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Tasche Die Erfindung betrifft eine Tasche, welche von Frauen als Mehrzwecktasche
verwendbar ist.
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Jede Frau pflegt in .der Regel eine Handtasche mit sich zu führen,
welche zur Unterbringung der wichtigsten Bedarfsartikel, wie Ausweise, Geldbeutel,
Schlüssel, Toilettengegenstände usw., dient. Solche Handtaschen sind schon mit verlängerbarem
Tragriemen versehen worden, so daß sie als Umhängetaschen getragen werden können.
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Das Fassungsvermögen dieser Taschen ist beschränkt. Deshalb werden,
wenn es sich um die Unterbringung und Beförderung mehrerer bzw. größerer Gegenrstände
handelt, Behältnisse benutzt, die als Einkaufstaschen bekannt sind, welche aber
auch als Reisetaschen Verwendung finden können. Diese Taschen sind wegen ihrer Größe
verhältnismäßig plumpe und unhandliche Gebilde, deren Abmessungen in leerem und
in gefülltem Zustand ungefähr gleich sind. Es ist daher die Mitnahme solcher Taschen
schon in leerem Zustand ziemlich beschwerlich.
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Besonders unangenehm ist aber, daß die einkaufende bzw. reisende Frau
zwei Taschen, nämlich ihre Handtasche und die Einkaufs- bzw. Reisetasche, bei sich
haben muß. Sie ist daher bei unterwegs notwendig werdenden Verrichtungen, sei es
bei der Durchführung weiterer Einkäufe, beim Besteigen eines Verkehrsmittels, bei
der Mitnahme anderer Gepäckstücke usw., außerordentlich behindert. Es kommt hinzu,
daß auch stets die eine Tasche bei der Handhabung der anderen Tasche hinderlich
ist. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß erfahrungsgemäß viele Frauen, um die
geschilderten Mängel zu be-
heben, ihre Handtasche in die Einkaufs- bzw. Reisetasche
stecken, wodurch die Gefahr des Verlierers bzw. Gestolilenwerdens größer wird.
Es
liegt deshalb der Erfindung die Aufgabe zugrunKle, die geschilderten Mißstände zu
beheben, indem eine Mehrzwecktasche geschaffen wird, welche in handlichen Abmessungen
gehalten ist, gegebenenfalls jedoch ungefähr so viel eingekaufte bzw. mitzunehmende
Gegenstände aufzunehmen vermag wie bekannte Einkaufs- bzw. Reisetaschen. Dieses
Ziel ist erfindungsgemäß erreichbar durch die Vereinigung einer Handtasche und einer
Einkaufs bzw. Reisetasche, welche bei Nichtgebrauch verkleinerbar ist. Es ist die
Ausbildung zweckvoll so getroffen, daß die Einkaufs, bzw. Reisetasche bei Nichtgebrauch
auf ungefähr die Größe der Handtasche zusammenlegbar ist. Es kann in diesem Sinne
die Einkaufs- bzw. Reisetasche bei Nichtgebrauch in einer nach Umwandlung den Eindruck
einer gewöhnlichen Hand- bzw. Umhängetasche hervorrufenden Weise über die Handtasche
klappbar sein. Es hat also die Tasche gemäß der Erfindung, wenn die Einkaufs- bzw.
Reisetasche nicht gefüllt ist, das Aussehen einer stattlichen Handtasche bzw. einer
Umhängetasche.
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Die Erfindung bringt den Fortschritt, daß nur noch eine Tasche mitgeführt
zu werden braucht, welche sowohl Handtasche als auch Einkaufs- bzw. Reisetasche
ist. Dabei ist besonders wichtig, daß es sich bei der ersteren um eine normale Handtasche,
also nicht nur um ein. mehr oder weniger unansehnliches und wenig brauchbares Außenfach
einer großen Einkaufstasche handelt. Ferner ist wesentlich, daß die letztere, also
die Einkaufs- bzw. Reisetasche, bei Nichtgebrauch auf ein, Format zusammenlegbar
ist, da-s demjenigen der Handtasche ungefähr entspricht, so daß also die Gesamttasche
bei nicht gefüllter Einkaufs bzw. Reisetasche nur unwesentlich größer ist als die
Handtasche. Vorteilhaft ist außerdem, daß die Gesamttasche mithin als wenig umfangreiches
Gebilde mitnehmbar, also sehr handlich ist, aber imBedarfsfalle dieEinkaufs-bzw.
