DE550595C - Zweitaktmotor - Google Patents

Zweitaktmotor

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DE550595C
DE550595C DEK114010D DEK0114010D DE550595C DE 550595 C DE550595 C DE 550595C DE K114010 D DEK114010 D DE K114010D DE K0114010 D DEK0114010 D DE K0114010D DE 550595 C DE550595 C DE 550595C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B25/00Engines characterised by using fresh charge for scavenging cylinders
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2720/00Engines with liquid fuel
    • F02B2720/13Two stroke engines with ignition device
    • F02B2720/131Two stroke engines with ignition device with measures for removing exhaust gases from the cylinder
    • F02B2720/132Two stroke engines with ignition device with measures for removing exhaust gases from the cylinder by means of exhaust gases

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

  • Zweitaktmotor Gegenstand der Erfindung ist ein Zweitaktmotor mit einer im Auspuffwege vorgesehenen Rückschlagklappe, bei welchem die Ladung durch den im Zylinder beim Ausströmen der Abgase entstehenden Unterdruck zugeführt wird.
  • Die Erfindung besteht hauptsächlich darin, daß die Rückschlagl:lappe am Zylinder selbst oder in seiner unmittelbaren Nähe angeordnet ist.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, durch die Auspuffgase in einem Zylinder einen Unterdruck zu erzeugen, jedoch bestand die Schwierigkeit stets darin, unter der alleinigen Einwirkung des Auspuffs einen hohen Unterdruck im Zylinder zu erzeugen. Zu diesem Zweck ist vorgeschlagen worden, am Ende eines langen Auspuffrohres eine Rückschlagklappe vorzusehen, um das Zurückströmen der äußeren Luft zu verhüten.
  • Die Erfahrung hat nun aber gezeigt, daß das durch dieses Mittel im Zylinder erzeugte Vakuum stets schwach und ungleichmäßig ist und demgemäß auch eine gute Füllung des Zylinders nicht sichern kann, falls man nicht gleichzeitig eine Speisepumpe vorsieht.
  • Anscheinend rührt dieser ungenügende Unterdruck daher, daß die Gase nicht vollkommen gleichmäßig durch das lange Auspuffrohr strömen; wegen der Dauer des Durchganges und der Gegenwart der Rück, Schlagklappe am Ende des Rohres wird wahrscheinlich durch den plötzlichen Widerstand dieser Klappe eine Druckwelle erzeugt, die nach dem Zylinder zurückgeht und dadurch das gleichmäßige Strömen der Gase stört. Man kann auch annehmen, daß ein solcher Auspuff der Gase nach einer Explosion nicht nach einem gleichmäßigen Gesetz stattfindet, wie dies für ein Gas erfolgt, das von einem starken Druck auf einen schwachen Druck entspannt wird. Nach der Explosion entsteht im Gase eine Welle, die sich natürlich auch wellenartig verschiebt, und dadurch erklärt sich auch, daß ein langes Auspuffrohr Störungen in der Strömung verursacht und sich nicht für die Erzeugung eines hohen Unterdruckes eignet.
  • Der Grundgedanke des Erfindungsgegenstandes steht nun demjenigen der bekannten Einrichtungen gänzlich entgegen, da er ja gerade darin besteht, das lange Auspuffrohr zu beseitigen und die Rückschlagklappe sehr nahe an den Zylinder heranzurücken. Der Auspuff erzeugt alsdann den Unterdruck direkt im Zylinder, und die Erfahrung hat gezeigt, daß es unter solchen Bedingungen möglich ist, einen hohen Unterdruck zu erzeugen, der vollkommen genügt, um die erforderliche Füllung des Zylinders zu sichern, vorausgesetzt, daß die Rückschlagklappe derart ausgebildet sei, daß sie luftdicht schließt, sobald die Gase zurückströmen, und daß sie nicht den geringsten Teil in den Zylinder wieder eintreten läßt. Es wird dadurch möglich, Zweitaktmotore zu bauen, die einfach sind und trotzdem vollkommen zufriedenstellend arbeiten.
