DE77837C - Kerzenhalter - Google Patents

Kerzenhalter

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DE77837C
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DE
Germany
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lines
fastening
wires
walls
wall
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT77837D
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English (en)
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E. sonnenthal, Berlin
Publication of DE77837C publication Critical patent/DE77837C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21VFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS OF LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF; STRUCTURAL COMBINATIONS OF LIGHTING DEVICES WITH OTHER ARTICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F21V35/00Candle holders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Installation Of Indoor Wiring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 78837 -
Bei der Legung elektrischer Lichtleitungen in Wohnräumen hat man häufig auf die vorhandene Wandmalerei, die Tapeten, den Stuck der Decke u. s. w. Rücksicht zu nehmen, so dafs man die Leitungen weder in Holzleisten oder Papierröhren, noch in Nuthen der Mauer selbst verlegen kann, wie es bei neuen, noch nicht eingerichteten Gebäuden meistens geschieht. Man ist in solchen Fällen daher gezwungen , die Leitungen sichtbar an den Wänden zu befestigen, und wählt zu diesem Zwecke isolirte Leitungsdrähte, deren äufsere Umklöppelung in der Farbe den vorhandenen Farbentönen der Wände angepafst wird. In dieser Beziehung läfst sich stets eine solche Wahl treffen, dafs die Leitungen entweder gar nicht auffallen, oder, wenn sie bemerkbar sind, einen sehr gefälligen Eindruck machen.
Ein sehr grofses und bei den bis heute gebräuchlichen Verlegungsarten überhaupt nur in mangelhafter Weise überwundenes Hindernifs bildet aber in allen solchen Fällen die Befestigung der Leitungen an den Wänden. Letztere geschieht bis heute entweder durch Metallklammern oder sogen. Krampen, welche die Leitungen an der Aufsenseite umfassen und deren zwei Enden in die Mauer eingeschlagen werden, oder aber durch eigene Klemmen aus Glas, Porcellan, Holz u. dergl., welche an die Wände geschraubt werden.
Die Befestigung durch die erstgenannten Metallklammern ist zwar ziemlich einfach, aber aus elektrischen Gründen zu verwerfen, da die Leitungen beim Einschlagen der Klammern leicht verletzt werden, in welchem Falle eine metallische Berührung mit den Klammern hergestellt wird. Da man überdies bei der sichtbaren Verlegung meistens Doppelleitungen anwendet, so kann eine Isolationsverletzung durch eine Klammer eine unmittelbare metallische Verbindung zwischen den beiden Leitungssträngen herstellen, d. h. einen feuergefährlichen Kurzschlufs veranlassen.
Aus diesem Grunde bleibt nur die zweitgenannte Befestigungsweise, die durch Klemmen aus isolirendem Stoff übrig. Dieselbe bringt jedoch, abgesehen davon, dafs die Anbringung der ziemlich grofsen Klemmstücke in einem elegant ausgestatteten Räume aus Schönheitsrücksichten kaum zulässig ist, den Uebelstand mit sich, dafs eine Verletzung der Wände bezw. der Tapeten nicht zu vermeiden ist. Um nämlich die Klemmen an den Wänden festschrauben zu können, mufs man in die letzteren Holzklötzchen, sogen. Dübel, versenken und eingypsen, auf welche Klötzchen die Klemmen aufgeschraubt werden. Es mufs hierbei nicht nur die Wand an verschiedenen Stellen ausgestemmt bezw. die Tapete losgerissen werden, sondern es ist auch trotz der sorgfältigsten Arbeit die Beschmutzung der Einrichtungsstücke des Raumes, sowie der übrigen Wandverkleidung durch den ausgestemmten Mauerverputz und den zur Befestigung der Dübel nothwendigen Gyps nicht zu vermeiden, ein Umstand, der im Verein mit der erforderlichen langen Arbeitszeit sehr viele Leute dazu bringt, einfach auf die Einführung des elektrischen Lichtes bis auf Weiteres zu verzichten.
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Aus dem Gesagten folgt, dafs ein dringendes Bedürfnifs nach einer einfachen, sicheren, die Wände vollkommen schonenden Einrichtung zur Befestigung der Leitungen in schöneren Wohn- und Gesellschaftsräumen, welche ja in erster Linie auf elektrisches Licht Anspruch machen, vorliegt.
Diesem Bedürfnisse wird durch die im Nachfolgenden dargelegte, von den Erfindern erprobte Neuerung vollständig abgeholfen.
Der Grundgedanke dieser Neuerung besteht darin, dafs die zur Befestigung dienenden Isolirstücke schon bei der Herstellung der Leitungsdrähte mit den letzteren verbunden werden, so dafs die Leitung und die Befestigungsstücke ein einheitlich verbundenes Ganzes bilden.
