DE809457C - Kolbenverdichter - Google Patents

Kolbenverdichter

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DE809457C
DE809457C DEP25179A DEP0025179A DE809457C DE 809457 C DE809457 C DE 809457C DE P25179 A DEP25179 A DE P25179A DE P0025179 A DEP0025179 A DE P0025179A DE 809457 C DE809457 C DE 809457C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B39/00Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00
    • F04B39/08Actuation of distribution members
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B7/00Piston machines or pumps characterised by having positively-driven valving
    • F04B7/04Piston machines or pumps characterised by having positively-driven valving in which the valving is performed by pistons and cylinders coacting to open and close intake or outlet ports

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Kolbenverdichter Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an Kolbenverdichtern. Bei den bekannten Verdichtern dieser Art ist die Drehgeschwindigkeit der Kurbelwelle, an der die Kurbelstange des bzw. jedes Kolbens angelenkt ist, und infolgedessen auch die Leistung des Verdichters ziemlich beschränkt, was auf zahlreiche Ursachen zurückzuführen ist, von denen die Schwierigkeiten der Aufladung der Zylinder und die Entladung des in diesen Zylindern verdichteten Strömmittels die wichtigsten sind.
  • Bei der Mehrzahl der bekannten Verdichter erfolgt nämlich der Einlaß des Strömmittels in jeden einzelnen Zylinder durch eine am Zylinder oder am Zylinderkopf vorgesehene, ventilgesteuerte öffnung. Das gleiche gilt für den Auslaß. Bei großen Drehgeschwindigkeiten kommt es an den besagten Ventilen zu einer Drosselung des gasförmigen Strömmittels, so daß bedeutende Ladungsverluste eintreten, die die Erzielung einer Optimälleistung ausschließen. Insbesondere hinsichtlich der Aufladung des Zylinders hat der Erfinder durch Versuche ermittelt, daß in der Nähe des Kolbenbodens während des Saughubes eine Unterdruckzone bestehenbleibt, die für die mangelhafte Aufladung des Zylinders zeugt.
  • Zwecks Behebung dieses ernsten Übelstandes ist bereits daran gedacht worden, bei gewissen Verdichtern, und namentlich bei Gleichstromverdichtern, die Aufladung des Zylinders in der Nähe des Kolbenbodens vorz&nehmen. In diesem Falle ist der ventilgesteuerte Einlaß nicht mehr im Zylinderkopf, sondern im Kolbenboden vorgesehen. Um eine noch bessere Aufladung des betreffenden Zylinders @ zu gewährleisten, sind ferner im Mantel dieses Zylinders Einlaßschlitze vorgesehen, die mit der Strömmittelquelle in Verbindung stehen und durch den Kolben aufgedeckt werden, wenn dieser in die Nähe der Endstellung des Einlaßhubes gelangt. Bei derartigen Verdichtern erfolgt also,-der Einlaß an zwei Stellen, doch hat die in den Zylinder eintretende Luft dieselbe Bewegungsrichtung, weshalb diese Verdichter Gleichstromverdichter genannt werden. Bei dieser Ausbildung ist.die Aufladung jedes einzelnen Zylinders .schon durch die vom Kolben gesteuerten Schlitze wesentlich verbessert, die namentlich die Bewegungsenergie der unter Druck eingeführten Gase umzuwandeln gestatten. Ferner ist dadurch das Auftreten einer Unterdruckzone in der Nähe des Kolbenbodens vermieden.
  • Diese Verdichter haben jedoch gewisse Nachteile. So erreicht insbesondere die zwar schon bedeutend verbesserte Aufladung des Zylinders bei den großen Geschwindigkeiten immer noch nicht den Optimalwert, denn der Zylinder ist alsdann am Boden nicht vollkommen aufgeladen. Ferner lassen sich die am Zylinderboden angeordneten Ventile wegen ihrer schlechten Zugänglichkeit' nur mit großer Mühe instand halten, und die Öffnungen, die sie zu steuern haben, können schon allein wegen ihrer Lage nicht von so großem Querschnitt sein, wie es erwünscht wäre. Der Einlaß durch die Kolbenböden hindurch hat endlich zur Folge, daß ein Teil des eingeführten Strömmittels über die geölten Zylinderflächen streicht und das SGhmierrnittel absaugt, wodurch ein Mehrverbrauch an Schmiermittel entsteht.
