DE810293C - Verfahren zum Auffrischen von Luft - Google Patents
Verfahren zum Auffrischen von LuftInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
- Verfahren zum Auffrischen von Luft Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Verbesserung der Luft in geschlossenen Räumen, indem diese mit einem Stoffgemisch behandelt wird, dessen Herstellung nachstehend beschrieben wird.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung beruht auf der Verwendung von Chlorophyll. Der hier verwendete Ausdruck Chlorophyll ist nicht im engeren chemischen Sinne zu verstehen. Es sind damit auch diejenigen Verbindungen und Gemische gemeint, die Chlorophyll in abgewandelter oder gebundener Form enthalten, sofern sie nur die erfindungsgemäße Wirkung des Chlorophylls haben.
- Chlorophyll katalysiert bekanntlich den Aufbau von Kohlehydraten aus Kohlendioxyd und Wasser in der Pflanze. Die Erfindung beruht nicht auf dieser Umwandlung, sondern auf einer anderen Wirkung des Chlorophylls. Es wurde nämlich gefunden, daß in der Luft verteiltes Chlorophyll dieser eine anregende, belebende Eigenschaft erteilt, welche in ihrer Wirkung auf den Menschen frischer Landluft ähnelt, und ein Gefühl des Wohlbefindens hervorruft, selbst wenn die Luft in dem geschlossenen Raum schlecht geworden ist, wie dies bei ungenügender Lüftung der Fall ist.
- Es zeigte sich indessen, daß Chlorophyll verhältnismäßig inaktiv ist und infolgedessen beträchtliche-Mengen erforderlich sind, um die erfindungsgemäße Wirkung zu erzielen, und daß es schwierig zu behandeln ist. Die Erfindung zielt deshalb weiter darauf ab, Chlorophyll so zu aktivieren, daß verhältnismäßig geringe Mengen erforderlich sind. Das wird erreicht, indem man Formaldehyd an Chlorophyll bindet. Es wurde nämlich gefunden, daß Formaldehyd die eigentümliche Wirkung hat, da.B es die Wirkung des Chlorophylls im erfindungsgemäßen Sinne erheblich verstärkt.
- Chlorophyll wirkt luftauffrischend, anscheinend aber nicht keimtötend. Es scheint auch die Gerüche in der Luft nicht zu beeinflussen. Formaldehyd andererseits hat eine keimtötende Wirkung und verhindert oder zerstört Gerüche. Es ist aber ein Reizmittel und wirkt als Depressans, daß heißt, es setzt die Funktionen des menschlichen Körpers herab. Zudem hat es einen charakteristischen Eigengeruch, welcher vielen Menschen unangenehm ist. Seine geruchsverhindernde bzw. - zerstörende Wirkung beruht auf einer chemischen Reaktion mit den Geruchssubstanzen in der Dampfphase. Durch diese Reaktion nimmt die Geruchsintensität entsprechend der Menge des verwendeten Formaldehyds bis zu einem Neutralpunkt ab, an welchem die atmosphärischen Gerüche vollständig entfernt sind. Eine Heraufsetzung der Formaldehydmenge über diesen Punkt hinaus würde den Formaldehydgehalt unerwünscht erhöhen. Die an dem erwähnten Neutralpunkt geruchlos gewordene Luft ist indessen schal und schlecht; es fehlt ihr die charakteristische Frische der Land- und Küstenluft. Diese Frische wird nun gemäß der Erfindung durch Chlorophyllzusatz erzielt. Damit ist ein weiteres Ziel der Erfindung erreicht.
- Wenn auch aus den angegebenen Gründen die Verbindung von Formaldehyd mit Chlorophyll im allgemeinen sehr erwünscht ist, so läßt sich doch das allgemeine Erfindungsziel durch die alleinige Verwendung von Chlorophyll erreichen. Dies kann dann von Bedeutung sein, wenn die Mitverwendung von Formaldehyd nicht erforderlich oder erwünscht ist.
- Ein weites Anwendungsgebiet für die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiete der Klimatechnik. Die von Klimatisierungsanlagen gelieferte Luft ist eigentümlich schal. Das kann von Gerüchen unterhalb der Reizschwelle herrühren, also Gerüchen von solch geringer Intensität, daß sie keinen positiven Geruchseindruck hervorrufen. Sie können aber selbst bei solch geringen Intensitäten eine depressive Wirkung ausüben, der die erfindungsgemäße Behandlung der Luft entgegenzuwirken vermag. Es wurde gefunden, daß die bei diesen Anlagen auftretenden Gerüche, ganz gleich, ob sie wahrnehmbar sind oder unterhalb der Schwelle liegen, zum Teil von Bakterien und Schimmeln herrühren, welche sich bei Abwesenheit von natürlichem Licht auf den Abscheidungen entwickeln, die von den in der Luft befindlichen festen Stoffen auf Spulen, Filtern, Rohrwandungen, Wasserablaufbecken und Abflußröhren gebildet werden. Durch Fäulnisvorgänge entsteht der dunstige Geruch. Eine andere Ursache für diese Gerüche liegt darin, daß die Staubansammlungen auf den Filtern und Rohrwandungen die mit der Zirkulationsluft durch die Anlage geführten Gerüche aufnehmen und dann wieder abgeben. Eine dritte Geruchsquelle sind Isoliermaterial, Klebstoffe, klebriges Filtermaterial und ganz besonders korrodierende Metalloberflächen. Die kumulative Wirkung dieser Gerüche genügt selbst unterhalb des Schwellenwertes, um der Luft einen depressiven Charakter zu erteilen.
- Nachfolgend sei erläutert, wie man das zur Durchführung des Verfahrens erforderliche Gemisch herstellen kann. Man gibt 85 g Chlorophyll in 4,51 einer Mischung von Äthylalkohol und Wasser, wobei leicht gerührt wird. Dann setzt man langsam und unter starkem Rühren 454 g Formaldehyd des Handels hinzu, wobei eine Temperatur von 26,7 bis 29,4' C eingehalten wird. Das handelsübliche Formaldehyd ist im allgemeinen eine 4o°/oige wäßrige Lösung. Man verteilt diese Lösung beispielsweise durch Zerstäuben aus einem geschlossenen Behälter oder durch Verdampfen aus einem offenen Gefäß. Die vorstehend beschriebene Methode, Formaldehyd und Chlorophyll miteinander zu verbinden, ist nur als ein Beispiel und nicht im engen Sinne zu verstehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Auffrischen von Luft, dadurch gekennzeichnet, daß Chlorophyll in der Luft verteilt wird, dem noch Formaldehyd zugesetzt werden kann, vorzugsweise im Verhältnis von 3 Teilen Chlorophyll zu 16 Teilen 40 °/oigem Formaldehyd, und wobei noch ein Trägerstoff, z. B. Äthylalkohol, verwendet werden kann.
Applications Claiming Priority (1)
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| US810293XA | 1941-02-11 | 1941-02-11 |
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| DE810293C true DE810293C (de) | 1951-08-09 |
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| DEA259A Expired DE810293C (de) | 1941-02-11 | 1949-11-15 | Verfahren zum Auffrischen von Luft |
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| DE (1) | DE810293C (de) |
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1949
- 1949-11-15 DE DEA259A patent/DE810293C/de not_active Expired
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