DE820450C - Vorrichtung zur Schmierung von Leitungen und bzw. oder der darauf gleitenden Organe zur Stromabnahme - Google Patents
Vorrichtung zur Schmierung von Leitungen und bzw. oder der darauf gleitenden Organe zur StromabnahmeInfo
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Description
- Vorrichtung zur Schmierung von Leitungen und bzw. oder der darauf gleitenden Organe zur Stromabnahme Bekanntlich erfolgt die Stromal)nahme zur Speisung von elektrischen Fahrzeugen und insbesondere von Eisenbahnen und Straßenhahnen mittels auf den Leitungen gleitender Organe. Diese Organe, Bügel oder Gleitschuhe, die von Pantographen oder Stangen abgestützt werden und zur Aufrechterhaltung des elektrischen Kontaktes an die Leitungen angepreßt werden müssen, sind dadurch einer starken Abnutzung ausgesetzt.
- Die Erfindung betrifft ein selbsttätiges fortlaufendes Schmiersystem, wodurch die Abnutzung sowohl der Oberleitungen als auch der Stromabnehmer fühlbar herabgesetzt und eine sehr lange Lebensdauer erreicht wird.
- Die Erfindung besteht darin, daß in geeigneter Stellung auf den Pantographen- oder Oberleitungsommiibus-Stromabnehmerstangen oder auf den Kontaktbügeln selbst ein Ölbehälter angebracht wird, aus dem durch Kapillarwirkung unter Anwendung von Dochten eine kleine Schmiermittelmenge ununterbrochen entnommen und auf die Gleitorgane unmittelbar oder durch Bürsten verteilt wird. Außerdem sind Vorrichtungen zur Rückgewinnung des überschüssigen Schmieröles sowie Einrichtungen vorgesehen, die die Abnutzung der auf den Leitungen gleitenden Bürsten zu kompensieren und die Verwendungsmöglichkeit der Erfindung auf alle jene Fälle auszudehnen haben, in denen auf Leitungen gleitende Stromabnehmer verwendet werden.
- Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, die beispielsweise Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung für verschiedene Fälle, in denen die Gleitteile und bzw. oder die Oberleitungen geschmiert werden sollen, darstellt. Es zeigt Abb. i in halbschematischer Seitenansicht ,das Stromabnahmeorgan eines normalen, mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgestatteten Pantographen. Die voll ausgezogenen Linien stellen die Scllmiervorrichtullg dar, Abb. 2 die Draufsicht zu Abb. 1, Abb. 3 und 4 das gleiche Stromabnahmeorgan in vergrößertem Maßstab mit einigen Einzelheiten, Abb. 5 in noch größerem Maßstab einen Schnitt des Stormabnehmerorgans nach Linie h-1' der Abb. 4, Abb. 6 und 7 eine Vorderansicht und eine Draufsicht einer anderen Art von Gleitschuh mit nur einer Bürste, Abb.8 in vergrößertem Maßstab den Schmiermittelbehälter, Abb. 9 die Draufsicht auf einen Bürstenhalter, Abb. io die Bürste und Abb. i i eine Einzelheit der Vorrichtung zum Anlieben der Bürste, Abb. 12 eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in Seitenansicht, Abb. 13 einen Schnitt durch ein eine Bürste tragendes Gehäuse, Abb. 14 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in Seitenansicht, Abb. 15 eineDraufsicht zurAusführungsform der Abb. 14.
