DE840329C - Stehende Schleudermaschine mit unmittelbar auf der Laeuferwelle angeordnetem Antrieb zum Abtoeten von in koernigen oder zerkleinerten Guetern befindlichen Insekten, Insekten-Larven und -Eiern - Google Patents
Stehende Schleudermaschine mit unmittelbar auf der Laeuferwelle angeordnetem Antrieb zum Abtoeten von in koernigen oder zerkleinerten Guetern befindlichen Insekten, Insekten-Larven und -EiernInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 3. JUNI 1952
S 18307 III /45 k
(V. St. A.)
Die Erfindung bezieht sich auf eine Zentrifugalschleuder
zum Abtöten von Insekten in körnigen oder zerkleinerten Gütern, wie z. B. Mehl, Getreide
oder anderen Mühlenprodukten. Solche Maschinen bearbeiten ein Gut derart, daß auf im
Gut befindliche Insekten eine tödliche physikalische Wirkung ausgeübt wird, wenn das Gut eine
Behandlungszone durchläuft und dabei aufprallt, gequetscht oder in anderer Weise physikalisch behandelt
wird, was auf die Insekten in jedem Entwicklungsstadium abtötend wirkt. Die Behandlungszone
besteht aus einem ringförmigen Läufer, der mit hoher Geschwindigkeit umläuft und dem
das Gut in der Mitte zugeführt wird und von dort infolge der Drehung nach außen geschleudert wird,
so daß die Insekten, die in dem Gut vorhanden sein können, abgetötet werden.
In gewissen Maschinen dieser Art treibt ein Motor, z. B. ein Elektromotor, den Läufer über
Treibriemen od. dgl. an. Ein solcher Antrieb erfordert besondere Führungen für die Zuleitung des
Gutes in die Behandlungszone und zur Entnahme aus der Behandlungszone. Es sind auch schon andere
Maschinen bekannt, in denen der Läufer auf
der Welle eines unterhalb des Läufers angeordneten Elektromotors sitzt, so daß der Antrieb direkt
vom Motor erfolgt. Alle diese Anordnungen ergeben verschiedene Schwierigkeiten in der Herstellung,
Gesamtanordnung und Betätigung und !^stimmte Komplikationen, die noch nicht richtig
überwunden sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Maschine der beschriebenen Art derart zu verbessern,
daß sie verhältnismäßig einfach in der Konstruktion wird und sich durch eine Festigkeit
und Dauerhaftigkeit bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten und hoher Lebensdauer auszeichnet und
die sich ohne Schwierigkeit als Bestandteil einer Gesamtanordnung zur Behandlung eines Gutes,
z. B. einer Mühle zur Herstellung von Mehl, ausführen läßt.
Erfindungsgemäß ist in einer stehenden Schleudermaschine mit unmittelbar auf der Läuferwelle
angeordnetem Antrieb zum Abtöten von in körnigen oder zerkleinerten Gütern befindlichen Insekten,
Insekten-Larven und -Eiern der Antrieb oberhalb des Läufers angeordnet, und der Einlauf des zu behandelnden
Gutes zum Läufer erfolgt zwischen diesem und dem Antrieb.
Die Erfindung umfaßt weitere Merkmale, die in den Ansprüchen näher gekennzeichnet sind.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsl >eispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht einer Maschine mit teilweisem Schnitt und teilweise weggebrochenen Teilen
der Wandung,
Fig. 2 eine vergrößerte Draufsicht auf die Maschine nach Fig. 1,
Fig. 3 einen waagerechten Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1,
F"ig. 4 einen stark vergrößerten Schnitt der
Maschine, der den Mittelteil der Fig. 1 zeigt,
Fig. 5 einen teilweisen senkrechten Schnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform mit zwei Zuleitungen
des zu behandelnden Gutes,
Fig. 6 einen waagerechten Schnitt nach Linie 6-6 der Fig. 5,
Fig. 7 einen vergrößerten Teilschnitt durch den Mittelteil einer abgeänderten Form der Maschine.
In allen Figuren l>ezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder ähnliche Teile.
