DE822277C - UEberstromselbstschalter mit elektromagnetischer Kurzschluss- und thermischer UEberstromausloesung - Google Patents

UEberstromselbstschalter mit elektromagnetischer Kurzschluss- und thermischer UEberstromausloesung

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DE822277C
DE822277C DEP7714A DEP0007714A DE822277C DE 822277 C DE822277 C DE 822277C DE P7714 A DEP7714 A DE P7714A DE P0007714 A DEP0007714 A DE P0007714A DE 822277 C DE822277 C DE 822277C
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DE
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overcurrent
thermostat
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circuit breaker
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DEP7714A
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Dipl-Ing Wilhelm Gahm
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OTTO STRENG DIPL ING
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OTTO STRENG DIPL ING
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/40Combined electrothermal and electromagnetic mechanisms

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Breakers (AREA)

Description

  • Überstromselbstschalter mit elektromagnetischer Kurzschluß-und thermischer Uberstromauslösung Bei Überstromselbstschaltern mit elektromagnetischer und thermischer Auslösung ist es bekannt, alle Überstromauslösungen, also auch die thermische, über den Magnetanker der elektromagnetischen Auslösung erfolgen zu lassen. Dies geschieht z. B. in der Weise, daß ein Thermostat bei Überstrom einen Parallelstromkreis zur Auslösespule öffnet, so daß bei Überstrom, im Gegensatz zur Kurzschlußausschaltung, der Ciesamtüberstrom über die Auslösespule geführt wird, oder es wird bei Überstrom durch den Thermostaten der Kurzschluß eines Vorwiderstandes der Auslösespule aufgehoben. Eine andere bekannte Schaltung sieht eine Hilfsspule in Reihe zur Auslösespule vor, die im Nennstrombetrieb von einem Thermostaten kurzgeschlossen wird, der bei Überstrom diesen Kurzschluß aufhebt. Diese bekanntgewordenen Schaltungen haben den großen Nachteil, daß bei Kurzschluß sowohl für die Auslösung als auch für die magnetische Beblasung des Ausschaltlichtbogens nur ein Teilüberstrom zur Verfügung steht. Die Folge ist eine Verminderung der Al>schaltleistung und Abschaltsicherheit.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, bei Überstromselbstschaltern der genannten Art diese Nachteile zu vermeiden. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die thermische Überstromauslösung mit dem elektromagnetischen Kurzschlußauslöser derart elektrisch und mechanisch gekuppelt ist, daß kurz vor der Abschaltung in gleicher Weise bei allen überströmen, also auch bei Kurzschlüssen, eine Erhöhung'derWindungszalhl und /oder der Auslösestromstärke des Auslöser- und Blasmagneten erfolgt, und zwar zweckmäßig in dem Sinne, daß bei allen Auslösungen eine Verstärkung sowohl der elektromagnetischen Blaswirkung als auch der Auslösekraft des Auslöseorgans eintritt. Die Kupplung besteht gewöhnlich aus einer losen mechanischen Verbindung mit Hilfskontakten zwischen dem Magnetanker der elektromagnetischen Auslösung und dem Thermostaten der thermischen Auslösung gegebenenfalls über feste oder elastische Bindeglieder. Die Hilfskontakte, die an den Bindegliedern oder an dem Auslösemagneten oder zweckmäßig unmittelbar am Magnetanker und am Thermostaten angebracht sein können, werden infolge der Kupplung bei Überlastungen so betätigt, daß sie einen Stromkreis öffnen oder schließen und dadurch eine Hilfsspule zur eigentlichen Auslöse- und Blasspule in Reihe schalten oder einen Stromkreis öffnen, der parallel zur ganzen Auslösespule oder zu einem Teil derselben, der wiederum als Hilfsspule bezeichnet werden kann, liegt.
