-
Gezogene Straßenwalze mit luftbereiften Rädern Die Erfindung bezieht
sich auf eine gezogene Straßenwalze, die mit luftbereiften Rädern ausgestattet und
für das Walzen von Straßendecken od. dgl. bestimmt ist Bei den bisher üblichen Straßenwalzen
sitzen die Radgestelle auf starren Achsen, welche unverbiegbare Radreifen tragen,
die sich nicht allen zu walzenden Straßenprofilen anpassen.
-
Hieraus entstehen stellenweise sehr erhebliche veränderbare Druckwirkungen,
welche ein Zerreißen Gier die Straßenoberfläche bildenden Teile hervorrufen.
-
Die Straßenwalze gemäß der Erfindung weist besondere Radgestellanordnungen
auf, welche diese Nachteile vermeiden und folgendes ermöglichen: r. Einen einheitlichen,
gleichförmigen und konstanten Druck an allen Punkten der Straßenoberfläche, die
mit dem Luftreifen in Berührung kommen.
-
2. Eine gelenkige und biegsame Gesca.mtanordnung, die sich vollständig
dem Profil der Straßendecke anpaßt, 3. Ein gleichförmiges Walzen über die ganze
Breite der Maschine mit einer auf den Radspuren der Luftreifen erfolgenden Überlappung.
-
In den Zeichnungen sind Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise
dargestellt, und zwar ist Fig. r eine schematische Ansicht der Straßenwalze; Fig.
2 ist eine Stirnansicht eines vorderen Lenkradgestelles mit vier Rädern, und Fig.
2 a ist eine Stirnansicht eines hinteren Radgestelles mit vier Rädern. Diese beiden
Radgestelle gehören nicht zu derselben Zugmaschine;
Fig. 3 ist eine
ähnliche Ansicht eines hinteren Radgestelles mit fünf Rädern, und in Fig. 3 a ist,
ein vorderes Radgestell mit fünf Rädern gezeigt; Fi,g..1 und 4a sind senkrechte.
Schnittansichten eines vorderen und eines hinteren Radgestelles mit drei Rädern,
die zu verschiedenen Straßenwalzen gehören; Fig. 5 und 5 a sind ähnliche Ansichten
für Radgestelle mit sieben Rädern; . Fig. G ist eine schematisch gezeichnete, schaubildliche
Ansicht der Anordnung der Radgestelle einer Zugmaschine mit doppelten hinteren Radgestellen.
-
Die Straßenwalze (Fig. i) weist einenRahmen T auf, welcher einen Belastungskasten
bildet und eine veränderbare Belastung (Erde, Steine, Metallstücke usw.) aufnehmen
kann, die dazu bestimmt ist, den gewünschten einheitlichen Druck auf die Straßendecke
auszuüben.
-
Der untere Teil des Kastens ist mit Schwingklappen t oder mit einem
Schieber versehen, um ein schnelles Entleeren der Belastungsmaterialien herbeizuführen.
-
Der Rahmen ruht auf den mit Luftreifen versehenen Radgestellen mittels
einer Dreipunktunterstützung A, B auf dem hinteren Radgestell und C auf dem
vorderen Radgestell. Auch kann eine umgekehrte Anordnung verwendet werden.
-
Das vordere Radgestell weist eine gerade Anzahl von Rädern, 2 N, und
das hintere Radgestell eine ungerade Anzahl, 2 N -I- i oder 2 N- i,
von Rädern auf, oder umgekehrt kann das vordere Radgestell eine ungerade Anzahl
von Rädern, 2 N+1 oder 2 N- i, und das hintere Radgestell eine gerade Anzahl, 2
N, von Rädern haben.
-
Fig.2 zeigt eine Anordnung eines Lenkradgestelles mit vier Rädern
a, b, c, d, wobei ein jeder Luftreifen sich in einem Abstand D von denn benachbarten
Luftreifen befindet. Dieser Elbstand wird als Funktion der Breite -des Luftreifens
bestimmt, derart, daß die Reifenspuren auf der Straßendecke sich um eine Strecke
@y (s. Fig. 2 und 3) überlappen.
