DE837100C - Vorrichtung zur Entfernung von Schlamm und anderen Verunreinigungen aus Dampfkesseln - Google Patents

Vorrichtung zur Entfernung von Schlamm und anderen Verunreinigungen aus Dampfkesseln

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DE837100C
DE837100C DEG977A DEG0000977A DE837100C DE 837100 C DE837100 C DE 837100C DE G977 A DEG977 A DE G977A DE G0000977 A DEG0000977 A DE G0000977A DE 837100 C DE837100 C DE 837100C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22DPREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
    • F22D11/00Feed-water supply not provided for in other main groups
    • F22D11/006Arrangements of feedwater cleaning with a boiler

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  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • Vorrichtung zur Entfernung von Schlamm und anderen Verunreinigungen aus Dampfkesseln Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entfernung von Schlamm und anderen Verunreinigungen aus Dampfkesseln.
  • Die bisherige Praxis der Entfernung von Schlamm aus Dampfkesseln und der Verhinderung von Kesselsteinbildung beruht auf der Entfernung von Vertutreinigungen nach Maßgabe ihrer Entstehung, sowohl aus der oberen wie auch aus den unteren Schichten des Kesselwassers durch peri-()dische Verbindung ton entsprechenden Leitungen, durch welche die Verunreinigungen durch Ventile aus dem Kessel nach außen abgeführt werden.
  • Bei diesen bekannten Vorrichtungen verschiebt sich bei der Inbetriebsetzung des Ventils das Kesselwasser geNvaltsam und mit großer Schnelligkeit in Richtung der Ventilöffnungen, wodurch plötzlich Wellen und Wasserströmungen von großen Geschwindigkeiten entstehen. Diese gewaltsamen Strömungen, selbst Wirbel, verschieben, nicht die bereits stabilisierte Schlammasse in Richtung des Abschlammventils, im Gegenteil, sie verstreuen von neuem den Schlamm in das Kesselwasser. Das Ergebnis einer solchen Reinigung ist daher vielmehr die Entfernung großer Mengen reinen Wassers, aber nicht dicken Schlammes. Der Grund 'hierfür liegt darin, daß bei der Schlammentfernung d ie zur Erlangung einer guten Kesselreinigung entscheidenden Faktoren, nämlich die ,hohe Spannkraft des Kesselüberdruckes im Verhältnis zum Außendruck, bisher außer acht gelassen wurden. In bekannten Vorrichtungen blieb die Tatsache vollkommen unbeachtet, daß in irgendwelcher Höhe konzentrierte Kesselablagerungen außerordentlich empfindlich gegen jede schnelle Beweung des Kesselwassers sind, insbesondere gegen bei' Schlammentfernungsarbeiten gewaltsam entstehende Strömungen, und sich wie Federn verhalten, die selbst bei sehr gelindem Luftstrom bestrebt sind, nach oben zu entweichen. Mit Rücksieht darauf müssen, wenn eine gute Schlammentfernung erlangt werden soll, bei der Schlammentfernung solche Bedingungen in dem Dampfkessel geschaffen werden, daß bei der Entfernung der Verunreinigungen aus dem Kessel keine schnellen Wasserströmungen entstehen und die Strömungsgeschwindigkeit der Verunreinigungen in den entsprechenden Leitungen sowie der in ihnen herrschendeDruck möglichst klein gehalten werden.
  • Im Gegensatz zu dem bisherigen Stand der Technik beruht das Prinzip der vorliegenden. Erfindung darauf, sich eines Arbeitsdruckes zu bedienen, der künstlich bis zu einer der angestrebten Wirkung ermöglichenden Grenze vermindert ist.
  • Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen., daß in die Abschlammleitungen, mittels welchen die Verunreinigungen, die sowohl in den oberen als auch in den unteren Sammeleinrichtungen gesammelt und nach außen zu den Abschlammventilen abgeführt werden, hintereinander angeordnete Drosselräume eingeschaltet sind, die nach dem Prinzip des Richtungs- und Qerschnittwechsels wirken und einen sanften Ausfluß des Schlamm-Wasser-Gemisches aus dem Kessel ermöglichen. DieGeschwindigkeit in diesenAbschlammleitungen, die in der weiteren Beschreibung als Abschlammleitungssystem bezeichnet werden, entspricht erfindungsgemäß nicht zwangsläufig dem Arbeitsdruck des Kessels, sondern sie gleicht stets dem Unterschied, oder zwischen dem genannten Arbeitsdruck und dem durch die Summe der in den Abschlammleitungssystemen angewendeten Widerstände verminderten Druck besteht.
  • Theoretisch genommen kann gesagt «-erden, daß die Widerstände derart gewählt werden, daß ihre Summe so viel ausmacht, daß selbst nach Entfernung der Ventile, durch welche die Verunreinigungen normalerweise abgeführt werden, die Verunreinigungen kontinuierlich aus dem Kessel automatisch abfließen werden.
  • Die vorliegende Erfindung ist beispielsweise näher erläutert in der Zeichnung, die einen vertikalen Schnitt eines Dampfkessels mit einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsmäßigen Verfahrens veranschaulicht.
