DE7728811U1 - Blendrahmen fuer eine tuer oder ein fenster - Google Patents
Blendrahmen fuer eine tuer oder ein fensterInfo
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Description
Blendrahmen für eine Tür oder ein Fenster
Die Erfindung betrifft einen Blendrahmen für eine Tür oder
ein Fenster, der innerhalb einer Laibung mit einem Abstand zwischen seiner Vorderseite und der durch die Gebäudefront gebildeten
Laibungskante anbringbar ist, und dessen Vorderseite mit einer im Querschnitt dreieckigen Blendleiste versehen ist.
Die Blendrahmen von Fenstern, Türen oder Fensterelementen werden in der Regel nicht flächenbündig mit der Fassade, sondern
mit einem mehr oder weniger großen Rücksprung hierzu eingebaut. Dabei liegen die Blendrahmen entweder mit ihrer Außenfläche
stumpf an der Laibung an oder es sind zusätzlich Innananschläge, in seltenen Fällen auch Außenanschläge für eine definierte Anlage
vorgesehen.
Die durch den Rücksprung der Blendrahmen bedingten Innenecken der Außenlaibungen sind in schalltechnischer Hinsicht ungünstig.
Der sich als Kugelwelle ausbreitende Schall aus der Umgebung der Fassade erfährt nämlich in derartigen Innenecken eine
Verdichtung, was zu einer erhöhten Schallabstrahlung in den zugehörigen Innenraum aus dem Bereich der Laibungsecken zur Folge
hat. Messungen haben gezeigt, daß eine Erhöhung dieser Abstrahlung um bis zu 6 dB eintreten kann. Dabei wirkt die Innenlaibung
oft schallverstärkend, da sie eine gerichtete Abstrahlung erzeugt.
Derartige, in schalltechnischer Hinsicht ungünstige Innenecken
in der Fassade können zwar dadurch vermieden werden, daß
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der entsprechende Blendrahmen flächenbündig mit der Fassade
eingebaut wird, es hat sich jedoch gezeigt, daß diese Lösung in bauphysikalischer Hinsicht sehr ungünstig ist. Wegen der Nähe
zu der Gebäudeaußenseite liegt die Befestigung des Blendrahmens in einem Bereich, in dem die Beschädigung der äußersten Steine
befürchtet werden muß. Es kommt dann leicht zu Folgeschäden, deren Beseitigung sehr schwierig ist. Es werden deshalb nur noch
in den seltensten Fällen Blendrahmen fassadenbündig angebracht.
Es ist demnach Aufgabe der Erfindung, einen mit einem Rücksprung in der Laibung angebrachten Blendrahmen in schalltechnischer
Hinsicht wesentlich zu verbessern.
Die Erfindung besteht darin, daß die an der Laibung anliegende Fläche der Blendleiste genauso breit ist wie der Abstand
zwischen der Blendrahmen-Vorderseite und der Laibungskante.
Bei der Erfindung wird also die Anbringung des Blendrahmens mit einem Abstand von der Gebäudefront beibehalten, so
daß die Vorteile einer solchen Anbringung in bauphysikalischer Hinsicht voll erhalten bleiben. Die Gefahr einer Verdichtung der
Schallwellen wird erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß auf den Blendrahmen eine Blendleiste aufgesetzt wird, die mit ihrer
Wetterseite gerade von der Laibungskante schräg bis zur Vorderseite des Blendrahmens bzw. des angrenzenden Flügelrahmens
reicht. Damit wird verhindert^ daß die sich auf die Gebäudefront
zubewegenden Schallwellen in den gegenüber der Gebäudefront tieferliegenden Ecken der Fenster bzw. Türen eine Verdichtung erfahren.
Vielmehr reflektiert die erfindungsgemäße Blendleiste die Schallwellen, so daß eine Verdichtung vermieden wird. Aufgrund
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der Eigenmasse der Blendleiste wird eine zusätzliche Schalldämmung
erreicht.
Zusätzlich stellt die erfindungsgemäß aufgesetzte Blendleiste
einen sehr wirksamen Witterunqsschutz dar. Sofern die Blendleiste bis zur Innenkante des Flügelrahmens reicht, bietet
diese Ausführungsform fraglos den größten Lärmschutz, da sie auch die zwischen dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen unvermeidliche
Fuge, die gewissermaßen eine kleine Ecke darstellt, überbrückt.
Die erfindungsgemäß auf den Blendrahmen aufsetzbare Blendleiste
besteht vorzugsweise aus demselben Material wie der Blendrahmen bzw. der Flügelrahmen selbst. Es sind also Ausführungen in
Aluminium, Kunststoff oder Holz gemäß den heute üblichen Werkstoffen für Fenster und Türen verwendbar. Die Blendleiste kann
z.B. auf den Blendrahmen aufgeschraubt oder aufgerastet sein und ggfs. zusätzlich an der Laibung mit Hilfe von Befestigungsmitteln verankert sein.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen,
die in der Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert; es bedeuten:
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Fig. 1 eine Querschnittsansicht eines Blendrahmens einschließlich Flügelrahmen innerhalb einer
anschlagfreien Laibung,
Fig. 2 eine Ansicht gemäß Fig. 1 eines weiteren Ausführungsbeispiels innerhalb einer Laibung
mit einem Stufenanschlag und
Fig. 3 eine Ansicht gemäß Fig. 2 eines dritten AusführungsbeisOiels der Erfindung.