-
Diese Räder sind paarweise an Achsen bei e und f angelenkt. Diese
Punkte liegen in einem gleichen Abstand von den Mittelebenen der Luftreifen. Die
Gelenkachsen sitzen an den Enden eines Bügels E, der selbst an einer Achse angelenkt
ist. Ein an dem Arm des Bügels angelenktes Kupplungsgestänge gestattet die Anhängung
der Straßenwalze an eine Zugmaschine und ermöglicht die Drehung des Radgestelles
um eine Achse, die senkrecht zur Lagerachse verläuft, um das Walzen herbeizuführen.
-
Bei einem hinteren Radgestell mit vier Luftreifen sind die Gelenkachsen
e und f an dien Enden von starre Armen angebracht, die bei A4 und
B4 an dem Rahmen T (Fig. 2 und 2a) angebracht sind.
-
Fig. 3 veranschaulicht die Anordnung eines hinteren Radgestelles mit
fünf Rädern Diese Räder g, h, i, j und k sind in folgender Weise angeordnet:
Zwei Außenräder g, h auf einer Achse g1, die beiden anderen Außenräder j und
k sitzen auf einer Achse p, k, das mittlere Rad sitzt auf einer Achse m,
it, die an den beiden vorher genannten Achsen bei m und n angelenkt ist. Diese beiden
Achsen sind selbst bei l und p an den Enden der beiden feststehenden Arme A, B angelenkt,
die aus einem Stück mit dem Rahmen T bestehen.
-
Um einen gleichförmigen Druck zu erzielen, werden die Beziehungen
der Abmessungen durch folgende Gleichungen bestimmt:
Wenn im besonderen
ist, erhält man
Bei einem Radgestell AV sind die Gelenkachsen l und p an den beiden
Enden eines Bügels E3 (Fig. 2) angelenkt.
-
Fig. 4 veranschaulicht schematisch die Anordnung eines Radges4elles
mit drei Rädern, deren Mittelebenen in dem Abstand D liegen. Diese Räder a1, b1,
cl sitzen auf den drei Achsen a1 ei, ei fi und f1 cl, die untereinander
bei ei und f1 a.ngelenkt sind. Die Achsen a1 ei und f1 cl sind untereinander
bei dl und g1 auf Achsen angelenkt, die an den Enden eines Bügels E3 angebracht
sind, der selbst bei F3 (im Falle es sich um ein vorderes Radgestell l handelt)
angebracht ist. Diese Achsen sitzen an den Enden von zwei starren Annen A3 und B3,
die aus einem Stück mit dem Rahmen T bestehen, falls es sich um ein hinteres Radgestell
(Fig.4a) handelt. Um einen einheitlichen gleichförmigen Druck zu erzielen, müssen
folgende Bedingungen beachtet werden: dl ei = f1 b1 = 2 a1
dl
= 2 g1 cl, und wenn man im besonderen
nimmt, wird
Fig. 5 veranschaulicht schematisch die Anordnung eines Radgestelles mit sieben Rädern.
Dieses Radgestell besteht aus zwei Radgestellen mit zwei Rädern H und
I, die bei a2 und d2 an den äußersten Enden von zwei Halbbügeln El und E2
angelenkt sind, sowie aus einem Radgestell mit drei Rädern K, das ebenso wie das
der Fig. 4 ausgebildet ist, wobei der Bügel E3 bei 12 und n2 mit den beiden Holzbügeln
gelenkig verbunden ist, die selbst bei k2 und m2 an dien Enden eines Bügels E7 angelenkt
sind, im Falle es sich um ein Radgestell AV handelt. Diese beiden
Halbbügel
sind an den 1?nden von zwei feststehenden Armen A7 B7 angelenkt, die aus einem Stück
mit dem Rahmen T bestehen, im Falle es sich um ein Radgestell AR (Fig. 5a) handelt.
