DE757887C - Pneumatische Steuerung des Brenngas-Einlasses eines Zweitaktgasmotors - Google Patents

Pneumatische Steuerung des Brenngas-Einlasses eines Zweitaktgasmotors

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DE757887C
DE757887C DEF88356D DEF0088356D DE757887C DE 757887 C DE757887 C DE 757887C DE F88356 D DEF88356 D DE F88356D DE F0088356 D DEF0088356 D DE F0088356D DE 757887 C DE757887 C DE 757887C
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
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    • F02M2700/123Fuel supply devices

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Description

  • Pneumatische Steuerung des Brenngas-Einlasses eines Zweitaktgasmotors Bei Zweitaktgasmotoren ist es bekannt, das Brenngas getrennt von der Spül- und Brennluft während des Verdichtungshubes nach dem Abschluß des Spüllufteinlasses und des Abgasauslasses über ein gesteuertes Einlaßglied (in der Regel ein Ventil) in den Motorarbeitsraum einzuführen. Hierbei: muß das diesem Einlaßglied zuströmende Brenngas unter einem Druck stehen, der höher ist als der während der Gaszufuhr zum Motorarbeitsraum in diesem herrschende Verdichtungsdruck. Das Brenngas muß also einem unter entsprechend hohem Druck stehenden Vorrat entnommen oder mittels einer besonderen Pumpe auf den zu seiner Einführung erforderlichen Druck verdichtet werden. Es ist weiterhin bekannt, für ein solches Brenngaseinlaßglied eine pneumatische Steuerung vorzusehen. Hierbei ist zur Erzeugung eines im Arbeitstakte des Motors sich ändernden Druckes des Steuergases an der im Gleichtakt mit der Motorkolbenbewegung arbeitenden Spülluftpumpe des Motors ein besonderer Raum vorgesehen, der durch einen die Be--,vegung des Spülpumpenkolbens mitmachenden Kolben gegen Ende des Auswärtshubes des Motorkolbens vom Spülpumpenarbeitsraum abgeschnürt wird, so, daß der Druck in diesem abgeschnürten Raum während des restlichen Auswärtshubes rasch ansteigt, um beim anschließenden Motorkolbeneinwärtshub in entsprechender Weise wieder abzusinken. Auf das als Ventil ausgebildete Gaseinlaßglied wirkt der Brenngasdruck ständig im Üffnungssinne, der im Motorarbeitsraum herrschende Druck im Schließsinne und auf ein mit diesem Ventil verbundenes Kraftglied der im abschnürbaren Raum herrschende Druck gleichfalls im Schließsinne. Dies hat zur Folge, daß der Gaseinlaß nur dann geöffnet wird, wenn die Summe der Kräfte des im Motorarbeitsraum und des im abschnürbaren Raum herrschenden Druckes die Kraft des Brenngasdruckes unterschreitet. Dies ist bald nach Beginn des Motorkolbeneinwärtshubes der Fall, da zu diesem Zeitpunkt der im Motorarbeitsraum herrschende Verdichtungsdruck noch nicht hoch angestiegen und der Druck im abschnürbaren Raum schon wieder stark abgesunken ist.
  • Eine solche Brenngaseinlaßsteuerüng hat den _Nachteil, daß sie die Anordnung des besonderen, vom Spülpumpenarbeitsraum abschnürbaren Raumes und des in diesen eintretenden Kolbens, also eine von der Regelbauart abweichende, umständlichere Ausgestaltung der .Maschine erfordert. Dieser Umstand steht der Anwendung dieser Einrichtung vor allem dann hinderlich im Wege. -wenn ein bisher mit flüssigem Brennstoff betriebener Zweitaktmotor auf den Betrieb mit gasförmigem Brennstoff umgestellt und zu dem Zweck mit einem gesteuerten Brenngaseinlaßglied versehen werden soll.
  • Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer pneumatischen Brenn gaseinlaßsteuerung, die sich durch große Einfachheit auszeichnet und vor allem keine von der Regelbauart ab---eichende Sonderausgestaltung der Maschine erfordert, die daher auch nachträglich leicht an solche Zweitaktmotoren angebaut werden kann, die bisher mit flüssigen Brennstoffen betrieben wurden.
  • Beim Erfindungsgegenstand ist das Brenngaseinlaßventil, welches während des Verdichtungshubes nach dem Abschluß des Spüllufteinlasses und des Abgasauslasses geöffnet werden soll, in der bekannten Weise im einen Verstellsinne durch eine ständig wirksame Kraft bestimmter Größe belastet und ferner mit einem die bewegliche Wand einer Kammer bildenden Kraftglied verbunden, auf das ein sieh periodisch ändernder Gasdruck einwirkt, dessen Kraft der ständig wirkenden Kraft entgegengerichtet ist und diese abwechselnd über- und unterschreitet. Erfindungsgemäß werden nun bei einem Zweitaktmotor mit einer im Gleichtakt zur Motorkolbenbewegung arbeitenden Spülluftpumpe die im Arbeitsraum dieser Spülpumpe auftretenden Druckänderungen zur Steuerung des Brenngaseinlaßventils benutzt, indem diese Druckänderungen auf das erwähnte Kraftglied übertragen werden. Zu dem Zweck wird die Kra.ftgliedkammer mittels einer ständig offenen Leitung mit dem Arbeitsraum der Spülluftpumpe verbunden.
  • Die das Brenngaseinlaßventil im einen Verstellsinne belastende, ständig wirksame Kraft kann eine Federkraft sein oder vom Druck des Brenngases oder von dein im Motorarbeitsraum herrschenden Druck herrühren; sie kann sich auch aus mehreren solchen Einzelkräften zusammensetzen. Zweckmäßig wird diese Kraft wenigstens angenähert konstant gehalten: dies ist jedoch nicht uribedingt erforderlich, nötig ist nur, daß etwaige Änderungen nach einer bestimmten Gesetzmäßigkeit erfolgen, weil es sich auch dann ohne weiteres erreichen läßt, daß ein das Öffnen des Brenngaseinlaßventils bewirkendes über- oder Unterschreiten dieser Kraft durch die vom Spülluftpumpendruck herrührende Gegenkraft wenigstens angenähert immer an der gleichen Stelle des Arbeitskolbenweges stattfindet. da.ß also die Steuerung des Gaseinlasses ordnungsgemäß erfolgt. Günstig für die Erzielung der richtigen Steuerungsweise wirkt hierbei der Umstand, daß die Gesetzmäßigkeit der Änderungen der Kraft des Spülluftpumpendruckes von der Belastung der Maschine praktisch unabhängig ist, da die von der Spülluftpumpe je Arbeitsspiel geförderte Luftmenge immer die gleiche bleibt und deshalb (bei gleichbleibender Motordrehzahl) auch die im Pumpenarbeitsraum sich abspielenden Druckänderungen praktisch immer denselben Verlauf haben. Dieser Umstand gestaltet die Benutzung der Spülluftpumpe für die Gaseinlaßsteuerung besonders vorteilhaft.
  • Wenn es erwünscht sein sollte, die Lage der Eröffnung des Brenngaseinlaßventils, bezogen auf den Weg des Motorarbeitskolbens, noch um eine gewisse Strecke zu verschieben, so kann dies erreicht werden. indem in die Verbindungsleitung zwischen dem Arbeitsraum der Spülluftpumpe und der Kammer, welche das vom Pumpendruck belastete Kraftglied aufnimmt, ein Drosselglied eingebaut wird. Durch eine solche Drosselung der Verbindungsleitung wird bewirkt, daß die in der Spülluftpumpe auftretenden Druckänderungen sich in der Kammer des Kraftgliedes langsamer vollziehen als im Arbeitsraum der Spülluftpumpe und daß sonach auch der Punkt, bei welchem das Brenngaseinlaßventil öffnet, nunmehr in bezug auf den Weg des Motorkolbens eine andere Lage einnimmt als bei urgedrosselter Verbindungsleitung.
  • Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. Abb. i zeigt einen Längsschnitt durch einen Zweitaktgegenkolbengasmotor mit Einspritzzündung; Abb. 2 zeigt einen Längsschnitt durch ein zu diesem Motor gehörendes druckgesteuertes Brenngaseinlaßventil in größerem Maßstab; Abb-. 3 zeigt die Arbeitsdiagramme des in Abb. i dargestellten Motors und seiner Spülluftpumpe und die sich hiernach ergebende Steuerung des Brenngaseinlaßventids; Abb. ,4 zeigt den Schnitt durch eine Leitungsdrosselung; Abb. 5 zeigt einen Längsschnitt durch einen gleichfalls mit Einspritzzündung arbeitenden Zweitakteinkolbengasmotor mit einer Stufenkolbenspülluftpumpe; Abb. 6 zeigt einen Längsschnitt durch ein zum Motor nach Abb. 5 gehörendes druckgesteuertes trenngaseinlaßventil in größerem Maßstäbe; Abb, 7 zeigt die zu diesem Motor gehörenden Diagramme; Abb. 8 zeigt einen Längsschnitt durch eine dem. Gegenstand der Abb. 6 ähnliche Einrichtung.
  • Übereinstimmende Teile verschiedener Abbildungen sind gleichbezeichnet.
  • Bei dem Motor nach Abb. i bewegen sich im Arbeitszylinder i die beiden Arbeitskolben 2 und 3 gegenläufig zueinander. Mit dem äußeren Arbeitskolben 3 ist der Spülp:umpenkolben q. fest verbunden, der im Spülpumpenzylinder 5 arbeitet und darin den Pumpenarbeitsraum 6 abgrenzt. Hierbei fällt der Ansaughub der Spülpumpe mit dem Verdichtungshub derMotorkolben und derFörderhub der Spülpumpe mit dem Ausdehnungshub der Motorkolben zusammen. Die Spülluft wird über ein Saugventil 7 aus dem Freien: eingesaugt und über ein Druckventil 8 in einen Aufnehmer 9 gefördert, welcher durch einen gestrichelt gezeichneten Kanal io mit den vom äußeren Arbeitskolben 3 gesteuerten Einlaßschlitzen i i des Arbeitszylinders i dauernd in Verbindung steht. Der innere Arbeitskolben 2 steuert die in der Wand des Arbeitszylinders i vorgesehenen Auslaß; schlitze 12. Auf den Spülpumpenzylinder 5 ist ein kleiner Verdichterzylinder 15 und auf den Spülkodben4 ein Verdichterkol.ben 16 aufgesetzt. Diese Teile 15, 16 bilden; den Brenngasverdichter, dem dasGas durch eine Leitung 17 zuströmt und von dem es über eine Leitung 18, in welche ein Aufnehmerbehälter i9 eingeschaltet ist, zu dem das Gaseinlaßabschlußglied enthaltenden Gehäuse 30 gefördert wird, das in der Wand leas Arbeitszylinders so angebracht ist, daß es in den Totraum 21 ausmündet. Zum Einspritzen der die Zündung bewirkenden geringen Menge flüssigen Zündbrennstoffes dient eine Hochdruckeinspritzpumpe 23, die von einem auf der Maschinenwelle 25 sitzenden Nocken 26 angetrieben wird. Der flüssige Brennstoff fließt dieser Pumpe aus einem Behälter 2,- zu und wird von ihr durch eine Leitung 28 zu einer in den 21 ausmündenden Brennstoffeinsp.ritzdüse 22 gefördert.