In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Blendrahmens 1 dargestellt. Er ist innerhalb einer vorsprungfreien Laibung 2 mit Hilfe von nur schematisch dargestellten
Befestigungsmitteln angebracht, die innerhalb einer Unterbrechung der die Laibung bedeckenden Putzschicht 3 vorgesehen
sind. Die Laibung 2 bildet mit der Gebäudefront eine Laibungskante 4, von der sich eine Vorderseite 6 des Blendrahmens
in einem vorgegebenen Abstand befindet.
In schalltechnischer Hinsicht entsteht dadurch ein "ge-
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geschlossener Trichter" in Form des zurückspringenden Fensters bzw. der zurückspringenden Tür, der für auf die Laibung gerichtete
Schallwellen beim Auftre ffen auf die Laibungsecken eine Verdichtung
zur Folge hat. Diese führt auf der Innenseite des Elendrahmens 1 im Bareich der Ecken zu einer erhöhten Schallabstrahlung
gegenüber dem restlichen Bereich des Fensters bzw. der Tür. Zur Vermeidung dieser erhöhten Schallabstrahlung wird
erfindungsgemäß bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 vor den Blendrahmen 1 eine Blendleiste 8 vorgesetzt, die mit ihrer Außenfläche
9 annähernd von der Laibungskante 4 bis zur Innenkante des Blendrahmens 1 verläuft. Dabei wird zusätzlich noch der
zwischen dem Blendrahmen und einem benachbarten Flügelrahmen unvermeidliche Spalt mit abgedeckt, der dadurch als mögliche
Ursache für eine Schallerhöhung infolge einer Verdichtung ebenfalls unwirksam gemacht ist.
Jede auf die Laibungsecke gerichtete Schallwelle wird mit Hilfe der Blendleiste an dem Eindringen in die Ecke gehindert,
so daß auch keine Verdichtung auftreten kann. Der Winkel zwischen der Außenfläche 9 , der Blendleiste 8 und der Gebäudefront
sollte dabei nicht zu groß gewählt werden, weil mit Annäherung an den Betrag von 90° wieder dieselben Bedingungen vorhanden sind
wie bei einem Blendrahmen ohne Blendleiste. Zwar kann der Blendrahmen
1 zur Erzielung eines flacheren Winkels näher an die Laibungskante 4 herangerückt werden, aus bauphysikalischen Gründen
sollte jedoch immer ein genügend großer Abstand des Blendrahmens zu der Gebäudefront eingehalten werden. Es ist deshalb besser,
die Blendleiste 8 bis zur Innenkante des an den Blendrahmen 1 angrenzenden Flügelrahmens 10 vorzuziehen, wodurch der Übergang von
der Gebäudefront bis zur Ebene des Blendrahmens 1 noch weicher gestaltet wird. Außerdem kann die der Umgebung zugewandte Außenfläche
9 neben der dargestellten, in sich ebenen Gestaltung nach
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nach Art einer Holzkehle nach innen oder auch nach außen gewölbt
sein, was zur Vermeidung einer Schallverdichtung und/oder aus formalen Gründon vorteilhaft sein kann.
Ein weiteres Ausf ührungsbeispiel ist in Fig. 2 gezeigt. Hierbei wird im Prinzip die gleiche Blendleiste 81 wie bei dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 verwendet, wobei jedoch die dem Blendrahmen 1' zugewandte Seite der im Querschnitt dreieckigen
Blendleiste soweit verlängert ist, daß sie den gesamten Flügelrahmen 10 bis zu der Kante, wo die Fensterfläche beginnt, abdeckt.
Eine derartige Ausgestaltung der Blendleiste 8' bietet sich besonders
deshalb an, weil der Blendrahmen 1' innerhalb der Laibung
2 an einem Laibungsanschlag 11 anliegt und somit der über den Anschlag überstehende Teil des Blendrahmens besonders kurz ist.
Bei einer Blendleiste 8', deren Außenfläche 9 von der Laibungskante
4 bis zur Innenkante des Blendrahmens 11 reichen würde,
wäre dann der Winkel zwischen der Außenfläche 9 und der Gebäudefront ungünstig hoch.
Die Blendleiste 8 bzw. 8' der beiden Ausführungsbeispiele
gemäß Fig. 1 und 2 ist jeweils mit Hilfe einer an dem Blendrahmen 1 und 1" befestigten Rast leiste 12 und einem entsprechenden
Rastprofil 14 an der Blendleiste befestigt. Innerhalb jeder Blendleiste 8 bzw. 81 kann eine Versteifung 16 vorhanden sein,
wobei der dadurch gebildete, im Querschnitt rer! eckige Innenraum noch durch eingesteckte Holz- oder Metallstäbe verstärkt sein
kann, was z.B. bei Blendleisten aus Kunststoff vorteilhaft sein kann.
