DE77069C - Apparat zur Herstellung von Calciumbisulfitlauge - Google Patents

Apparat zur Herstellung von Calciumbisulfitlauge

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DE77069C
DE77069C DENDAT77069D DE77069DA DE77069C DE 77069 C DE77069 C DE 77069C DE NDAT77069 D DENDAT77069 D DE NDAT77069D DE 77069D A DE77069D A DE 77069DA DE 77069 C DE77069 C DE 77069C
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maschinenbauanstalt golzern (vorm. gottschald & nötzli) in Golzern i. s
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/62Methods of preparing sulfites in general

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

KAISERLICHES
ΡΑΤΕΝΤΑΜΤΛ&
a, ζ/
Gegenstand vorliegender Erfindung ist der eigenartige Aufbau und die gedrängte Gruppirung eines Gesammtapparates zum Einleiten schwefligsaurer Gase in Kalkmilch zur Erzeugung zweifach schwefligsaurer Kalklösung, genannt Sulfitlauge.
In dem Apparat kommt das Verfahren zur Anwendung, die durch Verbrennen von Schwefel oder Schwefelkiesen erzeugten oder durch Verdampfen flüssig vorhandener schwefliger Säure entwickelten SO2 -Gase nach vorangehender Reinigung und Abkühlung behufs Absorption durch Kalkmilch entweder durchzusaugen oder durchzupressen, und zwar dient ein und derselbe Absorptionsapparat sowohl zum Durchsaugen wie zum Durchdrücken der 5O2 -Gase durch im Wasser gelösten Aetzkalk.
Die Construction und Anordnung dieses sowohl für durchgesaugte als für durchgedrückte 5O2-Gase dienenden Absorptionsapparates ist aus den Fig. 1, 2 und 3 der Zeichnung leicht verständlich; dessen Aufbau ist, von unten angefangen, folgender: .:
Zu unterst, gleichzeitig dem Gesammtapparat als Fundament dienend, befinden sich zwei, in der Regel vertiefte eingewölbte Laugenbehälter A, die zur Aufnahme der im Absorptionsapparat fertig gestellten Sulfitlauge dienen. Darüber, in der Regel ebenerdig, befinden sich an einander gereiht eine Anzahl Absorptionszellen B, die mit ziemlich verdünnter Kalkmilch angefüllt sind und in welche die von der Erzeugungsstelle kommenden 5O2-Gase zuerst eingeführt werden. Ueber diesen unteren ersten Absorptionszellen B befindet sich eine zweite Reihe ebenfalls an einander gerückter, theils offener, theils geschlossener Zellen, von welchen die geschlossenen Zellen C concentrirte Kalkmilch enthalten und als zweite Absorptionszellen dienen, in der Weise, dafs die in den ersten Absorptionszellen B nicht absorbirten- Gase in diese zweiten Zellen C eingeführt und hier durch die concentrirte Kalkmilch vollständig aufgenommen werden. Von den offenen Zellen dient die mittlere D zum Anmachen und Aufrühren der Kalkmilch, welche durch passend angebrachte Schieber in die Absorptionszellen C und B einfliefsen kann. Die beiden äufsersten offenen Zellen dienen zur Aufnahme der Kühlvorrichtungen, und zwar enthält die Zelle E eine kurze, weite Kühlschlange zum Abkühlen der frisch erzeugten schwefligsauren Gase, während die Zelle -F eine lange, enge Kühlschlange enthält zum Abkühlen der unter Druck aus den Celluloseko ehern abströmenden schwefligsauren Gase.
Die Arbeitsweise mit diesem Apparate ist folgende:
Die in einem Schwefel- oder Kiesofen erzeugten oder durch flüssige schweflige Säure entwickelten S O2-GaSe gelangen unter Druck oder durch Ansaugen in die Kühlschlange der Zelle E, steigen in das Vertheilungsrohr 1, 2 und gelangen von da nach Wahl bei 3 in eine oder mehrere, verdünnte Kalkmilch enthaltende erste Absorptionszellen JB; hier werden die 5O2-Gase zum gröfsten Theil absorbirt, d. h. an die Kalkmilch zu gelöstem zweifach