Entsprechend Fig. 1 besteht die Maschine aus einem auf drei Säulen 14 ruhenden Sockel 13, einem
ül>er diesem Sockel angeordneten Elektromotor 10 und einem Läufer 12. Der Läufer 12 sitzt starr auf
dem unteren Ende der Antriebswelle 11, die gleichzeitig den Rotor 18 des Antriebsmotors 10 trägt.
In dem Sockel 13 ist als Teil desselben eine Zuleitung
17 angeordnet, die sich in bezug auf die Welle 11 winklig erstreckt und durch die das zu
behandelnde Gut auf den Läufer 12 geleitet wird. Unterhalb des Läufers 12 ist am Sockel 13 ein
Trichter 16 l>efestigt, in den das Gut fällt, nachdem es vom Läufer weggeschleudert ist. Das Gut kann
aus dem Trichter 16 in Säcke oder andere Behälter fließen oder in eine geeignete Leitung gelangen.
Falls es gewünscht wird, kann die λΙ^Λϊηο auf
dem Deckel eines Kastens oder Behälters angeordnet werden, so daß dann der Trichter 16 und die
Säulen 14 wegfallen können, da der Läufer 12 das Gut dann unmittelbar in diesen Behälter schleudert.
Der Sockel 13 besteht aus einem unteren Rahmen 22 und einem oberen Rahmen 24, der durch
eine halsförmige Konstruktion 25 abgestützt ist. Der flanschförmige Umfang des Rahmens 22 ruht
mit drei Schultern 23 in gleichem Abstand (s. auch Fig. 2) auf drei Säulen 14 und ist mit ihnen durch
Bolzen 14° verbunden. Der obere Rahmen 24 hat einen waagerechten ringförmigen Hals 26, in dem
eine Sitzfläche 27 für ein Lager mit Dichtung 28 vorgesehen ist, welches das untere Ende der
Welle 11 abstützt. Von dem Oberrahmen 24 verläuft das Motorgehäuse 20 nach oben, in dem der
Stator 21 des Motors angeordnet ist. An das Gehäuse 20 schließt sich ein ol>erer Gehäuseteil 20°
an, dessen Deckelfläche gelocht ist (Fig. 2). Wie die gestrichelten Linien in Fig. 1 zeigen, dreht sich
das obere Ende der Welle 11 in einem Kugellager 19, dessen innerer Kranz ig" auf dem mit geringerem
Durchmesser versehenen Ende 11' der Welle durch eine Mutter io.b befestigt ist. Der äußere
Kugellagerkranz des Kugellagers 19 ist auf einer Rahmenkonstruktion 9 abgestützt, die sich von dem
Sockel aus nach oben erstreckt. LInmittelbar unter dem Kugellager 19 l>efindet sich ein Spritzring 8,
der verhindert, daß das Öl an der Welle 11 entlang nach unten läuft. Der Stator 21 des Motors liegt in
einem geeigneten Rahmen io6, der einen bestimmten
Abstand von dem äußeren Rahmenteil ioc des
Gehäuses 20 hat und einen zylinderringförmigen Durchtrittskanal iod um den Motor herum bildet.
Auf dem oberen Ende der Welle 11 sitzt ein Ventilator
7, der einen kühlenden Luftstrom durch den Motor und den Ringkanal iod und durch und um
die angrenzenden Teile des Sockels 13 leitet.
Die Einzelheiten der Konstruktion des Mittelteils sind am besten in Fig. 4 zu sehen, aus der
sich ergibt, daß die Welle 11 sich stufenweise im Durchmesser verkleinernde Teile iift, nc, ud, ne,
ii« und iia aufweist. Die Teile nd und nA sind
mit einem Außengewinde versehen, während der Teil 11» konisch ausläuft. Die Gesamtanordnung 28
des Kugellagers und der Dichtung besteht aus einem Mantelteil 28* mit seinem am Umfang durch
mehrere Maschinenschraul>en 29 mit dem Sitz 27 des waagerechten Halses 26 verbundenen Flansch.
Der Mantelteil 28* umschließt ein Kugellager 30,
dessen innerer Kranz auf dem Teil 1 ic der Welle 11
mittels einer Mutter 32 und einer LTnterlegscheibe befestigt ist und dessen äußerer Kranz durch eine
Kappe 31 mit dem Mantelteil 28ft verbunden ist.
