebene liegen.
Nachdem sich nun der Brei einigermafsen gesetzt hat, wird in das Gefäfs ein in Fächer, die den Formen der gewünschten Torfsoden entsprechen, getheilter Rahmen aus dünnem Eisenblech, der an seiner oberen Seite mit einem Drahtgeflecht von mittelweiten Maschen überspannt ist, derart hineingesetzt, dafs seine unteren Kanten 1 cm über dem Boden des Gefäfses zu liegen kommen.
Jetzt wird der so beladene Wagen auf Geleisführung mit Drehscheiben (Fig. 7) in den Trockenofen, wie ihn die Fig. 1, 2 und 6 zeigen, so weit hineingeschoben, dafs seine Räder in eine sich ihnen anpassende geringe Vertiefung ν (Fig. 6) der im Ofen befindlichen inneren Schienen rollen. Nach Fortnahme des Verbindungsstückes α b (Fig. 6) des äufseren Geleises mit dem inneren wird die Einschuböffnung durch einen eisernen Deckel D (Fig. 2 und 6) luftdicht geschlossen. Darauf wird das Handrad c (Fig. 1), welches auf einer Achse sitzt, die durch die Mauer luftdicht hindurchgeht, gedreht. Zahnräderübertragung versetzt die Spindel 5 (Fig. 1) in Rotation, deren Mutter das Geleis mit dem in den Ofen geschobenen Gefäfs trägt, welches sich entsprechend der Umdrehungsrichtung der Spindel auf- oder abwärts bewegt (Fig. 1 und 6). Es wird nun das Rad c so lange gedreht, bis die unteren Kanten e des Gefäfses auf den auf dem Mauerabsatz in eisernen Nuthen liegenden Dichtungs-
streifen- (Fig. ι und 6) stofsen. Die über den Kanten e befindlichen Preisschrauben g (Fig. i) bewirken beim Anziehen einen luftdichten Abschlufs des unteren Theiles U des Ofens vom oberen O. Wird nun heifse Luft mit einem allmälig bis zu 1J9 Atm. wachsenden Ueberdruck durch das Rohr R (Fig. i) in den unteren Raum U des Ofens, der gleichzeitig mittelst Dampfheizung angewärmt ist, so dafs darin eine Temperatur von 80 bis 90 ° C. herrscht, geprefst, so reifst dieselbe bei ihrem Durchgang durch die Torfschicht das darin befindliche Wasser mit und bringt es zum Verdunsten bezw. Verdampfen. Um diesen Vorgang zu beschleunigen, wird ferner die obere Fläche der Torfschicht in dem Theil O des Ofens von einem heifsen Luftstrom bestrichen, der aus dem Zweigrohr Z (Fig. 1 und 6) kommt, das an der dem Torf zugekehrten Seite durchlöchert ist. Die Wasserdämpfe werden abgesogen mittelst eines Exhaustors E.
Je nach der Beschaffenheit des Torfes ist das Wasser in nicht allzu langer Zeit bis auf 15 bis 20 pCt. herausgezogen. Will man einen recht festen Soden herstellen, so läfst man den heifsen Luftstrom erst eine Zeit lang von unten und dann mit bedeutend höherem Druck von oben wirken. Die Dauer dieser einzelnen Processe hängt selbstverständlich wieder von der Art des Torfes ab, auch mufs in letzterem Falle der obere Theil des Ofens stärker gebaut und mit einer Rohrspirale, durch die man Dampf leiten kann, versehen sein.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Trockenkammer, insbesondere für Torf, bei welcher die Heizgase dadurch gezwungen werden, durch den durchlöcherten Boden der Trockenhorden zu streichen, dafs der Trockenraum durch Aufstofsen des Rahmens e der Horde auf den Dichtungsstreifen f in zwei nur durch den Boden der Horde verbundene Räume getrennt wird.
2. An der durch Anspruch 1 gekennzeichneten Trockenkammer eine Einrichtung, die Abdichtung zwischen e und f zu bewirken, gekennzeichnet durch ein vom Handrad c bewegtes Getriebe, das die mit der Trockenhorde durch einen Wagen nebst Geleise in Verbindung stehende Mutter der Spindel s auf- und abbewegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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