DE815996C - Repulsionsmotor mit erhoehtem Drehzahlbereich - Google Patents

Repulsionsmotor mit erhoehtem Drehzahlbereich

Info

Publication number
DE815996C
DE815996C DEP2020A DEP0002020A DE815996C DE 815996 C DE815996 C DE 815996C DE P2020 A DEP2020 A DE P2020A DE P0002020 A DEP0002020 A DE P0002020A DE 815996 C DE815996 C DE 815996C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
winding
series
windings
motor
circuit according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP2020A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Dr-Ing Kade
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BROWN
Original Assignee
BROWN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BROWN filed Critical BROWN
Priority to DEP2020A priority Critical patent/DE815996C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE815996C publication Critical patent/DE815996C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K27/00AC commutator motors or generators having mechanical commutator
    • H02K27/04AC commutator motors or generators having mechanical commutator having single-phase operation in series or shunt connection
    • H02K27/06AC commutator motors or generators having mechanical commutator having single-phase operation in series or shunt connection with a single or multiple short-circuited commutator, e.g. repulsion motor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

  • Repulsionsmotor mit erhöhtem Drehzahlbereich Der Repulsionsmotor kann an und für sich wieder Serienkollektormotor mit Wechselstrom bei einer beliebigen Drehzahl betrieben werden. Er hat ebenfalls eine Reihenschlußcharakteristik. Er unterscheidet sich aber wesentlich von dem Serienmotor darin, daß er nicht wie dieser mit hohem übersynchronismus betrieben werden kann, denn er entwickelt ein Drehfeld, das besonders in der Nähe der synchronen Drehzahl fast vollkommen ist, während der Serienmotor nur örtlich an seine Pole gebundene Wechselfelder besitzt. Die beim Serienmotor verwendeten Wendepole können beim Repulsionsmotor nicht angeordnet werden, weil seine Drehzahl durch Bürstenverschiebung geregelt wird; der Ort, an dem sich die stromwendenden Windungen des Läufers befinden, ist also gegenüber dem Ständer veränderlich. Die Stromwendung muß daher durch andere Maßnahmen in den zulässigen Grenzen gehalten werden. Die durch das Magnetfeld in den kurzgeschlossenen Läuferwindungen induzierte Transformatorspannung ist um so größer, je mehr die Drehzahl von der synchronen Drehzahl abweicht. Dies ist die Ursache dafür, daß der Motor nur mit einer begrenzten übersynchronen Drehzahl betrieben werden kann.
  • Aus diesen Gründen hat der Serienmotor auf Traktionsfahrzeugen im Laufe der Entwicklung den Repulsionsmotor völlig verdrängt, denn der hohe Übersynchronismus erlaubt eine hohe Ausnutzung des Eigengewichtes der Maschine, daher ist das Gewicht eines modernen Serienmotors erheblich kleiner als das eines Repulsionsmotors gleicher Leistung und Drehzahl. Diese Entwicklung erfolgte trotz der Vorteile, die der Repulsionsmotor gegenüber dem Serienmotor besitzt.. Es sind dies hauptsächlich folgende Punkte: i. Der Repulsionsmotor kann für beliebige Ständerspannungen gewickelt werden, während die Spannung des Serienmotors durch die Läuferwicklung bzw. durch die Rücksicht auf die Stromwendung des Läufers begrenzt wird, der Serienmotor braucht daher stets einen Transformator, der das Gewicht der gesamten Ausrüstung wesentlich erhöht; 2.. die Regelung der Drehzahl des Repulsionsmotors erfolgt in einfachster Weise durch Bürstenverschiebung. Im Gegensatz hierzu benötigt der Serienmotor entweder Anlaßwiderstände oder einen Schaltapparat, der den Motor mit Anzapfungen an der Sekundärwicklung des Transformators verbindet, was abermals eine Vergrößerung des Gesamtgewichtes bedingt.
  • Auf Grund dieser Sachlage scheint es trotz der geschilderten Entwicklung . berechtigt, zu untersuchen, ob die Verwendung eines Repulsionsmotors auf Traktionsfahrzeugen innerhalb der Leistungsgrenzen dieser Motortype wirtschaftlich ist oder nicht bzw. ob das Gewicht einer Ausrüstung mit Repulsionsmotoren einfacher Bauart gegenüber dem eines mit Serienmotor ausgestatteten Fahrzeuges wettbewerbsfähig ist.
  • Beim Serienmotor kann die Drehzahl ohne Rücksicht auf die Polzahl gewählt werden, während beim Repulsionsmotor die geforderte höchste Drehzahl bereits die Polzahl des Motors bestimmt.
  • Bei gegebener Frequenz des speisenden Netzes ist durch die Rücksichtnahme auf die Stromwendung beim Anfahren die Leistung je Pol begrenzt. Also ist durch die gewünschte oberste Drehzahl infolge dieser Zusammenhänge auch schon die Leistung bestimmt, für die der Motor günstigenfalls ausführbar ist. Wenn nun die verlangte Leistung höher ist als dieser Wert, so entsteht die Forderung, die Polleistung des Motors beim normalen Nennbetrieb zu erhöhen, ohne daß die Stromwendung während des Anlaufes unzulässig schlecht wird.
  • Die Erfindung gibt Mittel an, mit denen dieses Ziel zu erreichen ist.