Die Kappe 31 umfaßt den Wellenteil 11* und wird durch Schrauben 31° und 31* gehalten. Der Mantelteil
28* besitzt am unteren Ende einen sich nach innen erstreckenden Flanschteil 28°, der mit einer
Schmiernut 33 und einer Ausnehmung für eine Dichtungspackung 34 versehen ist, die durch einen
Federring 35 in ihrer Lage gehalten wird. Diese Packung umfaßt die Welle 11 dicht und verhindert
das Abfließen von Schmiermitteln entlang der
Welk'. Unter der Dichtungspackung ist auf dem
im Durchmesser herabgesetzten Teil ι Γ' der Welle
ein Spritzring 36 vorgesehen, der von einem sich nach unten erstreckenden Rand des Mantels 28*
umschlossen ist. Sollte also Schmieröl od. dgl. unterhalb der Packung an der Welle entlang laufen,
so wird es vom Spritzring 36 aufgefangen und nach außen geschleudert, so daß es nicht auf den
Läufer 12 gelangen kann.
Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, daß der äußere Kranz des Kugellagers 30 in dem
Mantel 28* und der innere Kranz auf dem Teil iic
der Welle l>efestigt ist, so daß die Welle gegen seitliche Verschiebung gesichert ist und auch der
Axialschub der Welle voll von diesem Lager aufgenommen wird. Es ist auch zu beachten, daß die
Welle ι ι sehr viel schwerer ausgeführt ist, als sie
normal bei einem Motor von der Größe und Stärke des Motors 1 r verwendet wird, so daß eine sehr
große Steifigkeit der Welle erreicht ist und ein Schlagen l>ei der hohen Arbeitsgeschwindigkeit
der Maschine vermieden wird. In einem praktischen Ausführungsl>eispie! hat z. B. der Motor 10 eine
Stärke von 7 PS mit einer Drehzahl von 3450 pro Minute. Da das Kugellager 30 nicht nur die
Welle 11 und den Motorläufer 18 im wesentlichen
zu tragen hat, sondern auch den Behandlungsläufer 12 trägt, ist dieses Lager so stark ausgebildet,
daß es die ganze Last während der Arbeit aufnehmen kann.
Der Läufer 12 l>esteht aus einer oberen und
einer unteren Scheil>e 37 und 38, die im Abstand voneinander über eine Anzahl Schläger 39 miteinander
verbunden sind. Die Schläger 39 haben vorzugsweise einen zylindrischen Querschnitt und bestehen
aus je einer gehärteten Stahlhülse 39° und einem Bolzen 39* mit beidseitigen dünneren Zapfenenden
40, die in eingesenkte Bohrungen der Läuferscheil >en 37 und 38 eingelassen sind. Die Zapfenenden
sind übernietet und klammern damit die Läuferscheiben fest gegen die Enden der zylindrischen
Schlägerhülsen 39°. Wie sich klarer aus Fig. 3 ergibt, sind zwei Reinen von Schlägern 39 vorgesehen.
Vorzugsweise weist die innere Reihe eine kleinere Schlägerzahl auf als die äußere Reihe. Die
Schläger in den l>eiden Reihen liegen also nicht auf gleichen Radien, so daß sie in bezug auf die Radien
des Läufers 12 in gewundener Linie verlaufen. Der Zweck dieser Anordnung ergibt sich aus den nachfolgenden
Erläuterungen.
Unter Bezugnahme auf Fig. 4 hat der Läufer 12 eine Befestigungsna1>e 43 mit einem ol>eren zylindrischen
Teil 51 und einem unteren kegelstumpfartig erweiterten Endteil 42. Der Kegelstumpf teil
42 paßt in den Mittelteil der unteren Scheilje 38, die eine ringförmige Schulter 41 bildet, weiche
unter der lTnterfläche des Kegelstumpfteiles 42
liegt. Am Kegelstumpfteil 42 erstrecken sich Stiftschrauben 45 nach unten durch Bohrungen der
Schulter 41 und halten mittels Muttern 44 die untere Scheibe 38 an der .\Tal>e. Ein Zentrierstift 50
sichert eine bestimmte Lage des Läufers zur Nabe j 43. Der zylindrische Teil 51 der Nabe l>esitzt eine ]
konische Bohrung, die auf den konischen Teil ii* der Welle 11 aufgepaßt ist. Die Nabe wird auf der
Welle durch eine Mutter 52 auf dem Gewindeteil iia angezogen und durch einen Splint 54 gesichert.