- In den Abb. i, 2, 3, 4 und 5 bedeutet i einen mittels Laschen 2 unterhalb des Gleitorganträgers 3 angebrachten Behälter, von dem vier Rohre 4-4 und 5-5' abzweigen, von denen die zwei ersteren einen aus geeignetem Material hergestellten Docht 6 enthalten, der in den Behälter i hineintaucht und an die obere Fläche des Stromabnahmeorgans geführt ist, wo die Bürsten 7-7 angeordnet sind, welche, da sie sich in der gleichen Höhe wie die Gleitteile befinden, die Leitung 28 schmieren, wobei auf Grund der bekannten Zickzackführung der Leitung das Öl alle Teile, mit denen es in Kontakt kommt, schmiert. Das überschüssige Öl wird in Längsnuten 9 der Gleitschuhe oder Gleitorgane gesammelt, aus denen es in einen Unterbehälter io abläuft, der mit dem Behälter i durch die Rohre 5-5' für den Olabfluß verbunden ist. Diese Rohre verbinden den Behälter 1 mit Punkten i i des Unterbehälters io mit etwas niedrigerem Flüssigkeitsspiegel als die Stellen 12, die den höchsten Punkt darstellen, welchen das durch den Docht 6 längs der Rohre 4-4 ansteigende 01 durch Kapillarwirkung erreicht.
- Auf diese Weise wird der die Längsnuten 9 und die Unterbehälter io füllende Ölüberschuß in den Behälter i wieder zurückfließen, da der Flüssigkeitsspiegel im letzteren immer tiefer liegt als jener, welchen das 01 bei seinem Aufstieg durch Kapillar-Nvirkung erreicht.
- Die bisherigen Darlegungen beziehen sich jedoch auf statische Verhältnisse, wie sie durch die Kapillarwirkung, die Zickzackführung der Leitung gegenüber dem Gleitschuh und die Voraussetzung, daß das Stromabnahmeorgan genau waagerecht verläuft und daß die Längsnuten 9 und die Unterbehälter io sich wie kommunizierende Gefäße verhalten, bestimmt werden.
- `'Während der Fahrt einer Lokomotive verhält sich jedoch die Sache ganz anders: Beispielsweise hat in einer Kurve wegen der Erhöhung der äußeren Schiene und infolge der Fliehkraft das im Behälter i befindliche Öl die Neigung, durch die Rohre 5 oder 5' hindurch in den Unterbehälter io zu strömen und auch über den Rand überzulaufen. Zur Vermeidung dieses Nachteiles ist ein Gegenlenker 13 (Abb. 3) vorgesehen, welcher um den Stützpunkt i.1 schwingt und an seinem mittleren Teil ein Gegengewicht 15 und an seinen Enden zwei schräge Flächen 16 und 16' besitzt, welche sich infolge der Schwingungen des Gegenlenkers 13 je nach dessen Ausschlag wechselnd an die wie ein Ventillager ausgebildeten Endflächen der Rohre 5 oder 5' anlegen. Bei Neigung des Fahrzeuges in der Kurve veranlaßt das Gegengewicht 15 die Sperrung der als Ventile wirkenden Öldurchtrittsflächen der Rohre 5' oder 5 mittels der schrägen Flächen 16 bzw. 16', und das gleiche geschieht, falls das 01 durch die Fliehkraft in die Rohre 5 oder 5' in der Richtung vom Ölbehälter i zu den Rückgewinnungsunterbehiiltern io hineingedrückt werden würde. Die erwähnte -Neigung des Fahrzeuges und die Fliehkraft, welche den Öldurchgang einerseits verhindern, erleichtern andererseits den Rückfluß des Öles zum Behälter i. Es ist auch in Betracht zu ziehen, daß bis zu einem gewissen Punkt die Fliehkraft dazu neigt, die Wirkung der Schwerkraft des Öles aufzuheben, weshalb die Vorrichtung zweckmäßig so eingestellt wird, daß der Gegenlenker 13 die aus beiden Kräften hervorgerufene Wirkung aufhebt.
- Die Abb. 6 bis i i zeigen, wie bereits erwähnt, eine weitere Ausführungsform einer Schmiervorrichtung, bei der die einzige Bürste vorzugsweise vorn am Schleifschuh angebracht und durch eine in den Ölbehälter eingebaute 1?inrichtung einstellbar ist.