Reisetasche zu einem verhältnismäßig großen Beutel von erheblichem Fassungsvermögen
umgewandelt werden kann. Dabei isst besonders bedeutsam, und dieser Vorzug ist namentlich
für eine Da.men.tasche sehr wichtig, daß die Gesamttasche, sowohl wenn sie nur als
Hand- bzw. Umhängetasche benutzt wird als auch wenn sie zugleich als Einkaufs- bzw.
Reisetasche verwendet wird, stets als ein schmuckes, gut aussehendes Gepäckstück
wirkt,- das sich von bekannten, häufig sehr primitiven und meist sehr plumpen, nur
als Einkaufs- bzw. Reisetaschen wirkenden Behältnissen vorteilhaft unterscheidet.
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Es empfiehlt sich, die Ausbildung so zu wählen, daß die Einkaufs-
bzw. Reisetasche als beutelartiger Behälter an die Rückwand der Handtasche angesetzt
ist. Vorzugsweise überragt die Einkaufs- bzw. Reisetasche im Gebrauchszustand dfie
Handtasche erheblich, und zwar derart, daß ihr überstehender Teil bei Nichtgebrauch
eine die Vorderseite der Handtasche wenigstens teilweise übergreifende Deckklappe
bildet. Zur Verwirklichung dieses Vorschlags kann die Einkaufs- bzw. Reisetasche
äus zwei Hauptwänden., die etwa so breit; aber wesentlich höher als die Handtasche
sind, und aus zwei faltbaren Seitenwändien bestehen. Es sind dann die beiden Hauptwände
bei leerer Einkaufs- bzw. Reisetasche auch indem von den Seitenwänden nicht erfaßten
Bereich, der mittels eines Reißverschlusses öffen-. und schließbar ist, flach aufeinan@derlegbar,
so d'aß sie ein ausgesprochenes Flachgebilde darstellen. Dieses ist, die Verschlußklappe
der Handtasche überlappend, auf dieser als Deckklappe mit Hilfe eines zusätzlichen
Verschlusses lösbar zu befestigen. In diesem Zustand vermittelt die Gesamttasche
den Eindruck einer stattlichen Handtasche, die infolge ihres eleganten und kleinformatigen
Aussehens nicht ohne weiteres erkennen läßt, daß sie in eine großbeutelige Einkaufs-
bzw. Reisetasche umwandelbar ist.
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Zweckvoll ist die Handtasche mit einem in der Länge einstellbaren
Trag- bzw. Umhängeriemen versehen, während ,die Einkaufs- bzw. Reisetasche an wenigstens
einer ihrer Hauptwände einen zusammen mit diesem Riemen erfaßbaren Handgriff aufweist,
so daß die gefüllte Einkaufs- bzw. Reisetasche an einem doppelten, also genügend
starken Traghenkel bequem getragen werden kann.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist zwischen die Handtasche
und die Einkaufs- bzw. Reisetasche noch eine Zwischentasche eingeschaltet, z. B.
derart, daß die Zwischentasche im wesentlichen von der Rückwand der .Handtasche
und der vorderen Hauptwand der Reise- bzw. Einkaufstasche gebildet ist. Im Falle
solcher Ausbildung erscheint es tunlich, den einstellbaren Trag- bzw. Umhängeriemen
an den Seitenwänden der Zwischentasche anzubringen, so daß er wechselweise über
oder unter die von der Einkaufs- bzw. Reisetäsche gebildete Deckklappe geführt werden
kann.
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Solange die Einkaufs- bzw. Reisetasche nicht benötigt wird, kann die
Tasche gemäß der Erfindung als Handtasche oder als Umhängetasche benutzt werden.
Die Handtasche kann natürlich in üblicher Weise mehrfachig ausgebildet sein, so
daß sie sich von einer normalen Handtasche nicht unterscheidet. Ist die Zwischentasche
vorgesehen, so steht gewissermaßen eine Doppeltasche zur Verfügung, die sowohl eine
Handtasche als auch einen Umhängebeutel ersetzt.
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Wenn die Einkaufs- bzw. Reisetasche -benötigt wird, so braucht nur
der Verschluß der Deckklappe in üblicher Weise gelöst und diese nach oben geschlagen
zu werden, um eine vollwertige Einkaufs-bzw. Reisetasche zur Verfügung zu haben.
Da deren Hauptwände mittels faltbarer Seitenwände miteinander verbunden sind, so
ist der dadurch gebildete Beutel sehr ausbauchfähig. Es können also in ihm Gegenstände
unterschiedlicher Größe und Form bequem eingefüllt werden. Es ist aber, auch wenn
die Einkaufs- bzw. Reisetasche verwendet wird, die Handtasche und gegebenenfalls
der Umhängebeutel ihrem ursprünglichen Gebrauchszweck entsprechend benutzbar.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel schaubildlich
dargestellt. Es zeigt Fig. i die Tasche in Vorderansicht,
Fig. 2
die Tasche bei geöffneter Deckklappe, aber nicht gefüllter Reise- bzw. Einkaufstasche,
Fig.3 die Tasche bei gefüllter Reise- bzw. Einkaufstasche.