Der zylindrische Teil 51 und die Welle sind mit Keilnuten zur Aufnahme eines Keiles 53 versehen,
der eine Relativbewegung zwischen diesen beiden Teilen verhindert. Auf diese Weise bildet der Läufer,
bestehend aus der Nabe 43, den Scheiben 37 und 38 und den Schlägern 39 eine einheitliche Konstruktion,
die starr auf der Welle 11 befestigt ist.
Unter Bezugnahme auf die rechte Seite der Fig. ι bildet der Einsatzmantel 15 eine Glocke 62,
die von einem verdickten, inneren Ring 63 zu einem äußeren Stützring 590 verläuft. Von dem
Ring 59" erstreckt sich ein zylindrischer Flansch 59
nach ol>en (s. linke Seite der Figur) und ist mit inneren Verstärkungen oder Rippen 60 versehen.
Der untere Sockelrahmen 22 hat einen inneren, sich nach unten erstreckenden Ringflansch 55, an dem
die Innenkante des Einsatzes 15 durch mehrere Schrauben 64 befestigt ist. In ähnlicher Weise ist
an der äußeren Kante des Sockels 22 ein sich nach unten erstreckender äußerer Ringflansch 56 vorgesehen,
mit dem der zylindrische Teil 59 des Einsatzes 15 durch Schrauben 61 verbunden ist. Die
Schrauben 61 liegen so, daß; sie in die Rippen oder Knaggen 60 eingreifen und dadurch eine starre
Stützverbindung ergeben. Die innere Unterkante des Ringflansches 55 hat eine mit 550 bezeichnete
Ringschulter (s. auch Fig. 4), in die sich der Oberflansch 57* eines Verteilers für das Gut einschmiegt,
der allgemein mit 57 bezeichnet ist. Die innere Kante des Einsatzes 15 greift bis unter den Flansch
57* des Verteilers und hält diesen dadurch in seiner richtigen Lage. Die Paßflächen des Flansches 55
und des Einsatzes 15 (s. linke Seite der Fig. 4) sind mit Ausnehmungen zum Einsetzen eines Zentrierstiftes
65 versehen, der die richtige Lage der beiden Teile zueinander sichert. In ähnlicher Weise
weist der Verteiler 57 einen Zentrierstift 66 auf, der in einen Schlitz 63" in der Innenkante des Einsatzes
eingreift und damit beide Teile in der richtigen Lage zueinander sichert.
Wie aus dem linken Teil der Fig. 1 hervorgeht, hat der Zylinderflansch 59" des Einsatzes 15 eine
Nut zur Aufnahme von Dichtungsmaterial 67, gegen im das die Oberkante eines Tragringes 68 des Trichters
16 liegt. Der Ring 68 ist mit einer Anzahl Augen 69 versehen, die mit Flügelmuttern 70 zusammenarbeiten,
welche am Einsatz 15 befestigt sind, und mit deren Hilfe der Ring 68 angezogen
werden kann. Dieser Ring ist mit einer Schulter 68° versehen, in die sich der Auslauftrichter 16 mit
einem entsprechenden Flansch einlegt. Auf diese Weise ist der Trichter 16 lösbar mit dem Einsatzmantel
verbunden und durch die Dichtungspackung dicht abgeschlossen.
Beim Abtöten von Insekten muß jeder Teil des Gutes eine eingehende Behandlung erfahren. Es ist
daher wichtig, daß die Maschine wirkungsvoll ausgenutzt wird, da große Mengen des Gutes behandelt
werden müssen und die Maschine keinen großen
Raum einnehmen darf. Um diese eingehende Behandlung mit genügendem Wirkungsgrad zu erreichen,
muß der ganze Läufer jederzeit voll ausgenutzt werden. Daher ist es äußerst wichtig, eine
wirksame und zuverlässige Verteilung des Gutes sicherzustellen.
