DE78475C - Zugregler - Google Patents
ZugreglerInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23N—REGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
- F23N3/00—Regulating air supply or draught
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Combustion (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
C. W. STAUSS in BERLIN. Zugregler.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 5. April 1894 ab.
Der in Fig. 1 bis 6 dargestellte Apparat hat den Zweck, den Rauchschieber bei gröiseren
Feuerungsanlagen derart selbstthätig zu schliefsen, dafs die Abzugsöffnung für die Feuergase dem
Niederbrennen der Kohle entsprechend verkleinert wird, um schliefslich bis auf eine
kleinste Oeffnung geschlossen zu werden, damit die erzeugte Wärme gedrosselt, somit
besser nutzbar gemacht und nicht, wie es häufig geschieht, durch die nachströmende
kalte Luft zur Esse in hoher Temperatur hinausgedrückt wird. Die Wirkungsweise ist derartig,
dafs der Schornsteinschieber am Anfange nach dem Beschicken des Rostes langsam, mit der
fortschreitenden Verbrennung zum Schlufs aber immer schneller niederwärts bewegt wird.
Der Apparat besteht aus einem cylinderförmigen, am unteren Ende geschlossenen
Rohr α, das so hoch mit Steinöl oder Glycerin gefüllt wird, ■ als die in diese Flüssigkeit
lauchende Glocke b hoch ist. In dem Deckel der Glocke b befindet sich ein Schraubventil c
und ein Klappventil d. Die Schraube des Ventils c schliefst durch eine kegelförmige
Spitze (Fig. 3) die Ventilöffhung und ist nach oben durch einen um etwa 90 ° schraubenförmig
gedrehten Stab e verlängert. Dieser Stab wird durch eine einem rechteckigen Querschnitt
entsprechende Oeffnung hindurchgeführt, welche sich im Boden der Kapsel f befindet
(Fig. 6). Diese Kapsel umschliefst einen auf dem Deckel g des Rohres α angegossenen
Ring, gegen welchen dieselbe mittelst einer Stellschraube in beliebiger Lage festgestellt
werden kann (Fig. 5 und 6). Bewegt sich der Stab e mit seinem schraubenförmig gewundenen
Theil durch die Oeffnung der Kapsel f hindurch, dann wird diese Windung auf die
Schraube drehend, somit schliefsend oder öffnend auf das Ventil c wirken, je nachdem
die Bewegung ab- oder aufwärts erfolgte. Das obere runde Ende des Stabes e steckt in
einer kreisförmigen Oeffnung des Armes h, welcher an der Führungsstange i befestigt ist,
und wird dadurch in seiner senkrechten Lage erhalten (Fig. 2 und 3).
Damit die Glocke bei ihrer Auf- und Abwärtsbewegung sich nicht dreht, ihre Stellung
vielmehr zur festgestellten Lage des Deckels g eine bestimmte bleibt, ist dieselbe an einer
Führungsstange i von rechteckigem Querschnitt aufgehängt, welche durch eine eben solche im
Centrum des Deckels g befindliche Oeffnung hindurchgeht (Fig. 6). Diese Führungsstange i
ist mit dem Zugschieber k durch Ketten, welche über Haspelrollen geführt sind, und
durch Zwischengestänge von schwachem Rundeisen verbunden. Der Stab / dient zum Heben
des Hebels m, welcher mit dem Kegel des Ventils d verbunden ist.
Der Schieber k wird durch ein Gegengewicht η bis auf ein Uebergewicht von 25 bis
30 kg abgefangen. Das Gewicht der Flüssigkeit im Rohr α entspricht dem Uebergewicht
des Schiebers k.
Der Schieber k wird mittelst der um die gröfste Rolle ο liegenden Kette ρ von Hand
über sein sonstiges Maafs hinaus hochgezogen, wenn der Rost mit frischer Kohle beschickt
ist. Die Glocke b ist infolge Hebens des Schiebers k entlastet, so dafs das Gewicht des
letzteren nicht ziehend auf b wirken kann.