- In den Abbildungen bedeutet 18 den Behälter, welcher vorn ein parallelepipedischesGehäuse i9 besitzt, welches an jedem seiner Enden einen Schraubenbolzen 2o mit gerändeltern Kopf 21 (Abb. i i) aufweist. Der Schraubenbolzen 20 ist an dem Gehäuse i9 mittels einer Klemme 22 befestigt; er schraubt sich in eine Platte 23 ein, welche an einer Drehung durch einen gegen die «'ände des Gehäuses i9 wirkenden Fortsatz verhindert wird und daher gezwungen ist, sich in (lern Gehäuse i9 auf und ab zu bewegen, sobald die Schraubenbolzen 2o mittels deren gerändelter Köpfe 21 gedreht werden. Sobald sich die Platte 23 nach oben bewegt, heben sich auch die Feder 24 und der Bürstenhalter 25, auf dem sich die Unterseite der aus Filz oder einem anderen ähnlichen saugfähigen Material hergestellten Bürste 26 abstützt. Der Bürstenhalter 25 hat einen T-förmigen Querschnitt, und dessen waagerechte Flügel sind in regelmäßigen Abständen unterbrochen (Abb. 9), um den Durchtritt der Bürstenfortsätze 26' (Abb. io) zu gestatten, welche in den Ölbehälter i9 (Abb. 7) tauchen. Der Oberrand der Bürste 26 ist um einige Millimeter höher als die Gleiter 27 (Abb. 6 und 7). Auf Grund der Kapillarwirkung ist die Bürste 26 immer vom 01 durchtränkt, und die Leitung 28 (Abb.6) wird dadurch gut geschmiert, und demgemäß werden auch die Gleiter 27 auf der ganzen Länge gut geschmiert, soweit diese durch die Zickzackführung der Leitung betroffen wird.
- Um den Vorteil dieses Schmiersystems auch auf die elektrischen Kontaktleitungen für elektrische Straßenautobusse auszudehnen, werden die in den Abb. 12 bis 15 dargestellten Vorrichtungen vorgeschlagen.
- Bei der Vorrichtung gemäß den Abb. 12 und 13 wird an dem normalen Stromabnehmer des elektrischen Straßenautobusses mittels zweier Arme 30, welche etwa senkrecht zur Fahrtrichtung beiderseits vorstehen, ein Gehäuse 31, ähnlich dem Gehäuse i9 g em, äß den Abb. 7 und i i, mit den gleichen Einzelteilen und mit den gleichen Bezugzeichen angebracht.
- Am Gehäuse 31 wird mittels eines Ringes 32 der Ölbehälter 33 angeschraubt, innerhalb welchen der von der Feder 24 mit durch den gerändelten Schraubenkopf 21 regelbarer Spannung hochgedrückte Docht 6 taucht.
- Bei diesen Schmiervorrichtungen wird das Gehäuse 31 vorzugsweise so ausgebildet, daß es oberhalb ein V-Profil aufweist, in das sich der Leitungsdralit 28 so einlegt, daß auch dessen Seitenteile geschmiert werden können.
- Zu diesem Zweck ist der Docht 6 innerhalb des Gehäuses 31 vorzugsweise in zwei Teile geteilt, von denen jeder eine Seite der Leitung 28 streift.
- Das beschriebene Schmiersystem hat die Eigenschaft,daß jedeVorrichtung nichtdenLeitungsdraht für den eigenen Gleitschuh, sondern für denjenigen des darauffolgenden Wagens schmiert, was in Anbetracht der Betriebsart der normalen elektrischen Straßenautobusse keinen Nachteil bedeutet.
- Will man jedoch, daß die Vorrichtung den Leitungsdraht und auch den Gleitschuh des zugehörigen Wagens schmiert, so empfiehlt sich die Anwendung einer Vorrichtung nach den Abb. 14 und 15, bei der das Gehäuse 34 eine besondere parabolische Form besitzt, welche sozusagen den mittleren, das Kontaktstück tragenden Stift umschließt und bei dessen Querachse endet.
- Diese Art Stromabnehmer kann auch mit einem gerippten Schild 35 ausgestattet sein, welches beim Abspringen des Stromabnehmers von der Fahrdrahtoberleitung verhindert, daß der Kontaktkopf des Stromabnehmers sich in den Queraufhängungsdrähten der Fahrleitung einhängt.
