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Zerlegbares Gerüst oder ähnliches konstruktives Gebilde Die I?rfindung
bezieht sich auf ein zerlegbares Gerüst oder ähnliches konstruktives Gebilde, welches
in erster Linie leim Errichten von Häusern und sonstigen Gebäuden benutzt werden
kann, das aber auch mit Vorteil verwandt werden kann zum Tragen von Baugeriisterr
u. dgl. beim Aufbau von Schiften und Luftfahrzeugen. Das Gerüst gemäß der Erfindung
ist aber auch noch als Rahmenwerk für viele andere Zwecke brauchbar und geeignet,
i wie z. l). für Zelte der verschiedensten Art und Größe. Die Erfindung bezieht
sich in erster Linie auf ein neuartiges und verbessertes Gerüst o. dgl.. welches
aufgebaut ist ans einer Anzahl abnehmbarer Teile. so (laß (las ganze Gerüst leicht
und schnell aufgerichtet und wieder abgeschlagen werden kann. Ferner kann (las Gerüst
gemäß der Erfindung bis zu jeder gewünschten Form und Größe aufgebaut und nach Belieben
sogar erweitert Werden. (@emäl.i der l@rfindung bestcht <las zerlegbare Gerüst
oder ähnliche konstruktive Gebilde aus einer lfehrzahl senkrechter Säulen, von denen
jeweils vier zusammengehören, die gemeinsam eine Gerüsteinheit bilden. Diese Einheiten
\\-erden jeweils eine über der anderen angeordnet. Dabei sind die Säulen wenigstens
einer Gerüsteinheit paarweise fest miteinander verbunden zur Bildung von Einheitsendrahmen.
Diese Rahmen werden ihrerseits durch wenigstens zwei Längsbalken miteinander gekuppelt,
deren Enden lösbar mit den Endrahmen verbunden sind. Die Säulen wenigstens einer
anderen Gerüsteinheit sind wiederum paarweise miteinander zueinein Seitenrahmenverbunden,
und dieselzahmen sind miteinander gekuppelt durch wenigstens zwei Querbalken, deren
Enden lösbar an den Seit(#»-rahmen
befestigt sind. Die Länge der
Endrahmen und der Seitenrahmen und ebenso die der Längs-und Querbalken ist derart,
daß von mehreren Gerüsteinheiten eine auf den Kopf der anderen gesetzt werden kann,
wobei sich die Säulen der oberen Einheit auf denen der unteren abstützen und wobei
jeweils Gerüstteile mit Einheitsendrahmen abwechseln mit solchen, die Einheitsseitenrahmen
enthalten.
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Die einzelnen aufrecht stehenden Säulen können zu den Einheitsend-
und Seitenrahmen in beliebiger Weise miteinander verbunden sein, z. B. durch horizontale
Balken, die mit ihren Enden starr an den aufrechten Säulen befestigt sind. Diese
Balken oder sonstigen Verbindungsglieder können mit den aufrechten Säulen z. B.
verschweißt oder vernietet sein, um eine feste und dauerhafte Verbindung zwischen
den Teilen zu erzielen. Die Teile können aber auch in anderer Weise miteinander
verbunden sein; sie können z. B. auch miteinander verbolzt sein. Wohlverstanden,
wenn auch bei der Benutzung dieser Verbindungsmittel eine Zerlegung jedes einzelnen
Rahmens in seine Bestandteile möglich ist, etwa durch Lösen der Bolzen oder Muttern,
so ist doch die Verbindung zwischen den Säulen und den übrigen Teilen eines Rahmens
ihrer Art nach fester und dauerhafter als die Verbindung zwischen den lösbaren Balken
und den Rahmen. Wird ein Gerüst niedergelegt, so bleiben dabei die einzelnen Teile
eines Rahmens fest miteinander verbunden.
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Die aufrechten Säulen sind zweckmäßig röhrenförmig ausgebildet und
von geeignetem Querschnitt. Die Mittel zur Verbindung der übereinanderstehenden
Säulenabschnitte miteinander umschließen vorteilhaft herausnehmbare innere Teile
für jede Säule, und zwar für jede Gerüsteinheit oberhalb der untersten. Dabei ist
vorgesehen, jedes Verbindungsglied so einzubauen, daß es die Stoßstelle zwischen
zwei übereinander angeordneten Säulen überbrückt. Sind mehr als zwei Gerüsteinheiten
übereinander angeordnet, so werden zweckmäßig die inneren Verbindungsteile unmittelbar
aufeinander abgestützt. In diesem Falle ist die Länge der inneren Verbindungselemente
gleich der der aufragenden Säulenabschnitte.
