DE79220C - Selbsttätig wirkende Abzugvorrichtung für Kettengarn an Bandwebstühlen - Google Patents

Selbsttätig wirkende Abzugvorrichtung für Kettengarn an Bandwebstühlen

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DE79220C
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DENDAT79220D
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E. KLEINMANN, Barmen
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D35/00Smallware looms, i.e. looms for weaving ribbons or other narrow fabrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, das Abziehen des Kettengarnes, wie es in der Bandweberei von Zeit zu Zeit erforderlich ist, durch eine periodisch wirkende, selbstthätige Vorrichtung so zu bewirken, dafs das Niedersinken der die Kette führenden freien Spannrolle nach Bedürfnifs, bezw. deren Kettenbelastung entsprechend, regulirt und verlangsamt werden kann.
Bei den Bandstühlen sind bekanntlich 12 bis 18 und oft mehr getrennte Kettenbahnen, für jedes einzelne Band eine besondere Kette, angeordnet, die alle für sich auf besonderen grofsen Spulen aufgebäumt sind und die am Hintertheil des Bandstuhles in einem besonders dafür angeordneten Rahmen untergebracht sind; jede dieser grofsen Kettenspulen entspricht dem Kettenbaum beim Stoffwebstuhl. Von denselben wird die Kette über eine oben am Stuhlgestell befindliche Rolle geleitet, von der sie, über eine zweite Rolle gehend, um eine lose, durch Gewicht belastete Rolle geführt,1 wieder nach oben geht, um dann über eine weitere Rolle wieder nach unten geleitet zu werden, um einen Spannstab herum; von da gelangt das Garn in horizontaler Führung zum Harnisch oder den Schäften und dem Riet.
Die lose -belastete Rolle wird anfangs so tief als möglich herabgezogen, so dafs ein thunlichst langes Stück zum allmäligen Abzug, entsprechend der Fertigstellung der Waare, vorhanden ist.
Wenn auf diese Weise die ganze Schleife hochgezogen ist, zieht der Weber wieder von der Kettenspule ab und setzt die belastete Schleifenrolle wieder tief u. s. w. Da es nun vorkommt, dafs bei einem Stuhl von 12 und mehr Ketten fast jede Kette zu anderer Zeit des Abzuges bedarf, nimmt diese Arbeit viel Zeit in Anspruch, während welcher natürlich keine andere Arbeit verrichtet werden kann.
Diese Thätigkeit zu vermeiden, hat man Einrichtungen zum selbstthätig intermittirenden Abwickeln der Kettenfäden am Bandstuhl getroffen, allein es fehlt diesen Einrichtungen ein Mechanismus, der zu rasches Heruntergehen der Spannrolle und dadurch möglichen Fadenbruch verhütet; auch benöthigen diese Einrichtungen grofsen freien Raum in der Höhenrichtung und sind deshalb nicht leicht an vorhandenen Stühlen anzubringen.
Diese Nachtheile der alten und neuen Abzugvorrichtungen sollen durch vorliegende Erfindung vermieden werden, indem dieselbe eine selbstthätig intermittirende Abwickelung bei gleichzeitiger Regulirbarkeit der Abwickelrolle ermöglicht.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zeigt die Vorrichtung für sich in verticaler Seitenansicht,
Fig. 2 im Grundrifs;
Fig. 3 und 4 sind verticale Querschnitte in vergröfsertem Mafsstab;
Fig. 5 zeigt in den Hauptumrifslinien eine Seitenansicht eines Bandwebstuhles mit der neuen Einrichtung.
Die von den Kettenspulen A kommende Einzelkette B eines Bandes geht über eine Rolle C in dem Gestell D nach einem Auge E, von wo sie, durch eine kleine Leitrolle F geführt, um eine Walze G mehrere Mal herum
und eventuell noch einmal um eine zweite Leitwalze H gehend, eine Schleife bildend, um die freie Gewichtsrolle / geführt ist, welche wie gewöhnlich die erforderliche Spannung erzeugt.
Der aufsteigende Strang der Schleife ist um eine Rolle K gelegt und geht von da nach einer Rolle L, von wo die Kette nach abwärts und zu den fachbildenden Organen des Webstuhles gelangt.
Soweit erscheint die Einrichtung nicht wesentlich verschieden von der oben beschriebenen bekannten Anordnung. Mit der Walze G ist nun eine Scheibe M verbunden, die am Umfang mit Kerben oder Nuthen versehen ist, in welche der Zahn oder Haken eines Hebels N einfällt, der um einen festen Zapfen Q drehbar angeordnet ist und durch sein Eigengewicht oder eventuell noch durch eine Feder auf die genuthete Scheibe gedrückt wird.
Der Hebel N ist winkelförmig gebogen und sein um die Scheibe greifender Schenkel N' ist lothrecht nach abwärts gerichtet und so gestellt, dafs sein Ende gerade über die Mitte der Flasche der freien Rolle J zu stehen kommt.
Wenn nun durch den allmäligen Abzug des Garnes die Gewichtsrolle so hoch gestiegen ist, dafs ihre Flasche gegen den Hebelschenkel N' anstöfst, hebt sie diesen hoch und dadurch den Zahn an demselben aus der Kerbe in der Scheibe M heraus. Hierdurch wird diese frei und mit ihr die Walze G, so dafs diese sich nun drehen kann; die belastete Rolle J sinkt also tief und zieht Garn von der Kettenspule A ab, bis wieder eine Kerbe am Umfang der Scheibe M in den Bereich des Zahnes am Hebel N kommt, wodurch der fernere Garnabzug gehindert ist.
Damit aber nun namentlich bei schwerer Kettenbelaslung der Fall der belasteten freien Rolle nicht allzu schnell vor sich gehen und beim plötzlichen Stillsetzen der Walze G durch den Einfall des Zahnes am Hebel N in M einen Fadenbruch verursachen kann, ist neben die Kerbenscheibe eine Scheibe O mit keilförmiger Nuth gelegt, um welche das Federbremsband P gezogen ist, das nach Belieben mehr oder wenig gespannt werden kann, also mehr oder weniger stark bremst. !
Die Garnabwickelung erfolgt selbstthätig intermittirend in kurzen Pausen, so dafs immer nur wenig Garn abgezogen wird, also nur geringe Fallhöhe für die freie Rolle J gegeben ist, und einem zu schnellen Abziehen und plötzlichen Einhalten, durch welches Fadenbruch entstehen könnte, ist durch die Bremsvorrichtung vorgebeugt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Einrichtung zur selbsttätigen intermittirenden Abwickelung der Kettenfäden von den Kettenspulen für ' Bandwebstühle, bei welcher das nach Auslösung der angewendeten Sperrvorrichtung (M Q) erfolgende Niedersinken der freien Spannrolle (J) mittelst einer regulirbaren Bremse (O P) verlangsamt werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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