  • Die Erfindung behebt alle oben dargelegten Nachteile. Sie ist namentlich dadurch gekennzeichnet, daß das zu verdichtende gasförmige Strömmittel in jeden einzelnen Zylinder einerseits durch ein oder mehrere ventilgesteuerte, im Zylinderkopf vorgesehene Löcher und andererseits .durch im Zylindermantel vorgesehene Schlitze eingeführt wird, wobei die Öffnung dieser Schlitze vom Kolben selbst gesteuert wird, wenn dieser in die Nähe der Endstellung seines Einlaßhubes gelangt.
  • Gemäß einem anderen wesentlichen Erfindungsmerkmal sind die Auslaßöffnung bzw. -Öffnungen im Zylinderkopf jedes einzelnen Zylinders vorgesehen und durch entlastete selbsttätige Ventile gesteuert, die sich augenblicklich abheben und in Tätigkeit treten, sobald der im Zylinder herrschende Druck einen gewissen Wert übersteigt.
  • Die Erfindung erstreckt sich noch auf weitere besondere Einzelheiten, die sich aus nachstehender Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele ergeben. Auf den Zeichnungen stellt dar Abb. i im Achsschnitt einen Zylinder des erfindungsgemäß verbesserten Kolbenverdichters, Abb. 2 eine Ansicht des aufgerollten Zylinders, aus der die Anordnung der Einlaßschlitze und der in diese Schlitze mündenden Leitungen ersichtlich ist, Abb. 3 eine der Abb. i entspreclWnde Draufsicht bei abgenommenem Deckel, Abb. 4 im schematischen Achsschnitt die abgewandelte Ausführung eines erfindungsgemäß verbesserten Doppelflußverdichterzylinders bei unterer Totpunktlage des Kolbens, Abb. 5 den schematischen Achsschnitt einer weiteren Abwandlung.
  • In der Ausführungsform gemäß den Abb. i bis 3 besteht jeder einzelne Zylinder des Verdichters aus einem mit Kühlrippen 2 versehenen Körper i, 'in welchem in der üblichen Weise ein Mantel 3 befestigt ist. Am oberen Ende des Zylinders i ist in jeder geeigneten Weise, z. B. mittels Stehbolzen, ein Zylinderkopf 4 befestigt, der mit Einlaßstutzen 5 und Auslaßstutzen 6 versehen ist. Am Zylinderkopf 4 ist luftdicht beispielsweise mittels Stehbolzen 7 ein Teil 8 befestigt, der die Führung der Einlaßventile 9 und der Auslaßventile io des betreffenden Zylinders gewährleistet.
  • Das Einlaßventil 9 liegt unter der Wirkung einer Feder i i auf einem Sitz 12 an, der mit dem Teil 8 in einem Stück hergestellt sein kann. Das Auslaßventil io ruht auf einem am Zylinderkopf 4 befestigten Sitz 13 auf. Im Ausführungsbeispiel der Abb. i und 3 erfolgt das öffnen des Einlaßventils 9 entweder unmittelbar durch einen Steuernocken oder, wie dargestellt, durch einen Kipphebel 14, der an einem Zapfen 15 gelagert ist und von einem Stößel 16 betätigt wird, auf dessen anderes Ende beispielsweise ein nicht dargestellter Nocken einwirkt.
  • Gemäß einem Erfindungsmerkmal hebt sich das Auslaßventil io augenblicklich und selbsttätig von seinem Sitz ab. Zu diesem Zweck ist, wie Abb. i veranschaulicht, der Schaft 17 dieses Ventils in einer geeigneten Bohrung des Teiles 8 geführt, und die Ventilflächen, die einerseits dem Strömmitteldruck im Zylinder i und andererseits dem Druck des .im Auslaßstutzen 6 verdichteten Strömmittels sowie dem Druck der Außenluft auf das obere Ende des Ventilschaftes 17 ausgesetzt sind, sind derart gewählt, daß sich dieses Auslaßventil io augenblicklich öffnet, sobald der Druck des im Zylinder verdichteten Strömmittels einen vorbestimmten Wert überschreitet.
