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Abtritt zur Verwendung an Stellen ohne sanitäre Abflußkanäle Die Erfindung
bezieht sich auf einen Abtritt, welcher als sogenannte Innentrockentoilette an Stellen
ohne sanitäre Abflußkanäle zur Verwendung gelangt. Solche Einrichtungen leiden vor
allem an dem Mangel wirksamer Geruchsverschlüsse, die weder durch den Deckel noch
durch zusätzliche Klappen in ausreichender Weise hergestellt werden können. Dieser
technische Mangel führte dazu, daß die Räume, in denen solche Behelfsvorrichtungen
eingebaut waren, unangenehm auffielen und viele Aufenthaltsräume für Personen, insbesondere
Fahrzeuge ohne sanitäre Einrichtungen blieben, was sich nicht nur als empfindlicher
Mangel herausstellte, sondern sich auch gesundheitlich ungünstig auswirkte.
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Die Erfindung bezweckt, in Verbesserung derartiger Trockentoiletten
einen sanitären und geruchfreien Weg zur unmittelbaren Aufnahme der Fäkalien vom
menschlichen Körper in einem verschließbaren Behälter zu vermitteln, wobei von der
Aufnahme der Fäkalien bis zum Zeitpunkt der Möglichkeit des Entfernens und Reinigens
jedwede Geruchsentwichung vermieden wird und diese auch während der Benutzung gering
bleibt, den erfindungsgemäßen Abtritt also praktisch sowohl während der Benutzung
als auch bis zum Entleeren des Behälters keine Geruchsbelästigung verursacht. Ferner
stellt der Abtritt nach der Erfindung die Einrichtung für eine zweckmäßige Beseitigung
der Fäkalien dar, ohne daß diese in Berührung mit Fliegen oderanderen krankheitsübertragenden
Insekten kommen; er verhindert also die Ausbreitung von Krankheiten; schließlich
soll der Abtritt nach der Erfindung in sauberer und geruchloser Weise ermöglichen,
diese
Fäkalien ohne Beschmutzung und Luftverschlechterung beseitigen zu können.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt,
in welcher Fig. i einen Querschnitt des ganzen Abtritts zeigt; Fig. 2 zeigt den
Behälter, welcher den Unterteil des Abtritts bildet, gelöst von den übrigen Teilen,
welche aus einem Zwischenstück, dem Deckel und dem Sitz bestehen.
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Diese Teile bilden mit der Griffstange i eine Einheit, die an einem
Lenker 2 hängt und mit einem Stiel 3, an dessen Ende eine Platte 4 befestigt ist,
den Klosettdeckel 5 durchsetzt. Dieser Deckel ist in der üblichen Weise auf der
Muschel oder Klosettschale 6 bzw. deren Sitzbrett 6' befestigt und mittels der Scharnierzapfen
3' dort drehbar angeordnet.
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An die Muschel 6 schließt ein Stutzen 7 an, welcher sich unten zu
einem Deckel g verbreitert, der den Oberteil des Sammelbehälters io bildet. Dieser
rohrförmige Stutzen 7 ist sowohl an der Muschel 6 als auch am Behälter io mittels
Schrauben 8 unter Zwischenlage entsprechender Dichtungen g' befestigt. Die Schrauben
8 sind als Flügelschrauben ausgebildet und von Hand lösbar, sti daß zur Entleerung
und Reinigung die Teile 6, 7 und io leicht voneinander getrennt werden können.
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Im zylindrischen Teil 7 ist nun unten eine flache Rille i i eingearbeitet,
in welcher eine wasserbeständige Pappscheibe 12 haftet. Diese Scheibe 12, welche
auch aus entsprechend steifem Gummi sein kann, bildet den Geruchsverschluß des Behälters
io und wird als solcher mit jeder Benutzung des Klosetts erneuert. Zu diesem Zwecke
ist die etwa in Höhe des unteren Muschelrandes verbleibende Platte 4 in den Stutzen
7 eintauchbar und kann dort bis zur Rille ii hinuntergedrückt werden, wobei sie
eine neue Scheibe 12 an Stelle der bisherigen und durch die Klosettbenutzung beschmutzten
Scheibe 12 bringt.
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Die Funktion des Abtritts ist folgende: Im unbenutzten Zustand nehmen
die Teile die aus Fig. i ersichtliche Lage ein, bei welcher der Behälter durch die
eingedrückte Scheibe 12 geruchfrei verschlossen und der Deckel 5 zugeklappt ist
bzw. die Platte 4 den Deckelhals 7 oben abschließt. Zur Benutzung des Abtritts wird
der Deckel 5 hochgehoben und mit der Tauchplatte 4 zurückgeklappt, wobei diese Platte
4 gegen den Deckel hin eingezogen wird, damit genügend Raum über dem Sitz 6' freibleibt.
Nachdem die Fäkalien auf die Scheibe 12 gefallen sind, wirft der Benutzer eine der
Pappscheiben, die in einem Vorratsstapel neben dem Behälter aufgeschichtet sind,
in die Muschel 6 und schließt dann den Deckel s . mittels des Handgriffs, wobei
sie diesen bis in die strichpunktierte Lage der Fig. i hinunterführt. Mit dieser
Bewegung wird die neue Scheibe 12 in die Rille i i eingedrückt und gleichzeitig
die alte Scheibe 12 samt dem Zugang in den Sammelbehälter io befördert, welcher
durch die neue Scheibe 12 geruchsfrei verschlossen bleibt.
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Die Exkremente jedes nachfolgenden Benutzers fallen in den Stutzen
7 mit der wasserbeständigen Pappscheibe 12. Nach der Benutzung des Abtritts wirft
man eine weitere Pappscheibe 12 des bereitgehaltenen Vorrats ein, drückt den Hebel
i nieder und verfährt in der oben beschriebenen Weise, wodurch die Fäkalien in den
Behälter io gelangen.
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Die wasserbeständige Pappscheibe 12 paßt in den Verschlußabschnitt
des Deckelstutzens 7 genügend dicht, um die vorangegangene wasserbeständige Pappscheibe
12 durch Luftdruck aus der Rille ii in, den Behälter io zu drücken. Irgendwelche
Reste der Exkremente, welche sich an den Wänden des zylindrischen Teils 7 festgesetzt
haben könnten, werden völlig entfernt beim Durchgang der stramm passenden Pappscheibe
12, welche den Stutzen 7 stets sauber und geruchlos hält nach jedweder Benutzung.
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Geruch, der durch angesetzten Urin an den Wänden der Schüssel 6 verursacht
werden könnte, wird beseitigt durch gelegentliches Spülen mit einer entsprechenden
Lösung und Einführen einer neuen wasserbeständigen Pappscheibe durch Betätigung
des Hebels r usw. in der Weise, wie beschrieben, so daß der freiliegende Teil der
Vorrichtung auch in dieser Hinsicht sauber und geruchlos bleibt.
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Die von Zeit zu Zeit vorzunehmende Entleerung des Behälters erfolgt
bei abgeschraubtem Deckel 9 durch Ausspülen mit einem kräftigen Wasserstrahl, der
alle Reste entfernt.