  • Mehrere Ausführungsbeispiele sind auf der Zeichnung dargestellt.
  • Abb. i ist ein senkrechter Schnitt durch den Motor.
  • Abb. 2 ist ein waagerechter Schnitt gemäß der Linie 2-2 der Abb. i.
  • Abb. 3 ist eine Ansicht wie Abb. i, die sich auf eine zweite Ausführung bezieht.
  • Abb. q_ ist ein Schnitt durch einen Zweitaktmotor mit zwei Kolben.
  • Abb. 5 zeigt in größerem Maßstabe einen Schnitt durch eine Einzelanordnung.
  • Abb. 6 ist ein Ouerschnitt durch eine selbsttätige Klappe.
  • Im Falle der Abb. i und 2 bezeichnet i den Zylinder mit den Kühlrippen 2, in welchen ein Kolben 3 arbeitet, der mit einer Pleuelstange q. verbunden ist. Der Einlaß des brennbaren Gases erfolgt durch ein Sammelrohr 5, welches mit einem Vergaser verbunden ist mit oder ohne Zwischenschaltung einer Klappe, wie sie in Abb. 5 dargestellt ist und die weiter unten beschrieben ist, wobei das Sammelrohr durch Öffnungen 6 mit dem Zylinder in Verbindung steht.
  • Die Verbrennungsgase entweichen aus dem Zylinder mit großer Geschwindigkeit durch eine Reihe von Öffnungen 8, die auf einem Teil des Umfanges des Zylinders verteilt sind, und durch ein V-förmiges Sammelrohr 7, an dessen Ende sich eine Klappe befindet, die aus einer Reihe elastischer und leichter Metallzungen 9 besteht (Abb. i und 2). Jede Zunge ist in der Mitte auf einer gelochten Wand io befestigt, welche fest an den Wänden des Sammelrohres 7 sitzt und einen Sitz bildet.
  • Stücke i i in Gestalt von Teilringen, die ebenfalls gelocht sind, sind in ihrer Mitte auf Wänden io derart befestigt, daß jede eine der Zungen 9 bedeckt und ihr jedoch eine gewisse Bewegungsfreiheit läßt.
  • Sobald die frischen Gase, welche in den Zylinder durch das Sammelrohr 5 und die Löcher 6 eingelassen worden sind, verdichtet sind und der Kolben 3 am oberen Hubende anlangt, erfolgt die Zündung des brennbaren Gemisches in üblicher Weise durch die Zündkerze 12, und die Explosion treibt den Kolben abwärts, welcher zunächst die Öffnungen $ freigibt, durch welche die verbrannten Gase ausströmen, und dann die Eintrittsöffnungen 6 bloßlegt.
  • Im Augenblick der Explosion führen die im oberen Teile des Zylinders befindlichen Gase eine sehr rasche lineare Hinundherbewegung aus (etwa 2ooo bis 5ooo m/Sek. bei einem brennbaren Gemisch aus Benzol). Diese Gase prallen an die Zylinderwände und von diesen wieder zurück, bis die Auslaßöftnung freigegeben wird. In diesem Augenblick stürzen sie aus dem Zylinder heraus. Infolge der Anordnung der Klappe 9, welche nur- einen sehr geringen Widerstand den Verbrennungsgasen entgegenstellt und ihre Rückkehr in den Zylinder verhindert, erzeugt man im Zylinder einen großen Unterdruck, welcher praktisch bis auf o,i bis o,5 Atm. abs. sinken kann.
  • Dieser Unterdruck von o,i bis o,5 Atm. abs. entspricht dem Druck der Gasmenge, welche nicht aus dem Zylinder entwichen ist. Der Rückstand kann sich aus einer Verspätung in der Öffnung der Klappe ergeben. Andererseits bleiben von dem Gas, welches gegen die Vertiefungen und Vorsprünge im Innern des Zylinders prallt, Teile nach dem Schließen der Klappe zurück.
