DE803475C - Einrichtung zum Umsetzen von Radsaetzen von einem Gleis auf ein anderes - Google Patents
Einrichtung zum Umsetzen von Radsaetzen von einem Gleis auf ein anderesInfo
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- DE803475C DE803475C DEP24974D DEP0024974D DE803475C DE 803475 C DE803475 C DE 803475C DE P24974 D DEP24974 D DE P24974D DE P0024974 D DEP0024974 D DE P0024974D DE 803475 C DE803475 C DE 803475C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61J—SHIFTING OR SHUNTING OF RAIL VEHICLES
- B61J1/00—Turntables; Traversers; Transporting rail vehicles on other rail vehicles or dollies
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
- Einrichtung zum Umsetzen von Radsätzen von einem Gleis auf ein anderes Ohne gleitende Reibung zwischen Rad und Schiene kann eine Gleiskrümmung nur mit jenem großen Radius durchfahren werden, der sich aus dem größten Laufkreisdurchrnesser Da an der Spurkranzhohlkehle des in der Kurve außenliegenden Rades, dem kleinsten Laufkreisdurchmesser Di an der Reifenaußenseite des in der Kurve innenliegenden Rades und aus dein Abstand dieser beiden Laufkreisebenen ergibt. Dieser Radius R liegt je nach Raddurchmesser bei roo und mehr Meter (Fig. l a, I b).
- Vorliegender Erfindungsgegenstand bringt nun im Transport von Radsätzen dahingehend einen Fortschritt, daß mit eineng kleinen Gerät ein müheloses und laufendes Umsetzen von einem Gleis auf ein anderes möglich ist. Im wesentlichen besteht der Erfindungsgegenstand aus einer kleinen horizontalen Drehscheibe, die in einer die beiden Gleise verbindenden Kurve auf der einen oder anderen Seite der in der Kurve innenliegenden Schiene liegt (Fig. 1I, 11I, 1). Der Radsatz rollt dabei so um die senkrechte Achse (Fig. 1I, 17) dieser Drehscheibe, daß das innere Rad von der anlaufenden Schiene (Fig. 11I, 18) tangential auf die Scheibe aufläuft, sich auf ihr entweder finit der Spurkranzllohlkehle (Fig. IIa) oder mit dem Spurkranzgrößtkreis (z. 13. wie in Fig. Il b) abwälzt, dabei die Differenzgeschwindigkeit ausgleicht und nach dein gegebenen Drehwinkel wieder tangential auf die ablaufende Schiene (Fig. III, 1g) aufläuft, während das äußere Rad auf dem um den Mittelpunkt der Scheibe kreisförmig gebogenen Schienenstück (Fig. 11I, 2) weiterrollt.
- Um das innere Rad während des Abrollvorgangs auf der Scheibe stabil zu lagern, kann diese so ausgebildet sein, claß das Rad mit dem Spurkranz in eine tellerförmig ausgebildete Scheibe mit flachem Kegelmantel (Fig. III a, III b, 3) läuft und an einem zylindrischen Bund, der niedriger als die Spurkranzhöhe ist (Fig. Hl a, III b, 4), geführt wird.
- Um beim Auffahren des Rades auf die Scheibe und während des Abrollens das Abgleiten des Rades zu verhindern, ist rings um die Scheibe in etwa Schienenoberkantenhöhe ein Führungsbügel (Fig. IV, 5) angebracht, an dessen Stelle auch Rollen mit etwa kreisförmiger Mantellinie (Fig. V, 6) angebracht sein können, wobei die im Grundriß erscheinenden dreieckigen Zwickel zwischen zwei benachbarten Rollen durch Leitflächen (Fig. V, 7) ausgefüllt sind. Der Abstand der Führungsbügel bzw. Rollen vom Scheibenmittelpunkt kann dabei gleich auf größte Lokomotivräder abgestimmt sein. Bei wahlweiser Verwendung verschiedener Raddurchmesser sind die Bügel oder Rollen radial zum Wendemittelpunkt verstellbar.
