DE802733C - Kolben fuer Zweitaktbrennkraftmaschinen mit Kurbelkammerpumpe - Google Patents

Kolben fuer Zweitaktbrennkraftmaschinen mit Kurbelkammerpumpe

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DE802733C
DE802733C DET45A DET0000045A DE802733C DE 802733 C DE802733 C DE 802733C DE T45 A DET45 A DE T45A DE T0000045 A DET0000045 A DE T0000045A DE 802733 C DE802733 C DE 802733C
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DE
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piston
crank chamber
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internal combustion
pistons
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DET45A
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Josef Trier
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B25/00Engines characterised by using fresh charge for scavenging cylinders
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2700/00Measures relating to the combustion process without indication of the kind of fuel or with more than one fuel
    • F02B2700/03Two stroke engines
    • F02B2700/034Two stroke engines with measures for charging, increasing the power

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cylinder Crankcases Of Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Kolben für Zweitaktbrennkraftmaschinen mit Kurbelkammerpumpe Die Arbeitsweise einer 7_weitaktbrennkraftmaschiiie mit Vorverdichtung des Spül- und Lademittels in der Kurbelkammer wird als bekannt vorausgesetzt. Dabei erfolgt bei den meisten der heute gebräuchlichen Konstruktionen die Steuerung des Einlässes von frischem Spül- und Lademittel in die Kurbelkammer durch die Kolbenunterkante. Die für diesen Vorgang zur Verfügung stehende Zeit ist zu kurz, um eine vollkommene Füllung der Kurbelkammer zu ermöglichen. Nach Freigabe des Einlaßschlitzes im Zylinder durch die Kolbenunterkante muß erst die Trägheit der in der Ansaugleitung zwischen Vergasermischkammer und Einlaßschlitz des Zylinders befindlichen Gassäule überwunden werden, um das Gemisch in Förderrichtung zu beschleunigen. Die kurz vor dem Abschluß des Einlaßschlitzes erreichte Höchstgeschwindigkeit der Gassäule kann nicht mehr wesentlich zur Füllung der Kurbelkammer beitragen. Außerdem ist diese einfache Steuerung wenig geeignet, sich den vielfachen Schwankungen der labilen Druckverhältnisse in der Kurbelkammer und in den Überströmkanälen während des Ansaugvorganges anzupassen. Ihr Wirkungsgrad ist daher mangelhaft. Eine Verbesserung der Füllung der Kurbelkammer unter Beibehaltung der Steuerung des Einlasses durch die Kolbenunterkante konnte u. a. bisher nur erzielt werden durch eine Verlängerung des Einlaßschlitzes bis etwa zu 1/a und mehr des Hubes. Die damit gewonnene Leistungssteigerung wurde aber mit erheblichem Mehrverbrauch an Brennstoff erkauft unter Verzicht auf Elastizität und Durchzug der Maschine im unteren und mittleren Drehzahlbereich, weil ein Teil des angesaugten Gemisches wieder in die Ansaugleitung zurückgedrückt wird. Gelingt es aber die in der Ansaugleitung beim Ansaugevorgang auftretenden An- und Auslaufvorgänge für die Füllung der Kurbelkammer dienstbar zu machen, ohne daß die erwähnten Nachteile auftreten, so erhält man die -Möglichkeit, auch Spülung und Ladung des Zylinders über den gesamten Drehzahlbereich günstig zu beeinflussen und damit Leistung und Wirtschaftlichkeit der Maschine bedeutend zu verbessern. Mit dem im folgenden beschriebenen Kolben wird mit einfachen Mitteln, denen konstruktive Schwierigkeiten nicht im Wege stehen, dieses Ziel erreicht.
  • Abb. i zeigt die Ansicht der Seite des Kolbens, die am Einlaßschlitz des Zylinders vorbeigleitet. In ihr sind Schlitze angebracht derart, daß ihre Gesamtbreite einschließlich des sie trennenden Steges gleich ist der Breite des Einlaßschlitzes im Zylinder, ihr Abstand von,der Kolbenunterkante kleiner als die Länge des Einlaßschlitzes im Zylinder und ihre Länge parallel zum Hub etwa 1/s Hub ist. Zur Verdeutlichung ist die Größe des zugehörigen Einlaßschlitzes E unter den Abb. i und 4 gestrichelt dargestellt. Abb.4 zeigt die Ansicht eines Kolbens mit einem Schlitz und die Abb. a und 5 die Querschnitte durch die Kolben in Höhe der Mitte der Kolbenbolzenaugen. Im Innern des Kolbens münden die Schlitze auf eine ebene Fläche und sind durch federndeVentilklappen verschlossen, die im Ruhezustand ohne Vorspannung auf den Schlitzen ruhen und deren freies bewegliches Ende dem Kolbenbodeninnern zugewandt ist, b in Abb. 3. Mit ihrem anderen Ende sind die Ventilklappen an einem Blech, a in Abb. 3, befestigt und mit diesem zusammen in der Nähe der Kolbenunterkante im Innern des Kolbens fest mit dem Kolben verbunden, c in Abb. 3. Der Ausschlag der Ventilklappen, b in Abb. 3, wird durch das entsprechend abgewinkelte Blech, a in Abb. 3, begrenzt. Verfolgt man zwei Hübe des mit dieser Anordnung versehenen Kolbens im Zylinder eines gebräuchlichen Zweitaktmotors mit Absteuerung