  • Diese Gase bilden den Rückstand. Je nach der Menge dieser Gase muß der Raum zwischen dem Zylinder und der Klappe 9 et-,va gleich sein dem Volumen des Rückstandes, welcher auf den Druck der freien Luft zurückgebracht ist.
  • Ist dieser Raum, welcher als Zwischenraum bezeichnet werden kann, merklich größer als das Volumen des Rückstandes, so wird er sich mit frischen Gasen füllen, welche bei der Nutzarbeit des Zylinderinhaltes nicht mitwirken werden, und sie werden im gleichen Zustande wieder ausgestoßen und gehen verloren. Der Verbrauch eines solchen Motors wird also zu groß sein.
  • Ist jedoch dieser Zwischenraum merklich kleiner als das Volumen des Rückstandes, so werden die frischen Gase nicht den ganzen Zylinderinhalt ausfüllen; und der Motor, welcher sonst wenig Brennstoff verbraucht, wird nicht die Leistung haben, die dem Zylinderinhalt entspricht.
  • Dieser Raum hängt also von der Größe des Zylinderinhaltes ab, und seine Größe muß sich praktisch zwischen o,5 und o,i des gesamten Zylinderinhaltes bewegen.
  • Die Klappe 9 darf sich nicht hinter oder vor einer Rohrleitung befinden, denn dadurch würde eine Hinundherbewegung des Gases erzeugt, wodurch Stöße und Unterdrücke entstehen würden, welche das Arbeiten der Klappe ungünstig beeinflussen würden. Am Austritt dieser Klappe dürfen die Gase nicht durch eine Leitung geführt werden, pnd ihre lebendige Kraft muß gehemmt werden. Dies wird dadurch erzielt, daß man die verbrannten Gase .unmittelbar in die freie Luft ausströmen läßt oder in einen großen Raum und nach allen Seiten hin, wobei die Größe dieses Raumes merklich größer sein muß als der Zvlinderinhalt. In diesem Raum kann der Druck höher sein als der Druck der freien Luft, ohne daß dadurch ein günstiges Arbeiten der Klappe und des Motors gestört wird.
  • Die Klappe g kann etwa um einen Milliineter zwischen dem Sitz io und dem Anschlag ii ausschlagen.
  • Die halbkreisförmige Gestalt der Klappe 9, so wie sie dargestellt ist, ermöglicht eine gedrängte Bauform des Auslaßstutzens, und hierdurch wird der Weg, den die Gase bis zu der Klappe zurücklegen müssen, verkürzt. Man kann die Anzahl der Zungen erhöhen, und falls man sie von der Mitte des Zylinders weiter abrückt, kann man für die entweichenden Gase leicht einen sehr großen Durchgangsquerschnitt herstellen, wobei dieser von der Größe der Zungen abhängt, deren Hub sich auf einen Millimeter beschränken muß. Damit die Klappe im Augenblick des Schließens auch sicher wirkt, müssen die Teile i i derart gelocht sein, daß die äußeren Flächen der Zungen 9 der zurückschlagenden Gasmasse ausgesetzt sind. Der Rückstoß bewirkt dann das augenblickliche Schließen und vermindert auf das geringste Maß das Eindringen von Gas, welches für die gute Wirkungsweise des Motors insofern schädlich ist, als es die Masse der Rückstände vergrößert.
  • Dadurch, daß der Eintritt der Ladung durch Unterdruck bewirkt wird, wird die Vergasung des flüssigen Brennstoffes erheblich verbessert. Der kritische Punkt des flüssigen Zustandes wird weit überschritten, so daß eine Art Explosion der Tröpfchen entsteht, die sich in nicht gesättigten Dampf umwandeln. Selbstverständlich wird die Verdampfung auch durch die Wärme und durch das Durchwirbeln gefördert, jedoch ist diese Einwirkung geringer als diejenige des Unterdruckes.
