DE763500C - Elektrischer Stromunterbrecher, insbesondere zur Abschaltung hochgespannter Gleichstroeme - Google Patents
Elektrischer Stromunterbrecher, insbesondere zur Abschaltung hochgespannter GleichstroemeInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/02—Details
- H01H33/59—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the switch and not otherwise provided for, e.g. for ensuring operation of the switch at a predetermined point in the AC cycle
- H01H33/596—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the switch and not otherwise provided for, e.g. for ensuring operation of the switch at a predetermined point in the AC cycle for interrupting DC
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- Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)
Description
Es ist bekannt, Gleichstromkreise, insbesondere
bei hohen. Leistungen, dadurch zu unterbrechen, daß ein in Reihe mit dem
Unterbrechungsschalter liegender Widerstand stufenweise oder stetig auf einen so hohen
Wert gebracht wird, daß der Reststrom von dem Schalter durch Bildung eines Lichtbogens
hoher Brennspannung unterbrochen wird. Je höher nun die treibende Spannung
ίο ist, um so schwieriger wird es, diesen Reststrom
zu unterbrechen, so daß bei Hochspail·-
nungskraftübertragungen dieser Reststromausschalteir
zu einem sehr teuren und' komplizierten Gerät wird.
Die Erfindung betrifft derartige Schaltanordnungen mit veränderlichen Widerständen
und besteht darin, daß parallel zum veränderlichen
Widerstand, jedoch in Reihe mit dem Scheiter, ein Kondensator gelegt wird. Hierdurch wird nach Abschluß der Wider- ao
Standeänderung dem Reststrom eine gedämpfte Schwingung überlagert, welche bewirkt,
daß der Reststrom mindestens zweimal durch Null geht, also durch einen normalen Wechselstromunterbrecher geringer Ausschaltleistung
an der Wiederzündung gehindert werden kann.
Es ist zwar bekannt, Kondensatoren zur Funkenlöschung in Gleichstromkreisen zu verwenden.
Es handelt sich aber hierbei nicht darum, die Unterbrechung von hochgespannten
Gleichstromkreisen zu fördern, sondern· die
Funkenbildung an den Schalterkontakten zu vermeiden.
In Fig. ι ist die Abschaltung eines Kurzschlusses
nach der erfindungsgemäßen Schaltanordnung dargestellt. Es bedeutet ι die
Stromquelle, 2 den Schalter, 3 den veränderlichen Widerstand, 4 den Parallelkondensator
und 5 die Leitungsinduktivität bzw. die Glättungsdrossel.
In Vervollkommnung der Erfindung möge sich der Widerstand bis zu seinem End wert
hyperbolisch ändern, d. h. die Leitfähigkeit soll linear auf einen kleinen Wert abnehmen.
Dann ändert sich auch der Strom linear. Die Spannung an der Induktivität nimmt während
der Widerstandsänderung einen konstanten Wert an. Im Beispiel ist die Spannung an der
Induktivität gleich dem Wert der treibenden Spannung angenommen(U L = U). Am Widerstand
und dicht am Kondensator liegt also die Summenspannung Uc — U -f UL, welche versucht,
den Strom hindurchzutreiben. Da am Beginn des Vorganges die Ströme sehr groß und die Widerstände klein sind, kann der
Kondensator, der auf die Spannung U -f Ul
geladen wird, den Vorgang nicht beeinflussen. In Fig. 2 ist der Verlauf des Gesamtstromes i,
der Spannung am Widerstand bzw. Kondensator und des Widerstandes R dargeseltellt.
In der Praxis wird der Widerstand wesentlich stärker erhöht, z. B. auf den iooofachen
Wert, und der Strom auf einen wesentlich kleineren Teilbetrag abgesenkt als aus zeichnerischen
Gründen dargestellt ist. Für die Stromunterbrechung stehen nun mindestens die zwei ersten Nulldurchgänge des Stromes i
zur Verfügung. Dargestellt ist die Löschung beim zweiten Xulldurchgang des Stromes.
Die Spannung am Kondensator sinkt nach der Stromlöschung durch allmähliche Entladung
über den Widerstand. Gestrichelt ist der Verlauf des Stromes und der Spannung dargestellt
für den Fall, daß eine Löschung nicht stattfindet. Die vorausgesetzte hyperbolische
Änderung des Widerstandes ist für die Wirksamkeit zwar nicht erforderlich, ergibt jedoch
die beste Wirkungsweise. Weicht der Widerstandsanstieg von dem hyperbolischen Verlauf
ab, so ist die überspannung an der Drosselspule und dicht am Widerstand nicht mehr
konstant, so daß im Verlauf der Widerstandserhöhung der Kondensator weiter geladen
oder teilweise wieder entladen wird. In jedem Fall entsteht jedoch am Ende der Widerstandsänderung
der dargestellte periodische Entladungsvorgang, der in der Regel ausreicht, um Nulldurchgänge des Stromes zu
schaffen. Auch ist es nicht nötig, daß der Widerstand stufenlos geändert wird, sofern
die Stufung nicht zu grob ist. Bei Stufenwiderständen hat der Kondensator die zusätzliche
Wirkung, daß er die beim Stufenwechsel auftretenden kurzzeitigen Spannungsspitzen
schluckt und den Stromspannungsverlauf glättet.
In den Fällen, wenn mit Kurzschlüssen in unmittelbarer Nähe der Schaltanordnung zu
rechnen ist, bei denen die Induktivität der Leitung zu klein zur Erzeugung der erforderlichen
Ladeüberspannung ist, wird zweckmäßig zwischen die Stromquelle und die Schaltanordnung eine Drossel eingeschaltet,
die bei Stromrichteranlagen als Glättungsdrossel dienen kann.
Fig. 3 zeigt einen Aufbau, bei dem der Kondensator durch mehrere in Reihe liegende
Kondensatoreinheiten und der Widerstand durch eine Vielzahl von synchron wirkenden
Einzelwiderständen gebildet wird und bei dem außerdem die Endunterbrechung durch
eine Vielzahl dazwischenliegender, synchron mit der Widerstandsänderung arbeitender
Schalter bewirkt wird.
Claims (2)
1. Elektrischer Stromunterbrecher, insbesondere zur Abschaltung hochgespannter
Gleichströme, mit einem in Reihe mit dem Unterbrechungsschalter liegenden, zur Stromdrosselung sich erhöhenden Widerstand,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Zweck einer erleichterten Unter brechung des Reststromes parallel zum veränderlichen
Widerstand ein Kondensator liegt.
2. Elektrischer Stromunterbrecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen der Schaltvorrichtung und der Energiequelle eine Drosselspule angeordnet
ist.
Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands von Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren
folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden:
Reinhold Rüdetiberg: »Elektrische Schaltvorgänge«, Verlag Julius Springer,
Berlin 1933, S. 44.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 5702 1.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL106081D DE763500C (de) | 1941-11-27 | 1941-11-28 | Elektrischer Stromunterbrecher, insbesondere zur Abschaltung hochgespannter Gleichstroeme |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE229679X | 1941-11-27 | ||
| DEL106081D DE763500C (de) | 1941-11-27 | 1941-11-28 | Elektrischer Stromunterbrecher, insbesondere zur Abschaltung hochgespannter Gleichstroeme |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE763500C true DE763500C (de) | 1954-01-25 |
Family
ID=25764475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL106081D Expired DE763500C (de) | 1941-11-27 | 1941-11-28 | Elektrischer Stromunterbrecher, insbesondere zur Abschaltung hochgespannter Gleichstroeme |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE763500C (de) |
-
1941
- 1941-11-28 DE DEL106081D patent/DE763500C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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