des Einlasses durch die Kolbenunterkante, so spielt sich folgendes ab: Sobald nach Umkehr des Kolbens im unteren Totpunkt ein geringer Unterdruck in der Kurbelkammer entsteht, geben die Ventilklappen die Schlitze im Innern des Kolbens frei. Dadurch kommt frisches Brennstoff-Luft-Gemisch in der Ansaugleitung zwischen Vergasermischkammer und dem Einlaßschlitz des Zylinders in Bewegung und strömt jetzt schon, vor der Freigabe des Einlaßschlitzes im Zylinder durch die Kolbenunterkante, durch die Schlitze des Kolbens, wird durch den abgewinkelten Teil des Bleches, das den Ausschlag der Ventilklappen begrenzt, abgelenkt in Richtung auf das Innere des Kolbenbodens, dieses und im weiteren Verlauf seines Weges zur Kurbelkammer die übrigen Teile des Kolbeninnern wirksam kühlend (Abb.6 und 7, Pleuelstellung ausgezogen). Inzwischen hat die Gemischsäule in der Ansaugleitung immer mehr Beschleunigung erhalten durch die Wirkung des beim fortschreitenden Aufwärtshub des Kolbens größer werdenden Unterdrucks in der Kurbelkammer. Das Gemisch kann daher mit großer Energie, den Zeitquerschnitt des Einlaßschlitzes voll ausnutzend, in die Kurbelkammer einströmen, sobald der Kolben auf seinem Weg zum oberen Totpunkt mit seiner Unterkante den Einlaßschlitz des Zylinders freigibt (Abb. 8, Pleuelstellung gestrichelt). Nach Umkehr des Kolbens im oberen Totpunkt und dem kurz darauf erfolgten Abschluß des Einlaßschlitzes durch die Kolbenunterkante kann das in der Ansaugleitung noch in seiner Bewegung zur Kurbelkammer beharrende Gemisch durch die Schlitze im Kolben nachströmen, bis seine Massenwirkung nachläßt (Abb. 8, Pleuelstellung ausgezogen, und Abb. 7, Pleuelstellung gestrichelt). Wird der Druck in der Kurbelkammer durch den abwärtsgehenden Kolben vergrößert, dann federn die Ventilklappen auf ihre Sitze zurück. Der im Dichtungsspalt zwischen den Ventilklappen und ihren Sitzen vorhandene Ölfilm sorgt in Verbindung mit dem durch den Überdruck in der Kurbelkammer verursachten Anpreßdruck erfahrungsgemäß für eine zuverlässige Abdichtung der Kurbelkammer gegen die Ansaugleitung während der Vorverdichtung. Nach Freigabe der Überströmschlitze im Zylinder durch die Kolbenoberkante sinkt nach kurzem Anstieg der Druck in der Kurbelkammer wieder ab. Es kann jetzt kurz vor Abschluß der Überströmschlitze die Massenwirkung der durch die Überströmkanäle strömenden Gemischsäule so groß werden, daß unter ihrem Einfluß die Ventilklappen auf den Schlitzen im Innern des Kolbens sich wieder abzuheben beginnen und frisches Gemisch aus der Ansaugleitung des Zylinders in das Kolbeninnere gelangt, das Kolbeninnere wieder kühlen und sich bis zum Abschluß der Überströmschlitze dem Spülstrom anschließen kann (Abb.6. Pleuelstellung gestrichelt). Nach Abschluß der Überströmschlitze durch die Kolbenoberkante beginnt dann der Ansaugevorgang von vorn (Abb.6. Pleuelstellung ausgezogen). Verwendungsgebiet und Vorteile des beschriebenen Kolbens Der Kolben kann in alle Zweitaktbrennkraftmaschinen eingebaut werden, die mit Vorverdichtung des Spül- und Lademittels in der Kurbelkammer arbeiten und deren Einlaß in die Kurbelkammer durch die Kolbenunterkante gesteuert wird, ohne daß konstruktive Änderungen an den übrigen Teilen der Maschine notwendig sind. Durch die über den ganzen Drehzahlbereich verbesserte'Füllung de; Kurbelkammer und die damit verbundene günstige Beeinflussung von Spülung und Ladung des Zylinders wird die Hubraumleistung bedeutend erhöht bei ,gleichbleibendem Brennstoffverbrauch. Die energische Innenkühlung des Kolbens durch den auf das Innere des Kolbenbodens und seiner benachbarten Teile gerichteten Strahl des frischen, aus de? Ansaugleitung kommenden Gemisches, das durch die Schlitze des Kolbens strömt, vermindert die Wärmebelastung des Kolbens und gestattet dadurch die Ausnutzung der höheren Leistung ohne thermische Schwierigkeiten und bei vermindertem Verschleiß. Wegen des h<;heren Drehmomentes kann die Übersetzung sehr viel knapper gewählt werden, es brauchen daher keine hohen Drehzahlen benutzt werden, um befriedigende Fahrleistungen zu erzielen. Bei einem für die Entwicklung des beschriebenen Kolbens benutzten Fahrradhilfsmotor von 31 ccm Hubraum konnte nach Einbau des Kolbens die serienmäßig vorgesehene Übersetzung von 1 : 22 auf 1 : 12,7 bei 28"-Räderll herabgesetzt werden. Damit wurden Geschwindigkeiten bis 5o km/h gefahren bei Sooo U/min und einem Brennstoffverbrauch von 1,21 auf loo ktn bei 4o km Durchschnittsgeschwindigkeit und hervorragender Elastizität und gutem Durchzug im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Die Höchstleistung konnte von o,6 PS auf i PS, also um 66 °lo gesteigert werden. Bei direkter Einspritzung von Brennstoff in den Zylinder wird sich der höhere Liefergrad der Kurbelkammerpumpe günstig bemerkbar machen durch die Möglichkeit, den Spüldruck zu erhöhen und durch die gute Wirbelung der Ladeluft die Verbrennung zu beeinflussen.