  • Die frischen Gase treten wegen des hohen Unterdruckes sehr schnell in den Zylinder ein, insbesondere zu Beginn der Freigabe der Einlaßöffnungen 6.
  • Es ist von Vorteil, in der Einlaßleitung eine Rückschlagklappe so nahe wie möglich an dem Zylinder anzuordnen, so daß die Gase bei Beginn der Verdichtung im Zylinder nicht mehr zurückströmen können. Man erhält auf diese Weise im Zylinder einen Druck, der höher ist als derjenige der freien Luft oder des Raumes, aus welchem der Zylinder gespeist wird. Dieser Druck beträgt etwa i,i bis 1,4 Atm.
  • Eine solche Klappe ist in Abb. 5 dargestellt, in welcher die Einlaßleitung mit.dem Stutzen verbunden ist, welcher vom Vergaser abgeht, und zwar durch eine Muffe aus zwei Teilen 14 und i4a, welche das Gehäuse der Klappe bildet. Diese beiden Teile sind auf dem Stutzen und auf einem Ring 15 befestigt, der beispielsweise die dargestellte Gestalt besitzt.
  • Der Ring 15 besitzt eine gewisse Anzahl Löcher für den Durchgang der Gase, welche durch einen Kern 16 abgelenkt werden.
  • Die Klappe besteht aus einem dünnen elastischen Metallstück 17 von der Form eines Ringes und ist mit inneren Armen i7a versehen, die auf dem Ring 15 befestigt sind.
  • Dem Kern 16 gegenüber ist eine andere Ablenkvorrichtung 18 eingebaut, welche durch eine Mutter i9 festgehalten ist, die auf einem in den Kern 16 eingeschraubten Bolzen sitzt.
  • Die Ablenkvorrichtung 18 ist mit Armen 21 versehen, von denen einer auf der Abbildung dargestellt ist und an welchen ein Ring 22 mit Löchern festsitzt, welcher als Anschlag für die Klappe dient, ähnlich dem Anschlag i i für die Auspuffklappe.
  • Bei diesen Zweitaktmotoren stellt man deutlich eine Selbstzündungserscheinung fest, die anders beschaffen ist als diejenige, welche durch Verdichtung erzielt wird, bevor die Zündung durch einen Funken erfolgt.
  • Die Selbstzündung im vorliegenden Falle ist davon ganz verschieden. Sie entsteht in dem Augenblick, in welchem der Einlaß beginnt und ist bei Schluß des Einlasses beendet.
  • Die Gase, welche in den Zvlinder eintreten, in welchem ein hoher Unterdruck herrscht, strömen in Gestalt einer kompakten Masse ein. Sie wirken wie ein Geschoß, stoßen gegen die Wände und verdrängen die verdünnten Rückstände, welche alsdann im Zylinder verdichtet werden.
  • Ist die Verbrennung der Rückstände noch nicht beendet oder befinden sich glühende Teile im Zylinder, so bilden sich Brennpunkte, welche den Kopf der eintretenden Gasmasse zünden. Diese Vorzündung wirft die frischen Gase durch die Einlaßöffnungen zurück, und hierdurch wird ein unangenehmes Zischen im Vergaser hervorgerufen, wobei sogar eine Flamme entstehen kann. Gleichzeitig läuft der Motor mit Stößen, verliert an Leistung, und falls die Erscheinung nicht stark ist, läuft der Zweitaktmotor als Viertaktmotor.
  • Die Flamme bei dieser Vorzündung ist deutlich von derjenigen des Auspuffes verschieden. Sie ist weißlichblau und ähnlich der Farbe der elektrischen Entladungen in Levdener Flaschen.
  • Um diese Selbstzündung der Frischgase zu verhüten, muß jeder Brennpunkt, welcher sie erzeugen kann, beim Eintreten der frischen Gase gelöscht sein.