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Um längs und quer verlaufende Einzelbalken mit den End- und Seitenrahmen
zu verbinden, werden vorteilhaft an den letzteren Büchsen oder Taschen angeordnet,
die einen abwärts gekehrten Dorn an den Enden der Verbindungsbalken aufnehmen.
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Wenn ein Gerüst der beschriebenen Art, z. B. bei der Errichtung einer
Hausmauer, benutzt wird, so werden, sobald die erreichte Höhe der Mauer die Errichtung
eines Gerüstes notwendig macht, bevorzugt Endrahmen, die durch längs verlaufende
Balken miteinander verbunden werden, entlang der Mauer aufgerichtet. Wenn eine größere
Länge als eine oder zwei unmittelbar aneinandergereihte Gerüsteinheiten gefordert
wird, so können zwei oder mehr Einheiten in einem Abstand gleich den Zwischenbalken
voneinander aufgerichtet werden. Jede Gerüsteinheit wird dann mit der nächsten durch
Längsbalken verbunden, die an den Endrahmen angreifen. Insgesamt kann auf diese
Weise ein Gerüst von jeder beliebigen Länge zusammengesetzt und aufgerichtet werden.
Auf die quer verlaufenden Teile des Gerüstes werden schließlich Bohlen und Bretter
gelegt, auf denen die Arbeiter stehen können.
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Sobald die Höhe eines einfachen Gerüstteiles sich als unzureichend
erweist mit Rücksicht auf die anwachsende Höhe der Mauer, wird eine zweite Einheit
auf den Kopf der ersten gestellt und die Bohlen werden auf die obere Etage gelegt.
Wurde die unterste Gerüsteinheit aufgebaut aus Endrahmen, die durch längs verlaufende
Balken miteinander verbunden waren, so wird die nächsthöhere Einheit zusammengesetzt
aus Seitenrahmen, die durch quer verlaufende Balken miteinander verbunden sind.
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Sollte im Laufe der Zeit noch eine größere Anzahl von Gerüsteinheiten
notwendig sein, um die gewünschte Höhe zu erreichen, so können diese in der gleichen
Weise aufgebaut werden. Es werden jeweils Gerüsteinheiten übereinander aufgerichtet,
die aus Seitenrahmen und losen Querbalken sowie aus Endrahmen mit längs verlaufenden
Balken zusammengesetzt sind. Diese abwechselnde Anordnung der beiden verschiedenartigen
Einheiten gibt ein fertiges Gerüst von großer Stärke und Festigkeit sowohl in Seitenrichtung
als auch senkrecht dazu. Zudem kann das Gerüst leicht und schnell aufgebaut und
niedergelegt und allen erforderlichen Gegebenheiten angepaßt werden.
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Zum besseren Verständnis soll nachstehend an Hand der Zeichnung ein
Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
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Es zeigt Fig. i die Vorderansicht eines Gerüstes gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine zugehörige Seitenansicht, Fig. 3 einen vergrößerten, aber nicht maBstäblichen
Querschnitt, in welchem erkennbar ist, in welcher Weise eine Gerüsteinheit über
der anderen aufgebaut wird, Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Gerüstes ähnlich
dem nach Fig. i und 2, wobei verschiedene Teile fortgeschnitten und eine geringere
Anzahl von Gerüsteinheiten übereinander angeordnet sind. Die Teile sind in größerem
Maßstab dargestellt; und Fig. 5 bis 8 Teilansichten von den Kupplungsteilen, mit
deren Hilfe die längs und quer verlaufenden Balken mit den aufrechten Säulen verbunden
werden.
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In Fig. i und 2 der Zeichnung besteht das dargestellte Gerüst aus
dem Fußteil i, vier übereinander angeordneten Gerüsteinheiten 2, 3, 4 und 5 sowie
einem Handlauf G.
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Das Fußteil i des Gerüstes ist aufgebaut aus zwei Einheitsendrahmen,
von denen jeder aus einer vorderen und hinteren aufrechten Säule io bzw. ii besteht,
die miteinander verbunden sind durch Querbalken 12 und 13. Diese Balken sind mit
den Säulen verschweißt oder in sonstiger Weise fest verbunden. Diagonale Streben
14 verbinden die Rahmenteile zusätzlich und geben diesen die erforderliche
Festigkeit.
