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Kleingarage für Motorräder Die schnelle und bequeme Unterbringung
von Motorrädern bei Nichtgebrauch ist bisher dadurch erschwert, daB die Abstellung
entweder nur in Wohnhäusern im Keller oder Souterrain oder, wenn eine Autogarage
vorhanden war, in dieser möglich war.
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Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, eine Kleingarage lediglich
für Motorräder zu schaffen, die leicht, insbesondere in Vorgärten von Wohnhäusern,
ohne viel Platz zu beanspruchen, aufstellbar ist, und in der das Motorrad leicht
zugänglich, vor Witterungseinflüssen geschützt, untergebracht werden kann.
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Dabei soll das Motorrad, besonders wenn es von einer an einer Stirnseite
angebrachten Türöffnung eingeschoben wird, während der Unterstellung möglichst vor
Umkippen gesichert werden, wobei es besonders darauf ankommt, daß der Benutzer des
Rades die Einführung ohne erheblichen Kraftaufwand durchführen kann, auch wenn er
das Rad nur von hinten in die Kleingarage einschiebt.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Kleingarage etwa der Höhe und
Breite eines Motorrades räumlich angepaßt ist und daB Mittel vorgesehen sind, die
beim Einschieben des Rades in die Garage das Rad gegen Kippern sichern.
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Dabei ist es ferner neu, da$ Führungseinrichtungen für das Motorrad,
beispielsweise Führungsrillen, vorzugsweise für das Vorderrad, verschiebbareAufhängevorrichtungen
o. dgl. vorgesehen sind.
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Neu und vorteilhaft ist ferner bei einer solchen Kleingarage, diese
mit einem ganz oder teilweise
aufklappbaren Dach zu versehen, so
daß das eingestellte Motorrad von oben zugänglich ist.
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Schließlich bestehen Neuerungen in der besonderen Ausbildung des Daches,
in der Anordnung einer abklappbaren Seitenwand mit Führungsmitteln sowie in der
Verriegelung des aufklappbaren Daches durch die Tür.
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Die Erfindung zeichnet sich besonders durch ihre außerordentlich einfache
und billige, technisch leicht herstellbare Bauart aus. Man kann die Garage beispielsweise
aus Blech herstellen und damit einen billigen Unterstellraum für Motorräder schaffen,
der wenig Platz in Anspruch nimmt und bei dem doch die Einführung des Motorrades
ohne erheblichen Kraftaufwand ermöglicht wird, schließlich aber auch eine günstige
Zugänglichkeit des '4lotorrades im Unterstellraum geschaffen wird.
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Die Erfindung läßt sich in verschiedener `''eise ausführen. Sie ist
in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt, die nachstehend
beschrieben sind.
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In Abb. i ist beispielsweise schaubildlich eine Kleingarage i veranschaulicht,
die an einer Stirnseite eine Tür 2 aufweist, nach deren Öffnung das :Motorrad mit
dem Vorderrad nach vorn eingeschoben werden kann. Die Kleingarage i ist erfindungsgemäß
etwa der Höhe und Breite eines Motorrades räumlich angepaßt. Dabei ist es wesentlich,
daß Mittel vorgesehen sind, die beim Einschieben des Rades dieses gegen Kippen sichern.
Als solche Mittel könnten beispielsweise an beiden SeitenNvandungen vorgesehene
Schienen dienen, über die die Lenkstangenenden des Motorrades fassen. Schiebt man
dann beispielsweise bei festgestelltem Vorderrad das Motorrad von hinten in die
Kleingarage i ein, so kann das Rad nicht kippen, weil, selbst wenn das Motorrad
breiter ist als hoch, die Lenkstange sich seitlich abstützt. In der Zeichnung ist
beispielsweise als Mittel zur Sicherung des Rades gegen Kippen eine Führungseinrichtung
für das Motorrad vorgesehen, beispielsweise dient dazu eine am Garagenboden 3 angeordnete,
eine Führungsrille bildende Schiene 4, in die insbesondere das Vorderrad. einfaßt,
während das Motorrad in die Garage von hinten eingeschoben wird. Es wäre möglich,
diese Führungsschiene auch unmittelbar als Bodenrille auszubilden.. Schließlich
wäre es aber auch denkbar, die Schiene beispielsweise lediglich für das Vorderrad
über dem Boden stehen zu lassen, während sie nach der Türöffnung zu in eine in dem
Boden liegende Rille mündet. Dadurch würde erreicht, daß man das Motorrad zunächst
in der Bodenrille mit seinem Vorderrad führen, dann weiter hinten in der Garage
das Vorderrad zwischen zwei Schienen führen könnte, schließlich aber am Hinterrad
eine glatte Bodenfläche vorhanden ist, so daß man den umklappbaren Ständer des Motorrades
glatt auf den Boden aufsetzen könnte.
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Bei dieser Ausführung nach Abb. i ist das Dach 5 ortsfest angebracht.
Garage und Dach können aus Blech hergestellt sein, und Wandung und Dach können miteinander
verlötet oder verschweißt sein. Die Tür kann vor die Türöffnung vorklappen oder
auch unter einer Traufkante des Daches liegen, evtl. in die Türöffnung zwischen
Seitenwandung und Dach einfassen. Möglich wäre es aber auch, die Kleingarage aus
Holz oder anderem Werkstoff herzustellen, oder das Dach lediglich, unter Verwendung
einer wasserdichten Abdeckung, aus Holz herzustellen. Schließlich kann die Garage
verschließbar sein.