  • Gemäß einem wesentlichen Merkmal der Erfindung ist dieses Auslaßventil ferner während des ganzen Verdichtungshubes des im Zylinder i spielenden Kolbens 18 oder während eines Teiles dieses Verdichtungshubes in der Schließstellung .verriegelt. In einer gegenwärtig vorteilhaft erscheinenden Ausführungsform erfolgt diese Verriegelung zweckmäßig unter Einschaltung federnder Mittel. Zu diesem Zweck besitzt der Schaft 17 des Auslaßventils io eine blinde Axialbohrung i9, in der ein kleiner Kolben 2o angeordnet ist und von einer in der Bohrung i9 sitzenden Feder 21 emporgeschoben wird. Dieser kleine Kolben 20 ragt alsdann mit seinem oberen Ende durch eine im Teil 8 vorgesehene Öffnung 22 und kann einem einstellbaren Stöße123 begegnen, der an dein einen Ende eines Kipphebels 24 vorgesehen ist. Dieser Kipphebel schwingt um einen Zapfen 25, der in einem geeigneten Lager des Teiles 8 eingebaut ist. Das andere Ende des Kipphebels 24 wird entweder unmittelbar von einem Nocken betätigt oder steht unter dem Einfluß eines Stößels, der selbst von einem Nocken gesteuert wird. Dieser nicht dargestellte, im Gleichlauf mit der Kurbelwelle angetriebene Nocken ist entsprechend gestaltet und aufgekeilt, damit die durch Federkraft bewirkte Verriegelung des Auslaßventils io in der Schließstellung während des ganzen Verdichtungshubes des Kolbens 18 oder während eines Teiles desselben gewährleistet bleibt.
  • Der kleine Kolben 20 weist ebenfalls eine Schulter 26 auf, die sich gegen den Rand der im Teil 8 vorgesehenen Öffnung 22 legt, wenn sich das Auslaßventil io lüftet, wodurch eine elastische Abbremsung des Ventils io am Ende seines öffnungshu.bes gewährleistet ist.
  • Wie die Abb. i und 2 veranschaulichen, weist erfindungsgemäß die Seitenwand des Zylinders i über den ganzen Zylinderumfang verteilte Schlitze 27 auf. Im dargestellten Beispiel sind acht solcher Schlitze vorgesehen. Diese Schlitze 27 sind derart angeordnet, daß sie vom Kolben 18 aufgedeckt werden, wenn dieser in seine untere Totpunktlage gelangt. In der Wandung des Zylinders i vorgesehene Kanäle 28 verbinden diese Schlitze 27 mit der Saugrohrleitung 29. Um die Ausgestaltung der Kanäle 28 in der Wandung des Zylinders i zu begünstigen, sind erfindungsgemäß die Kanäle 28, deren Querschnitt demjenigen der Schlitze 27 angepaßt ist, vorteilhaft zu beiden Seiten der waagerechten Mittelebene verteilt, die durch die Achse' der besagten Schlitze, hindurchgeht, wie die Abb. 2 näher veranschaulicht.
  • Gemäß einem wesentlichen Merkxral der Erfindung ist der Querschnitt der Schlitze derart gewählt, daß ein leichter 'Eintritt des gasförmigen Strömmittels in den Zylinder gewährleistet ist. Die Schlitze haben ferner eine derartige Formgebung, daß ihre Höhe verhältnismäßig gering ist, um beim Wiederansteigen des Kolbens im Zylinder ein Rückströmen auszuschließen. Durch zahlreiche Versuche hat der Erfinder die Erkenntnis gewonnen, daß durch genau angepaßte Wahl des Querschnittes und der Formgebung für die Schlitze eine regelrechte übersättigung des Zylinders erreicht wird, da alsdann die Bewegungsenergie des eingeführten Gases innerhalb des Zylinders in Druckenergie umgewandelt wird. Diese Übersättigung oder Überdruckspeisung wird namentlich durch die Verwendung rechteckiger Schlitze erreicht, die einen genügend großen Querschnitt haben, um Ladungsverluste möglichst auszuschließen, die zweckmäßig abgerundete Enden aufweisen und deren in bezug auf ihre Länge verhältnismäßig geringe Höhe von der linearen Geschwindigkeit des Kolbens und vom Durchmesser desselben abhängt. Diese Schlitze können auch trapezförmig, dreieckig, halbkreis- oder selbst kreisförmig gestaltet sein; die Schlitze können im Falle der drei erstgenannten Formen alsdann derart angeordnet sein, daß ihre Breite im Sinne des Verdichtungshubes des Kolbens abnimmt. Bei Anwendung derart gestalteter und angeordneter Schlitze wird im Gegensatz zu den bisher bekannten Verdichtern, wie übrigens durch zahlreiche Versuche nachgewiesen, auf alle Fälle eine optimale Auffüllung des Zylinders erreicht, welches auch immer die Lineargeschwindigkeiten der Kolbenbewegung sein mögen. So hat namentlich der Erfinder im Laufe seiner Versuche feststellen können, daß die Beizahl der Zylinderauffüllung mit der Geschwindigkeit des Kolbens zunimmt, und zwar infolge der Umwandlung der Bewegungsenergie der durch diese Schlitze angesaugten Gase in Druckenergie inerhalb des Zylinders.