  • Das Gehäuse 30 (vgl. Abb. 2) enthält einen Hohlraum 32, welcher nach dem Motorbrennraum 21 hin durch den zu diesem Raum hin öffnenden Ventilteller 33 abgeschlossen wird und an den die Gaszuleitung 18 angeschlossen ist. Der Ventilteller wird sonach vom Brenngasdruck ständig im Sinne des Öffners belastet. Die Spindel 34. des Ventiltellers 33 reicht über eine als Abdichtung wirkende Führung 35 in einen Hohlraum 36 hinein und ist dort an eine diesen Hohlraum nach außen abschließende Membran 37 angeschlossen. Der Hohlraum 36 steht mittels einer Leitung 14 mit dem Arbeitsraum 6 der Spülpumpe in dauernd offener Verbindung, so daß die Druckänderungen im Spülpumpenarbeitsraum 6 auf die Membran 37 übertragen werden. Die auf die Membran ausgeübte Kraft wirkt auf den Ventilteller 33 im Sinne des Schließens. Eine Feder38 belastet den Ventilteller 33 gleichfalls im Sinne des Schließens.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung ergibt sich am anschaulichsten aus Abb.3; darin bedeutet a das Diagramm des Motors, b das Diagramm der Spülpumpe. Nach oben ist der Druck p (in ata), nach -der Seite der für -den Motorkolben 3 und den Pumpenkolbenq. übereinstimmende Kolbenweg s aufgetragen. Die Spülpumpe beginnt im inneren Totpunkt A des Motorkolbens 3 zu verdichten, die Verdichtung dauert bis zum Punkt B, daran schließt sich die Förderung bis zum äußeren Totpunkt C, hierauf folgt eine Expansion bis zum Punkt D, hieran anschließend erfolgt das Ansaugen bis zum Punkt A. Im äußeren Totpunkt C hat die Spülluft einen hohen. Druck; dementsprechend ist die auf dien Membran -37 einwirkende Kraft so groß, daß sie die auf Öffnen des Ventiltellers 33 wirkende Kraft des Brenngasdruckes überwiegt. Das Gasventil 33 ist also geschlossen. Während der Expansion von C nach D sinkt der Spülluftdruck ab. Bei einem Punkt E, bei welchem der Druck p1 herrscht, hält der Spülluftdruck zusammen mit ..der Kraft der Feder 38 dem Brenngasdruck soeben das Gleichgewicht; im nächsten Augenblick öffnet das Gasventil 33. Dieses Ventil 33 schließt sich selbsttätig wieder, sobald der im Motorarbeitsraum 21 herrschende Druck zusammen mit der Kraft der Feder 38 den auf Öffnen des Ventils hinwirkenden Druck des Brenngases überwindet.
  • In gleicher Weise kann beispielsweise bei einem Zweitakteinkolbenmotor mit Kurbelkastenspülpumpe der im Kurbelkasten herrschende veränderliche Druck zur Steuerung des Gaseinlaßv entils Verwendung finden.
  • Wenn der Eröffnungspunkt E des Gasventils 33 zu nahe am äußeren Totpunkt C liegt, sind die Auspuffschlitze 12 noch nicht abgeschlossen. Es ist dann, um Gasverlust zu vermeiden, erwünscht, den Eröffnungspunkt vom äußeren Totpunkt weiter wegzuverlegen. Diese Verlegung des Eröffnungspunktes kann mittels einer in die Leitung 14 zwischen Spülpumpenarbeitsraum 6 und der Membrankammer 36 einzuschaltenden Drosseleinrichtung nach Abb. 4 erreicht werden. In die seitlich gerichtete Ausmündung 41 des einen Teils der Leitung 14, an die sich der zum anderen Teil der Leitung 14 führende Kanal 42 anschließt, ragt ein verstellbares. Drosselglied, z. B. die kegelige Spitze .4 einer Schraube .13 hinein.