Claims (2)

  1. PATENT ANSPRGC11E: r. Kolben für Zweitaktbrennkraftmaschinen mit Kurbelkammerpumpe und mit von der Unterkante des Arbeitskolbens gesteuertem Einlaß in die Kurbelkammer, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbelkammer durch einen oder mehrere Schlitze in der Kolbenwand, die durch ein oder mehrere Klappenventile im Innern des Kolbens nur in Förderrichtung freigegeben «-erden und in der am Pumpeneinlaßschlitz des Zylinders vorbeigleitenden Seite des Kolbens angebracht sind, vor und nach der Freigabe des Pumpeneinlasses durch die Kolbenunterkante mit der Ansaugleitung verbunden wird.
  2. 2. Kolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das frische, durch die Schlitze im Kolben einströmende Spül- und Lademittel erst auf die Innenseite des Kolbenbodens trifft und im weiteren Verlauf seines Weges an der Innenseite der Ringzone und des Kolbenhemdes entlangströmt, diese Teile des Kolbens wirksam kühlend.
DET45A 1949-10-18 1949-10-18 Kolben fuer Zweitaktbrennkraftmaschinen mit Kurbelkammerpumpe Expired DE802733C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969105C (de) * 1951-08-02 1958-04-30 Heinrich Lanz Ag Vor dem Ansaugventil oder den Ansaugschlitzen von intermittierend arbeitenden Brennkraftmaschinen angeordnetes Rohrsystem
US4000723A (en) * 1972-08-22 1977-01-04 Performance Industries, Inc. Engine valve means and porting
USRE30425E (en) * 1979-09-24 1980-11-04 Performance Industries, Inc. Engine valve means and porting

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969105C (de) * 1951-08-02 1958-04-30 Heinrich Lanz Ag Vor dem Ansaugventil oder den Ansaugschlitzen von intermittierend arbeitenden Brennkraftmaschinen angeordnetes Rohrsystem
US4000723A (en) * 1972-08-22 1977-01-04 Performance Industries, Inc. Engine valve means and porting
USRE30425E (en) * 1979-09-24 1980-11-04 Performance Industries, Inc. Engine valve means and porting

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