  • Zu diesem Zweck muß die Explosion genau im Augenblicke, wo die Zündung erfolgt, die ganze Ladung verbrennen. Das Gemisch muß somit richtig dosiert sein; außerdem muß die Explosionskammer derart ausgebildet sein, daß Ecken, Vorsprünge und Aussparungen möglichst vermieden werden. Die Zündkerze muß die ganze verdichtete Gasmasse beleuchten; sie muß somit möglichst in der Mitte der Verbrennungskammer angebracht sein.
  • Wichtig für die Löschung dieser Brennpunkte ist die Lage des Auslasses zu der des Einlasses. Die Zeit zwischen Ende des Auslasses und Beginn des Einlasses hängt von der Bauart des Zylinders ab.
  • Für übliche Umdrehungszahlen von 3000 bis 3500 pro Minute wird eine Versetzung von io bis 5o° zwischen dem Beginn des Auspuffes und dem Beginn des Einlasses genügen. Je besser die Vergasung ist, je besser die Zylinderwände geglättet sind, um so kleiner kann diese Versetzung sein, um einen guten Gang des Motors zu ermöglichen. Vorteilhaft beträgt die Versetzung 30° und mehr, Bei der anderen Ausführung nach Abb. 3, in welcher die gleichen Bezugszeichen die gleichen Teile wie vorhin bezeichnen, wird der Zylinder 21 durch einen Wasserumlauf gekühlt, und der Einlaß wird durch ein Ventil 22 gesteuert, welches sich am Zylinderkopf befindet und durch einen Stößer 23 oder einen Hebel 2.4 betätigt werden kann.
  • Bei der Ausführung nach Abb. q. sind zwei Kolben 3a und 3b vorgesehen, welche sich entgegengesetzt zueinander bewegen und derart versetzt arbeiten, daß der Kolben 3b den Auslaß bereits geschlossen hat, bevor die Einlaßöffnungen geschlossen werden.
  • Der Einlaßstutzen enthält ein Einlaßventil, welches wie die Auslaßklappe beschaffen ist und aus zwei Zungen 26, einem gelochten Sitz 27 und einem Anschlag 28, ebenfalls mit Löchern, besteht.
  • Die Anordnungen nach Abb.3 und q. gestatten die Einstellung der Gassteuerung derart, daß die Auslaßöffnung geschlossen ist, bevor der Einlaß sich öffnet (Abb.3), oder daß die Auslaßöffnung geschlossen ist,- bevor, der Einlaß beendet ist (Abb. q.), so daß die frischen Gase in einen geschlossenen Raum' eintreten und somit nicht durch den Auslaß verlorengehen können. Diese Anordnung gestattet die Anwendung außer der genannten Ladevorrichtung einer solchen, welche die Gase in verdichtetem Zustande in den Zylinder drückt. In diesem letzteren Falle wird der Druck aufrechterhalten, da ja die Aus: laßöffnung durch den Kolben geschlossen ist. Durch die Anordnung der Einlaßklappe (Abb. q.) wird im Falle einer mechanischen Steuerung ermöglicht, im Zylinder einen größeren Druck zu erhalten als bei Beginn des Einströmens. Dies ergibt sich einerseits aus dem großen Unterdruck, welcher im Zylinder im Augenblick des Öffnens des Einlasses herrscht, und andererseits aus der Eintrittsgeschwindigkeit der Gase, welche entsprechend sehr groß ist.
  • Trotz der umständlicheren Bauart ist die Ausführung nach Abb. 3 und q. gegenüber derjenigen nach Abb. i und 2 vorteilhafter, da im letzteren Falle die Gase, welche mit großer Geschwindigkeit eintreten, die Auslaßklappe etwas anheben und die Speisung unter Überdruck verhindern können.