Um einen gleichförmigen Druck zu erzielen, muß man die Beziehung
beachten. Durch gleichartige Kombination von Radgestellen mit zwei, drei und fünf
Rädern kann man Radgestelle mit einer größeren Anzahl von Rädern bilden.
-
Diese Anordnungen können Straßenwalzen mit Luftbereifung mit zwei
parallelen Achsen und mit einem Kasten verwirklichen, der auf drei Unterstützungspunkten
aufruht, und in folgender Weise vereinigt werden, zwei Pneus AV (eine Unterstützung),
drei Pneus AR (zwei Unterstützungen), drei oder fünf Pneus AV (eine Unterstützung),
vier Pneus AR (zwei Unterstützungen), vier oder sechs PneusAl% (eine Unterstützung),
fünf Pneus AR (zwei Unterstützungen), fünf oder sieben Pneus AV (eine Unterstützung),
sechs Pneus AR (2 Unterstützungen), sechs oder acht Pneus AV (eine Unterstützung),
sieben Pneus AR (zwei Unterstützungen), sieben oder neun Pneus AV (eine Unterstützung),
acht Pneus AR (zwei Unterstützungen) usw.
-
Der Belastungskasten ist so ausgebildet, daß der Schwerpunkt G der
Gesamtanordnung (Eigengewicht des Materials + Belastung) so angeordnet wird, daß
(F ig. i) ist, wobei Ni die Anzahl der Räder AV
und N2 diejenige der Räder AR ist, so daß derselbe einheitliche glcichförmigeDruck
vorn wie hinten vorhanden ist.
-
Falls die Straßenwalze unter gewissen Arbeitsbedingungen nicht die
Abdeckung y zu erreichen gestattet und insbesondere in Kurven, kann das hintere
Radgestell doppelt ausgebildet sein, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist.
-
Das vordere Radgestell weist hierbei eine Anzahl .V ± i von Pneus
(bei dem Beispiel der Fig.6 vier Pneus), das Zwischenradgestell eine Anzahl .V Pneus
(bei der Darstellung fünf) und das hintere Radgestell eine Anzahl A' -1- i (bei
der Darstellung der Fig. 6 sechs Pneus) auf.
-
Ein jedes Radgestell ist wie folgt ausgebildet: Das Radgestell AV
hat einen Bügel El, der an einem Zapfenlager am Punkt C des Hauptrahmens T angelenkt
ist, welcher den mit der Belastung versehenen Kasten trägt. Das dazwischenliegende
Radgestell hat einen Bügel E2, der bei M an einem falschen Rahmen M VR angelenkt
ist, und das hintere Radgestell, welches mit Bügeln oder Halbbügeln l:3 versehen
ist, ist an den feststehenden Punkten X und R des falschen Rahmens angelenkt.
-
Dieser falsche Rahmen ist an den beiden feststehenden Punkten
A und B des Hauptrahmens T
angelenkt. Um einen einheitlichen, gleichförmigen
Druck der Pneus der beiden hinteren Radgestelle zu erzielen, ist folgende Beziehung
zri beobachten:
in Fig. 6 ist.
-
Wenn der einheitliche Druck der Vorderräder derselbe wie der der Hinterräder
sein soll, muß die Lage des allgemeinen Schwerpunktes entsprechend der obenerwähnten
Gleichung bestimmt werden.
-
Die beschriebene und dargestellte Straßenwalze kann verschiedenen
Änderungen unterworfen werden, und zwar sowohl hinsichtlich der Form des Rahmenkastens
als auch in den Einzelheiten der Anlenkung der Achsen. Alle diese und andere Abänderungen
können natürlich vorgenommen werden, ohne von dem Wesen der Erfindung abzuweichen.