Die Fußplatten, die an allen Säulen angebracht sind, haben eine ausreichende Größe,
um das Gewicht des Gerüstes aufzunehmen, ohne daß sie unzulässig tief in den Boden
einsinken. Die beiden Endrahmen sind lösbar miteinander verbunden zu einer Gerüsteinheit
durch die herausnehmbaren Längsbalken 16 und 17, die mit den Säulen verbunden sind
durch Kupplungsteile, die weiter unten noch näher beschrieben werden sollen.
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Die senkrechten Säulen sind als Rundrohre dargestellt. Sie können
aber auch jede andere gewünschte 0uerschnittsform aufweisen.
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Die zweite Gerüsteinheit 2 besteht aus zwei Einheitslängsrahmen, die
man auch als Seitenrahmen bezeichnen könnte, wobei jeder dieser Rahmen aus rechten
und linken Säulen 210 und 211 zusammengesetzt ist, die nur an ihrem oberen Ende
starr miteinander verbunden sind durch die fest eingesetzten Längsbalken 212. Die
Balken sind zweckmäßig mit den aufragenden Säulen verschweißt. Es können wiederum
diagonale Streben 214 vorgesehen sein, um dem Rahmen die notwendige Steitigkeit
und Festigkeit zu verleihen. Die beiden so gebildeten Seitenrahmen werden auf den
Kopf des Fußteiles i gesetzt und durch die Herausnehmbaren Querbalken 213 miteinander
verbunden.
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Die dritte Gerüsteinheit 3 ist ähnlich dem untersten Gerüstabschnitt
1 ausgebildet. Sie besteht wiederum ausEinheitsendrahmen, die durch herausnehmbare
Längsbalken miteinander verbunden sind. Es fehlen allerdings in diesem Falle die
unteren Querbalken, die den Balken 13 entsprechen und die unteren Längsstreben entsprechend
den Teilen 17. Jeder Endrahmen ist aufgebaut aus einer vorderen und einer hinteren
Säule 31o und 311, die durch die Querbalken 312 miteinander verbunden und durch
die Streben 31:I versteift sind. Die beiden Endrahmen sind ihrerseits miteinander
verbunden durch die herausnehmbaren Längsbalken 316.
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Die vierte Gerüsteinheit 4 entspricht in jeder Beziehung der zweiten
Einheit 2. Sie besteht aus Säulen 410 und .I11, die starr miteinander verbunden
sind durch Längsbalken 412 und Streben 414, so daß sie Einheitsseitenrahmen bilden.
Diese Rahmen «erden ihrerseits wieder zusammengehalten durch die herausnehmbaren
Querbalken 413.
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In ähnlicher Weise entspricht die fünfte Gerüsteinheit 5 der dritten
Einheit 3 und ist zusammengesetzt aus den aufrechten Säulen 51o und 511, den fest
angeordneten Querbalken 512 sowie Streben 514 und aus den lösbar eingesetztenLängsteilen516.
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Die fünfte Gerüsteinheit 5 ist überbaut durch einen Handlauf 6. Der
Handlauf 6 besteht aus Rahmenteilen, welche ähnlich den Seitenrahmen der Gerüsteinheiten
2 oder 4 ausgebildet sind, wobei gegebenenfalls die Kupplungsteile oder andere Glieder
für den Anschluß von Querbalken fortfallen können. Jeder Handlauf besteht aus einem
Paar aufrechter Säulen 61o und 611, die durch eine Schiene 612 miteinander verbunden
sind. Die Streben 614 dienen zur Versteifung.
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Die Kpnstruktion der Säulen und die Art der Verbindung und Sicherung
der Säulen einer höher angeordneten Gerüsteinheit auf der nächsttieferen ist in
Fig. 3 dargestellt, welche unter Verzicht auf eine maßstäbliche Darstellung eine
untere Säule zeigt, auf welcher die entsprechende Säule der nächsten Gerüsteinheit
befestigt ist.
