DE759643C - Mit mehreren UEberdruckventilen versehene Schutzraumbelueftungsanlage zur wahlweisenEinschaltung von Frischbelueftung und Schutzbelueftung - Google Patents

Mit mehreren UEberdruckventilen versehene Schutzraumbelueftungsanlage zur wahlweisenEinschaltung von Frischbelueftung und Schutzbelueftung

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DE759643C
DE759643C DED85260D DED0085260D DE759643C DE 759643 C DE759643 C DE 759643C DE D85260 D DED85260 D DE D85260D DE D0085260 D DED0085260 D DE D0085260D DE 759643 C DE759643 C DE 759643C
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DE
Germany
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ventilation
protective
pressure relief
fresh
valves
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DED85260D
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Draegerwerk AG and Co KGaA
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Draegerwerk AG and Co KGaA
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B13/00Special devices for ventilating gasproof shelters

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Ventilation (AREA)

Description

  • Mit mehreren Überdruckventilen versehene Schutzraumbelüftungsanlage zur wahlweisen Einschaltung von Frischbelüftung und Schutzbelüftung Schutzraumbelüftungsanlagen sindgewöhnlich so ausgebildet, daß mit ihnen zwei Belüftungsarten, Frischbelüftung und Schutzbelüftung genannt, wahlweise durchgeführt werden können.
  • Im Fall der Frischbelüftung wird der Schutzraum mit einer bestimmten Menge Frischluft belüftet, die aus der Umgebung des Schutzraumes vors einem Zulufiventilator angesaugt und unmittelbar den zu belüftenden Räumen zugeführt wird. Die geförderte Luftmenge ist im Fall der Frischbelüftung verhältnismäßig groß bemessen, so daß möglichst angenehme Aufenthaltsbedingungen geschaffen werden.
  • Im Fall einer Gasgefahr werden die Anklagen auf Schutzbelüftung umgeschaltet, indem die angesaugte Luftmenge zunächst über ein Gasschutzfilter geleitet wird, ehe sie in den zu belüftenden Raum gelangt. Wollte man bei dieser Belüftungsart die gleiche Luftmenge wie bei Frischbelüftung fördern, dann müßte man eine erhebliche Energie aufwenden, da der vom Luftförderer zu überwindende, vors dem Gastschutzfilter hervorgerufene Widerstand sehr hoch ist. Die Energie steht aber bei Gasgefahr nicht immer zur Verfügung. 1Ian könnte auch daran denken, das Gasschutzfilter von großen Abmessungen zu verwenden, um auf diese Art dessen Widerstand zu senken. Dieses würde aber eine erhebliche Verteuerung der Anlage bedingen.
  • Im Fall der Einschaltung der Anlage auf Schutzbelüftung begnügt man sich daher mit einer firn V erliältnis zur Frischbelüftung viel niedrigeren Luftförderung. die lediglich dafür sorgt. daß in dem Schutzraum ein noch erträglicher Luftzustand für die Insassen gehalten wird. der im wesentlichen. durch den Kohlensäuregehalt bestimmt ist.
  • Das Luftmengenverhältnis zwischen FrischheIüftung und Schutzbelüftung kann in Grenzfällen bis zu ro:t betragen.
  • Bei Frischbelüftung besteht die Forderung, daß in den zu belüftenden Räumen Überdruck nicht entstehen darf, da sonst z. B. durch das Offnen von Türen das Belüftungssystem gestört wird, so daß die Räume, die planmäßig mittelbar mit Abluft aus anderen Räumen belüftet werden sollen, kaum noch Luft erhalten.
  • Bei Schätzbelüftung dagegen besteht die Forderung. in den zu schützenden Räumen einen Raumüberdruck von 5 bis 15 mrn U'S zu erzeugen, damit das Eindringen von giftgashaltiger Luft von außen durch Undichtigl ei luften des Schutzraumes- verhindert wird. Der Überdruck wird dadurch erreicht. daß die Abluft aus. den geschützten Räumen über Überdruckventile ins Freie gelassen wird. Der Widerstand dieser Überdruckventile ist so eingestellt, daß beim Abführen der kleinen Gasschutzluftmenge der geforderte Raumül>crdrucl: erreicht wird.
