DE820120C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Steinschlacke - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von SteinschlackeInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Steinschlacke Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Steinschlacke aus feurig-flüssigen :(assen, z. B. Hochofenschlacken.
- Zur Herstellung von steinartig erstarrter Hochofenschlacke werden verschiedene Verfahren angewendet: Entweder wird die Schlacke in dünnen Schichten in flache Gießbetten geschüttet, aus denen der entstehende Schotter in mühseliger Handarbeit herausgeholt werden muß, oder die Schlacke wird in dicken Schichten in tiefe Löcher gegossen, die von drei Seiten ausgemauert sind, während die vierte Seite immer wieder aufgeschichtet und hinterher wieder weggeräumt werden muß, um dann die entstehende Steinschlacke mit Baggern oder anderen starkem Verschleiß ausgesetzten Geräten aus diesen Räumen herauszuholen. Häufig wird die Schlacke einfach auf Schlackenberge (Halden) gekippt und nach dem Erkalten Sprenglöcher hineingebohrt und die Steinschlacke gesprengt oder auch unmittelbar mit Baggern aufgearbeitet; auch hat man die Schlacke in den Pfannen hart werden lassen und die Klötze ausgekippt, um sie dem basaltartigen Aufreißen zu überlassen und großstückiges Material zu bekommen.
- Auf diese Weise wurden bisher die vom Handel gewünschten verschiedenartigen Steinschlacken, wie Schotter, Packlage, künstlicher Basalt u. a. hergestellt; dabei war die Güte des Materials meist sehr uneinheitlich und verunreinigt, und es entstand insbesondere bei den flachen Betten auf dem durchlässigen Untergrund oft poröse Schlacke mit ungenügender Festigkeit, Grobes und Feines nebeneinander.
- Alle diese Nachteile vermeidet das erfindungsgemäße Verfahren, in erster Linie dadurch, daß auf einem glatten, z. B. mit Eisenplatten ausgelegten Boden, alleinstehende, eiserne Teilwände zu einer Gießgrube zusammengestellt werden, die fest miteinander verbunden und nach dem Erstarren der Schlacke fortgenommen werden können. Zweckmäßig ist es, die von der Erzeugungsstätte kommenden Pfannen mit der flüssigen Schlacke auf hochgelegenem Gleis an die erfindungsgemäße Gießstätte heranzuführen. Die steile oder am besten senkrechte Böschung des Gleises wird mit gußeisernen, insbesondere aus Hämatit-Roheisen hergestellten Platten verkleidet, und die das Gießbett umgebenden drei anderen Seiten werden mit alleinstehenden (Hämatit-) eisernen Teilwänden umstellt.
- Je nach den Anforderungen an die Art der herzustellenden Schlacke lassen sich Gießgruben oder Gießbetten jeglicher Größe zusammenstellen, z. B. wird für die Herstellung von Senksteinen die Grubengröße so groß gewählt, daß z. B. durch Vergießen des Inhalts einer Schlackenpfanne die erforderliche Höhe für die Senksteine erreicht wird. Andererseits können durch Größermachen der Gießgrube dünnere Schlackenschichten bzw. ganz flache Gießbetten für die Herstellung von Kleinschlag erreicht werden. Auch können in diesen Gießgruben oder -betten in bekannter Weise mehrere Schichten aus mehreren Schlackenpfannen übereinander gegossen und dadurch die vorher vergossene Schlacke getempert werden.
- Die Teilwände werden mit breitem, nach außen weisendem Fuß aufgestellt, und zwar so, daß sie ohne weiteres alleine stehen und miteinander verbunden werden können. Die Grubenwände selbst müssen so hergestellt sein, daß die Teilwände gegeneinander selbstdichtend sind, d. h. an den Berührungsseiten überlappt bzw. schwalbenschwanzförmig ausgebildet sind. Ferner rVüssen die Teilwände fest miteinander verbunden, z. B. verankert oder verkeilt werden, so daß sie dem Druck der Schlackenmasse nicht weichen können.
- Nach einer gewissen Zeit des Erkaltens der Schlacke können die Teilwände voneinander gelöst und wieder entfernt und für eine neue Gießgrube verwendet werden. Der gegossene Schlackenklotz oder die flachen Schlackenschichten liegen dann restlos frei und können besser und schneller auskühlen und entweder durch Fallenlassen von Kugeln, durch Einsetzen von Keilen in die entstehenden Risse und Sprünge oder durch Sprengen usw. leicht in die für die Weiterverarbeitung im Betrieb erforderliche Stückgröße zerkleinert werden.