Claims (6)
- PATENTANSPRIJCHE: i. Vorrichtung zur Schmierung von Leitungen und bzw. oder der darauf gleitenden Organe, welche in allen Fällen von Stromabnahme durch bewegliche Elemente von einer festen elektrischen Oberleitung und insbesondere bei elektrischen Eisen- und Straßenbahnen anwendbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß in möglichster Nähe der zu schmierenden Organe ein Ölbehälter (i) bzw. (18) vorgesehen ist, in welchen ein Docht (6) taucht, der durch Kapillarwirkung das 01 ansaugt und dasselbe auf die Leitungsdrähte (28) und bzw. oder die Gleitorgane entweder durch unmittelbaren Kontakt mit den letzteren selbst oder durch Vermittlung einer oder mehrerer Schmierbürsten (7) verteilt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, insbesondere für Stromabnahme durch Pantographen, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Teile des Stromabnahmeorgans mit Nuten (9) und Unterbehältern (io) versehen und Rückgewinnungsrohre (5) für das überschüssige Schmiermittel vorgesehen sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Schmiermittelbehälter ein Gegenlenker (13, Abb.3) angebracht ist, welcher an den Enden seiner beiden Arme schräge Flächen (16) besitzt, die unter Mitwirkung eines Gegengewichtes (15, Abb.3) bei Neigung des Fahrzeuges oder Einwirkung der Fliehkraft bei seiner Fahrt durch Kurven den Durchfluß des Öles einseitig abschließen.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmierorgan aus einer Bürste (6) von der Breite des Feldes der im Zickzack geführten Fahrleitung (28), etwas über die Ebene des Gleiterkontaktes (27) und der Leitungsdrähte (28) hervorragend, besteht, und daß die aus saugfähigem Material hergestellte Bürste (6) von einstellbaren Federn (24) angehoben wird, welche auf einen Bürstenhalter (25) mit für den Durchtritt der in den Behälter tauchenden Bürstenfortsätze (26') zweckmäßig unterbrochenem Querschnitt einwirken.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis .4, gekennzeichnet durch eine solche Abänderung der Form und der Abmessungen ihrer Einzelteile und insbesondere des Schmiermittelbehälters (33), der Bürste (6) des Gehäuses (31) für diese und der einstellbaren Einrichtung (21, 23, 24,25), welche den Bürstenhalter (25), , die Schraubenbolzen (20) und die die Bürste (6) anhebenden Federn (24) umfaßt, daß die Vorrichtung außer bei Pantographen und ein- oder mehrfachen Bügelstromabnehmern von Lokomotiven und Straßenbahnen auch bei Stromabnehmern von elektrischen Straßenautobussen o. dgl. verwendbar ist, und daß der mit der Vorrichtung ausgestattete Wagen entweder den Leitungsdraht für den Wagen selbst oder für die darauffolgenden Wagen schmiert.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe zur Vermeidung von Schäden infolge etwaigen Abspringens des Stromabnehmers von der Fahrleitung mittels eines in irgendwie an sich bekannter Weise an der Stromabnehmerstange befestigten -Metallschildes (35) geschützt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT820450X | 1949-01-25 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE820450C true DE820450C (de) | 1951-11-12 |
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ID=11317441
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|---|---|---|---|
| DEG912A Expired DE820450C (de) | 1949-01-25 | 1950-09-25 | Vorrichtung zur Schmierung von Leitungen und bzw. oder der darauf gleitenden Organe zur Stromabnahme |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE820450C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2540401A1 (es) * | 2014-01-02 | 2015-07-09 | Teléfonos, Líneas Y Centrales, S.A. (Telice) | Dispositivo para mantenimiento de catenarias y vehículo que incorpora el mismo |
-
1950
- 1950-09-25 DE DEG912A patent/DE820450C/de not_active Expired
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| ES2540401A1 (es) * | 2014-01-02 | 2015-07-09 | Teléfonos, Líneas Y Centrales, S.A. (Telice) | Dispositivo para mantenimiento de catenarias y vehículo que incorpora el mismo |
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