  • Zweckmäßig sind die Schlitze an ihrer Eintrittsstelle in den Zylinder leicht verjüngt und bilden auf diese Weise einen Venturikanal, um einerseits innerhalb des Zylinders die Umwandlung der Bewegungsenergie der Gase in Druckenergie zu begünstigen und andererseits eine Einschnürungsbeizahl für den Gasstrang zu gewährleisten, die möglichst an die Einheit heranreicht. Jeder einzelne Schlitz mündet in den Zylinder zweckmäßig mit scharfer Kante, was nach Berücksichtigung der Gestalt und Abmessungen, die für die Schlitze in der oben dargelegten Weise festgelegt worden sind, zur Folge hat, daß beim Wiederemporsteigen des Kolbens jegliches Rückströmen vermieden wird.
  • Um einen möglichst regelmäßigen, wirbellosen Abfluß des zu den Schlitzen 27 strömenden Gases zu gewährleisten, haben die in' der Wandung des Zylinders i vorgesehenen Kanäle 28 eine konstante Oberfläche, und ihre Gestalt ändert sich fortschreitend vom Stutzen 29 zu den Schlitzen 27, um sich dem Querschnitt derselben anzupassen.
  • Die Arbeitsweise des erfindungsgemäß verbesserten Verdichters ist folgende: Zu Beginn des Saughubes des Kolbens 18 schließt sich das Auslaß- oder Druckventil io und wird in der oben dargelegten Weise verriegelt. Das. Einlaß-oder Saugventil 9 öffnet sich unter der Wirkung des Kipphebels 14 entweder zu Beginn des Saughubes oder gewünschtenfalls mit einer gewissen Verzögerung. Das. gasförmige Strömmittel dringt alsdann in den Zylinder i durch dessen oberes Ende ein. Bei Erreichung seiner unteren Totpunktlage deckt der Kolben 18 die Schlitze 27 auf, und das Strömmittel dringt alsdann in den Zylinder i durch diese Schlitze ein, wodurch eine optimale Auf ladung dieses Zylinders gewährleistet ist, 'da die oberen und unteren Zonen des Zylinders von dem durch die vom Ventil 9 gesteuerte Öffnung bzw. durch die Schlitze 27 eintretenden Strömmittel ausgefüllt werden.
  • Zu Beginn des Verdichtungshubes des Kolbens 18 oder mit einer. gewissen Voreilung schließt sich das Ventil 9 unter der Wirkung des Kipphebels 14; alsdann verdeckt der Kolben 18 die Schlitze 27, und das im Zylinder i enthaltene Strömmittel wird in diesem Zylinder verdichtet, bis sich das zuvor in der oben dargelegten Weise entriegelte Druckventil io öffnet und den Durchtritt des verdichteten Strömmittels' in die Auslaß- oder Druckleitung 6 gestattet.
  • An jedem einzelnen Zylinder des Verdichters kann eine selbsttätig wirkende Leerlaufvorrichtung jeder bekannten Bauart vorgesehen sein, so daß der Zylinder i, wenn der Druck in der Druckmittelleitung 6 einen vorbestimmten Wert erreicht, mit der Außenluft in Verbindung bleibt. ' Bei der Abwandlung gemäß Abb. 4 sind Einlaßschlitze und gesteuertes Auslaß- oder Druckventil von gleicher Ausbildung wie im vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel und brauchen deshalb nicht nochmals beschrieben zu werden. Dieselben Teile, die bereits in den Abb. i bis 3 dargestellt sind, tragen die gleichen Bezugszeichen. Bei dieser Abwandlung sind jedoch an Stelle der Druckventilfeder 2 1 Lochscheiben 3o aus elastischem Werkstoff, wie Gummi o. dgl., vorgesehen. Ferner ist bei dieser abgewandelten Ausführung das Druckventil io in der Achse des Zylinders i eingebaut.