  • Im Rahmen des allgemeinen Erfindungsgedankens sind zahlreiche Ausführungsmöglichkeiten gegeben, von denen in den nachstehend erläuterten Abb. i bis 6 einige Beispiele näher beschrieben sind. In allen Abbildungen bedeutet S den Selbstschalter mit seinen Schaltkontakten, I und 1I die Windungen des Auslöse- und Blasmagneten und ATA den Magnetanker des letzteren. Der Thermostat der überstromauslösung ist mit i bezeichnet; 2, 3 und 4, 5 sind Hilfskontakte. Die Abb. i, i a, 1b, 2, 3, 4, 5 und 6 zeigen die Ausführungsbeispiele in schematischer schaltungstechnischer Hinsicht, die Abb. 3a bis 3c und 4a bis 4e sind konstruktive Lösungen hierfür ebenfalls in schematischer Darstellung.
  • Die Abb. i zeigt eine Anordnung gemäß der Erfindung in normaler Betriebslage. Die Kontakte des Schalters S sind geschlossen. Wie die Strompfeile erkennen lassen, ist der Stromverlauf : Schalterkontakte, Windungen I, Thermostat i, Stromausgang. In der normalen Betriebslage sind daher nur die Windungen I des Auslöse- und Blasmagnaten stromführend. Bei einfachem Überstrom erwärmt sich der Thermostat und schließt nach bestimmter Zeit infolge seines Ausschlages nach links die Konakte 2, 3. Dies hat zur Folge, daß der von den Schaltkontakten über die Spule I kommende Strom mit einem Teilstrom auch die Spule 1I durchfließt. Infolge dieser verstärkten elektromagnetischen,Wirkung auf den Magnetanker MA wird dieser angezogen und entklingt die Schaltmechanik des Schalters, so daß der Schalter sich öffnet. Wie aus der Zeichnung erkennbar, steht der Magnetanker in loser Verbindung mit dem Thermostaten i. Erfolgt ein Kurzschluß, dann genügt die elektromagnetische Kraft der Windungen I allein, um den Magnetanker anzuziehen. Infolge seiner mechanischen Verbindung mit dem Thermostaten i erfolgt nun bei Kurzsc'hluß der gleiche schaltungstechnische Vorgang wie bei. Überstrortn. Der Magnetanker M A drückt den Thermostaten nach links durch, so daß auch bei der Kurzschlußauslösung kurz vor der Entklinkung der Schaltmechanik des Schalters S in gleicher Weise wie bei Überstrom ein Teilstrom des Auslösestromes die Spule Il durchfließt. Dies bedeutet den wesentlichen Vorteil, daß auch bei Kurzschluß die elektromagnetische Kraft des Auslöse- und Blasmagneten des Schalters kurz vor Öffnung des Schalters erhöht wird.
  • Die Abb. i a ist ein Beispiel dafür, wie man bei der Erfindung die elektromagnetische Auslösekraft des Ankers MA elektrodynamisch verstärken kann. Es ist ein Thermostat i ähnlich wie in Abb. i angenommen; der Magnetanker und der Schalter sind nicht gezeichnet, und der Magnet des Schalters nur durch die Bezugszeichen I und 1I angedeutet. Diese Teile wirken aber ebenso wie bei Abb. i.
  • Wie die Pfeile zeigen, ist die Stromrichtung in der Stromzuführung zum Thermostat i und im Thermostat selbst einander entgegengerichtef. Bei auftretendem Überstrom erfolgt datier ein gegenseitiges Abstoßen, so da.ß die Kraft des Ankers AIJA elektrodynamisch unterstützt wird.
  • In Abb. i und i a ist als Hilfskontakt der Kupplung zwischen der elektromagnetischen und thermischen Auslösung nur ein Schließkontakt vorgesehen, dessen beweglicher Kontaktteil 2 vom Thermostaten i selbst getragen wird. Bei der Ausführung nach ,Abb. i b besteht dagegen der Hilfskontakt aus dem Schließkontaktpaar 2, 3 und dem Üffnungskontaktpaar 4, 5. Die nähere Darstellung dieser Anordnung erfolgt später in Verbindung mit der Anordnung nach Abb. 4.
