DE81096C - - Google Patents

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DE81096C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00—Re-forming shaped glass
    • C03B23/02—Re-forming glass sheets
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B21/00—Severing glass sheets, tubes or rods while still plastic

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
In den Patenten Nr. 67292 und Nr. 71635 ist ein Verfahren zur Herstellung von flachen Glasgegenständen gekennzeichnet, wobei zunächst auf einer Fläche eine Glastafel ausgewalzt oder ausgeprefst und dann ein Stanzverfahren mittels leistenbesetzter Walzen und Platten angewendet wird, so lange die Glastafel noch im plastischen Zustande ist. Die Gegenstände können entweder sofort ganz herausgestanzt werden oder sie können durch eine dünne Glasverbindung in der Tafel vereint bleiben, im Zusammenhang gekühlt und nach dem Erkalten aus der Glastafel herausgebrochen oder durch Abschleifen der unteren Fläche herausgetrennt werden.
Mit diesem Verfahren liefsen sich bisher nur Gegenstände mit vollständig ebener Grundfläche herstellen, während sich die Oberfläche beliebig eckig, abgerundet, glatt oder gemustert gestalten liefs.
Eine abgerundete Oberfläche entsteht selbstthätig, wenn bei dem Stanzvorgang ein Drücken durch die leistentragende Walze oder Platte auf die Oberfläche des sich zwischen den Stanzleisten bildenden Glasgegenstandes vermieden wird, was sich am leichtesten durch Anwendung der im Patent Nr. 71635 beschriebenen Skelettwalzen bezw. Platten erreichen läfst. Durch das Eindringen der Leisten in die plastische Glasmasse bildet sich in der' Oberfläche des Glasgegenstandes eine natürliche Wölbung, wie Fig. 1 veranschaulicht.
Die Oberfläche nimmt infolge der Dehnung des Glases zwischen den Leisten unter Mitwirkung der Hitze der auszustanzenden Glastafel eine Feuerpolitur an, wie solche nur noch beim Blasen, Ausziehen oder Einwärmen von Glas zu erzielen ist und welche den auf diese Weise hergestellten Glasgegenständen ein ganz charakteristisches Merkmal verleiht.
Während nun das bisherige Verfahren nur die Herstellung von Glasgegenständen mit einer beliebig gestalteten Fläche (Schauseite), aber mit ebener Grundfläche (Rückseite) gestattete, bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine Abänderung dieses Verfahrens dahin, dafs auch die Grundfläche der ausgestanzten Glasgegenstände beim Stanzvorgange mit Erhabenheiten oder Vertiefungen versehen wird.
Um den Hergang zu schildern und ein Beispiel anzuführen, soll an die vorstehend erwähnte Bildung feuerpolirter, natürlich gewölbter Oberflächen angeknüpft werden.
Stanzt man bei dem bisherigen Verfahren etwa mit einer kreisrunden Stanzleiste, die an einer Skelettwalze oder Platte befestigt ist, eine plastische Glastafel aus, so entsteht die in Fig. 2 und 3 angedeutete Form, eine convexe Linse mit ebener Unterfläche.
Versieht man aber die Platte α der Fig. 4 und 5, auf welcher die Glastafelbildung (Fig. 4) zum nachherigen Ausstanzen vor sich geht, mit entsprechender Aushöhlung al, so wird durch den Stanzvorgang eine Doppellinse e
der Fig. 5 geschaffen, deren untere Fläche e1 durch Formung in der Glastafel g (Fig. 5), deren obere Fläche beim Stanzverfahren durch Eindringen der Leisten i i in die plastische Glastafel g (Fig. 5) gebildet wird.
Aus diesem einen Beispiel ist bereits ersichtlich, dafs das Stanzverfahren auf eine weitere sehr grofse Anzahl von Gegenständen ausgedehnt werden kann.
Ebenso wie durch Vertiefen können auch durch erhabene Formen auf der Platte Muster in der Unterfläche der gestanzten Glasgegenstände hergestellt werden, wie beispielsweise in Fig. 6, welche die zum Ausstanzen vorbereitete Glastafel g, und Fig. 7, welche den Stanzvorgang zeigt, dargestellt. Die Erhöhung al auf der Platte α (Fig. 6 und 7) ermöglicht in Verbindung mit dem Stanzverfahren die Herstellung eines Glasgegenstandes e (Fig. 7) mit vertiefter Unterfläche e1.
Bei diesen Ausführungsarten kann das Stanzverfahren Einzelgegenstände liefern oder solche, die in gröfserer Anzahl zusammenhängen, um später von einander getrennt zu werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    -Verfahren zur Herstellung von Glasgegenständen durch Stanzen nach D. R. P. Nr. 67292, dadurch gekennzeichnet, dafs die Unterlage für das Glas mit Erhöhungen oder Vertiefungen versehen wird, zu dem Zweck, auf der Unterseite beliebig gestaltete Glasgegenstände herzustellen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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