Wenn andererseits den Schlägern in der Zeiteinheit zu große Mengen des Gutes zugeführt werden
oder wenn das Gut schlecht verteilt wird, so ίο daß eine übergroße Menge durch einen bestimmten
Teil des Läufers fließt, besteht die Gefahr, daß die übergroße Menge die Schlagwirkung abpolstert
und dementsprechend das Insekt schützt, so daß es die Behandlungszone durchläuft, ohne getötet zu
werden. Das Auftreten einer solchen Polsterwirkung wird um so wahrscheinlicher, wenn die
Maschine zur Behandlung möglichst großer Mengen des Gutes voll ausgenutzt werden soll. In diesem
Fall ist daher eine gleichmäßige Verteilung des Gutes besonders wichtig, um örtliche Verstopfung
der Maschine zu verhindern, denn dies kann den gesamten Durchfluß stoppen. Wenn andererseits
der Schleier des Gutes, der den Schlägern zugeleitet wird, zu dünn ist, so wird die Behandlungskapazität
der Maschine stark herabgesetzt, und die Maschine arbeitet unwirtschaftlich. Diese
Probleme werden im vorliegenden Fall noch dadurch kompliziert, daß das Gut nur auf einer Seite
in die Maschine geleitet wird, da dies leicht dazu führen kann, daß der größte Betrag des Gutes auf
der Seite in den Behandlungsläufer eintritt, die im Augenblick dem Einlauf am nächsten ist, wobei
sogar die Möglichkeit besteht, daß sich ein Zusammenballen des Gutes in einem Teil des Läufers ergibt.
Um eine gleichmäßige Verteilung des Gutes zu dem Läufer zu erreichen und dementsprechend
Ballungen in irgendeinem Teil des Läufers zu vermeiden, hat der Verteiler 57 (Fig. 4) vorzugsweise
die Form eines Kegelstumpfes mit nach unten liegender Kegelspitze. Die weitere öffnung des Verteilers
57 liegt zum Einlaufkanal 17 des Gutes, während die untere kleinere öffnung des Verteilers
nahe bei der abwärts geneigten Lauffläche 43° der
Läufernabe 43 Hegt. Der Abstand der unteren Verteilerkante ~,7" von der Läuferfläche 43° kann entsprechend
der Art des zu behandelnden Gutes der pro Zeiteinheit zu behandelnden Menge und der
Betriebsgeschwindigkeit des Läufers 12 verschieden sein.
Weil das Gut durch den Einlaufkanal 17 einseitig auf den Läufer geleitet wird, besteht die
Tendenz, daß es sich auf derjenigen Seite des Läufers, die direkt unter dem Einlaß liegt, ansammelt,
was zu einer Verstopfung führen kann. Um dies zu
vermeiden und eine gleichmäßige Verteilung des (lutes auf den Läufer zu gewährleisten, ist der Verteiler
57 so ausgebildet, daß der Zwischenraum zwischen der Unterkante 57" des Verteilers und der
Fläche 43° des Läufers im Punkt A auf der dem Kanal 17 gegenüberliegenden Seite größer ist als
im Funkt B direkt unter dem Einlauf.
Wegen der hohen Drehzahl, mit der der Läufer r 2 arbeitet, saugt er, als Zentrifugalluftpumpe
wirkend, die Luft aus dem Raum über dem Verteiler 57, wodurch ein Teilvakuum in dem Verteiler
57 und in dem Einlaufkanal 17 erzeugt wird. Dieses Teilvakuum in dem Verteiler und demjenigen
Teil des Sockels 13 unmittelbar über dem Verteiler ist nicht gleichförmig, weil im Punkt A
ein größerer Zwischenraum zwischen der Verteilerkante 57" und dem Läufer vorhanden ist als zwischen
der Kante 57" und dem Läufer im Punkt B. Der größere Zwischenraum im Punkt A läßt mehr
Luft zwischen dem Verteiler und dem Läufer durchfließen, und daher ist das Teilvakuum in den
hier angrenzenden Teilen des Verteilers etwas größer als in dem Teil des Verteilers in der Nähe
des Punktes B. Demzufolge saugt das größere Teilvakuum, sobald das Gut aus dem Einlauf 17 in den
Verteiler fließt, in der Nähe des Punktes A Luft und einen großen Teil des Gutes vom Punkt B weg
zum Punkt A, so daß eine Ansammlung im Punkt B vermieden und dem Gut eine gleichmäßige Verteilung
gegeben wird. Daraus folgt, daß der Schleier des von der Fläche 43° des Läufers unter der Verteilerkante
57" nach außen gewirbelten Gutes im wesentlichen gleichförmige Dicke hat.