  • Der Thermostat, zweckmäßig ein Bimetallthermostat, kann die üblichen bekannten Ausführungen und Formen aufweisen, er kann z. B. Streifenform haben oder eine Form, durch die eine Schnappbewegung bei Überstrom erfolgt, er kann direkt oder indirekt geheizt werden oder beides gleichzeitig.
  • Bei der Ausführung nach Abb. 2 ist ein streifenförmiger Bimetallthermostat i vorgesehen, der wie in den vorausgehenden Beispielen durch direkten Stromdurchfluß beheizt wird und aber außerdem noch eine Heizwicklung 1a aufweist. Die Abb. 2 zeigt den Stromverlauf bei geschlossenem Schalter und normalem Betriebszustand. Der Strom fließt über die Schalterkontakte, die Spule I, Thermostat i, geschlossene Kontakte 2, 4, zum Stromausgang. Bei Überstrom erwärmt sich der Thermostat durch direkten Stromdurchfluß; sein Ende mit dem Schaltkontakt 2 biegt sich nach links und öffnet den Kontakt 2, 4. Dadurch tritt an die Stelle der direkten Beheizung des Thermostaten die indirekte Beheizung desselben durch die Heizwicklung h, die nunmehr nicht mehr durch die Kontakte 2, 4 kurzgeschlossen ist. Der Thermostat vergrößert seinen Ausschlag, bis er die Kontakte 2, 3 schließt. In diesem Augenblick fließt ein Teil des Überstromes auch über die Wicklung 1I. Durch diese Verstärkung der magnetischen Wirkung auf den Anker MA wird dieser angezogen und leitet die Abschaltung des Schalters ein. Der ?Magnetanker steht auch hier wieder in loser Verbindung mit dem Thermostaten. Bei Kurzschluß, bei dem die Wicklung I als Quelle der Auslösekraft ausreicht, verursacht daher der Anker 114A durch seine Auslösebewegung ebenfalls das Öffnen der Kontakte 2, 4 und Schließen der Kontakte 2, 3. Demnach entsteht auch bei Kurzschluß verstärkte Auslöse- und Blaswirkung.
  • Die Abb. 3 zeigt eine besonders einfache Anordnung gemäß der Erfindung, die zudem auch wirkungsmäßig in angestrebtem Sinne besonders vorteilhaft ist. Wie ersichtlich, fließt der normale Betriebsstrom über die Kontakte des Schalters S, durch die Windungen I, Thermostat i, die geschlossenen Kontakte 2, 3 zum Stromausgang. Die Windungen 1I sind bei Normalbetrieb also praktisch kurzgeschlossen. Der -Magnetanker steht durch lose Kupplung mit dem federnden Schaltglied des Hilfskontaktes 3 in Verbindung. Bei Überstrom liegt sich das Schaltende des Thermostaten t nach rechts und öffnet die Hilfskontakte 2, 3 und damit den Kurzschluß der Windungen 1I. Diese sind nunmehr in Reihe zur Wicklung I geschaltet und vom vollen Überstrom durchflossen. Der Anker MA wird angezogen, öffnet hierbei die Kontakte 2, 3 noch weiter und leitet die Abschaltung ein. Bei Kurzschluß genügt die Wicklung I als Anziehungskraft für den Anker. Durch die Bewegung des Ankers erfolgt auch hier sofort ein Öffnen der Kontakte 2, 3. Demnach sind bei dieser Anordnung kurz vor der Öffnung der Schaltkontakte die beiden Windungen vom vollen Überstrom oder Kurzschlußstrom durchflossen und daher als Auslösemagnet und Blasmagnet in größtmöglichem Maße wirksam.