- ach Beendigung der Wendung dienen als Anschlag des Spurkranzes 'Zungen (Fig. III, 8), die über den Rand der Drehscheibe hinweg tangential an den zylindrischen Bund anlaufen. Bei außerhalb des Gleises liegender Drehscheibe (Fig. 111, links) kann zu diesem Zwecke gleich der Schienenkopf der an- und ablaufenden Schiene abgeflacht und zungenartig bis zum zylindrischen Bund weitergeführt werden, oder aber die Zunge kann auch, in Verbindung mit einer Auflauflasche für den Spurkranz, als selbständiges Teil an die Schiene vorgeschuht werden. Bei innerhalb des Gleises liegender Drehscheibe (Fig.III, rechts) ist die Zunge jeweils gegenüber der anlaufenden Schiene angebracht.
- Eine mögliche Ausführung der Scheibenlagerung ist dadurch gegeben, daß die um einen Mittelbolzen (Fig. VI, 9) drehbare Scheibe i auf einem Kugelkranz io läuft, dessen Durchmesser D größer ist, als er sich durch den Durchmesser d ergibt, wo das Rad von der Schiene abläuft und die Scheibe berührt, oder aber dessen Kugelkranzdurchmesser mindestens größer ist als der Abrollkreisdurchmesser des Spurkranzes auf der Scheibe.
- In einer Gleiskreuzung ist es bei nur einer Drehscheibe möglich, die Kreuzung unter Ausbildung der Enden der gebogenen Schiene zu zwei Weichenzungen (Fig. VII, i i) in jeder Richtung auszufahren (Fig. VII a, VII b). Bei Verwendung von zwei in einem Schienenstrang im Abstand der Spurweite hintereinanderliegenden Drehscheiben kann man den Radsatz während des Rollens um die senkrechte Mittelachse um 18o° wenden (Fig. VIIc). Bei dieser Anordnung und in der Gleiskreuzung nach Fig. VIIa, VIIb ist der in gerader Richtung der Schiene gelegene Teil des Führungsbügels (Fig. IV, 12) oder die Führungsrolle (Fig. V, 13) aus dem Bereich des durchlaufenden Radsatzes seitlich wegklappbar.
- Eine andere Ausführungsart ist dadurch gegeben, daß aus der inneren Fläche des hohlkegeligen, tellerartigen Scheibenrandes horizontal gelagerte Walzen bzw. Rollen (Fig. VIII, 14) herausragen, derart, daß der obere Rollenkranz i4a auf einem größeren Durchmesser liegt als der untere Rollenkranz 14'. Beide Rollenkränze besitzen geradzahlige und gleichviel Rollen mit quer zur Scheibendrehachse angeordneter Drehachse und sind gegenseitig um eine halbe Rollenteilung versetzt. Die anlaufenden Schienen 18 können hierbei zur Drehscheibe so angeordnet sein, daß der Spurkranzgrößtkreis genau durch die Drehscheibenachse geht. Bei Zu- und Abführen des Rades seitlich der Drehscheibenachse (Fig. VIII) ist zur Führung des Rades eine senkrecht laufende Rolle in der Drehscheibenachse angeordnet, die ein Zylinder 15 oder Kegel 16 sein kann.
- Bei allen beschriebenen Ausführungen kann die mit dem Rad in Berührung kommende Drehscheibe i oder Führungsrolle 14, 15, 16 elektrisch angetrieben werden, deren Motor von dem an- und ablaufenden Radsatz gesteuert wird. Auf die Dauer der Berührung des Laufrades mit der Drehscheibe bleibt der Motor eingeschaltet.
Claims (15)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Umsetzen von Radsätzen von einem Gleis auf ein anderes, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gleise (18, i9) durch eine Kurve verbunden sind und die in der Gleiskrümmung innere Radscheibe sich in oder auf einem Drehkörper (i) abrollt, dessen senkrechte Drehachse im Krümmungsmittelpunkt ist, während die äußere Radscheibe auf der um den Krümmungsmittelpunkt gebogenen Schiene (2) weiterrollt.
