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Fahrbarer Medikamenten- und Instrumentenschrank
Die Erfindung behandelt
einen fahrbaren Schrank zur Aufnahme von medizinischen Hilfsmitteln, Instrumenten
und sonstigen Geräten, soweit sie vor nehmlich zur unmittelbaren Behandlung des
Patienten in der medizinischen oder Dental-Praxis benötigt werden.
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Bisher hatte man für die Aufbewahrung der Hilfsmittel und Geräte
feststehende Schrankbehäiter in Benutzung, während die für die unmittelbare Behandlung
benötigten Geräte beispielsweise von schwenkbaren Tischen an den Operationsstühlen
aufgenommen wurden. Hierbei ergaben sich eine Reihe Nachteile. Die schwenkbare Tischplatte
war am Operationstisch oder Stuhl sehr hinderlich bei der Behandlung, und es mußte
mit Rücksicht auf die Platzbeschränkung die Fläche sehr klein gehalten werden. Dies
hatte zur Folge, daß man sich bei der Auslegung der Geräte und Hilfsmittel auf das
Allernotwendigste beschränken mußte und oft im Laufe der Behandlung weiter benötigte
Instrumente und Hilfsmittel aus den festen Behältnissen zu entnehmen waren. Hierdurch
wurde der behandelnde Arzt oft unliebsam in seiner Tätigkeit unterbrochen und konnte
auf eine erhöhte Assistenz nicht verzichten.
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Der gemäß der Erfindung ausgebildete fahrbare Schrank hebt die vorbezeichneten
Nachteile auf.
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Der Schrank ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch einen dreiteiligen
Aufbau, dergestalt, daß das Unterteil mit Laufrollen, einer Schubkasteneinteilung
und Verschlußtüren sowie Transportgriffen versehen ist; das vornehmlich aus durchsichtigem
Kunststoff bestehende Mittelteil im Innern eine drehbare Etagere enthält und durchsichtige
Schiebetüren besitzt; das Oberteil Aufnahmeschalen für Medikamente u. dgl. enthält,
die durch zwei oder
mehrere vorzugsweise segmentartig gehaltene
ausschwenkbare Platten staubsicher abgedeckt sind.
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Das Mittelteil ist vornehmlich aus durchsichtigem Kunststoff hergestellt,
um einen klaren Uberblick über die im Innern auf einer drehbaren Etagere auf Glasplatten
aufgelegten lnstrumente und Hilfsmittel zu erhalten.
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Die drehbare Etagere im Innern ermöglicht die jederzeitige leichte
Entnahme des gewünschten Instruments.
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Das Oberteil enthält eine zweckmäßige Aufteilung zur Aufnahme von
entsprechend geformten Schalen für die medizinischen Hilfsmittel. Es ist durch zwei
segmentartige Deckel staubsicher abgedeckt, die im Gebrauchszustand ausgeschwenkt
werden und gleichzeitig eine Abstellmöglichkeit für weitere Geräte bieten.
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Die neue Einrichtung ersetzt verschiedene sonst benötigte Behältnisse.
Die Instrumente, Hilfsmittel und Geräte sind stets griffbereit an der richtigen
Stelle eingelegt und unter staubsicherem Verschluß gehalten. Der Schrank kann bei
Nichtbenutzung an jede beliebige Stelle gefahren werden, wo er nicht hindert, und
ist zu jeder Zeit für die Behandlung zur Verfügung, indem er an den Operationstisch
oder Operationsstuhl herangezogen wird. Die übersichtliche Art der eingelegten Geräte
und Hilfsmittel vermeidet jeden Fehlgriff des behandelnden Arztes und gewährleistet
eine reibungslose Durchführung der Behandlung.
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An Hand der Zeichnung ist die Erfindung näher erläutert: Fig. 1 zeigt
die Ansicht des fahrbaren Instrumentenschrankes, Fig. 2 die Draufsicht auf den Schrank
und Fig. 3 die Etagere des Mittelteiles.
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Das Unterteil 1 nach Fig. 1 besitzt die Laufrollen 2 und ist mit
verschließbaren Flügeltüren 3 versehen, die auch als Schiebetüren ausgebildet sein
können. Im Innern befinden sich die Schubfächer 4. Seitlich besitzt das Unterteil
die Handgriffe 5 für den Transport des Schrankes. Das vorzugsweise aus durchsichtigem
Kunststoff gefertigte Mittelteil 6 wird mit den Schiebetüren 7 verschlossen. Im
Innern befindet sich eine drehbare Etagere mit der Stützwelle 8, an welcher die
Auflegearme g verstellbar befestigt sind, die wiederum die aufgelegten Glasscheiben
10 für die Aufnahme der Instrumente und Geräte tragen. Zur Lagerung der Stützwelle
8 dient das untere Stützlager ii und das obere Gegenlager I2.
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Das Oberteil 13 enthält im Innern die in ihrer Größe und Einteilung
dem Zweck entsprechend bemessenen Medizin- oder Geräteschalen 14. Das gesamte Oberteil
13 ist durch die beiden segmentartigen Abdeckplatten 15 abgedeckt, die an dem anhebbaren
Haltebolzen I6 schwenkbar gelagert sind.
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In der Figur ist ein Segmentteil 15 ausgeschwenkt dargestellt.
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In der Draufsicht nach Fig. 2 ist ebenfalls eine ausgeschwenkte Abdeckplatte
I5 dargestellt, so da!: die hälftige Draufsitbt.auf di, im Oberteil I3 eingelegten
Medikamentenschalen iA4s3freigegeben ist.
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Die Draufsicht auf die Etagere Mittelteiles nach Fig. 3 zeigt die
Stützwel'Iè mf8It den Tragarmen g und die aufgelegten Glasscht - 0, ferner den Querschnitt
durch den hiantel-aes,Mittelteiles 6 mit den Schiebetüren 7.
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Es versteht sich, daß die in der Zeichnung dargestellte und hier
beschriebene Ausführung des fahrbaren Medikamenten- und Instrumentenschrankes nur
als Beispiel dient und daß weitere Ausführungsformen des fahrbaren Gerätes durch
Abweichungen in der Gesamtgestaltung und Einteilung im Rahmen des Erfindungsgedankens
möglich sind.
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PATENTANSPRC1CHE I. Medikamenten- und Instrumentenschrank, gekennzeichnet
durch einen dreiteiligen Aufbau dergestalt, daß das Unterteil (1) mit Laufrollen
(2), einer Schubkasteneinteilung (4) und Verschluß türen (3) sowie Transportgriffen
(5) versehen ist; das vornehmlich aus durchsichtigem Kunststoff bestehende Mittelteil
(6) im Innern eine drehbare Etagere (8, 9, Io) enthält und durchsichtige Schiebetüren
(7) besitzt; das Oberteil (I3) Aufnahmeschalen (I4) für Medikamente u. dgl. enthält,
die durch zwei oder mehrere vorzugsweise segmentartig gehaltene ausschwenkbare Platten
(15) staubsicher abgedeckt sind.