Auf der. Außenfläche ist der Verteiler 57 mit einem zylindrischen Ansatz 157 versehen, der sich
von der inneren Kante des Einsatzes 15 nach unten erstreckt. Die Unterkante des Ansatzes 157 liegt
mit der Unterfläche der Läuferscheibe 37 in glei- ' eher Ebene. Zwischen der Außenfläche des Ansatzes
157 und der Innenkante der Ringscheibe 37 ist so viel Spielraum vorhanden, daß eine gegenseitige
Störung vermieden wird, das Gut aber nicht nach oben aus dem Läufer heraus abfließen kann.
Wie oben erwähnt, wirkt der Läufer als Luftpumpe, und die an die Behandlungszone angrenzenden
Teile einschließlich des Einsatzes 15 und des Verteilers 57 sind so bemessen, daß sie übermäßige
Wirbelströme vermeiden. Das Teilvakuum, welches auf der Eingangsseite des Läufers aufrechterhalten
wird, verursacht einen leichten abwärts gerichteten Luftstrom entlang der Welle 11,
so daß das Gut, insbesondere das mit Insekten durchsetzte Gut, nicht aus der Maschine herausgelangen
kann.
Da das Gut gleichmäßig auf den Läufer gegeben wird, schleudert die auf das Gut ausgeübte Zentrifugalkraft
das Gut in einem gleichmäßigen Film oder Schleier zwischen den Läuferscheiben 37 und
38 nach außen gegen die Schläger 39. Wie schon erwähnt, liegen die Schläger 39 nicht unmittelbar
auf Radien hintereinander, sondern derart versetzt zueinander, daß kein Gutteilchen geradlinig nach
außen gelangen kann, ohne auf einen Schläger zu treffen. Während der Schleier des Gutes sich nach
! außen an den Schlägern vorbeibewegt, wird also ! jedes kleine Teilchen des Gutes von einem oder
mehreren Schlägern heftig getroffen, und dementsprechend wird jedes im Gut vorhandene Insekt
ebenfalls der Wirkung eines oder mehrerer Schläger unterworfen und dadurch derartig verstümmelt,
daß es unabhängig von der Entwicklungsstufe getötet wird. Dieses Abtöten erfolgt ohne Beeinträch-
tigung der Qualität des Gutes. Nachdem das Gut mit den etwa darin befindlichen Insekten durch die
Schläger 39 hindurchgelaufen ist, fließt es zum Einsatzmantel 62 und fällt von dort über den
Trichter 16 in Säcke oder andere Behälter, je nachdem,
wie es gewünscht wird.
Das obere Ende des Einlaufs 17 trägt einen
Verbindungsflansch 71, der mit dem Einlauf durch Schrauben 72 verbunden ist. Zwischen dem Flansch
71 und dem oberen Ende des im Sockel 13 vorgesehenen
Einlaufkanals ist ein Zwischenstück 73 eingeschaltet, welches eine solche Form besitzt,
daß es eine Führung für einen Schieber 74 bildet. Dieser Schieber (s. Fig. 2) wird geschlossen, wenn
die Maschine nicht arbeitet, und er hindert die Insekten, in den Einlauf 17, in den" Verteiler 57 und
denjenigen Teil des Sockels 13 unmittelbar über dem Verteiler zu gelangen und sich hier zu sammeln.
Damit sich nicht Insekten in diesen Teilen ansammeln, die beim Anlaufen der Maschine mit
so geringer Geschwindigkeit durch den Läufer 12 hindurchlaufen können, daß sie nicht abgetötet
werden, wird bei geschlossenem Schieber 74 zunächst der Läufer 12 auf seine normale Arbeitsgeschwindigkeit
gebracht, bevor man durch öffnen des Schleifers das Gut auf ihn abgibt, wodurch vermieden
wird, daß das Insekten enthaltene Gut ohne richtige Behandlung durch die Maschine hindurchläuft.