- 2. Drehscheibe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie auf der äußeren oder inneren Seite der in der Kurve innenliegenden Schiene angeordnet sein kann (Fig. I a, l b, Ha, IIb, IIIa, IIIb).
- 3. Drehscheibe nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Radscheibe mit dem Spurkranz in einer tellerförmigen flachen Kegelscheibe (3) abrollt, in welcher zur Führung des Spurkranzes ein zylindrischer Bund (4), der niedriger ist als die Spurkranzhöhe, angebracht ist.
- 4. Drehscheibe nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Zungen (8) als Anschlag für den Spurkranz nach Beendigung der Drehung über den Rand der Scheibe hinweg tangential an den zylindrischen Bund anlaufen.
- 5. Drehscheibe nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß rings um die Scheibe eine Führung gegen Abgleiten des Radsatzes in Form von Bügeln (5) oder Rollen (6) angeordnet ist.
- 6. Drehscheibe nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantellinien der Führungsrollen entsprechend dem Berührungskreis zwischen Führungsrolle und Rad gekrümmt sind.
- 7. Drehscheibe nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung in einer Gleiskreuzung die in Richtung der durchgehenden Schienen liegende Führung (12, 13) aus dem Bereich des Radreifens ausschwenkbar ist. ä.
- Drehscheibe nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei wahlweiser Verwendung von verschiedenen Raddurchmessern die Führungsbügel oder Rollen in radialer Richtung zum Wendemittelpunkt verstellbar sind. g.
- Drehscheibe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Rande der hohlkegeligen Scheibe (i) auf zwei konzentrischen Kreisen geradzahlig gleichviel waagerechte Rollen (14), deren Drehachse quer zur Scheibendrehachse liegt, aus der hohlkegeligen Fläche herausragen und um eine halbe Teilung gegeneinander versetzt sind. io.
- Drehscheibe nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß bei Lage des Spurkranzgrößtkreises außerhalb der Drehscheibenachse das Laufrad an einer in der Drehscheibenachse gelagerten, zylindrischen (15) oder kegeligen (16) Rolle geführt wird (Fig. VIII). ii.
- Drehscheibe nach Anspruch i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß jeder mit dem Laufrad in Berührung kommende Rotationskörper angetrieben wird (i, 14, 15, 16).
- 12. Drehscheibe nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß bei elektrischem Antrieb der Motor auf die Dauer der Berührung des Laufrades mit der Drehscheibe eingeschaltet ist.
- 13. Drehscheibe nach Anspruch i bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung in einer Gleiskreuzung die Enden der gebogenen Schiene als Weichenzungen (i i) ausgebildet sind.
- 14. Anordnung von Drehscheiben nach Anspruch i bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Drehscheiben hintereinander im Abstand der Spurweite in einem Gleisstrang liegen (Fig. VIIc).
- 15. Drehscheibe nach Anspruch i bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die um einen senkrechten Mittelbolzen (9) drehbare Scheibe (i) auf einem Kugelkranz (io) gelagert ist, dessen Durchmesser (D) größer ist als der Durchmesser (d), mit dem das Rad die Scheibe beim Auf- oder Ablaufen berührt, oder aber größer ist als der Abrollkreisdurchmesser des Spurkranzes auf der Scheibe (Fig. VI).
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP24974D DE803475C (de) | 1948-12-16 | 1948-12-16 | Einrichtung zum Umsetzen von Radsaetzen von einem Gleis auf ein anderes |
| DES21270A DE891700C (de) | 1948-12-16 | 1950-12-15 | Einrichtung zum Umsetzen von Radsaetzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP24974D DE803475C (de) | 1948-12-16 | 1948-12-16 | Einrichtung zum Umsetzen von Radsaetzen von einem Gleis auf ein anderes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE803475C true DE803475C (de) | 1951-04-02 |
Family
ID=7369883
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP24974D Expired DE803475C (de) | 1948-12-16 | 1948-12-16 | Einrichtung zum Umsetzen von Radsaetzen von einem Gleis auf ein anderes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE803475C (de) |
-
1948
- 1948-12-16 DE DEP24974D patent/DE803475C/de not_active Expired
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