DE808985C - Verfahren zur Farbtemperaturmessung mit Vergleich zweier Lichtfelder gleicher Farbe bei Erzeugung des einen Lichtfeldes durch Lumineszenzstrahlung - Google Patents

Verfahren zur Farbtemperaturmessung mit Vergleich zweier Lichtfelder gleicher Farbe bei Erzeugung des einen Lichtfeldes durch Lumineszenzstrahlung

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DE808985C
DE808985C DE1948808985D DE808985DA DE808985C DE 808985 C DE808985 C DE 808985C DE 1948808985 D DE1948808985 D DE 1948808985D DE 808985D A DE808985D A DE 808985DA DE 808985 C DE808985 C DE 808985C
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DE1948808985D
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Dr Phil Heinz Gruess
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J5/00Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry
    • G01J5/60Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry using determination of colour temperature
    • G01J5/605Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry using determination of colour temperature using visual determination

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Radiation Pyrometers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Farbtemperaturmessung mit Vergleich zweier Lichtfelder gleicher Farbe bei Erzeugung des einen Lichtfeldes durch Lumineszenzstrahlung Es ist bekannt, zum Zwecke der Farbpyrometrie zwei Spektralgebiete der zu messenden Strahlung derart miteinander zu photometrieren, daß ein langwelliger Spektralanteil der Strahlung, beispielsweise im roten Gebiet des Spektrums, mit einem kurzwelligen Gebiet verglichen wird, welches durch Fluoreszenz in das Wellenlängengebiet des roten Lichtes transformiert wird. Damit erreicht man eine Photometrierarbeit heterochromer Lichter nach monochromatischem Verfahren. Ein Vorteil dieser Farbpyrometer ist die Benutzbarkeit auch durch Beobachter mit anomalem Farbsehvermögen. Bei der Verwirklichung derartiger Farbpyrometer auf der Basis der Fluoreszenz haben sich jedoch erhebliche Schwierigkeiten ergeben, die der praktischen Verwirklichung entgegenstehen. Es finden sich fluoreszierende Stoffe nur für das kurzwellige Gebiet des Spektrums, welches in der Strahlung technischer Strahler verhältnismäßig lichtschwach vertreten ist. Die Transformation des kurzwelligen Strahlungsanteils ist auf eine verhältnismäßig geringe Änderung der Wellenlängen von anregender und emittierter Strahlung beschränkt, weil das vom Fluoreszenzkörper emittierte Licht nicht wesentlich langwelliger sein darf, als dem Maximum der Augenempfindlichkeit bei etwa 550 m entspricht. Die Farbtemperaturempfindlichkeit ist jedoch ziemlich genau proportional dem Wellenlängenabstand der beiden ursprünglichen zu vergleichenden Lichter.
  • Als besonders nachteilig hat sich ergeben, daß die Messung empfindlich von der Konstanz des Wir- kungsgrades der Lichttransformation (Ouantenausbeute) abhängt und daß diese Konstanz nicht zu erreichen ist.
  • Gemäß der Erfindung besteht jedoch die Möglichkeit, bei Anwendung von phosphoreszierenden Körpern unabhängig von der Konstanz der Quantenausbeute bei variabler Intensität, Temperatur und etwaigen Alterungseinflüssen exakte Farhtemperaturmessungen durchzuführen.