Zur weiteren Verbesserung des Schallschutzes ist die Blendleiste 8 bzw. 81 an der der Laibuncf 2 zugewandten Seite mit
einer Schicht 18 aus schalldämmendem Material versehen, die um die innere Ecke bis zu dem Rastprofil 14 herumgezogen ist,
so daß sie auch einen Teil der Vorderseite des Blendrahmens 1 bzw.
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1' bedeckt. Im Bereich der Laibungskante :4 wird der durch die
Schicht 18 bedingte Zwischenraum zwischen der Blendleiste 8 bzw. 8' und der Laibung 2 .mit Hilfe einer Versiegelung 20 abgedichtet.
Abweichend von der Darstellung in den Fig. 1 und 2 kann die Blendleiste 8 bzw. 81 zusätzlich auch noch an der Laibung mit
Hilfe von Schrauben oder mit Hilfe eines dem Rastprofil 14 ähnlichen
Profils befestigt werden.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 zeigt eine außerordentlich einfach gestaltete Blendleiste 8", die im wesentlichen
als einfache Platte zur Bildung der Außenfläche 9 ausgeführt ist, wobei an deren Seitenkanten Profile für die Befestigung
vorgesehen sind. Dazu dient einmal ein Rastprofil .14", das auf eine an dem Blendrahmen 1' aufgesetzte Rastleiste 12' aufrastbar
ist. Zum anderen ist in der Nähe der Laibungskante 4 ein Klemmprofil 22 vorgesehen, das die zu einem Winkel geformte Seitenkante
der Blendleiste 8" hält. Die äußeren Bedingungen sind bei diesem Ausführungsbeispiel für auf die Laibung gerichtete
Schallwellen dieselbenwie bei dem Ausführungsb^spiel gemäß Fig. 2, so daß die Vermeidung einer Schallwellenverdichtung trotz
der einfachen Ausführung voll wirksam ist.
Streng genommen weist diese Blendleiste 8" keine dreieckförmige
Querschnittsfläche auf; sie liegt jedoch ebenfalls im Bereich der Erfindung, da sie bei sachgemäßer Anbringung die
Wirkung eine;r solchen Leiste hat. Im übrigen sind die hier wie in
den anderen beiden Ausführungsbeispielen dargestellten abgestumpften Längskanten der Blendleiste 8 ein Gestaltungsdetail,
das der im Prinzip dreieckförmigen Querschnittfläche nicht entgegensteht.
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Claims (7)
1. Blendrahmen für eine Tür oder ein Fenster, der innerhalb einer Laibung mit einem Abstand zwischen seiner Vorderseite und
der durch die Gebäudefront gebildeten Laibungskante anbringbar ist, und dessen Vorderseite mit einer im Querschnitt dreieckigen
Blendleiste versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Laibung (2) anliegende Fläche der Blendleiste genauso breit ist
wie der Abstand zwischen der Blendrahmen-Vorderseite (6) und der
Laibungskante.
2. Blendrahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Wetter ausgesetzte Seite (Hypotenuse) (9) der Blendleiste
(8) in sich eben, konkav oder konvex ausgebildet ist.
3. Blendrahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blendleiste (8) auf den Blendrahmen (1) mit Hilfe eines Rastprofiles (14) und einer an dem Blendrahmen befestigten Rastleiste
",12) aufrastbar ist.
4. Blendrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendleiste (8) mit Mitteln zur
Befestigung (22) an der Laibung (2) versehen ist.
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5. Blendrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Blendleiste (8) auf dem der Laibung (2) und/oder dem Blendrahmen (1) zugekehrten Seite mit
einer Schicht (18) aus schallabsorbierendem und/oder schalldämmendem Material belegt ist.
6. Blendrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Blendrahmen (1) zugekehrte
Fläche der Blendleiste (8) genauso breit ist wie der Blendrahmen oder der Blend- und der angrenzende Flügelrahmen (10) zusammen.
7. Blendrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blendleiste (8) auf der Wetterseite
(9) gelocht, geschlitzt oder perforiert ist, und daß der von der Blendleiste abgedeckte oder eingeschlossene Raum mit einem schallabsorbierenden
Material ausgekleidet oder ausgefüllt ist.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19777728811 DE7728811U1 (de) | 1977-09-17 | 1977-09-17 | Blendrahmen fuer eine tuer oder ein fenster |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19777728811 DE7728811U1 (de) | 1977-09-17 | 1977-09-17 | Blendrahmen fuer eine tuer oder ein fenster |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7728811U1 true DE7728811U1 (de) | 1978-01-26 |
Family
ID=6682722
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19777728811 Expired DE7728811U1 (de) | 1977-09-17 | 1977-09-17 | Blendrahmen fuer eine tuer oder ein fenster |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7728811U1 (de) |
-
1977
- 1977-09-17 DE DE19777728811 patent/DE7728811U1/de not_active Expired
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