DE75840C - Depolarisationsflüssigkeit für galvanische Elemente - Google Patents

Depolarisationsflüssigkeit für galvanische Elemente

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DE75840C
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nitric acid
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DENDAT75840D
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G. OPPERMANN, Apotheker, in Ostorf b. Schwerin i. M
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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01M—PROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00—Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/24—Cells comprising two different electrolytes

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Description

ES
PATENTA
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. December 1893 ab.
Die bekannten Salpetersäure-Elemente, in welchen als Depolarisator concentrirte Salpetersäure und als negative, mit der Salpetersäure in Berührung stehende Elektrode Platin oder Kohle benutzt wird, haben bei allen sonstigen Vorzügen den grofsen Uebelstand, dafs aus ihnen schädliche, aus Stickoxyd bezw. Untersalpetersäure bestehende Dämpfe entweichen. Diese Dämpfe sind nicht allein der Gesundheit sehr schädlich, sondern auch so scharf, dafs sie die Elemente selbst, sowie alle Gegenstände in dem Raum, . in welchem die Elemente stehen, binnen kurzer Zeit zerstören.
Ein weiterer Uebelstand der Salpetersäure-Elemente ist die lebhafte Wasserstoffentwickelung am Zinkcylinder, welche auch bei Anwendung sehr verdünnter Schwefelsäure auftritt und die baldige Zerstörung des Zinkcylinders —■ selbst wenn er verquickt ist — bewirkt. Dabei erwärmt sich das Element, und die Wärme trägt zur überschnellen, stürmischen Zersetzung der Salpetersäure bei, so dafs ein gut Theil letzterer verloren geht.
Anders ist die Sache, sobald anstatt der Salpetersäure oder Mischungen von Salpetersäure mit anderen Säuren oder Salzen eine Lösung von molybdänsaurem Ammoniak in Salpetersäure zur Beschickung der Kohlenoder Platinzelle angewendet wird.
Es ist dies eine bekannte Lösung, die vielfach in der Analyse zur Bestimmung der Phosphorsäure verwendet wird. Man erhält dieselbe, wenn man circa 60 bis 70 g molybdänsaures Ammoniak in wenig Wasser (150 g)· löst und diese Lösung in so viel Salpetersäure von 1,2 spec. Gew. eingiefst, dafs ι Liter Flüssigkeit entsteht. Die mit dieser Lösung gefüllten Elemente erzeugen einen völlig gleichbleibenden Strom, bringen keine unangenehmen Dämpfe hervor und sind auch nicht so theuer, dafs der Preis ein Hindernifs ihrer Anwendung sein könnte.
Die Lösung des genannten Salzes in Salpetersäure von 1,2 spec. Gew. stellt eine Flüssigkeit dar, die wohl noch etwas nach Salpetersäure riecht, die aber keinesfalls die schädlichen Dämpfe von Untersalpetersäure ausstöfst.
Als Füllung des Thoncylinders, in welchem sich die Kohlenplatte, oder ein Platinblech, oder eine aus beiden Stoffen zusammengesetzte Platte befindet, wird also eine Lösung von molybdänsaurem Ammoniak in Salpetersäure von 1,2 spec. Gew. angewendet. Die'Füllung der äufseren Zelle, in welcher der Zinkcylinder steht, besteht aus einer Mischung von Schwefelsäure mit Wasser etwa im Volumenverhältnisse ι : 20, der vor der Anwendung etwa drei bis fünf Procent Quecksilbersulfat zugesetzt worden ist.
In diesem gebundenen Zustande entläfst die Salpetersäure keine Dämpfe, und selbst nach längerer Thätigkeit des Elementes ist der Geruch der Salpetersäure kaum in eipem geschlossenen Zimmer zu spüren. In diesem Elemente findet eine Entwickelung von Wasserstoff am Zinkcylinder nicht statt. Die durch den Thoncylinder diffundirende Molybdänsäure wird zersetzt und schlägt sich auf dem Zink als Molybdänmetall oder Molybdänoxyd nieder, wodurch das Zink für die Schwefelsäure unangreifbar wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Depolarisationsflüssigkeit für galvanische Elemente, bestehend aus einer Lösung von molybdänsaurem Ammoniak in Salpetersäure.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT75840D Depolarisationsflüssigkeit für galvanische Elemente Expired - Lifetime DE75840C (de)

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