  • Im Zusammenhang mit dieser Ausführungsform wird betont, daß die kurzzeitige Teilnahme der Windungen 1I an der Führung des Überstromes bzw. des Stromes überhaupt die Möglichkeit bietet, diesem Windungsteil einen höheren Widerstandswert pro Windung zu geben als der Wicklung I, denn er ist praktisch nur sehr kurzzeitig belastet. Zum Beispiel kann der Widerstandswert durch Verwendung eines Drahtes verringerten Querschnitts erhöht werden. Dadurch erhält man auf geringem Raum eine sehr große Zahl von Windungen. Bei allen Überströmen, auch bei Kurzschlüssen wird somit durch die Erfindung gegenüber dem Bekannten eine wesentliche Erhöhung der Auslösekraft und Auslösegeschwindigkeit des elektrischen Auslöseorgans, eine große Steigerung der elektromagnetischen Blaswirkung für das Ausblasen des Abschaltlichtbogens und eine starke Begrenzung der Überströme, besonders der Kurzschlußströme. im Augenblick des Abschaltvorganges erzielt.
  • Der in Abb. 3 gestrichelt angedeutete Widerstand w parallel zu den Hilfskontakten 2, 3 kann vorgesehen werden, wenn man auch bei besonders großer Windungszahl von 1I jede Funkenbildung bei Öffnung der Kontakte 2, 3 vermeiden will. Andererseits muß dieser Widerstand natürlich so bemessen sein, daß sein Stromanteil bei den Abschaltvorgängen unbedeutend bleibt. ' In Ah-. 3 a, 31) und 3 c sind konstruktive Lösungen der Anordnung nach Abb. 3 dargestellt, und zwar ebenfalls in schematischer Darstellung. Es sind nur die für die Erfindung wesentlichen Merkmale gezeichnet, nämlich der aus den Wicklungsteilen I und II bestehende Auslöse- und Blasmagnet, wobei eine konzenitrische Anordnung der beiden Wicklungen angenommen ist, der Magnetanker MA, der bei Überstrom in den PolschuHhohlraum hineingezogen wird und hierbei, wie erkennbar, über ein seitliches Gestänge oder über einen mittleren Stößel die Schaltmechanik, die nicht gezeichnet ist, auslöst. Die im Polschuhhohlraum befindliche Feder 9 holt den Anker nach erfolgter Abschaltung wieder in seine Anfangslage. Der Thermostat ist wieder mit i, die Hilfskontakte sind mit 2 und 3 bezeichnet. Die Kupplung gemäß der Erfindung zwischen thermischer und elektromagnetischer Auslösung erfolgt durch lose aber kraftschlüssige Verbindung des Ankers MA entweder mit dem federnden Schaltglied des Kontaktes 3 (Abb. 3a) oder direkt mit dem Thermostaten.(Abb. 3 b, 3 c), da im letzteren Falle der Magnetanker selbst den Kontakt 3 trägt. Die Wirkungsweise dieser konstruktiven Lösungen entspricht bei den Abschaltungen der Wirkungsweise bei Schaltung nach Abb. 3. Die Lösung nach Abb. 3 c unterscheidet sich von beiden anderen Anordnungen durch besonders vorteilhafte Raumausnutzung, da der Anker ganz oder teilweise im Polschuhhohlraum sich befindet. Bei diesen Lösungen kann die Einstellung der Überstromauslösung durch Veränderung des Kontaktdruckes zwischen den Kontakten 2, 3 erfolgen. In der Abb. 3 b ist diese Möglichkeit durch die Stellschraube 7 angedeutet, die sich am Magneten abstützt und den senkrechten Auslösegestängeteil in seiner Lage zu verändern vermag. Dadurch wird auch der Kontakt= druck zwischen 2 und 3 verändert. Die Veränderung des Kontaktdruckes bedeutetentwedereineÄnderung des Übergangswiderstandes von 2 nach 3 oder eine Änderung der Auslösebewegung des Thermostatendes bei dem Kontakt 2 oder eine Änderung beider Werte.