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Bei der in Abb. 2 in Vorderansicht dargestellten Ausführung ist die
ebenfalls der Höhe und Breite eines Motorrades räumlich angepaßte Garage i mit festem
Dach 5 und Tür 2 als Führungseinrichtung mit einer verschiebbaren Aufhängevorrichtung
6 für das Motorrad versehen. Beispielsweise ist die Aufhängevorrichtung, die mit
mehreren Haken 7 versehen ist, nach Art einer Laufkatze auf einer Führungsschiene
8 in der Längsrichtung der Kleingarage verschiebbar.
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Bei einer solchen Aufhängevorrichtung, an der das Motorrad beispielsweise
an der Lenkstange aufgehängt wird, wobei insbesondere das Vorderrad vom Boden abgehoben
werden kann, sind besondere Führungsschienen o. dgl. am Boden der Garage nicht unbedingt
erforderlich.
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In Abb.3 ist in Vorderansicht beispielsweise eine ebenfalls mit einer
vorderen Tür versehene Kleingarage i veranschaulicht, die mit einem teilweise aufklappbaren
Dach 5 versehen ist, dessen eine Hälfte 5" beispielsweise am First um Scharniere
9 drehbar gelagert ist. Durch Aufklappen des Garagendaches ist nach Einstellung
des Motorrades dieses von oben zugänglich, so daß man gegebenenfalls auch in der
Garage kleine Reparaturen am Rad ausführen kann. Auch hierbei ist eine geeignete
Führungseinrichtung, beispielsweise Führungsschiene 4, am Garagenboden vorgesehen.
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Bei der in Abb. 4 dargestellten Ausführungsform ist das ganze Dach
5 um Scharniere io einer Seitenwandung der Kleingarage i hochschwenkbar und beispielsweise
durch Stützstreben i i in der Offenlage gehalten.
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In der Ausführungsform nach Abb. 5 ist gezeigt, daß das ganze Dach
um eine der Tür 2 gegenüberliegende Kante, insbesondere der Rückwand der Garage,
um Scharniere 12 hochschwenkbar sein kann. Auch hierbei findet durch Stützen i i
in der Offenlage eine Abstützung statt. Das Dach 5 ist zweckmäßig rundherum mit
nach unten stehenden Rändern 13 versehen, die über die Seitenwandungen fassen, so
daß gute Dichtigkeit im verschlossenen Zustande erreicht wird. Auch hierbei ist
im Innenraum der Garage eine geeignete Führung vorgesehen, um das Rad beim Einschieben
gegen Umkippen zu sichern. Dadurch aber, daß die Garage oben völlig geöffnet werden
kann, kann der Benutzer des Motorrades dieses beim Einschieben in die Garage festhalten
und dadurch zusätzlich von Hand gegen Umkippen sichern.
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Bei der in Abb. 6 dargestellten Ausführungsform ist das um die hintere
Rückwand der Kleingarage aufklappbare Dach 5 ortsfest mit einer vorderen Verschlußplatte
1 4 in Größe der Türöffnung versehen, so daß also beim Hochklappen des Daches zugleich
die
Türöffnung freigegeben wird. Hierbei ist also Dach und Tür einstöckig ausgebildet
und gemeinsam hochklappbar.
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Bei der in Abb. 7 dargestellten Ausführung der Kleingarage i ist eine
Seitenwand 15 umklappbar, und zwar zweckmäßigerweise um am Boden der Garage angebrachte
Scharnieren 16. Hierbei sind die Führungsmittel für das Motorrad, und zwar in der
Querrichtung zur Garage laufende Führungsschienen 17, auf der aufklappbaren Seitenwand
15 angeordnet, die iin geöffneten Zustande der Seitenwand 1 5 gegenüber Führungsschienen
18 am Garagenboden 3 liegen. Auf den Führungsschienen 17, 18 sind in Querrichtung
zur Garage a-ls Unterlage für das Motorrad Führungsplatten i9 verschiebbar. Beispielsweise
können die Führungsplatten in der Mitte eine Führungsrille ,4 bilden und nach Art
einer Schiebebühne ausgebildet sein.
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Der Benutzer der Garage kann jetzt die Seitenwand aufklappen, das
Motorrad auf die Unterlagen i9 aufschieben und dann die Unterlage samt Motorrad
in die Garage einschieben. Auch die Seitenklappe i _S kann in Verschlußstellung
verschließbar sein.
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Bei dieser Ausführungsform nach Abb. 7 wäre es denkbar, die Seitenwandung
15 auch an der Dachkante hochklappbar anzubringen. In diesem Falle könnte die Schiebebühne
i9 lediglich auf den Führungsschienen 18 verschiebbar sein und durch entsprechende
Ausleger derart aus der Garage herauszielibar sein, daß das Motorrad auf die nunmehr
außerhalb der Garage befindliche Unterlage aufgeschoben werden kann.
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In Abb. 8 ist gezeigt, daß das Dach 5 in seiner Verschlußstellung
durch an der Tür angebrachte Verriegelungsmittel, beispielsweiseHaken2o, Schienen
o. dgl., die hinter Ansätze 21, Schienen o. dgl. des Daches 5 fassen, verriegelbar
ist. Gegebenenfalls könnten hierzu natürlich auch besondere Vorreiber Verwendung
finden.
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Außer Motorrädern können natürlich auch Klein-Motorräder, Velos o.
dgl. in solch einer Kleingarage untergestellt werden.