- In weiterer Ausbildung des Verfahrens sind die Teilwände mit Löchern versehen. Durch diese kÖnnen Stangen oder Rohre in den inneren Raum hineingeführt und nach dem Vergießen und Erkalten der Schlacke wieder herausgezogen werden. Die so in der Schlacke entstehenden bohrlochartigen Hohlräume oder die nicht entfernten Rohre werden nach dem Entfernen bzw. Abrücken der Teilwände mit Sprengstoff besetzt und die Schlackenlagen oder Klötze gesprengt. Nach der Erfindung kann auch der ganze entstandene Schlackenklotz zur späteren Aufarbeitung beiseite gesetzt werden.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel im Aufriß und Grundriß dargestellt: Abb. i zeigt im Aufriß das hochgelegene Gleis (i) mit einer fahrbaren Schlackenpfanne (2) mit flüssiger Hochofenschlacke (3). Die steile Böschung des Gleises ist mit eisernen Platten () wie auch der Böden (q.") des Gießbettes ausgekleidet. Der Gießraum ist mit alleinstehenden eisernen Teilwänden ($' + 5") umstellt, die miteinander durch Anker und/oder Keile (6) fest verbunden sind. Die Teilwände sind an ihren Berührungsseiten (7) mit einer Gehrungversehen undbesitzen Bohrungen (8' + 8"), durch die Stangen oder Rohre (9) in den Gießraum hineingeführt sind.
- Abb. 2 zeigt das gleiche im Grundriß, wobei die Aufstellung der Teilwände einerseits (stark ausgezogen) für ein enges Gießbett zur Herstellung von großen Schlackenblöcken und anderseits (punktiert) für ein weites Bett zur Herstellung von Kleinschlagschotter dargestellt ist.
- Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren entsteht so ein einwandfreies, gleichförmiges und durch den tiefen Fall gut durchgewirbeltes und daher entgastes, je nach Wunsch klein- oder großstückiges, porenfreies Steinmaterial, das mit Greifern in einfachster Weise und rasch fortgeräumt werden kann, während in unmittelbarer Nachbarschaft bereits wieder ein neues Gießbett aus den Teilwänden zusammengestellt werden kann. Besonders wichtig und vorteilhaft ist es, daß man mit Rücksicht auf das gewünschte Verkaufsmaterial durch die Grubengröße jegliche Dicke an gegossener Schlacke erzielen kann.
Claims (5)
- PATEN T A N S P R L C H E i. Vorrichtung zur Herstellung von Steinschlacke aus feurig-flüssigen Massen, z. B. .Hochofenschlacken, in Gießgruben oder -betten, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden und eine Seitenwand der Gießgrube oder des Gießbettes aus fest verlegten eisernen Seiten- (4') und Bodenplatten (4') und die anderen Seiten der Gießgrube oder des Gießbettes aus alleinstehenden eisernen Teilwänden (5' und 5") bestehen.
- 2. Teilwände für die Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Berührungsseiten (7) mit Nut und Feder oder anderen über- oder ineinandergreifenden, selbstdichtenden Mitteln versehen sind.
- 3. Teilwände nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Vorrichtungen (6) versehen sind, mittels derer zwei nebeneinander stehende Teilwände miteinander verankert oder verkeilt werden können.
- 4. Teilwände nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Löchern zur Durchführung von Stangen oder Rohren versehen sind.
- 5. Verfahren zum Herstellen von Steinschlacke in den Vorrichtungen nach den Ansprüchen r bis 4, dadurch gekennzeichnet, daB die Schlacke zwecks guter Durchwirbelung von oben her in einer oder nacheinander in mehreren Schichten in dieGieBgrube geschüttet wird, daB nach genügendem Erstarren die Teilwände (5' und 5") entfernt werden und der erstarrte Block entweder fortgeschafft und/oder nach Einbringen von Sprengladungen in die Öffnungen (8') gesprengt wird.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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| DE820120C true DE820120C (de) | 1951-11-08 |
Family
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Family Applications (2)
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1950
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE825075C (de) | 1951-12-17 |
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