  • Die Einrichtung wirkt wie folgt: Ist die Drossel 41, 44 weit offen, so kann die Luft bei Druckänderungen in der Spülpumpe ungehindert zur Kammer 36 hin bzw. aus dieser zurückströmen. Der Eröffnungspunkt des Gasventils 33 liegt dann bei E.
  • Will man den Eröffnungspunkt vom äußeren Totpunkt C weiter weglegen, so wird die Drosselschraube 43 weiter in die Ausmündung 41 hineingeschraubt. Dies hat zur Folge, daß jetzt bei Druckänderungen in der Spülpumpe die Strömung der Luft zu bzw. von der Kammer 36 behindert ist, daß also bei der Expansion in der Spülpumpe (Linie C-1?) der Druckabfall in der Kammer 36 langsamer vonstatten geht als in der Spülpumpe und etwa der Linie C-D' (Abb.4) folgt. Der Druck p1, bei welchem das Öffnen des Gasventils 33 stattfindet, wird im Punkt E' erreicht, der vom äußeren Totpunkt C weiter abliegt als der Punkt E.
  • Häufig kann das Drosselglied auf einen bestimmten, durch Versuche zu ermittelnden Drosselquerschnitt fest eingestellt bleiben. In diesem Fall kann die Drosselung der Leitung 14 auch durch einen unveränderlichen, in diese Leitung 14 eingeschalteten verengten Durchlaß, z. B. durch eine Drosselscheibe. erfolgen.
  • Die Abb. 5 zeigt einen Einkolbe-nzweitaktgasmotor, bei welchem der Spülpumpenkolben 4 so: mit dem Arbeitskolben 3 verbunden ist, daß der Spülpumpenarbeitsraum 6 von dem Ringraum zwischen dem Spülpumpenzylinder 5 und dem Arbeitskolben 3 gebildet wird. Hierbei fällt der Ansaughub der Spülpumpe mit dem Ausdehnungshub des Arbeitskolbens und der Förderhub der Spülpumpe mit @denf Verdichtungshub des Arbeitskolbens zusammen. Die Brenngaspumpe 15, 16 ist seitlich an den Motor angesetzt; sie wird von einem auf der Motorwelle 25 sitZenden Exzenter 29 aus angetrieben und fördert das Gas zu dem in den Motortotraum ausmündenden Ventilgehäuse So. Da bei diesem Motor die Spülpumpentakte relativ zu den Arbeitskolbentakten anders liegen als beim Beispiel nach Abb. 1, muß auch die Gaseinlaßsteuerung eine etwas andere Ausgestaltung erfahren.
  • Ein Beispiel einer für diesen Motor geeigneten Gaseinlaßsteuerung zeigt Abb.6. In dem Ventilgehäuse So sind zwei Ventile, das druckgesteuerte, zum Motorarbeitsraum 21 hin öffnende Gaseinlaßventil 5 n und ein im gleichen Sinne öffnendes, durch eine Feder 52 auf Schließen belastetes, einfaches Rückschlagventil 53, hintereinander eingebaut. Mit der Spindel 54 des Gasventils 51 ist ein im Ventilgehäuse So abdichtend geführter Kolben 55 fest verbunden, dessen Durchmesser größer ist als der des Ventiltellers 51, so daß das durch die Leitung 18 in den Raum 56 zwischen dem Ventilteller 51 und dem Kolben 55 zutretende, unter Druck stehende Brenngas bestrebt ist, das Ventil 51 geschlossen zu halten. Im gleichen Sinne wirkt eine Ventilbelastungsfeder 57. Der Kolben 55 ist an eine Membran 57 angeschlossen, deren vom Kolben abgekehrte Seite zusammen mit einem Deckel SS eine Kammer 59 bildet, mit welcher der Spülpumpenarbeitsraum 6 über die Leitung 14 in dauernder Verbindung steht. Der Spülluftdruck ist bestrebt, das Gaseinlaßventil 51 zu öffnen.
