DE80779C - - Google Patents

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DE80779C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/14Compounds of lead
    • C09C1/16White lead

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1894 ab.
Vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zum Gegenstande, um auf elektrolytischem Wege Farben herzustellen, deren Hauptbestandtheil basisches Bleicarbonat ist.
Läfst man gemäfs der Patentschrift Nr. 54542 zwischen in ein Bad aus wässeriger Alkalisalzlösung getauchten Elektroden aus Blei einen elektrischen Strom hindurchgehen, während in das Bad gasförmige Kohlensäure eingeleitet wird, so entsteht basisches Bleicarbonat, das als Anstrichfarbe mit Vortheil benutzt werden kann.
Um dieses weifse Bleicarbonat zu färben, setzt man dem Bade eine Lösung eines geeigneten Farbstoffes zu. Dieser Farbstoff wird von dem niederfallenden basischen Bleicarbonat aufgenommen und ertheilt dem letzteren die gewünschte Färbung, indem eine Art Lack gebildet wird.
. Man kann eine Färbung des basischen Bleicarbonate auch dadurch erzielen, dafs man das Blei der Elektroden mit einem anderen Metall legirt, z. B-. mit Zinn, oder die Elektroden aus Stäben eines Metalles oder einer Legirung, z. B. Kupfer, herstellt, auf welche Blei in der Weise gegossen ist, dafs ein Theil der Oberfläche dieser Stäbe frei bleibt.
Die Zahl der auf diese Weise herzustellenden Nuancen, welche den bei der Elektrolyse gebildeten kohlensauren Salzen der mit dem Blei legirten oder das Blei tragenden Metalle ihre Entstehung verdanken, ist natürlich eine beschränkte.
Endlich kann man beide Verfahrungsweisen combiniren, d. h. dem Bad bei dem letzterwähnten Verfahren Farbstofflösungen zusetzen.
Bei der grofsen Reichhaltigkeit und Mannigfaltigkeit der Ergebnisse, welche sich durch die Anwendung verschiedenartiger Farbstoffe einerseits und durch die Anwendung verschiedener Metalle in Verbindung mit dem Blei der Elektroden andererseits nach dem beschriebenen Verfahren erzielen lassen, ist es schlechterdings nicht gut möglich, die sämmtlichen Möglichkeiten der Anwendung des Verfahrens generell zu berücksichtigen und zu beschreiben und die zu verwendenden Farbstoffe erschöpfend zu bezeichnen. Es können daher nur Beispiele der Anwendung gegeben werden. Als solche mögen die folgenden dienen.
Die Zusammensetzung des Elektrolyten für eine blaue Farbe bestimmter Art ist folgende: Man nimmt eine Lösung von gleichen Theilen von salpetersaurem Natron und salpetersaurem Ammonium von etwa 100B. und löst darin eine entsprechende Menge Anilinblau auf. In manchen Fällen kann man dadurch, dafs man dem ' Elektrolyten Schwefelsäure, Alkohol, Aether, Benzin hinzufügt, an der Kathode ein schwärzliches Sulfat erzeugen, welches sich mit dem an der Anode entstehenden Carbonat niederschlägt und eine dunklere Färbung des Products hervorruft. Zur Erzeugung eines hellblauen Products kann man eine aus 90 pCt. Blei und 1,0 pCt. Kupfer zusammengesetzte Anode verwenden, während man durch die Verwendung einer Legirung von Blei mit etwas Zinn und durch Hinzufügung von Pikrinsäure zu der Lösung eine braune Färbung des Products erzielen kann. Die Anwendung einer aus Blei und Eisen zusammengesetzten Anode unter Beimischung von Cochenille zu einem
alkalischen Elektrolyten ergiebt eine violette Färbung des Products u. s. w.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von gefärbtem Bleiweifs unter Benutzung des durch Patent Nr. 54542 geschützten Verfahrens, darin bestehend, dafs mah dem elektrolytischen Bade eine Lösung eines geeigneten Farbstoffs zusetzt oder die reinen Bleielektroden durch solche aus Blei und einem anderen Metalle bestehende ersetzt oder beide Mittel gleichmSfsig anwendet. · ■ *
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