DE800217C - Verfahren zur Herstellung von Schamotte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schamotte

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DE800217C
DE800217C DE1948P0007114 DEP0007114D DE800217C DE 800217 C DE800217 C DE 800217C DE 1948P0007114 DE1948P0007114 DE 1948P0007114 DE P0007114 D DEP0007114 D DE P0007114D DE 800217 C DE800217 C DE 800217C
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Germany
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chamotte
lignite
mixture
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mountains
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Expired
Application number
DE1948P0007114
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English (en)
Inventor
Johann Dipl-Ing Bruchhausen
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Deutsche Eisenwerke AG
Original Assignee
Deutsche Eisenwerke AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/22Grog products

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

  • Deutsche Eisenwerke Akt.-Ges. in Mülheim, Ruhr Verfahren zur Herstellung von Schamotte
    anschließend das so erzeugte Sintergut in an sich bekannter Weise zu Schamotteerzeugnissen verarbeitet wird.
  • Waschberge, welche bisher als kaum verwertbares Abfallprodukt meist entweder auf die Halde gekippt wurden oder als Bergeversatz wieder in die Grube gingen, enthalten noch etwa to bis 30 °/o brennbare Bestandteile (im wesentlichen Kohle) und etwa 9o bis 7o % nicht flüchtige Bestandteile mit einem hohen Gehalt an A1203. Ähnlich liegen die Verhältnisse bei dem tonhaltigen .Braunkohlenabraum, welcher noch mit mehr oder weniger hohen Anteilen an Braunkohle durchsetzt ist.
  • Man hat zwar schon vorgeschlagen, Zement, zementartige hydraulische Alörtelbildner sowie künstlichen Traß durch Brennen bzw. Sintern von zumeist brikettierten Gemischen aus Mergel, Kalkstein o. dgl. und @N'aschbe,rgen bzw. Braunkohlenasche unter Ausnutzung des den Waschbergen o. dgl. noch anhaftenden Brennstoffes herzustellen. Auch die Ziegelherstellung aus Waschbergen und Ton durch einmaliges Brennen der aus dem Gemisch dieser Stoffe geformten Ziegel ist hier bereits erwähnt. Alle diese Verfahren, bei denen fast durchweg eine vorherige Aufbereitung der Ausgangsstoffe erforderlich ist, sollen meist in Kanalöfen, Schachtöfen, in Konvertern oder auch im Abstichgenerator durchgeführt werden. Ferner ist es auch schon bekannt, poröse Baustoffe, wie z. B. poröse Zuschlagstoffe für die Bauindustrie, dadurch zu erzeugen, daß man zerkleinerte Waschberge unter Ausnutzung des von ihnen noch mitgeführtenBrennstoffes und gegebenenfalls unter Zugabe. weiteren zusätzlichen Brennstoffes im Drehofen sintert, wobei die heißen Abgase des Drehofens in einem an diesen angeschlossenen Abhitzedampfkessel oder einem sonstigen geeigneten Wärmeaustauscher ausgenutzt werden sollen.
  • Im Gegensatz zu diesen vorbeschriebenen Verfahren, von denen die meisten infolge wirtschaftlicher und technischer Schwierigkeiten kaum Eingang in die Praxis gefunden haben durften, richtet sich die Erfindung darauf, Schamotte aus entsprechend feinen Waschbergen bzw. Braunkohlenabraum gegebenenfalls in Mischung mit anderen feinen tonhaltigen Stoffen mittels des Saugzugsinterverfahrens, insbesondere auf einem Dwight-Lloyd-Band, herzustellen, wobei die Ausgangsstoffe in dem Zustand, wie sie anfallen, Verwendung finKlen und wobei als Brennstoff für die Saugzugsinterung der Schamotte ebenfalls die den Waschbergen bzw. dem Braunkohlenabraum noch anhaftenden brennbaren Bestandteile dienen, so daß einerseits - abgesehen von der Zündflamme - überhaupt kein weiterer besonderer Brennstoff für den Sinterprozeß aufzuwenden ist und andererseits diese neue Art der Schamotteerzeugung bei hohem Durchsatz eine äußerst wirtschaftliche Verwertung und Verarbeitung von Waschbergen und Braunkohlenabraum gewährleistet.
  • Der verhältnismäßig hohe Tonerdegehalt der Waschberge bzw. des Braunkohlenabraums sowie die gegebenenfalls in diesen Stoffen enthaltene Kieselsäure gelangen beim Sinterprozeß mit in das Sintergut; je nach der gewünschten Zusammensetzung der Schamotte kann diesen Komponenten durch entsprechende Bemessung des Anteiles von gegebenenfalls weiterhin zugegebenen tonhaltigen Stoffen Rechnung getragen werden.
  • Die so gemäß der Erfindung mittels des Saugzugsinterverfahrens hergestellte Schamotte kann für sich allein als Mörtel dienen oder in Mischung mit Ton oder anderen geeigneten Stoffen unter nochmaligem Brennen der Erzeugnisse in hervorragender Weise Verwendung finden, beispielsweise zur Herstellung von Schamottesteinen, .Ofenauskleidungen, Auskleidungen von Pfannen, Gefäßen o. dgl., Form- und Kernmassen für Gießereizwecke und für alle anderen Zwecke, bei denen es auf hohe Feuerbeständigkeit ankommt.

Claims (1)

  1. PATENTAhsrxr cn: Verfahren zur Herstellung von Schamotte, dadurch gekennzeichnet, daß Waschberge oder tonhaltiger Braunkohlenabraum, und zwar vorzugsweise die Feinberge in einer Körnung bis etwa 15 mm, insbesondere bis etwa 7 mm, gegebenenfalls in Mischung mit anderen entsprechend feinkörnigen tonhaltigen Stoffen ohne weitere Vorbereitung dieser Stoffe oder ihres Gemisches auf einer Saugzugsinteranlage - insbesondere auf einemDwight-Lloyd-Sinterbandvorzugsweise ohne Verwendung weiterer besonderer Brennstoffe gesintert werden, worauf das Sintergut anschließend in an sich bekannter Weise zu Schamotteerzeugnissen verarbeitet wird.
DE1948P0007114 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Herstellung von Schamotte Expired DE800217C (de)

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