  • Bei diesen Phosphoren wird das Licht nach Beleuchtung mit langwelligem Licht teils beschleunigt ausgestrahlt, teils durch Tilgung vernichtet. Es stellt sich demnach bei Erregung des Phosphors mit einem breiten Spektralgebiet ein Gleichgewicht der ausgestrahlten Intensität ein, das vom Verhältnis der eingestrahlten Intensität des kurzwelligen, vorzugsweise erregenden, zu dem langwelligen, tilgenden Licht abhängt. Damit ist die Intensität des vom Phosphor ausgestrahlten Lichtes eine reine Funktion der Farbtemperatur des eingestrahlten Lichtes.
  • Dieses emittierte Licht wird photometriert mit Licht gleicher Wellenlänge, das nur durch das kurzwellige Licht angeregt ist und daher keine Tilgung aufweist. Auf diese Weise erreicht man, da die beiden zu vergleichenden Phosphoren den gleichen Bedingungen hinsichtlich der Anregung, der Temperatur, der Quantenausbeute und etwaiger Alterung unterworfen sind, bei gegebener Farbtemperatur die notwendige Gleichheit der Lichtintensität der zu photometrierenden Lichtfelder. Die unterschiedliche Bestrahlung der beiden zu photometrierenden phosphoreszierenden L ichtfelder erreicht man durch das Einschalten von zwei Farbfiltern, die fiir das eine Feld nur die erregende, kurzwellige Strahlung, für das Vergleichsfeld dagegen auch langwellige, tilgende Strahlung zulassen. Beobachtet werden beide Felder unter Zwischenschaltung eines Farbfilters, das nur die emittierte, langwellige Strahlung durchläßt in direkter Durchsicht. Das an sich hellere Lichtfeld wird durch einen verstellbaren Graukeil auf die Helligkeit des anderen abgeschwächt.
  • Ein zweiter, durch die Erfindung gegebener Vorteil ist die Anwendbarkeit eines Lichtes von wesentlich größerem Wellenlängenunterschied gegenüber dem erregenden Licht für die Tilgung der emittierten Strahlung, wodurch eine ganz außerordentliche Steigerung der Farbtemperaturempfindlichkeit erreicht wird. Während man nach dem bekannten Verfahren praktisch höchstens eine Transformation des zu photometrierenden Lichtes um 100 m,*4 vornehmen kann, gelingt es nach dem Verfahren gemäß der Erfindung, durch Anwendung löschender Ultrarotstrahlung ohne Schwierigkeit einen Wellenlängenabstand'von iooo bis Isoom,*e zwischen erregendem und löschendem Licht zu benutzen. Die Farbtemperaturempfindlichkeit steigt damit auf den lffachen Wert. Außerdem ist von Vorteil, daß die Transformation des erregenden Lichtes aus Gründen der Empfindlichkeit nicht mehr in einen möglichst großen Betrag in das langwellige Gehiet hinein erfolgen muß, sondern daR sie in das Gebiet höchster .4ugenempfindlichkeit im gell,grünen Teil des Spektrums gelegt werden kann.
  • Man kann an Stelle der Tilgungswirkung des langwelligen Lichtes auch die Ausleuchtung des Fluoreszenzstrahlers für das Farbpyromeer anwenden; während man in dem ersten Fall zweckmäßig ein Gleichgewicht zwischen dem eingestrahlten und dem emittierten Licht abwartet, das sich bei Dauerbestrahlung einstellt, arbeitet man nach dem zweiten Verfahren zweckmäßig mit der Fluoreszenzstrahlung, die sich kurz nach Abstellung des erregenden Lichtes ergibt. Dies hat u. a. den Vorteil gegenüber der ersten Methode, daß die Fluoreszenzstrahlung nicht beim Photometrieren geschwächt werden muß, um auf die Helligkeit des Vergleichsfeldes zu gelangen. Um stationäre Photometerfelder zu erhalten, wird bei dem zweiten Verfahren zweckmäßig das Fluoreskop von Becquerel benutzt.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform zur Durchführung des erfindungsgemäßen Ausleuchtverfahrens der Erfindung schematisch dargestellt worden.
  • In Fig. I ist das Farbpyrometer gezeigt, während Fig. 2 die innerhalb des Pyrometers angeordneten Filter zeigt.