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Die Fuß- oder untere Säule io besteht aus einem Rohr, an dessen oberem
Ende die Enden des festen Querbalkens 12 (Fig. 2) angeschweißt sind und an dem ferner
die Kuplungsteile 121 für den Anschluß der lösbaren Balken 16 und 2o angeordnet
sind. Die Konstruktion dieser Kupplungsteile und der Zweck des Balkens 20 werden
nachstehend beschrieben. Zur Wahrung der Übersichtlichkeit sind ein unteres Kupplungsteil
122 und der anschließende Balken 17 in Fig. 3 nicht dargestellt.
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Die Fußplatte 15 ist bei 113 an dem rohrförmigen Bein 114 angeschweißt.
Dieses Bein hat einen solchen Durchmesser, daß es lose, aber ohne zu weites Spiel
in die rohrförmige Säule 1o hineinpaßt. Die Länge des Beines 114 entspricht etwa
der Hälfte der Länge der Säule 1o und ragt bis zu der Linie 117 auf. Wenn der unterste
Gerüstabschnitt montiert ist, und es soll eine weitere Gerüsteinheit darauf gebaut
werden, so wird ein Rohr i 15 in das obere Ende der unteren Säule 1o eingeführt,
bis es bei 117 auf dem Kopf des Beines 114 aufsteht. Die obere Hälfte des Rohres
15 ragt sodann über den Kopf 118 der aufrechten Säule 1o hinaus. Über dieses Teil
des Rohres 115 wird die aufrechte Säule 21o der nächsten Gerüsteinheit 2 gestülpt.
Soll eine dritte Gerüsteinheit aufgebaut werden, so wird ein inneres Verbindungsrohr
215 eingebaut, welches ähnlich dem Rohr i 15 in das freie obere Ende der aufrechten
Säule 21o eingeschoben wird und dessen freies oberes Ende in die Säule 310 (Fig.
i und 2) eingreift.
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Auf diese Weise kann das Gerüst aufgebaut «-erden aus so viel Gerüsteinheiten,
wie in dem betreffenden Fall notwendig sind. Stets dienen die inneren Rohre i 15,
215 usw., die innerhalb der aufrechten Säulen aufeinanderstehen, dazu, die aufeinanderfolgenden
Gerüsteinheiten miteinander zu verbinden. Auf diese Weise wird eine feste und starke
Verbindung zwischen den einzelnen aufeinanderstehenden Teilen erreicht, ohne daß
ein Schwanken der aufrechten Säulenabschnitte gegeneinander möglich ist. Eine aufragende
Säule kann nur dadurch von der nächsttieferen getrennt werden, daß sie nach oben
hin von dem inneren Verbindungsrohr abgezogen wird. Eine solche Trennung der Säulen
voneinander kann nicht ungewollt eintreten, solange das Gerüst aufgebaut ist. Soll
das Gerüst abgeschlagen werden, so bereitet dasLösen der einzelnen Säulen oder Rahmenteile
voneinander keine Schwierigkeiten.
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Um das Gerüst auch auf unebenem Boden aufbauen zu können, sind Mittel
vorgesehen, um die Fußteile anzupassen. Diese Mitel bestehen beispielsweise bei
jedem Fuß aus einem Bolzen, der durch einander gegenüberliegende (nicht dargestellte)
Öffnungen in den Seitenwänden der aufrechten Säulen 1o oder i i in der Nähe des
unteren Endes derselben hindurchgreift und ferner durch ein Paar der
I-üclier
t 1 6 hindurchführt, die in dem inneren rohrförmigen Beinteil 114 angeordnet sind.
Soll ein Gerüst aufgebaut werden, so wird jeder Fuß, der in einer Vertiefung steht,
teilweise ausgezogen. Gleichzeitig wird das Rohr 114 um den erforderlichen Betrag
aus dem Rohr io herausgezogen und in der genannten Weise durch einen Bolzen, der
die Offnungen des Rohres io und die Bohrungen 116 des inneren Rohres 11.4 durchgreift,
in seiner Lage gesichert. Auf diese Weise werden alle übereinander angeordneten
Kupplungsrohre t15,2 15 usw. um den entsprechenden Betrag abgesenkt. Trotzdem
bleibt eine ausreichend feste und steife Verbindung zwischen den übereinander angeordneten
Säulenabschnitten gewahrt.