Bei der Anwendung der Erfindung kann es wünschenswert sein, nur die Insekten abzutöten, ohne
das Gut selbst in irgendeiner Weise zu beeinflussen oder zu ändern, oder es kann erwünscht sein, in
einer einheitlichen Maschine die Behandlung nach der Erfindung mit einer anderen gesteuerten Behandlung
zu verbinden, so z. B. mit einem Mahloder Mischvorgang.
Unter bestimmten Umständen muß die Behandlungskapazität der Maschine wesentlich vergrößert
werden, so z. B. dann, wenn Mengen des Gutes von über 5 dz pro Stunde zu bearbeiten sind.
Für solche Fälle ist die Maschine entsprechend Fig. 5 vorgesehen, die im wesentlichen der beschriebenen
Maschine ähnlich ist, jedoch mit der Ausnähme, daß die Maschine nach Fig. 5 zwei Einlaufkanäle
75 und 76 hat, durch die das Gut winklig an zwei sich in bezug auf die Drehachse diametral
gegenüberliegenden Stellen eingeführt wird. Die Anordnung dieser beiden Einlaufkanäle an Stelle
eines einzigen Einlaufkanals 17 erfordert naturgemäß eine abgeänderte Ausbildung des Maschinensockels
13, während sonst alle Teile im wesentlichen die gleichen bleiben. Es unterscheidet sich
jedoch, wie Fig. 5 und 6 zeigen, der Verteiler JJ des Gutes etwas von dem Verteiler 57 der Fig. 4.
Dieser Verteiler Jj ist so ausgebildet, daß die Unterkante JJ" ül>erall den gleichen Abstand von der
Oberfläche der Läufernabe 430 hat, da es bei Anordnung von zwei Einlaufkanälen unnötig ist, einen
ungleichmäßigen Zwischenraum, d. h. eine ungleichmäßige öffnungsweite zwischen der Verteilerunterkante
und der Läufernabe vorzusehen, wie zu Fig. 4 beschrieben wurde. Die beiden Einlaufkanäle
75 und 76 gewährleisten eine ausgeglichene Zuführung, so daß die Verteilerschwierigkeiten,
die bei einem einzigen Einlaufkanal bestehen, vermieden werden.
Die beschriebenen Maschinen sind insbesondere zur Behandlung eines Gutes, wie Getreide- oder
Maismehl, geeignet, d. ti. für Materialien, deren Teilchen verhältnismäßig fein sind. Bestimmte
Mahlgänge erzeugen jedoch gröbere Teilchen, und für solche Fälle kann man zur Ausnutzung der vollen
Arbeitskapazität der Maschine eine abgeänderte Form des Verteilers verwenden, wie ihn Fig. 7
zeigt. Der Sockel 13, der Läufer 12 und die Welle 11 sind im wesentlichen so aufgebaut, wie
schon beschrieben wurde. Es ist jedoch ein mit 80 bezeichneter Mantel vorgesehen, der in mancher
Hinsicht dem Mantel 62 der Fig. 1 entspricht, sich aber dadurch von dem letzteren unterscheidet, daß
er einen von der Innenkante des Ringflansches 55 nach unten vorstehenden Ring 81 trägt. Der Ring 81
umgibt dementsprechend die Welle 11 und erstreckt sich durch die ringförmige Läuferscheibe 37 so weit
nach unten, daß seine Unterkante mit der Unterfläche der Läuferscheibe 37 abschließt. Auf diese*
Weise bilden der Ringflansch 55 und der Ring 81 eine Kammer, in die das Gut aus dem Einlauf ij
fließt.
Auf der Welle 11 ist eine mit ihr umlaufende
kegelstumpfförmige Verteilerplatte 82 befestigt, die
auf dem Oberteil der Läufernabe 43 ruht. Der Durchmesser der Verteilerplatte 82 ist so bemessen,
daß zwischen dem Ring 81 und der Verteilerplatte 82 ein verhältnismäßig enger Ringschlitz gebildet
wird, durch den das Gut aus dem Kanal 17 fließen muß, bevor es in die Behandlungszone des
Läufers 12 gelangt. Das aus dem Einlaufkanal 17 austretende Gut gelangt also zuerst auf die Verteilerplatte
82, die es infolge ihrer schnellen Drehung gleichmäßig auf ihrem Umfang verteilt, so
daß ein gleichmäßiger Film oder Schleier des Gutes durch den verhältnismäßig engen Ringschlitz fließt.