  • Ein durch ein Uhrwerk 1 in Umdrehung gesetzter Kreisring 2 aus durchsichtigem Stoff trägt den Phosphor. Der Kreisring ist auf einer Hohlachse 2' gelagert. Der Phosphor wird dem Strahler, dessen Farbtemperatur gemessen werden soll, ausgesetzt. Die Strahlung wird jedoch durch ein sektorförmiges Filter 3 von der langwelligen Strahlung, als der Erregerbande entspricht,bofreit. Ein schwarz ausgelegter Sektor 3' vor dem rotierenden Kreisring 2 gestattet, die emittierte Strahlung des Phosphors ohne Störung durch die Anregungsstrahlung durch das Okular 4 wahrzunehmen. Er ist okularseitig verspiegelt, damit; auch die objektivseitig abgestrahlte Emissionsstrahlung noch für die Messung ausgenutzt wird. Durch Verdrehen der Filterscheibe mit dem Sektor 3 erreicht man, daß das emittierte Licht mit einer einstellbaren Phasenverzögerung gegenüber dem Zeitpunkt, an dem die Belichtung des rotierenden Kreisringes 2 aufhört, in das Okular gelangt. Die Schwenkung der Filterscheibe 3 mit dem Sektor 3' wird mittels der Kordelschraube 11 vorgenommen. Ein an den schwarzen Sektor angrenzender Sektorausschnitt 5 des Filters bewirkt, daß der rotierende Kreisring an diesem Ausbruch durch das langwellige, insbesondere ultrarote Licht ausgeleuchtet wird.
  • Statt dieses Filterausbruchs, der sämtliche Strahlung auf den Phosphor halten läßt, kann an dieser Stelle auch ein Filter verwendet werden, das neben den erregenden Wellenlängen nur das äußerst langwellige Ultrarot durchläßt, wodurch die Farbtemperaturempfindlichkeit gegenüber dem ersten Fall, in dem auch das dazwischenliegende Spektralgebiet die Ausleuchtung bewirkt, erheblich verbessert wird. Infolge dieser Bestrahlung mit langwelligem Licht erfährt der Phosphor an dieser Stelle eine Ausleuchtung, d. h. seine insgesamt eingestrahlte Lichtmenge wird nach Maßgabe des Ultrarotgehaltes der Strahlung mehr oder weniger hescllle unigt al>gestrahlt. tufänglich ist daher die ausgeleuchtete Stelle auf dcm rotierenden Kreisring heller als die durch das Filter geschützte. Je nach dem Ausleuchtungsgrad, d. h. dem relativen Ultrarotgehalt der Strahlung, fällt die Intensität der ausgeleuchteten Zonen mehr oder minder schnell unter den Wert der nicht ausgeleuchteten Zonen, der wesentlich langsamer mit zunehmendem Zeitabstand von der Verdunklungskante in seiner Intensität abfällt. Verdreht man daher das Filter mit dem schwarz ausgelegten Sektor 3, so gelangt die Stelle der rotierenden Scheibe, bei der die ausgeleuchtete und die nicht ausgeleuchtete Phosphoreszenzstrahlung gleich hell sind, durch das Gesichtsfeld des Okulars. I)er Drehwinkel ist ein Maß für das Verhältnis der Intensität der erregenden Strahlung kurzer Wellenlänge zu der Intensität der beispielsweise ultraroten Ausleuchtungsstrahlung und daher ein Maß für die Farbtemperatur.
  • Sie kann von einem feststehenden Zeiger 6 auf einer mit der Sektorscheibe 3 verbundenen Skala 7 abgelesen werden. Um die starke Änderung der Intensität mit veränderlicher schwarzer Temperatur des Strahlers nicht auf den Phosphor wirken zu lassen, empfiehlt es sich, mit der Verdrehung des Sektors 3, d. h. in Abhängigkeit von der Farbtemperatur, eine veränderliche Blende zu bewegen, am einfachsten durch Anordnung zweier t8o0-Sektoren, die gegeneinander verdrehbar eine Veränderung der Offnung von o bis I800 zulassen. Mittels einer ringförmigen Zylinderlinse 8 erzielt man eine Konzentrierung der Erregungsstrahlung 9 auf dem kreisringförmigen rotierenden Lumineszenzschirm. Zweckmäßig wird koaxial zur rotierenden Fläche ein Visierrohr Io angeordnet, das nach dem Anvisieren durch irgendeine \'orrichtung geschlossen oder veränderlich ahgeschwächt werden kann, um eine Blendung des Auges während des Photometrierens zu vermeiden.