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Fig.4 zeigt in größerem Maßstab eine Gerüstkonstruktion, welche ähnlich
der in Fig. i und 2 dargestellten ist. Die vierte und fünfte Etäge des Gerüstes
ist dabei fortgelassen. Fig. 4 zeigt ferner, wie einzelne Abschnitte des Gerüstes
miteinander verbunden werden können, um ein in der Waagerechten langgestrecktes
Gerüst zu erhalten. Schließlich zeigt diese Figur in besonders klarer Weise, wie
die festen Querbalken 13, 12, 312 USW. und die festen Längsbalken 212, 612
USW. jeweils durch Schweißung mit den aufrechten 'Säulen verbunden sind,
während die herausnehmbaren Balken 17, 16, 316 usw. lösbar an die aufrechten Säulen
angeschlossen sind durch die Kupplungstaschen 121 USW.,
die an geeigneter
Stelle an den aufrechten Säulen angeschweißt sind.
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Wie in Fig.4 erkennbar ist, sind die beiden Säulen io und ii mit den
unteren Kupplungstaschen 122 zur Aufnahme des Balkens 17 versehen. Ferner tragen
die gleichen Säulen die oberen Kupplungstaschen 121 für den Anschluß der Balken
16 und 20. Aufbau und Konstruktion der Kupplungstaschen 121 und 122 ist in Fig.
5 und 6 besonders deutlich dargestellt.
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Die aufrechten Säulen 210 und 211 der zweiten Gerüstetage bilden ähnlich
wie die Säulen weiterer Etagen Einheitsseitenrahmen, die durch lösbare Querbalken
miteinander verbunden sind. Die Seitenrahmen sind zu diesem Zweck mit einem Paar
Kupplungstaschen 221 versehen, die um einen rechten Winkel gegeneinander versetzt
angeordnet sind, wie Fig. 7 erkennen läßt. Diese Kupplungstaschen sind so ausgebildet,
daß sie einen Querbalken 213 und, wenn notwendig, einen Längsbalken 230 ähnlich
dem Balken 2o aufnehmen können.
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Wenn ein dritter und weitere Gerüstabschnitte vorgesehen sind, die
aus Einheitsendrahmen und lösbar befestigten Längsbalken aufgebaut sind, so ist
jede Säule mit einem Paar Kupplungstaschen versehen, ähnlich wie die Taschen 121
an dem Fußteil des Gerüstes. Diese Taschen dienen zur Aufnahme der Balken 316,
320 USW.
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In dem obersten Abschnitt des Gerüstes schließlich ist jede Säule
61o, 6i i mit nur einer Kupplungstasche 621 versehen, die für den Anschluß der Handlaufschiene
62o dient. Ein Beispiel für eine solche Tasche ist in Fig. 8 dargestellt.
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Jeder Abschnitt des Gerüstes besteht aus der notwendigen Anzahl der
Geriisteinheiten, von denen jede aus vier Säulen besteht, die miteinander verbunden
sind. Jeder Gerüstabschnitt ist ein selbständiges Teil für sich. Es können zwei
Gerüstabschnitte nebeneinander aufgebaut werden, die mit ihren Endteilen voreinanderstoßen.
Wenn aber ein längeres Gerüst von mehr als der doppelten Länge eines einzelnen Gerüstabschnittes
notwendig ist, so würde diese Art des Gerüstaufbaues einen unnötigen Aufwand darstellen.
Für einen solchen Fall wird vorgeschlagen, zwei Abschnitte in einer Entfernung voneinander
aufzurichten, die gleich der Länge eines Abschnittes ist. Dieser zweite Gerüstabschnitt
ist in Fig. 4 durch die aufrechten Säulen 10a, 211a, 310° und durch Querbalken 13a,
12a USW.
dargestellt. Die beiden Gerüstabschnitte werden dann durch die lösbaren
Balken 20, 220, 320 USW.
miteinander verbunden, um auf diese
Weise ein zusammenhängendes Längsgerüst zu bilden. Eine beliebige Anzahl von Gerüstabschnitten
kann auf diese Weise nach Bedarf angebaut werden.
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Ist die Gerüstkonstruktion bis zu der gewünschten Höhe aufgerichtet,
so können Bohlen und Bretter auf die obersten Reihen der Querbalken gelegt werden,
welche zweckmäßig länger sind als die Längsbalken, damit sie an beiden Enden gut
aufliegen und eine Belastung aufnehmen können. Zur Verstärkung können gegebenenfalls
noch ein oder mehrere zusätzliche lose Querbalken vorgesehen sein, die auf den Längsbalken
liegen, und zwar zweckmäßig unmittelbar an den Enden derselben. Außerdem können
noch lösbare diagonale Streben vorgesehen sein, die in der Zeichnung nidht dargestellt
sind und welche an einem Ende mit einem Querbalken und an dem anderen Ende mit einem
anschließenden Längsbalken verbunden sind.