  • Solange das Luftmengenverhältnis von Frischbelüftung zu Schutzbelüftung sich in geringen Grenzen hält, d. h. ungefähr das Verhältnis 3:i niclitüber3teigt, istes möglich, die `:nannte Forderung für beide Betriebsarten durch einfaches Hintereinanderschalten eines Abluftventilators und eines Überdruckventils zu erfüllen. Dabei läuft der ANuftventilator nur bei Frischbelüftung und überwindet bei der Abluftförderung der Frischbelüftung den Widerstand des. Überdruckventils. Bei Schutzbelüftung steht der Abluftventilator still. Das Überdruckventil öffnet sich erst nach Erreichen des Raumiib°rdruclzes. auf den es eingestellt ist, und läßt dann die verhältnismäßig geringe Gasschutzluftmeng° durch.
  • Überschreitet das Verhältnis der hei Frischbelüftung zu fördernden Ahluftmengen zu der bei Schutzbelüftung zu fördernden einen bestimmten Wert, z. B. 3: r, so ist die oben beschriebene Betriebsart nicht mehr möglich. Durch einfaches Hintereinanderi#Aalten von Abluftventilatoren und Überdruckventilen können die für Frischbelüftung und die für Schutzbelüftung zu stellenden Forderungen nicht mehr erfüllt werden. Es gelingt dann nicht. Überdruckventile zu bauen., die einerseits bei dem verhältnismäßig kleinen Luftdurchfluß bei Schutzbelüftung den Widerstand haben. der dem gewünschten Raumüberdruck entspricht und andererseits hei Frischbelüftung dem beispielsweise sechsfachen Luftdurchfiuß nur einen sehr geringen Widerstand entgegensetzen, so daß z. B. die Verwendung eines --\-ierlerdrticlkabluftlüfters möglich ist. der mit geringem Kraftaufwand die Luft abführt.
  • Es wäre zwar denkbar, hierfür t berdruckventile mit nahezu horizontaler Widerstands-Ikennlinie zu verwenden, d.h. C"berdruck%-entil,2 in Anwendung zu bringen, welche bei zunehmender Durchströmmenge einen gleich großen Durchströmwider_tand aufweisen. Dies ist aber, abgesehen von der technischen Schwierigkeit. solche Überdruckventile herzustellen, insofern von Nachteil. als frei Parallelschaltung von mehreren AbluftfiiIirungen bei Schutzbelüftung die parallel geschalteten Überdruckventile sich fast nie gleichzeitig öffnen.
  • Gemäß der Erfindung wir,-,' nun die vorstehende Aufgabe in der Weise gelöst, daß in der Anlage zur Abluftführung mindestens ein Cberdruckventil außer den anderen Überdruckventilen angeordnet ist. welches finit je einem oder einem gemeinsamen Abluftventilator in Verbindung steht und einen Üffnungswiderstand aufweist, der wesentlich über dein geforderten Raumüberdruck bzw. Tiber dem Üffnungsdruck der übrigen Ventile liegt. Vorteilhaft weisen das bzw. die Überdruckventile mit höherem Öffnungswiderstand eine stark abfallende Widerstandstrennlinie auf.
  • Bei der erfindungsgemäßen Anlage öffnen bei Schutzbelüftung. während die Ahluftventilatoren stillstehen, lediglich die Cberdruckventile mit dem niedrigen Öffnungswiderstand, bei dein sich der gewünschte Raumüberdruck einstellt. Bei Frischbelüftung lassen nach Einsclialten der Abluftventilatoren auch die Überdruckventile mit höherem Offn ungswiderstand die Abluft durch. Über diese wird bei Frischbelüftung dann so viel Ltift alygeführt, daß für die übrigen Ventile das 'Verhältnis der Abluft bei Frischbelüftung zur Abluft bei Sclititzl>elüftuiig nicht über etwa 3:1 beträgt. Der Durchströmwiderstand beider Arten von Überdruckventilen ist bei dieser Aufteilung der Abluftmenge bei Frischbelüftung so niedrig, daß die Abführung der Abluft mit geringem Kraftaufwand geschieht. Der Vorteil der Anlage, die vornehmlich für mittelbare Belüftung, also für Anlagen, deren, Räume planmäßig mit Ablauf aus anderen Räumen belüftet werden, geeignet ist, besteht unter andrem darin, daß mit der gleichen Anlage sowohl die kleinen für die Schutzbelüftung notwendigen Luftmengen; abgeführt und der dabei notwendige Überdruck erreicht werden kann, als auch die für die Frischbelüftung notwendigen sehr viel größeren Luftmengen ohne Erzeugen eines überdruckes abgeführt werden, können.