  • Wie die Abb.4 veranschaulicht, ist erfindungsgemäß das Einlaß- oder Saugventil selbstöffnend und besteht aus einem Ringteil 31, der in einer Ausnehmung 32 der runden. Platte 33 geführt ist. Diese Platte 33 ist mittels Schrauben 38 auf dem Zylinderkopf 4 befestigt und außerdem an ihrem Umfang zwischen dem oberen Teil des Mantels 3 und dem Zylinderkopf 4 eingespannt. An ihrem Rande ist die runde Platte 33 mit Lochungen 34 versehen, die einerseits in die dem Ringventil 31 gegenüberliegende Ausnehmung 32 und andererseits in einen kegelig zulaufenden Ringspalt 35 des Zylinderkopfes 4 münden. Der Ringspalt 35 ist mit dem ebenfalls im Zylinderkopf 4 vorgesehenen Einlaßstutzen 5 durch eine Kanalleitung verbunden, deren Querschnitt in Abhängigkeit vom Querschnitt der Lochungen 34 mit geeigneter Gesetzmäßigkeit fortschreitend abnimmt.
  • Die Arbeitsweise dieses Verdichters ist die gleiche, wie sie zu Abb. i bis 3 beschrieben worden ist; der einzige Unterschied besteht darin, daß sich das Einlaßventil in Abhängigkeit von dem im Zylinder i herrschenden Saug- oder Preßdruck selbsttätig öffnet und selbsttätig schließt.
  • In der Abwandlung gemäß Abb. 5 ist das Saug-oder Einlaßventil ähnlich ausgebildet wie im Beispiel der Abb.4, doch hat das auch hier selbstöffnende und selbstschließende Auslaß- oder Druckventil io keine gesteuerte Verriegelungsvorrichtung. Um den Aufprall abzudämpfen, der beim plötzlichen und augenblicklichen Lüften des Ventils io eintritt, spielt der Schaft i7"dieses Ventils in einer blinden Bohrung 36 des auf den Zylinderkopf 4 aufgesetzten Teiles 8, und diese Bohrung 36 steht durch eine Öffnung 37 mit der Außenluft in Verbindung; diese Öffnung hat entsprechend kalibrierten Querschnitt, so daß das Ganze ähnlich wie ein Luftpolster arbeitet. Eine Feder 39 ist ferner vorgesehen, um, die Schließung des Ventils io zu begünstigen.
  • Die Erfindung erstreckt sich selbstverständlich nicht nur auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele, sondern auch auf jede andere Ausführungsart, die die oben dargelegten Merkmale verwirklicht und dem verfolgten Zweck entspricht. So kann das Öffnen und Schließen des oder der Druckventile durch jedes geeignete Mittel gesteuert werden, und zwar derart, daß es auf einen vorbestimmten Druck anspricht. Obwohl Form und Ouerschnitt der Schlitze 27 besonders für die oben umschriebenen Gleichstromverdichter geeignet sind, so lassen sich derartige Schlitze selbstverständlich auch bei anderen Verdichterbauarten und insbesondere bei den in der Einleitung dieser Beschreibung umschriebenen Zwei- oder Doppelflußverdichfern anwenden, und die Erfindung erstreckt sich ebenfalls auf ihre Anwendung bei dieser letzteren Verdichterart. Ferner kann auch die ventilgesteuerte Einlaßöffnung ganz fortfallen und der Einlaß lediglich durch in obiger Weise ausgebildete Schlitze erfolgen, und zwar namentlich im Falle solcher Verdichter, die mit geringem Kolbenhub oder bei hohem Druck arbeiten. Endlich erstreckt sich die Erfindung auf Verdichter bekannter Bauart, bei denen alle oder einige der oben beschriebenen Merkmale zur Anwendung kommen sollen.

Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. ,Kolbenverdichter, dadurch gekennzeichnet, daß das zu verdichtende Gas in jeden einzelnen Zylinder einerseits durch eine oder mehrere ventilgesteuerte, im Zylinderkopf vorgesehene Öffnungen und andererseits durch in der Seitenwand des Zylinders vorgesehene Schlitze (27) eingeführt wird, wobei das Öffnen dieser Schlitze vom Kolben selbst bewirkt wird, wenn dieser in die Nähe der Endstellung seines Einlaßhubes gelangt.