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Die Handtasche a, welche in üblicher Weise mit mehreren Fächern versehen
sein kann, weist die Verschlußklappe b auf, welche mit Hilfe eines geeigneten Verschlusses
c festlegbar ist.
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An diese Handtasche ist die Reise- bzw. Einkaufstasche d angesetzt.
Diese besteht aus dien beiden Hauptwänden e und f, welche etwa. so
breit, äber wesentlich höher als die Handtasche a sind, und aus dein beiden gegenüberliegenden
Seitenwänden g, welche faltbar sind. Der obere Bereich der Hauptwände e und f, in
welchen sich die Seitenwände g nicht erstrecken, ist mittels eines Reißverschlusses
h verschließbar. Infolge d dieser Ausbildung legen sich die beiden Hauptwände e
und f bei leerer Tasche flach aufeinander; um sie in dieser Lage zu halten,
können im Bereiche der Seitenwände und ioder im Bereiche des ebenfalls faltbaren
Taschenbodens i Druckknöpfe vorgesehen sein, welche bei leerer Tasche die Hauptwände
aneinander festlegen.
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Der die Handtasche a nach oben überragende Teil der Einkaufs- bzw.
Reisetasche d ist nach vorn auf diie Handtasche a klappbar. Er stellt dann, wie
namentlich Esg. i zeigt, eine Deckklappe .dar, die mittels des Schlosses k festlegbar
ist, wenigstens teilweise die Vorderseite der Handtasche a übergreift und dabei
deren Verschlußklappe b überdeckt. In diesem Verschlußzustand macht also die Tasche
den Eindruck einer stattlichen, gut aussehenden Handtasche, welche gegebenenfalls
als Umhängetasche benutzbar ist.
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Der Tragriemen 1, der mit einer verschiebbaren Handleiste
in versehen sein kann, ist in der Länge einstellbar. Er kanneinerseits mittels
einer Schnalle n verstellt werden. Er ist andererseits in ,der Lasche o verschieblich,
so daß sein Endteil p an, einem Schloß der Bodenwand' festlegbar ist. Es kann also
der Tragriemen entweder flach um die Handtasche herumgelegt oder, wie in Fig. i
punktiert angedeutet, als Tragriemen angebracht oder gemäß der strichpunktierten
Darstellung als Umhängeriemen gebraucht werden.
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In ausgestrecktem Zustand bildet der Tragriemen 1 außerdem zusammen
mit dem Handgriff q einen Traghenkel zur bequemen Beförderung der gefüllten Einkaufs-
bzw. Reisetasche. Der Handgriff ist zweckvoll an zwei Haltebändern r angebracht,
die in einer Hauptwand verschieblich sind, so daß der Handgriff q bei Nichtgebrauch
auf die betreffende Hauptwand aufgelegt werden kann. Selbstverständlich ist es möglich,
an der gegenüberliegenden Hauptwand die gleiche Trageinrichtung q, r vorzusehen.
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Die äußere Hauptwand f der Einkaufs- bzw. Reisetasche d kann ein Deckband
s erhalten, das einerseits verzierend wirkt, andererseits aber, indem es lose auf
der Wand f aufliegt und nur oben und unten mit dieser befestigt ist, als Einhängehenkel
dient, der in Fällen nützlich ist, in denen es zweckvoll erscheint, die gefüllte
Tasche an den Arm zu hängen, anstatt sie mittels des Traghenkels 1, m, q, r
zu
tragen.
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Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel ist zwischen die Handtasche
a und die Einkaufs- bzw. Reisetasche d noch eine Zwischentasche
t eingeschaltet. Am einfachsten geschieht dies, indem die Zwischentasche
aus der Rückwand der Handtasche und der vorderen Hauptwand der Einkaufs bzw. Reisetasche
gebildet wird. Diese Zwischentasche, die oben zweckvoll mit Hilfe eines Reißverschlusses
u zu öffnen und zu schließen ist, kann dann die Funktion eines gewöhnlichen Umhängebeutels
übernehmen. Wird sie vorgesehen, so empfiehlt es sich, wie beim gezeichneten Ausführungsbeispiel
den Tragriemen 1 sowie die zugehörigen Halte-, Verstell-und Befestigungsmittel an
den Seitenwänden bzw. der Bodenwand der Zwischentasche anzubringen.