Claims (2)

schwefligsaurem Kalk gebunden; die in den Zellen B nicht absorbirten Gase treten bei 4 aus, steigen in das Vertheilungsrohr 5, 6 und gelangen nach Wahl bei 7 in eine concentrate Kalkmilch enthaltende zweite Absorptionszelle C, um darin vollständig an die Kalkmilch gebunden zu werden. Parallel zu der Verarbeitung frisch erzeugter 5O2-Gase können in demselben Apparate die aus den Cellulosekochern abdampfenden, sogen. Uebertriebs-SO2-Gase nutzbar gemacht werden. Diese warmen gespannten Gase werden in die enge, lange Kühlschlange der Zelle F eingeleitet und gelangen abgekühlt durch Rohr 8 in die unteren Absorptionszellen B bezw. auch direct durch Rohr 9 in die Laugenbehälter A, wenn der Vorrathslauge mehr freie SO2-Gase zugeführt werden sollen. Die in D angesetzte concentrirte Kalkmilch fiiefst durch die Ableitung 10 vorerst in die höheren Absorptionszellen C, und nachdem sie hier bereits angesäuert ist, wird sie durch Rohr 11 nach den unteren Absorptionszellen B abgelassen und durch Zulassen von Wasser auf den richtigen Grad verdünnt. Sie bleibt in B, bis sie die nöthigen SO2-Gase aufgenommen hat, um dann als fertige Sulfitlauge durch die Ableitung 12 in die Laugenbehälter abzufliefsen. Sollen die schwefligsauren Gase bei obigem Arbeitsprocefs durchgesaugt werden, dann müssen die oberen Absorptionszellen C durch die Röhren 13, 14 mit einer Vacuumpumpe verbunden werden; es zieht dann die Luftleere in den Zellen C die Gase zunächst durch die Röhren 1, 2, 3 nach B, und der hier nicht absorbirte Theil gelangt durch die Röhren 4, 5, 6, 7 nach den Zellen C, und was gar nicht absorbirt wird, gelangt durch 13, 14 in die Vacuumpumpe und dann ins Freie. Werden die schwefligsauren Gase durchgedrückt, dann gelangen dieselben unter dem nöthigen Druck in die Leitung 1, 2 und machen denselben Weg unter Druck statt angesaugt, so dafs bei 13, 14 die in, den Zellen B und C nicht absorbirten Gase ins Freie austreten. Patenτ-AnSprüche:
1. Zum Zwecke der Erzeugung zweifach schwefligsaurer Kalklösung (Sulfitlauge) ein Gesammtapparat, welcher aus zwei wagerecht angeordneten Reihen dicht zusammengeschlossener Absorptionszellen (C und B) besteht, von denen die obere Reihe (C) zur Aufnahme concentrirter, die untere Reihe (B) zur Aufnahme angesäuerter Kalkmilch aus der oberen Reihe in verdünntem Zustande bestimmt ist, während die Einleitung schwefligsaurer Gase unter Druck oder durch Ansaugung zunächst in die verdünnte Kalkmilch der unteren Zellenreihe (B) erfolgt, aus welcher die nicht absorbirten Gase in die concentrirte Kalkmilch der oberen Zellenreihe (C) eintreten, die gesättigte Lösung aus den unteren Zellen (B) jedoch in Sammelreservoiren (A) aufgenommen wird.
2. Bei dem im Anspruch 1. gekennzeichneten Apparat in Verbindung mit der oberen Reihe Absorptionszellen die Anordnung einer oder mehrerer offener Zellen (D) zum Anrühren der Kalkmilch und mehrerer offener Kühlzellen (F und E) für schwefligsaure Gase, von denen die eine (E) zur Kühlung des frisch zugeführten Gases, die andere (F) zur Kühlung der Abgase aus Kochern behufs deren Wiederverwendung dienen, wobei diese Ab- oder Uebertriebsgase entweder in die verdünnte Kalkmilch (Zellen B) oder zur Anreicherung. in die Vorrathslauge der Reservoire (A) eingeleitet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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