  2. 2. Kolbenverdichter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßöffnung bzw. -Öffnungen im Zylinderkopf (4) jedes einzelnen Zylinders vorgesehen und durch selbsttätig arbeitende entlastete Ventile (io) gesteuert wird bzw. werden, die sich augenblicklich bis zur Höchstgrenze abheben und in Tätigkeit treten, sobald der Druck im Zylinder einen vorbestimmten Wert überschreitet.
  3. 3. Kolbenverdichter nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaßschlitze (27) an ihrer Eintrittsstelle in den Zylinder leicht verjüngt sind, so daß sie einen '\7enturikanat bilden und daß die Schlitze mit scharfer Kante in den Zylinder münden.
  4. 4. Kolbenverdichter nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die im Zylinderkopf angeordneten Auslaß- oder Druckventile (io) sich augenblicklich öffnen, jedoch gegen Ende des Hubes abgebremst werden.
  5. 5. Kolbenverdichter nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes einzelne Auslaß- oder Druckventil (io) mindestens während des Saughubes des im betreffenden Zylinder spielenden Kolbens (i8) in der Schließstellung verriegelt ist.
  6. 6. Kolbenverdichter nach irgendeinem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung jedes Auslaß- oder Druckventils (io) von einer Nockenwelle aus entweder unmittelbar oder über einen Kipphebel (i4) bewirkt wird, wobei die Nockenwelle mit der Kurbelwelle, an der die Kolbenschubstangen angelenkt sind, im Gleichlauf angetrieben ist.
  7. 7. Kolbenverdichter nach irgendeinem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine elastische Vorrichtung, beispielsweise eine Feder oder ein Gummipuffer, zwischen dem Auslaßventil (io) und dessen Verriegelungsglied angeordnet ist. B.
  8. Kolbenverdichter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die elastische Vorrichtung gleichzeitig das Abbremsen des Auslaßventils am Ende des Öffnungshubes desselben gewährleistet, welche elastische Vorrichtung sich alsdann entweder am Verriegelungsglied des alsdann in der Entriegelungsstellung befindlichen Ventils oder an einem festen Teil des Zylinderkopfes oder des Verdichtergehäuses abstützt.
  9. 9. Kolbenverdichter nach irgendeinem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die am Zylinderkopf jedes einzelnen Zylinders angeordneten Einlaßventile (9) selbstöffnend sind. io.
  10. Kolbenverdichter nach irgendeinem der Ansprüche i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die am Zylinderkopf jedes einzelnen Zylinders angeordneten Einlaßventile (9) in ihrer Öffnung steuerbar sind. i i.
  11. Kolbenverdichter nach irgendeinem der Ansprüche i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Einlaßventil jedes einzelnen Zylinders mit dem Auslaßventil gleichachsig ist und die Gestalt eines Ringes hat, um beim Lüften dieses Ventils einen großen Durchlaßquerschnitt für das gasförmige Strömmittel zu gewährleisten.
  12. 12. Kolbenverdichter nach irgendeinem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes einzelne selbstöffnende und augenblicklich sich abhebendeAuslaßventil (io) durch den bloßen Druck des verdichteten Strömmittels in der Ableitung (6) entlastet ist.
  13. 13. Kolbenverdichter nach irgendeinem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine selbsttätige Leerlaufvorrichtung am Verdichter vorgesehen ist, die in Tätigkeit tritt, wenn der Druck in der Ableitung einen vorbestimmten Wert erreicht.
DEP25179A 1947-03-12 1948-12-17 Kolbenverdichter Expired DE809457C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE939225C (de) * 1953-10-02 1956-02-16 Franz Itting K G Kolbenkompressor, insbesondere fuer medizinische Zwecke
DE102014103459A1 (de) * 2014-03-13 2015-09-17 Pfeiffer Vacuum Gmbh Membranpumpe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE939225C (de) * 1953-10-02 1956-02-16 Franz Itting K G Kolbenkompressor, insbesondere fuer medizinische Zwecke
DE102014103459A1 (de) * 2014-03-13 2015-09-17 Pfeiffer Vacuum Gmbh Membranpumpe

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