  • Die Abb. 4 stellt eine Lösung dar, bei der die Hilfskontakte der Kupplung aus 'dem Schließkontaktpaar 2, 3 und dem Offnungskontaktpaar 4, 5 bestehen. Bei Normalstrom ist der Stromverlauf: Schaltkontakte des Schalters S, Spule I, Thermostat i, Kontaktpaar 4, 5, Stromausgang. Bei Überstrom schließt der Thermostat i das Kontaktpaar 2, 3; nun fließt ein geringer Teilstrom auch über Spule 1I. Reicht diese dadurch eintretende Verstärkung der elektromagnetischen Kraft nicht aus, den Anker MA nach rechts in die Spulen hineinzuziehen und auszulösen, biegt sich der Thermostat i weiter durch, bis er durch Berührung mit einer Nase am oberen Ende des Schaltgliedes 6 über dieses Schaltglied die Kontakte 4, 5 öffnet. In diesem Augenblick fließt der gesamte Überstrom auch durch die Spule II, und der Anker MA löst aus. Bei Kurzschluß bewegt der Anker MA den federnden Thermostaten i, mit dem er verbunden ist, nach rechts, und es spielt sich der gleiche Vorgang ab wie bei Überstrom.
  • In diesem Zusammenhang wird nochmals auf die Abb. 11) hingewiesen. Die Kontaktpaare 2, 3 und 4, 5 dieser Abbildung haben die gleichen Funktionen wie die entsprechenden Kontaktpaare der Abb.4.
  • Die Abbildungen 4a bis 4e sind ähnliche schematische Darstellungen konstruktiver Lösungen der Schaltung nach Abb. 4, wie die Abb. 3 a bis 3 c solche der Abb. 3 waren. Das besondere Merkmal dieser konstruktiven Lösungen ist die räumliche Anordnung der Hilfskontakte und des Thermostaten. In Abb. 4a ist das Öffnungskontaktpaar 4, 5 im Polsdhuhhohlraum untergebracht und wird durch einen am Magnetanker MA angeordneten Isoliertrennstift 8 getrennt, wenn bei überstrom oder Kurzschluß der Anker angezogen wird. Bei Abb.4b befindet sich das öffnungskontaktpaar 4, 5 oberhalb der Magnetspulen. In beiden Abbildungen ist angedeutet, daß der Anker über ein Auslösegestänge die Schaltmechanik auslöst. Die Beispiele nach Abb. 4c, 4d lassen eine Anordnung erkennen, bei der das Offnungskontaktpaar 4, 5, das Schließkontaktpaar 2, 3, der Thermostat i und der Anker MA innerhalb des Polschuhhohlraumes untergebracht sind,inAbb.'4c außerhalb derAn'kerrückholfeder 9, in Abb.4d innerhalb derselben. Der Kontakt 3 ist hierbei ein seitlicher schräger Kontaktstreifen des Ankers 111A. Das Kontaktpaar 4, 5 wird wieder wie bei Abb. 4a durch einen Isolierstift 8 des Ankers getrennt. Die Lösungen der Abb. 4 c und 4 d zeichnen sich durch besonders große Raumersparnis unterhalb der Spule aus, die anderen Teile des Schalters, der Funkenkammer und der Schaltmechanik zugute kommt.
  • Bei der Lösung nach Abb.4e bilden die Kontakte 3, 4 und 5 einen besonderen Konstruktionsteil, der am Anker MA befestigt ist. 3 und 4 sind gleichzeitig die Enden eines Waagebalkens, der durch eine Feder io mit seinem Kontaktende 4 gegen den am Konstruktionsteil fest angeordneten Kontaktstreifen 5 gepreßt wird. DieAnordnung wirkt somit in der Weise, daß bei Überstrom das Thermostat i die Kontakte 2, 3 schließt und durch diesen Schließdruck die Kontakte 4, 5 öffnet; nun wird der Anker MA mit dem Konstruktionsteil angezogen und löst aus. Bei Kurzschluß erfolgt sofort die Bewegung des Ankers nach innen mit Schließen der Kontakte 2, 3, Öffnen der Kontakte 4, 5 und Auslösung über den Stößel des Ankers. Die Lösungen nach Abb. 5 und 6 sind im Prinzip die gleichen wie die nach Abb. i bis 4, nur daß hier die Entlastung der Auslöser- und Blasspule im Nennstrombetrieb