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Wie Fig. 4 bis 8 zeigen, besteht jede Kupplungstasche aus einem kurzen
U-Eisen, welches an seinem oberen Ende offen ist. An seinem unteren Ende kann es
offen oder geschlossen sein. Dieses Eisen ist, wie bei 222 und 223 dargestellt ist,
mit der Säule und gegebenenfalls mit einem unmittelbar anschließenden weiteren U-Eisen
verschweißt. Jede der so gebildeten Kupplungstaschen ist an ihrem oberen Rande mit
einem. Ausschnitt oder einer rückspringenden Kante 224 (Fig. 7) von einer Höhe und
Breite entsprechend dem Querschnitt des anzuschließenden Balkens versehen.
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Jeder lösbare Quer- oder Längsbalken, z. B. der Balken 213 (Fig. 7),
besteht aus einem U-Eisen passender Länge, wobei an die Stirnflächen desselben ein
senkrechter Bolzen 225 angeschweißt ist, der in die Kupplungstasche 221 hineinpaßt.
Das Ende des Balkens 213 legt sich in den Ausschnitt 224 der Kupplungstasche. Auf
diese Weise wird der Balken sicher und fest mit der aufragenden Säule 211 verbunden.
Er kann aber bei Bedarf einfach und schnell herausgenommen werden. In gewissen Fällen
kann es angebracht sein, zwei oder mehrere Gerüstabschnitte Seite an Seite anzuordnen
und miteinander zu verbinden durch herausnehmbare Balken ähnlich den Balken 20,
220 USW. Zu diesem Zweck kann jede aufragende Säule mit
einer
weiteren, nicht dargestellten Kupplungstasche versehest . werden, die an ihrer Vorderseite
liegt, wenn es sich tun eiste vordere Säule io handelt oder die an der Rückseite
angehracht wird, bei einer hinteren Säule i i. :\uf (Miese \\-eise kann eitle beliebige
Anzahl von Gerüstabschnitten aufgebaut und zusammengesetzt werden, und zwar in jeder
gewünschten Weise, wie es gerade verlangt wird.
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Gelegentlich kann es erwünscht sein, die Höhe des Gesamtgerüstes lnw.
einzelner oder mehrerer .@l)sclniitte desselben zu vergrößern, ohne daß dabei zusätzlich
L_iings- undOuerhalken verwandt werden. So kann z. 13. eilte Reibe von Gerüstetagen
von größerer Hölle als eilte einzelne Gerüsteinheit notwendig sein, wobei jede der
Etagen nicht beengt sein soll durch ein Hindernis. wie es ein eingeschalteter Längs-
oder Querbalken darstellen würde. In einem solchen Fall k(*-)tisteli zwischen (lein
Kopf der Säulen einer Gerüsteinheit und den Säulenfüßen der nächsten Einheit einzelne
rohrförmige Säulen eingeschaltet werden. Es müssen alsdann weitere innere Kupplungsrohre
angeordnet «-erden zur Verbindung der eingefügten Säulen und der Säulen der nächsthöheren
Gerüsteinheit. Ferner können zur zusätzlichen Verstärkung Muffen angeordnet seins,
die die Verbindungsstellen außen umgeben. Jede der Muffen wird an der aufrechten
Säule gehalten durch einen Zapfen, der in einen Längsschlitz der -Muffe eingreift.
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Die Abmessungen der Gerüsteinheiten können den gegebenen Erfordernissen
angepaßt werden. Für Baugeriiste erscheint eine Länge von 9 Fuß und Breite von 4
Fuß angemessen. Eine geeignete Höhe für (las Fußteil dürfte 3 oder 4 Fuß sein, während
alle übrigen Gerüsteinheiten zweckmäßig einheitlich eilte Höhe von 4 Fuß besitzen.
Die Erfindung ist jedoch keineswegs an irgendwelche -Maße gebunden, diese höniten
vielmehr nach Belieben geändert werden. Im allgemeinen werden jedoch die Seitenrahmen
wesentlich länger sein als die Endrahmen.