  • Es muß im allgemeinen bemerkt werden, daß bei jeder Umdrehungsgeschwindigkeit des Motors die Öffnungsdauer des Auslasses durch den Kolben oder durch eine Steuerbüchse oder einen sonstigen Verschluß größer sein wird als die Dauer des Hinundherganges der Gasmasse, welche aus diesen öffnungen ausströmt und nach dem Zylinder zurückströmt, nachdem sie gegen die äußeren Gase oder gegen ein beliebiges Hindernis gestoßen ist. Nur bei einer gewissen, genügend hohen Umdrehungszahl wird der Abschluß der gesteuerten Auslaßöffnungen genügend früh erfolgen und ein Zurückströmen der Auspuffgase in den Zylinder verhindern.
  • Durch die Zwischenschaltung der Rückschlagklappe 9 in den Weg der Auspuffgase wird diesem Fehler abgeholfen, und zwar bei jeder Geschwindigkeit, welche von der normalen Geschwindigkeit abweicht, und es bleibt die gleiche Wirkungsweise und der gleiche Wirkungsgrad bei jeder Drehzahl erhalten.
  • Diese Rückschlagklappe, deren Masse und Hub möglichst klein sein muß, um beim Stoß der Gasmasse sofort ansprechen zu können, kann jede passende Gestalt erhalten. Selbst falls man die Anordnung gemäß Abb. 6 beibehalten will, kann man doch der Zunge 9 eine beliebige Gestalt geben. Sie kann gerade, gebogen, kreisförmig, flach, spiralförmig usw. ausgebildet sein. Selbstverständlich muß in jedem Fall der Sitz io und der Anschlag ii eine entsprechende Gestalt erhalten.
  • Ein Motor der beschriebenen Art kann in sehr vorteilhafter Weise' die bekannten Zweitaktmotoren mit Kurbelkastenpumpe ersetzen, bei denen die Abdichtung des Kurbelgehäuses Schwierigkeiten macht. Die Vergasung wird sogar durch den im Augenblick des Einlasses im Zylinder herrschenden Unterdruck gefördert.
  • Außerdem sind die bekannten Zweitaktmotoren mit Kurbelkastenpumpe auf Kraftwagen schwer anzuwenden, da bei einer Mehrzylindermaschine das Kurbelgehäuse in einzelne Kammern unterteilt werden muß. Die Anwendung der Speisevorrichtung nach der Erfindung gestattet es, in sehr einfacher Weise den genannten Übelständen abzuhelfen.
  • Übrigens kann die Erfindung für :Motoren mit beliebiger Zylinderzahl und jeder Größe benützt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zweitaktmotor mit einer im Auspuffwege vorgesehenen Rückschlagklappe, bei welchem die Ladung durch den im Zylinder beim Ausströmen der Abgase entstehenden Unterdruck zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückschlagklappe am Zylinder selbst oder in seiner unmittelbaren Nähe angeordnet ist. z. Zweitaktmotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Rückschlagkörper mehrere federnde Blechzungen (9) vorgesehen sind, die in ihrer Mitte auf einem mit Kanälen versehenen Ringstück (io) im Auspuffsammelkanal (7) befestigt sind und zur Abdeckung der Kanäle .dienen, und daß Ringstücke (ii) angeordnet sind, die die federnden Zungen überdecken und ihre Hübe begrenzen.
DEK114010D 1928-03-23 1929-03-22 Zweitaktmotor Expired DE550595C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
FR550595X 1928-03-23

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DE550595C true DE550595C (de) 1932-05-23

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ID=8936303

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DEK114010D Expired DE550595C (de) 1928-03-23 1929-03-22 Zweitaktmotor

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DE (1) DE550595C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970040C (de) * 1941-02-13 1958-08-14 Daimler Benz Ag Brennkraftmaschine mit einer duesenfoermigen Auslass- und gegebenenfalls auch duesenfoermigen Einlassleitung
DE102017009089A1 (de) * 2017-09-29 2019-04-04 Friedemann Meggl Zweitaktmotor mit Ölsumpschmierung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970040C (de) * 1941-02-13 1958-08-14 Daimler Benz Ag Brennkraftmaschine mit einer duesenfoermigen Auslass- und gegebenenfalls auch duesenfoermigen Einlassleitung
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