  • Die Leistung je Pol wird bei diesen Repulsionsmotoren durch die Rücksicht auf die Stromwendung beim Anfahren bzw. auf die hierbei entwickelte Transformatorspannung begrenzt. Das erstrebte Ziel kann dadurch erreicht werden, daß das Feld in der Ständerwicklung während des Anlaufs herabgesetzt wird. Dies kann auf mehrfache Weise erzielt werden. Man kann z. B. die Wicklung in zwei gleiche Hälften zerlegen, die bei normalem Lauf parallel, bei Anlauf in Reihe geschaltet werden. Dies Mittel hat den Nachteil, daß das Feld beim Anlauf nur halb so groß ist als beim Lauf; das vom Motor beim Anfahren entwickelte Moment ist demnach nur ein Viertel des Wertes, den er bei derselben Bürstenstellung mit parallel geschalteten Wicklungen, allerdings mit einer unzulässigen Stromwendung, besitzen würde; diese Verringerung des Momentes wird in manchen Fällen, z: B. bei Traktionsmotoren, nicht mehr zugelassen werden können. Dieser Übelstand ist vermeidbar, wenn man vor die Ständerwicklung einen Transformator, zweckmäßig .in Sparschaltung, mit Anzapfungen schaltet und die Spannung des Motors dadurch ändert, daß man ihn mit diesen Anzapfungen verbindet. Man hat dann die bei Serienmotoren gebräuchliche Anordnung, allerdings auch die erwähnten Nachteile, nämlich eine erhebliche Erhöhung des Ausrüstungsgewichtes.
  • Die Erfindung schlägt nun vor, das angestrebte Ziel, eine durch Umschaltungen in der Ständerwicklung auf einen Wert etwa zwischen 1/x und i herabgesetzte Feldstärke im Motor, während des Anlaufs ohne das zusätzliche Gewicht eines Transformators zu erhalten. Es gibt mehrere Wege, um zu diesem Ziele zu gelangen. Man kann z. B. in dem Ständer zwei Wicklungen a und b anordnen (Abb. i), die fest in Reihe geschaltet sind und von denen jede über alle Pole laufen kann. Die Wicklung a erhält eine solche Windungszahl, daß sie, an die Netzspannung gelegt, in der Maschine das für den normalen Betrieb vorgesehene Feld ergibt. Wenn die Netzspannung an die beiden in Reihe gelegten Windungen angeschaltet wird (Schalter S in Abb. i auf Kontakt 3), ist das Feld im Verhältnis Windungszahl a zu Windungszahl (a+b) herabgesetzt. Die Windungszahl b kann nun so gewählt werden, daß das Feld den mit Rücksicht auf das verlangte Moment zulässigen Grenzwert nicht unterschreitet.
  • Die Anordnung nach der Abb. i benötigt daher nur das zusätzliche Gewicht des Schalters S. Die Wicklung b kann mit demselben oder einem kleineren Wicklungsquerschnitt ausgeführt werden wie die Wicklung a.
  • Eine Abart dieser Anordnung zeigt Abb. 2. Die Wicklung b ist hier nicht fest in Reihe mit Wicklung a geschaltet; sie wird durch den Schalter S (linke Lage) beim Anfahren in Reihe mit a geschaltet, bei Betrieb (rechte Lage von S) liegt sie in Gegenschaltung zu a. Die effektiven Windungszahlen sind daher: beim Anfahren wQ + wb, beim Betrieb wo - wb.
  • Abb. 2a zeigt eine weitere Variante. Der Schalter S hat hier drei Stellungen, so daß die drei Windungszahlen wa + wb, w", wa-wb hergestellt werden können. Der Motor kann in diesem Falle mit drei verschiedenen Feldstärken gefahren werden.
  • Abb. 3 zeigt schließlich eine weitere Anordnung. Die Wicklung a ist in diesem Falle in zwei Teile a. und a1 unterteilt, von denen ao über alle 2n Pole des Motors geführt sein kann, wobei 2 n die Polzahl des Motors ist, Wicklung a1 und Wicklung b haben gleiche Windungszahl und können zusammen über alle 2'n Pole geführt sein, z. B. derart, daß dl die Pole i bis n, b die Pole n + i bis 2 n oder Wicklung a1 die Pole i, 3 bis 2 n - i und Wicklung b die Pole 2, 4 bis 2n erregt. Die Wicklungen a1 und b haben gleichen Wickelquerschnitt, der gleich oder kleiner, z. B. halb so groß wie der von a. sein kann.
  • Der Schalter S schaltet nun beim Anfahren (Lage rechts) Wicklung b in Reihe mit a. + a1, in Betrieb liegt S links und schaltet b parallel zu a1. Das Anlauffeld ist daher im Verhältnis (w"o+wal) zu (w", + wal + wb) schwächer als das Feld in Betrieb.
  • Das Gewicht des Schalters läßt sich, zumal wenn man ihn nur stromlos schaltet, was in vielen Fällen erlaubt sein wird, sehr niedrig halten, so daß es praktisch bedeutungslos ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Repulsionsmotor mit erhöhtem Drehzahlbereich, dessen magnetisches Erregerfeld beim Anlauf frei wählbar herabgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch Umschaltungen in der Ständerwicklung das Feld für den Anlauf auf einen Wert zwischen '/2 und i herabgesetzt wird. Schaltung für einen Repulsionsmotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß im Ständer zwei verschieden große, fest in Reihe geschaltete Wicklungen (a, b) vorhanden sind und ein Schalter beim Anlauf das Netz mit beiden Wicklungen, beim Lauf dagegen nur mit der Wicklung von der größeren Windungszahl (a) verbindet (Abb. i). 3. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Wicklungen (a und b) über alle Pole geführt ist. .;. Schaltung für einen Repulsionsmotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ständerwicklung aus zwei verschieden großen, voneinander getrennten Teilwicklungen besteht, die mittels eines Schalters beim Anlauf in Reihe, beim Lauf gegeneinandergeschaltet werden (Abb. 2). 5. Schaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer zusätzlichen Schaltstufe die größere Wicklung für sich allein direkt an das Netz gelegt werden kann (Abb. 2a). 6. Schaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Teilwicklungen für sich über alle Pole geführt ist. 7. Schaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ständerwicklung aus einer größeren (a.) und zwei kleineren, unter sich gleichen Teilwicklungen (a1, b) besteht und daß die Teilwicklung b durch einen Schalter beim Anlauf in Reihe zu ao+al, beim Lauf dagegen parallel zu a1 geschaltet wird (Abb. 3). B. Schaltung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Pol des Motors eine Wicklung des Teiles a. und eine Wicklung des Teiles a1 oder des Teiles b besitzt.
DEP2020A 1948-10-02 1948-10-02 Repulsionsmotor mit erhoehtem Drehzahlbereich Expired DE815996C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP2020A DE815996C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Repulsionsmotor mit erhoehtem Drehzahlbereich