durch Parallelstromzweige zur Gesamtspule erfolgt. In beiden Fällen verzweigt sich bei Normalbetrieb der von den Schalterkontakten kommende Strom in zwei parallele Stromkreise. Der eine besteht nur aus der Magnetspule, gegebenenfalls unter Vorschaltung eines besonderen Heizwiderstandes h für den Thermostaten i, der andere aus dem Thermostaten i zweckmäßig mit veränderlichem Widerstand w und den Hilfskontakten 2, 3, die entweder direkt am Thermostaten i und Magnetanker MA (Abb. 5) angebracht oder als besondere Kontaktglieder, wie in Abb. 6 der Kontakt 3, ausgebildet sein können. Die parallelen Stromkreise sind in ihrem Widerstand so gegeneinander abgeglichen, daß bei Kurzschluß der durch die Magnetspule fließende Teilstrom auf jeden Fall ausreicht, den Magnetanker sofort anzuziehen. In Abb. 5 öffnet er dann die Kontakte 2, 3 unmittelbar und in Abb. 6 durch Abgleiten an einem schrägen Isolieransatz i i des Thermostaten i, das den-elastischen oder elastisch angeordneten Thermostaten i mit seinem Kontakt 2 von dem Kontakt 3 entfernt. Die Entklinkung der Schaltmechanik durch die Ankerbewegung ist auch bei diesen Lösungen wie in den vorausgehenden nur schematisch angedeutet. Bei Überstrom erfolgt das Anziehen des Ankers erst dann, wenn der Thermostat durch seine Erwärmung die Kontakte 2, 3 trennt. Der regulierbare Widerstand w in Abb. 5 bietet die Möglichkeit, die Überstromauslösecharakteristik des Thermostaten zu ändern. Er kann auch durch einen verstellbaren Abgriff am Thermostaten selbst ersetzt werden. Der Heizwiderstand h kann dafür vorgesehen werden, die Beheizung des Thermostaten auch nach Öffnen der Kontakte noch fortzusetzen.
  • Aus allen beschriebenen Ausführungsbeispielen ist erkennbar, daß die Anordnung gemäß der Erfindung bei Normalbetrieb den geringstmöglichen Widerstandbesitzt, danur sovielAmperewindungen des Auslösers und Blasmagneten wirksam sind, daß bei Kurzschluß der Magnetanker mit Sicherheit angezogen wird. Bei Überstrom und Kurzschluß werden aber kurz vor der Abschaltung die Amperewindungen um ein Vielfaches erhöht. Hierbei ist ein wesentliches Merkmal der Erfindung, daß dadurch nicht nur die Blaswirkung verstärkt wird und eine starke überstrombegrenzung eintritt, es wird bei diesem Vorgang auch die Auslösekraft und Auslösegeschwindigkeit des Ankers erhöht und damit insgesamt die Abschaltgeschwindigkeit des Schalters wesentlich verbessert. Die zeitliche Aufeinanderfolge zweier Schaltungen, nämlich das Öffnen der Hilfskontakte und der Hauptkontakte, ist daher bei der Erfindung sicher gelöst und bedeutet keine Erhöhung der Abschaltzeit. Wie geschildert, wird vielmehr eine Verkürzung der Schaltzeit erzielt. Bei den bekannten Schaltern erfolgt ebenfalls das Zuschalten einer Hilfsspule beim Abschalten. Diese Hilfsspule ist aber nur Blasspule und wirkt im Gegensatz zur Erfindung nicht mehr für die Auslösung mit, denn ihre Hilfskontakte werden vom Schaltgetriebe, also erst nach Entklinkung desselben, gesteuert. Diese bekannten Schalter weisen demnach die genannten besonderen Vorteile der Erfindung nicht auf. Abgesehen davon handelt es sich bei ihnen um Schalter, die nicht zu der im Oberbegriff des Patentanspruches der Erfinidung gekennzeichneten besonderer< Schalterart gehören, denn bei ihnen erfolgt die thermische Auslösung nicht über die elektromagnetische, sondern der Thermostat steuert vielmehr mechanisch direkt die Schaltmechanik.