  • Innerhalb des Kesselkörpers i ist ein oder sind mehrere Abschlammleitungssy steme in verschiedenen Höhen, gewöhnlich auf dem oberen Kesselwasserstand A und auf dem Boden des Kesselkörpers angebracht.
  • Das obere Abschlammleitungssystem besteht aus einem steifen Rohr 2, welches einerseits an beliebige Schwimmersammelvorrichtungen, von denen jede aus einem vorzugsweise vollkommen, geschlossenen Schwimmer 3 und einem Sammelgefäß 3 9 be-,steht,und andererseits an eineDrosselvorrichtung4, die mit einer am Ende mit einem außerhalb des Kessels i angebrachten Ventil 6 versehenen Absehlammleitung 5 endet, angeschlossen ist. Die Verunreinigungen werden in bekannter Weise in Sammelgefäßen 31 gesammelt, woraus sie bei Öffnung des Ventils.6 in einer gewissen radialen Reichweite von diesen Gefäßen, in das Rohr 2 eingesaugt werden, wonach Sie durch die Drosselvorrichtung 4 hindurch zu dem Ventil 6 geführt und dann aus diesem nach außen abgeführt werden.
  • Die Drosselvorrichtung 4 besitzt, vorzugsweise auf verschiedenen Höhen, Scheidewände 7 mit Löchern 8, wodurch der die Verunreinigungen enthaltende Wasserstrom sowohl in seiner Strömungsrichtung geändert als auch gedrosselt wird, was dessen Druckverminderung zur Folge hat. Diese Verengungen bzw. Erweiterungen bilden die vorher erwähnten künstlichen Widerstände, welche die Erlangung einer entsprechenden Verminderung des Druckes und der Strömungsgeschwindigkeit der Verunreinigungen in den Abschlammleitungen ermöglichen.
  • Eine ähnliche Konstruktion besitzt das am-Boden des Kesselkörpers i angebrachte und zur Entfernung aus dem Kessel der in den unteren Schichten des Kessels entstehenden Verunreinigungen .dienende Abschlammleitungssystem. Dieses Abschlammleitungssystembesteht aus einer gelochten Leitung 9, welche. durch Drosselvorrichtungen io und i i hindurch an die Ahschlammleitung 12 angeschlossen ist, welche letztere mit einer Drosselvorrichtung 13, entsprechend der Drosselvorrichtung 4, versehen ist, die durch die Abschlammleitung 14 an das Ventil 15 angeschlossen ist. Das Rohr 14 wird vorzugsweise durch die in jedem Kessel befindliche Abschlammöffnung 16 geführt, wenn die erfindungsmäßige Vorrichtung in einen bereits vorhandenen Kessel eingebaut wird. In neuen Kesseln ist die Abschlammöffnung nicht notwendig und die Abschlammleitung 14 wird an irgendeiner zweckmäßig geeigneten Stelle des Kesselkörpers nach außen geführt. Die Leitung 14 wird vorteilhaft auch außerhalb des Kessels mit Drosselvorrichtungen 17 und 18 versehen.
  • Es wurde festgestellt, daß besonders günstige Bedingungen zur Entfernung der Verunreinigungen erlangt werden, wenn die Endrohre der Abschlammleitungen 5 und 14 knieförmig ausgebildet sind, da sie infolge des langsamen Fließens des die Verunreinigungen enthaltenden Wassers als Ablagerungsgefäße und Sammler wirken. lach Schließung des Ventils 6 oder 15 verschieben sich die restlichen Verunreinigungen in diesen Leitungen höher und höher und die Entfernung dieser Verunreinigungen erfogt stufenweise ohne irgendwelcheAufwallungen in der restlichen Wassermasse.
  • Es wurde ferner festgestellt, @daß vorteilhafte Ergebnisse erlangt werden, wenn man verschiedenwertige Widerstände in verschiedenen Abschnitten des Kessels anwendet.
  • Auch ist festgestellt worden, daß vorteilhafte Ergel»iisse erreicht werden, wenn als Widerstände auch die kleinen Öffnungen (i his .4 mm) in den Leitungen des 21bschlammleitungssysterns am Boden des Kesselkörpers, wie z. B. im Rohr benutzt Nverden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Entfernung von Schlamm und anderen Verunreinigungen aus Dampfkesseln, die in den oberen Schichten des Kesselwassers mit einer Schwimmersammeleinrichtung für Verunreinigungen und in den unteren Schichten mit gelochten Sammelleitungen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß in die Abschlammleitungen (2, 5, 12, 14), mittels deren die Verunreinigungen, die sowohl in den oberen als auch in den unteren Sammeleinrichtungen gesammelt und nach außen zu den Abschlammventilen (6, 15) abgeführt werden, hintereinander angeordnete Drosselräume (4bzw. 10, 13, 17, 18) eingeschaltet sind, die nach dem Prinzip des Richtungs- und Querschnittwechsels wirken und einen sanften Ausfluß des Schlamm-Wasser-Gemisches aus dem Kessel ermöglichen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, da-durch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Öffnungen in den gelochten Abschlammleitungen (9) zwischen i und 4 mm beträgt.
DEG977A 1950-02-02 1950-02-02 Vorrichtung zur Entfernung von Schlamm und anderen Verunreinigungen aus Dampfkesseln Expired DE837100C (de)

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