  • Außerdem ermöglicht es die neue Anlage, die mit Abluft zu, belüftenden. Räume, wie Aborte und Dieselmotorenräume, sowohl bei der Schutzbelüftung als auch bei der Frischbelüftung stets mit annähernd der gleichen Luftmenge zu durchströmen. Es. wirrt dabei vermieden, daß bei der Frischbelüftung eine zu starke Luftbewegung in diesem Räumen herrscht.
  • Weiterhin kann der Umschaltvoirgang von der Frischbelüftung auf die Schutzbelüftung und umgekehrt vorgenommen werden, ohne daß dazu irgendwelche Ventile von Hand betätigt werden müssen.
  • Damit der für die Abluftförderung bei Frischbelüftung benötigte Leistungsbedarf möglichst gering ist, besitzen das bzw. die Überdruckventile mit dem hohen öffnungswiderstand eine stark abfallende Widerstands, kennlinie. Dadurch wird der Widerstand bei Frischbelüftung sehr niedrig gehalten.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Anlage dargestellt.
  • Bei der in Abb. i schematisch dargestellten einen Ausführungsform der Belüftungsanlage ist das. Verhältnis der Luftmengen Frdschbelüft ng zu Schutzbelüftung 6: i angenommen. Das, mögliche Verhältnis der AbluftmengenG die durch die sowohl bei der Frischbelüftung als auch bei Schutzbelüftung abluftführenden Überdruckvenbile geht, sei ungefähr 3:1. In dem Dieselraum und dem Raum für die Aborte, die sowohl bei Frischbelüftung als auch bei Schutzbelüftung mit Abluft belüftet werden müssen, sind überdruckventile i und z mit jeweils einem vorgeschalteten Abluftwentilator einbebaut, deren Widerstand dem gewünschten Raumüberdruck bei. Schutzbelüftung entspricht und die bei beiden Belüftungsarten Abluft durchlassen. In dem Gang ist ein Überdruckventil 3 mit einem dazugehörigen Luft!ventilator eingebaut, das einen besonders hohen öffnwngswiderstand aufweist und rissen Durchströmwiderstand bei zunehmender Durchflußmerige abnimmt. Der öffnun@gswiderstand dieses Überdruckventils: 3 ist, so eingestellt, d'aß er wesentlich über dem geforderten Raumüberdruck für Schutzbelüftung liegt, z.. B. bei 2o bis 25 mm WS. Der Förderungsdruck des zu diesem Überdruckventil gehörenden Ventilators reicht au.s, um rissen Öffnungswiderstand zu überwinden.
  • Der Betrieb bei. Frischbelüftung ist folgender: Die Hälfte der dem Gang zugeführten Abluft geht über den, Dieselraum und Abortraum und. wird durch die vor rin Überdruckventilen, i und, a (s. Abb. i) liegenden Abluftventilatoren nach außen gefördert. Die andere Hälfte wird durch den Ablu.ftventilator des Überdruckve-nti.ls 3 unmittelbar ins Frede geleitet. In dem zu belüftenden Raum entsteht hierbei, wie gefordert, kein Überdruck, so daß das Öffnen einer Tür das. Belüftungssystem nicht stören kann.
  • Bei. Schutzbelüftung stehen, wie schon erwähnt, die Ventilatoren still. Infolge des hohen Öffnungswiderstandes des Überdruckventils 3 bleibt hierbei diese Abluftführung geschlossen. Die gesamte Abluft geht nach Erreichen des, gewünschten Raumüberdruckes über den Dieselraum und den Abortraum dann; durch dieüberdruckventile nach außen ab.