Claims (9)

  1. PATEN TANSPAL'CHE: i. Überstromselbstschalter mit elektromagnetischer Kurzschluß- und thermischer t'lxrstroinauslösueig, hei dem auch die thermische Auslösung des Schalters über den Ma-. gnetauker der elektromagnetischen Kurzschlußauslösung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die thermische Überstromauslösung mit dem elektromagnetischen Auslöser derart elektrisch und mechanisch gekuppelt ist, daß kurz vor der Abschaltungbei Kurzschlüssen in gleicher Weise wie bei Überströmen eine Erhöhung der Windungszahl und/oder der Auslösestromstärke des Auslöse- und Blasmagneten erfolgt, und zwar bei allen Auslösungen zweckmäßig in dem Sinne, daß eineVerstärkung sowohl der elektromagnetischen Blaswirkung als auch derAuslösekraft des elektrischen Auslöseorgans eintritt.
  2. 2. Überstromselbstschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung zwischen der thermischen und elektromagnetischen Auslösung aus einer losen mechanischen Verbindung mit Hilfskontakten (2, 3) zwischen dem Magnetanker (MA) der elektromagnetischen Auslösung und dem Thermostaten (i) der thermischen Auslösung gegebenenfalls über feste oder elastische Bindeglieder besteht.
  3. 3. Überstromselbstschalter nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung Hilfskontakte (2, 3) betätigt, durch die ein Stromkreis geschlossen und geöffnet wird, der entweder eine Hilfsspule (1I) enthält, die bei Auslösung in Reihe zur Auslösungsspule (I) geschaltet wird (Abb. i, 2 und 4), oder der parallel zur ganzen Auslösespule (Abb. 5 und 6) oder einem Teil derselben (II in Abb. 3) liegt und bei Auslösung geöffnet wird.
  4. 4. Überstromselbstschalter nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Auslösung wirksam zugeschalteten Windungen einen höheren Widerstandswert je Windung besitzen als die ständig eingeschalteten Windungen des Auslöser- und Blasmagneten.
  5. 5. Überstromselbstsdhalter nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfskontakte aus einem Schließ- undeinem CSffnungskontaktpaar (2, 3 und 4, 5) bestehen (Abb.4, 4a bis 4e und Abb. i b).
  6. 6. Überstromselbstsdhalter nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfskontakte an den festen oder elastischen Bindegliedern der Kupplung, an dem Auslösemagnet und seinem Anker oder an dem Thermostaten angebracht sind und gegebenenfalls ein Widerstand zu ihnen parallel geschaltet ist.
  7. 7. Überstromselbstschalter nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schließkontakt,(3) und das Öffnungskontaktpaar (4, 5) am Magnetanker (MA) befestigt sind (Abb. 4 e). B.
  8. Überstromselbstschalter nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Thermostat (i) und/oder die Hilfskontakte (2 bis 4) ganz oder teilweise in dem Polschuhhohlraum der Auslösespule angeordnet sind (Abb.4a, 4c, 4d).
  9. 9. Überstromselbstschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Abschaltung bewirkende Auslöser, seine Anschlüsse und die Stromführung des Auslösers und derAnschlüsse so ausgeführt sind, daß die Auslösekraft des Auslöseorgans (i, MA) elektrodynamisch verstärkt wird (Abb. i a). io. Überstromselbstschalter nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung der Überstromauslösung durch Veränderung des Kontaktdruckes der Hilfskontakte oder durch einen veränderlichen Vorschaltwiderstand oder Abgriff des Thermostaten erfolgen kann.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1075206B (de) * 1953-07-29 1960-02-11 Ellenberger &. Poensgen GmbH Altdorf bei Nürnberg An wendung eines Bimetallschalters als Motorschutzschalter fur Elektromotoren mit zwei Wicklungsgruppen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1075206B (de) * 1953-07-29 1960-02-11 Ellenberger &. Poensgen GmbH Altdorf bei Nürnberg An wendung eines Bimetallschalters als Motorschutzschalter fur Elektromotoren mit zwei Wicklungsgruppen

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