Dies gewährleistet die aus oben beschriebenen Gründen erwünschte gleichmäßige Verteilung des
Gutes auf den Läufer 12. Durch diese Ausbildung kann die Maschine bei gleichmäßiger Verteilung
des Gutes größte Behandlungsmengen eines gröberen Gutes verarbeiten.
Claims (13)
- Patentansprüche:i. Stehende Schleudermaschine mit unmittelbar auf der Läuferwelle angeordnetem Antrieb zum Abtöten von in körnigen oder zerkleinerten Gütern befindlichen Insekten, Insekten-Larven und -Eiern, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb oberhalb des Läufers (12) angeordnet iao ist und der Einlauf des zu behandelnden Gutes zum Läufer zwischen diesem und dem Antrieb erfolgt.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlauf des Gutes zum 1*5 Läufer (12) aus einem oder aus mehreren vor-zugsweise um die Läuferachse herum verteilten rohrförmigen Einlaufkanälen (17 bzw. 75, 76) mit winklig zur Achse der Antriebswelle (11) angeordneter Achse besteht.
- 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei sich diametral zur Welle (11) gegenüberliegende Einlaufkanäle (75, 76) vorgesehen sind.
- 4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer (12) direkt durch einen Elektromotor (10) angetrieben ist, dessen Rotor (18) starr auf der Läuferwelle (11) sitzt.
- 5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Motorgehäuse auf einem den schwebend angeordneten Läufer (12) tragenden und nach oben abschließenden Sockel (13) ruht, der seinerseits auf Säulen (14) befestigt ist.
- 6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulaufkanal (17) bzw. die Zulaufkanäle (75, 76) sich durch den Sockel (13) zum Läufereinlaß erstrecken.
- 7. Maschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (11) durch obere und untere Lager (19, 28), vorzugsweise Wälzlager, im Sockel (13) abgestützt ist und daß zwischen den unteren Lagern (28) und dem Läufer (12) ölfänger vorgesehen sind, die verhindern, daß öl. von der Welle (11) in den Läufer (12) gelangt.
- 8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der ölfänger aus einer die Welle umschließenden öldichtung, vorzugsweise in Verbindung mit einem zweiten ölfänger, z. B. einem zwischen der Dichtung und dem Läufer angeordneten Spritzring (36) besteht.
- 9. Maschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlauf (17 bzw. 75, 76) das Gut einem Verteiler (57 bzw. 82) zuführt, der das Gut gleichmäßig auf dem Umfang des Läufereinlasses verteilt.
- 10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer (12) am Einlaß mit einem kegelstumpfförmigen Nabenteil (43) versehen ist, der das Gut aufnimmt und durch die Drehung des Läufers nach außen verteilt.
- 11. Maschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Einlaufkanal (17) bzw. den Einlaufkanälen (75, 76) kommende Gut in eine Verteilerkammer (57) gelangt, deren untere Begrenzung (570) mit der Läuferfläche (43a) eine ringförmige öffnung bildet, die zur gleichmäßigen Verteilung des Gutes auf dem Läuferumfang eine sich ändernde Weite hat, wobei das Gut der Kammer (57) an einer Stelle bzw. an Stellen zügeleitet wird, an denen die öffnung (57°) eine verhältnismäßig kleine Weite aufweist.
- 12. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die ringförmige öffnung bei einseitiger Zuleitung des Gutes von der Zuleitungsstelle zur gegenüberliegenden Seite allmählich erweitert.
- 13. Maschine nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer (12) mit einem kegelstumpfförmigen, sich in die Lauferkammer (57) erstreckenden Nabenteil (43° bzw. 82) versehen ist, der mit der Unterkante (57°) der Verteilerkammerwandung oder der Innenfläche eines diese verlängernden Ringes (81) die ringförmige Durchtrittsöffnung A bzw. B zum Läufer bildet.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen© 5038 5.
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Family Applications (1)
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