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP2020A DE815996C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Repulsionsmotor mit erhoehtem Drehzahlbereich

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE815996C true DE815996C (de) 1951-10-08

Family

ID=7357665

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP2020A Expired DE815996C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Repulsionsmotor mit erhoehtem Drehzahlbereich

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE815996C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69201354T2 (de) Synchronmotor mit zwei dauermagnetischen Läuferteilen.
DE639304C (de) Synchronmotor nach Art eines phonischen Rades
DE815996C (de) Repulsionsmotor mit erhoehtem Drehzahlbereich
DE569638C (de) Einrichtung zur Betriebsspannungsaenderung und Drehzahlaenderung von Einphasen-Asynchronmotoren
DE656277C (de) Polumschaltbare Zweischichtwicklung fuer das Polzahlverhaeltnis 2:3
DE539283C (de) Einphasen-Induktionsmotor
AT131334B (de) Elektrischer Antrieb von Wirk- und ähnlichen Maschinen.
DE519646C (de) Anlassschaltung fuer Asynchronmaschinen mit Gegenschaltung der einzelnen Wicklungsteile der in mehr als zwei Teile je Phase unterteilten Sekundaerwicklung
DE358963C (de) Umlaufende elektrische Kommutatormaschine mit Trommelanker
DE631196C (de) Anordnung zur Verbesserung der Strom-Zeit-Kennlinie von Gleichstromkleinstmotoren mit stossweiser Stromaufnahme
AT110474B (de) Polumschaltung im Verhältnis 6:2 an einer 6n-poligen Dreiphasenwicklung.
AT220226B (de) Induktionsmaschine
DE209109C (de)
DE532888C (de) Dreiphasenwicklung, an der durch Polumschaltung aus einer 12-poligen Wicklung eine 10-polige hergestellt ist
AT135601B (de) Synchronmotor.
AT100409B (de) Verfahren und Einrichtung zur willkürlichen Leistungsübertragung zwischen zwei nicht starr miteinander verbundenen Wechselstromnetzen mittels zweier gekuppelter Synchronmaschinen.
AT104939B (de) Einphasenreihenschluß-Kollektormotor für große Leistungen, insbesondere für Bahnbetriebe.
DE472622C (de) Asynchronmotor fuer die Umschaltung auf zwei verschiedene Polzahlen mit einer zweiphasig aufgeschnittenen und abwechselnd mit einer Polzahl induzierten Gleichstromwicklung (insbesondere als Laeuferwicklung)
DE589482C (de) Verfahren zum Anlassen von Induktionsmotoren, insbesondere Doppelmotoren
DE200661C (de)
DE613129C (de) Laeufer fuer polumschaltbare asynchrone Maschinen
DE913671C (de) Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung an Wechselstrom-Reihenschlussmaschinen mit Zwischentransformator
DE400304C (de) Im Verhaeltnis 1:2 polumschaltbare Drehstrommaschine mit Zweischichtwicklung
DE484184C (de) Einphasen-Induktionsmotor mit auf zwei verschiedene Polzahlen umschaltbarer Staenderwicklung
DE579121C (de) Polumschaltbarer Asynchronmotor