Die Glocke b wird also schnell in die Flüssigkeit zurückfallen, wobei die in ihr enthaltene
Luft durch Ventil d entweicht. Alsdann wirkt das Uebergewicht des Schiebers k ziehend auf
die Glocke b und hebt dieselbe in dem Maafse aus der Flüssigkeit, als Luft durch das
Schraubventil c ins Glockeninnere treten kann. Die Anfangsgeschwindigkeit, mit welcher der
Schieber während des ersten Brennstadiums sich senken soll, ist durch das Ventil c vorher
geregelt und richtet sich nach der Zeitdauer der Kohlenvergasung, welche etwa 5 Minuten'
beträgt. Inzwischen ist die Glocke b durch den Schieber k so viel gehoben, dafs der obere,
nicht gewundene, sondern gerade Theil des Stabes e die Kapsel f passirt hat, und tritt
nun die Windung desselben durch die Kapselöffnung, wodurch die Ventilschraube ganz
allmählich aufgedreht wird, so dafs sich auch der Luftzutritt zur Glocke allmählich verstärkt,
infolge dessen nunmehr das Senken des Schiebers k mit steigender Geschwindigkeit erfolgt.
Es leuchtet ein, dafs vermöge der Ventilschraube und der Form der Verdrehung der Stange, welche leicht geändert und jeder
Feuerung angepafst werden kann, das Sinken des Schiebers ganz beliebig'zu regeln ist.
Hat sich der Schieber k bis auf eine kleine Oeffnung geschlossen, welche bleiben mufs,
damit die Heizgase nicht vorn zurücktreten, und macht die bei geschlossenem Schieber erfolgte
Beschickung des Rostes mit frischer Kohle wieder eine kräftige Luftzuführung zum
Feuer nöthig, dann bedarf es nur eines Zuges an der Kette p, um den Schieber wieder auf
.das erforderliche Maafs zu öffnen. Dabei sinkt die Glocke b in die Flüssigkeit zurück, indem
sich das Ventil d öffnet und die Luft austreten läfst. Der Stab e schliefst, sich zurückdrehend,
das Ventil c wieder bis auf die ursprüngliche Oeffnung.
Wünscht man den Schieber k zu einer beliebigen Zeit zu schliefsen, dann hat man nur
nöthig, den Stab / etwas anzuheben; dadurch wird das Ventil d geöffnet und der Glocke b
viel Luft zugeführt, was ein schnelles Steigen derselben bis an den Deckel g des Rohres a
und ein Fallen des Schiebers k zur Folge hat.
Am oberen Theil der Führungsstange i befinden sich in gleichen Abständen Löcher, um
mittelst eines Stiftes das Eintauchen der Glocke und somit auch das Heben des Schiebers begrenzen
zu können, je nachdem der Betrieb dies verlangt.
Damit die Windung des Stabes e immer zur Wirkung gelangt, mufs die Verbindung des
Schiebers k mit der Glocke b so hergestellt sein, dafs diese stets bis an den Deckel g gehoben
ist, wenn jener sich bis auf seinen tiefsten Punkt gesenkt hat. Die Verbindung dieser beiden Theile kann leicht durch die an
dfer Führungsstange i befindliche kurze Kette q beliebig verlängert, oder verkürzt werden.
Wird der Betrieb eingestellt und soll der Schieber den Fuchs vollständig abschliefsen,
dann wird die Verbindung zwischen Glocke und Schieber durch die Kette q um eine entsprechende
Anzahl Kettenglieder verlängert.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι. Ein Zugregulator mit Regelung des Rauchschiebers k durch eine Tauchglocke b, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bewegung der Glocke durch das von der schraubenförmig gewundenen Stange e beeinflufste Schraubventil c und das Klappventil d, so bewirkt wird, dafs der Schieber k nach dem Beschicken des Rostes mit_Kohle langsam, mit fortschreitender Verbrennung aber schneller niedergeht.
- 2. Bei einem Zugregulator nach Anspruch 1. die Einrichtung, dafs man das Klappventil d auch von Hand durch Zug an der Stange I öffnen kann, um den Schieber k auch sofort und zu jeder Zeit zum Fallen zu bringen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78475C true DE78475C (de) |
Family
ID=351194
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78475D Expired - Lifetime DE78475C (de) | Zugregler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78475C (de) |
-
0
- DE DENDAT78475D patent/DE78475C/de not_active Expired - Lifetime
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