Bei einfachen Leitungen, d. h. bei solchen, welche nur eine Kupferseele enthalten, werden seitlich von der Kupferseele in gewissen, durch die Erfahrung gegebenen Abständen von einander zwischen die Gummi-Isolirung des Drahtes und die äufsere Umklöppelung kleine Hülsen oder Oesen aus Bein, Hartgummi und ähnlichen Isolirmaterialien eingefügt und gleichzeitig mit dem Drahte in die gemeinsame Umklöppelung eingeflochten, so dafs also eine Leitungsschnur entsteht, welche in ihrer Umklöppelung selbst in gewissen Abständen von einander stehende Hülsen trägt. Mit Rücksicht auf das hübschere Aussehen kann man die auf einander folgenden Hülsen in der Weise gegen einander versetzen, dafs eine auf der einen, die andere auf der anderen Seite des Drahtes angebracht wird.
Die Befestigung der Leitungen an den Wänden gestaltet sich nun sehr einfach, denn man braucht einfach die Leitungen an die Wand anzulegen, die zu den Hülsen passenden Stifte durch letztere hindurchzustecken und mit einem leichten Holzhammer in die Wand einzuschlagen, die Verlegung ist somit einfach und hat weder irgend welche Beschädigung der Wand, noch eine Belästigung durch Gyps, Mörtel, Staub und dergl. im Gefolge.
Es bedarf keiner Erörterung, dafs die Spitzen der Stifte zum Schütze gegen Rost verzinnt sind, und dafs die Köpfe derselben in einer hübschen, abgerundeten Form hergestellt werden, so dafs das Aussehen der in der entsprechenden. Farbe gehaltenen " Leitungen nicht nur nicht störend ist, sondern bei geschickter Anwendung sogar zur Ausschmückung des Raumes herangezogen werden kann.
Noch bedeutend vortheilhafter und hübscher gestaltet sich die beschriebene Einrichtung bei doppelten und mehrfachen Leitungen, welche für die dünneren Stränge in den Wohnräumen fast ausnahmslos verwendet werden. In diesem Falle werden die obengenannten Oesen zwischen die beiden bezw. zwischen je zwei sorgfältig von einander isolirten und an den betreffenden Stellen etwas aus einander gebogenen Leitungsdrähte eingesetzt und mit denselben in die gemeinsame Umhüllung eingeklöppelt. Die Oeffnung der, Oesen wird natürlich hierbei freigelassen.
Da die Oesen aus isolirendem Stoff bestehen, so dienen sie noch zur weiteren Isolirung der Drähte von einander, und die Befestigungsstücke tragen also zur Erhöhung der Isolirung bei, ganz im Gegensatze zu den eingangs' genannten Klammern.
Bei doppelten und mehrfachen Leitungen kann man auch eine Abänderung der obengenannten Vorkehrung anwenden, welche in folgendem besteht: Zwischen je zwei neben einander liegende Leitungsdrähte wird ein isolirender Streifen eingelegt, in diesen werden in gewissen Abständen kleine Holzklötzchen versenkt und darauf Drähte, Zwischenstreifen und Holzklötzchen gemeinsam umklöppelt. Die Klötzchen selbst haben eine centrale Bohrung,- durch welche der Befestigungsstift hindurchgesteckt wird. Zur Verstärkung des Klötzchens kann die Bohrung noch mit einer Metallhülse ausgekleidet werden, welche hier ohne Bedenken zulässig ist, da eine Verletzung der Isolirhüllen und das Entstehen einer metallischen Berührung mit den Drähten vollkommen ausgeschlossen ist.
Fassen wir die Vortheile der beschriebenen Neuerung kurz zusammen, so können wir hauptsächlich Folgendes hervorheben:
Da die Leitungen schon bei der Herstellung mit den zur Befestigung dienenden Isolirstücken versehen werden, so bedarf es keiner weiteren Vorbereitungen bei der Verlegung derselben. Die Wände bezw. die Tapeten werden bei der Befestigung der Drähte nicht im geringsten beschädigt, und die Verunreinigung der Einrichtungsstücke des mit Leitungen zu versehenden Raumes durch Staub, Mörtel, Gyps und dergl. wird völlig vermieden. Da die Verlegung einfach ist, so nimmt sie auch eine viel geringere Zeit in Anspruch als bei den bisher gebräuchlichen Befestigungsarten. Ueberdies ist die Befestigung der Leitungen eine sehr feste, denn da die Oesen in verhältnifsmäfsig kleinen, regelmäfsigen Abständen von einander angebracht werden, so ist die Leitung in vielen Punkten festgehalten, woraus sich auch der Vortheil ergiebt, dafs die Leitung immer in der vorgeschriebenen geraden Linie verbleibt, während sie, wenn die Befestigung durch Klemmen geschieht, nur in wenigen, weiter von einander entfernten Punkten festgehalten wird und sich demnach leicht krümmt und verzieht, so dafs sie bald einen unschönen Anblick gewährt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche':
    Isolirte elektrische Leitungen, welche durch gemeinsame Umklöppelung mit· zur Befestigung der Leitung dienenden Isolirkörpern zu einem Ganzen verbunden sind.
  2. 2. Leitungen der durch Anspruch i. gekennzeichneten Art in der besonderen Ausführungsform , dafs bei doppelten oder mehrfachen Leitungsdrähten die Isolirkörper zwischen diesen Drähten angeordnet sind.
DENDAT77837D Kerzenhalter Expired - Lifetime DE77837C (de)

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