  • PATl'NTANSPRt;C.HE: I. Verfahren zur Farl)temperaturmessung mit Vergleich zweier I,ichtfelder gleicher Farbe bei Erzeugung des einen Lichtfeldes durch Lumineszenzstrahlung, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Lichtfeld aus einer durch Beeinflussung mittels einer langwelligen Strahlung der gleichen Strahlungsquelle veränderten Lumineszenzstrahlung besteht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Lichtfeld durch Tilgung der Lumineszenzstrahlung mittels langwelliger Strahlen geschwächt wird und im stationären Gleichgewicht mit dem ersten, auf andere Weise geschwächten, ungetilgten Lumineszenzlicht verglichen wird, wobei die Stellung des Schwächungsmittels (Graukeil) für das erste Feld als Maß der Farbtemperatur dient.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zeitliche Abfall der durch langwellige Bestrahlung beschleunigt ausgeleuchteten Lumineszenzstrahlung des zweiten Feldes durch Vergleich mit dem ersten Feld als Maß der Farbtemperatur dient.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichneti, daß die beiden Lumineszenzfelder auf einer sich mit konstanter Geschwindigkeit drehenden Fläche (Scheibe) erzeugt werden, wobei das zweite Feld mittels eines veistellbarren Filterausschnittes zur Ausleuchtung auch langwellig bestrahlt wird, und der Zeitpunkt der Gleichheit der Intensität des ausgeleuchteten Lichtfeldes mit der des nicht ausgeleuchteten Lichtfeldes auf dioptische Achse einstellbar ist.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch ein günstiges Verhältnis zwischen der Erregungs- und Emissionszeit eine Steigerung der Emissionsintensität erzielt wird.
    6. Verfahren nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer ringförmigen Zylinderlinse eine Konzentrierung der Erregungsstrahlung auf den kreisringförmigen, rotierenden Lumineszenzschirm erfolgt.
    7. Verfahren nach Anspruch I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß koaxial zur rotierenden Fläche ein Visierrohr angeordnet ist.
DE1948808985D 1948-11-12 1948-11-12 Verfahren zur Farbtemperaturmessung mit Vergleich zweier Lichtfelder gleicher Farbe bei Erzeugung des einen Lichtfeldes durch Lumineszenzstrahlung Expired DE808985C (de)

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DE1948808985D Expired DE808985C (de) 1948-11-12 1948-11-12 Verfahren zur Farbtemperaturmessung mit Vergleich zweier Lichtfelder gleicher Farbe bei Erzeugung des einen Lichtfeldes durch Lumineszenzstrahlung

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DE (1) DE808985C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE941752C (de) * 1952-08-30 1956-04-19 Gossen & Co G M B H P Verfahren zur Ermittlung der Farbe bzw. der Farbtemperatur einer Lichtquelle
DE1159756B (de) * 1957-10-26 1963-12-19 Wilhelm Moro Dipl Phys Vergroesserungsrahmen fuer Fotokopierapparate mit automatischer und elektronischer Steuerung der Belichtungszeiten

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE941752C (de) * 1952-08-30 1956-04-19 Gossen & Co G M B H P Verfahren zur Ermittlung der Farbe bzw. der Farbtemperatur einer Lichtquelle
DE1159756B (de) * 1957-10-26 1963-12-19 Wilhelm Moro Dipl Phys Vergroesserungsrahmen fuer Fotokopierapparate mit automatischer und elektronischer Steuerung der Belichtungszeiten

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