DE80663C - - Google Patents
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25B1/00—Electrolytic production of inorganic compounds or non-metals
- C25B1/01—Products
- C25B1/24—Halogens or compounds thereof
- C25B1/26—Chlorine; Compounds thereof
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
E. SOLVAY in BRÜSSEL.
Verfahren zur Darstellung von unterchlorigsauren Salzen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. August 1894 ab.
des Chlornatriums
Die Elektrolyse des ^hlornatnums zum
Zwecke der Gewinnung von Aetznatron und Chlor ergiebt auch Wasserstoff. Derselbe
kann ohne Schwierigkeit für sich dadurch erhalten werden, daß man durch Diaphragmen
getrennte Zellen anwendet. Unter den mit solchen versehenen üblichen Einrichtungen
haben nun mehrere, welche im übrigen vom Standpunkte der eigentlichen Elektrolyse als
sehr wirksam zu bezeichnen sind, zur Folge, daß sich Gemische aus Chlorgas mit Wasserstoffgas
ergeben. Dies wurde bisher als ein sehr ernster Uebelstand für die Chlorkalkfabrikation
erachtet, denn diese Gemische explodiren nicht nur durch Berührung mit einer Flamme oder mit Funken, sondern auch
unter dem Einfluß des Sonnenlichtes. Da gewöhnlich die Chlorkalkkammern räumlich
ausgedehnt sind, so würden in denselben beständig große Mengen des explosiven Gemisches
gegenwärtig sein, was der Fabrikant nicht zulassen darf.
Nachdem durch den Erfinder festgestellt werden konnte, daß die Gegenwart von
Wasserstoff die Absorption des Chlors nicht beeinträchtigt, auch der Wasserstoff reducirende
Wirkung bei der . Erzeugung von Chlorkalk nicht ausübt, hat er versucht, Chlorkalk in praktischer Weise unter Benutzung
des aus der Elektrolyse der Chloride herrührenden Chlor- und Wasserstoffgemisches
zu fabriciren, und hat gefunden, daß sich dies erreichen läßt, wenn man nicht einen
mit großen Materialmengen arbeitenden, sondern einen continuirlichen Chlorirungsapparat
anwendet, indem hierbei die Explosionsgefahr auf ein Geringstes beschränkt wird. Es giebt
bereits mehrere Ausführungsformen derartiger Apparate, bei welchen der Kalk und das
Chlorgas einander in Räumen von geringem Fassungsvermögen methodisch entgegengeführt
werden. Erfinder zieht von diesen die auf der Innenwand mit schraubenlinig verlaufenden Rippen versehenen, etwas geneigt
gelagerten rotirenden Trommeln vor.
Erfinder hat ferner constatirt, daß jegliche Gefahr einer Explosion auch dadurch beseitigt
wird, daß man das nicht absorbirte, aus reinem Wasserstoff bestehende Gas beim Austritt aus den Chlorirungskammern auffängt
und in solcher Menge dem in diese Kammern einzuführenden Gasgemische zusetzt, als erforderlich ist, um demselben die Fähigkeit
zu explodiren zu benehmen. Das im Ueberschuß zugefügte Wasserstoffgas verhält sich vollständig wie ein inertes Gas und das
Gemisch wird inexplosiv. Die Continuität des Chlorirungsapparates wird in diesem Falle
überflüssig und kann man sich der gewöhnlichen Kammern bedienen.
Für die Fabrikation der übrigen unterchlorigsauren Salze auf nassem Wege und
ohne Gasmasse kann das Gemisch aus Chlorgas und Wasserstoffgas unmittelbar verwendet
werden.
Die Erfahrung, daß sich das Gemisch aus Chlorgas und Wasserstoffgas unter den
dargelegten Arbeitsbedingungen gefahrlos ausnutzen läßt, hat für die Construction des
elektrolytischen Apparates die ungemein werthvolle Folge, daß die Gasdichtigkeit außerhalb
der Flüssigkeit vernachlässigt werden kann.
(S. Auflage, ausgegeben am 3. November igo5.J
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
Verfahren zur Darstellung von unterchlorigsauren Salzen, bei welchem das Chlor durch Elektrolyse gewonnen und außerhalb des Elektrolyten mit der Base vereinigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrolytischen Diaphragmen lediglich die Flüssigkeiten scheiden, während die Gase gemeinsam aufgefangen und der Base zugeführt werden.
Eine Ausführungsform des unter i. geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Gasgemisch die Explosionsfähigkeit durch Verdünnen mit einer früheren Behandlung entstammendem Wasserstoff benimmt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80663C true DE80663C (de) |
Family
ID=353196
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80663D Active DE80663C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80663C (de) |
-
0
- DE DENDAT80663D patent/DE80663C/de active Active
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