  • Da bei Schutzbelüftung, und zwar nur bei dieser, die, Schleusen von innen nach außen durchspült werden müssen, ist zur Abluftführung vom Gang zur Schleuse eine verschließbare Öffnung 4 (s. Abb. i) und von der Schleuse ins Freie en Überdruckventil 5 ein, gesetzt. Da die Abluftmenge, zur Durchspülu:ng der Schleuse meist im Verhältnis zu den anderen Abluftmengen sehr gering gehalten werden kann, ändern sich die oben anigeige-benen Größen nur unwesentlich. Soll das Luftmenggenverhältnis- von 3:1 für die: Überdruckventile i und z genau erreicht werden, so ist aus diesem Grund bei Frischbelüftung lediglich etwas mehr als die Hälfte der Abluft über das Überdruckventil 3 und den! dazugehörigen, Abluftventilator abzuführen.
  • Abb. a zeigt eine andere vereinfachte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Belüftungsanlage. Die Abluftventilatoren sind hier zu einem mit 6 bezeichneten Abiluftventilator vereint. Der Förderungsdruck dieses Abluftventilators entspricht der des Abluftventfla,-tors dies Überdruckventils: 3 in Abb. i. Zur Abluftführwng aus, dem Abortraum und dem Dieselraum sind vom Ventilator Sauglei-tumgen, 7 und 8 geführt, an deren Enden Übe:rdruckventile g und io angeordnet sind. Die Widerstände dieser Überdruckventile sind so eingestellt, daß bei Schutzbelüftung, also bei stehendem Ventilator 6, der Widerstand dieser Ablufftführung bä,s ins Freie gleich dem bei dieser Belüftungsart geforderten Raumüber= druck ist. Eine dritte Saugleitung ii führt vom Ventilator 6, unmittelbar zum Gang, die gegebenenfalls Luft vom Gang unmittelbar
    ins Freie führt. An dem Ende dieser Saug-
    leitung ist ein Überdruckventil 1-2 angeordnet,
    dessen Öffnungswiderstand entsprechend dem-
    jenigen des Überdruckventils 3 in Abb. i
    wesentlich über dem Raumüberdruck bei
    Schutzbelüftung liegt.
    Der Betrieb ist folgender: Beim Einschal-
    ten der Frischbelüftung saugt derVentilator !@
    zunächst über die Überdruckventile 9 und io.
    die sich sofort öffnen. Beim Steigen der Luft-
    menge erreicht der Widerstand dieser Über-
    druckventile schnell den Üffnungswiderstand
    des ül"erdruclzventils 12. so daß auch dieses
    sich öffnet. Die Widerstandskennlinien der
    einzelnen Ventile sind so eingestellt, daß sich
    die gleiche Abluftförderung ergibt wie bei der
    Bauart nach Abb. i. Es wird also bei Frisch-
    belüftung lind einem Verhältnis. der abzu-
    führenden Luft, Frischbelüftung zu Schutz-
    belüftung von 6:1, die Hälfte der Luft über
    das f:berdruckventil 12 abgaführt, so daß für
    die Überdruchveiitile 9 und io das geforderte
    Verhältnis von 1 :3 entsteht. Für di.e @ber-
    di-uckvjntil-e 3 t s. Abb. i) bzw. 12 (s. Abb. ')
    werden zweckmäßig salche gewählt, die eine
    stark al"faIlende U-iderstandskennlinie auf-
    «-eisen. Dadurch wird der Leistungsbedarf für die Abluftförderung bei Frischbelüftung niedrig gehalten.

Claims (1)

  1. PATENT "::#:3PRCCCHE: i. Mit mehreren Cbe:druckventilen ver- s.e@iene Schtitzrauinbelüftungsanlage zur wahlweisen Einschaltung von Frischbelüf- tung oder Schutzbelüftung, dadurch g#-, kennzeichnet, daß in der Anlage zur Ab- luftfü hrung mindestens ein Überdruck- ventil außer den anderen Überdruck- ventilen angeordnet ist. «-elches mit je einem oder einem gemeinsamen Abluft- ventilator in Verbindung steht und einen Öffnungswiderstand aufweist, der wesent- lich über dem geforderten Raumüberdruck bzw. über dem Öfinungsdruck der übrigen Ventile liegt. 2. Mit mehreren Überdruckventilen ver- seheneBeliiftungsanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das bzw. die Überdruckventile mit höherem Offnungs- widerstand eine stark abfallende Wider- standskennlinie aufweisen.
DED85260D 1941-06-17 1941-06-17 Mit mehreren UEberdruckventilen versehene Schutzraumbelueftungsanlage zur wahlweisenEinschaltung von Frischbelueftung und Schutzbelueftung Expired DE759643C (de)

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