  • Die Einrichtung wirkt wie folgt (vgl. hierzu Abb. 7) : Im äußeren Totpunkt G ist der Druck in der Spülpumpe gering; das Gasventil 51 wird daher durch die Kraft des Gasdruckes und der Feder 57 geschlossen gehalten. Beim Einwärtsgang der Kolben 3 und 4 steigt der Spüldruck bis zum Punkt H an. Während -dieses Ansteigens wird ein PunktJerreicht, bei welchem der Spülpumpendruck den erwähnten Gegenkräften das Gleichgewicht hält; im nächsten Augenblick öffnet demzufolge das Ventil 51 und ebenso auch, da der Gegendruck im Motorzylinder noch kleiner ist als der Brenngasdruck, das Ventil 53. Das Brenngas strömt jetzt in den Motorarbeitsraum ein, und zwar so lange, bis der Druck im Motorarbeitsraum den Brenngasdruck erreicht hat; es schließt sich dann das Ventil 53, womit die weitere Brenngaszufuhr unterbrochen ist. Das Ventil 51 bleibt so lange offen, bis der Druck in der Spülpumpe bei der zu Beginn des Auswärtshubes stattfindenden Expansion (Linie K-L) so weit gefallen ist (Punkt !11), daß nunmehr der Brenngasdruck zusammen mit der Kraft der Feder 57 das Ventil 51 schließt; dieses Ventil bleibt dann bis zum Punkt J geschlossen. Abu. ä zeigt eine Einrichtung, welche der nach Abb. 6 ähnlich, aber so ausgebildet ist, daß der Brenngasdruck keinen Einfluß auf die Steuerung des Gaseinlaßabschlußgliedes hat. Der vom Brenngasdruck belastete, mit dem Ventilteller 51 verbundene Kolben 55' hat die gleiche wirksame Fläche wie der Ventilteller, so da:ß die vom Brenngasdruck auf diese beiden Flächen ausgeübten Kräfte sich aufheben. Der Ventilteller wird alsolediglich durch die Feder 57 im Sinne des Schließens belastet, während der Brenngasdruck keine Verstellkraft ausübt. Eine solche Ausgestaltung ist deshalb auch dann geeignet, wenn der Brenngasdruck erheblichen Schwankungen unterworfen ist.
  • Will man bei der in den Abb. 5 bis 7 dargestellten Einrichtung den Eröffnungspunkt I des Gasventils vom äußeren Totpunkt G weiter wegverlegen, etwa zum Punkt J' in Abb.7, so muß der Zutritt des Spülpumpendruckes zur Verschiebegliedkammer 59 verzögert werden. Hierzu kann wieder die oben beschriebene Einrichtung gemäß Abb. ¢ dienen.
  • Die Anpassung der Brenngasmenge an die verlangte Motorleistung kann in an sich bekannter Weise durch Beeinflussung der Förderung des Brenngasverdichters 15, 16 erfolgen, beispielsweise indem, wie in Abb. i dargestellt, in der Ansaugleitung 17 dieses Verdichters ein von Hand oder von einem Regler verstellbares Drosselglied 6o vorgesehen wird. Es kann auch, z. B. durch Aufdrücken des Saugventils während eines Teils des Förderhubes, ein Teil des bereits angesaugten Gases in die Saugleitung zurückgeführt werden.
  • Der Kolben der zur Steuerung des Brenngas-Einlasses benutzten Spülluftpumpe kann, anstatt mit dem Motorarbeitskolben fest verbunden zu sein" auch auch von einer besonderen Kurbel oder von einem sonstigen Antriebsglied aus angetrieben werden. Die Bedingung, daß der Motorkolben und der Pumpenkolben im Gleichtakt arbeiten sollen, ist dabei so zu verstehen, daß im Pumpenzylinder zu dem Zeitpunkt, in dem das Öffnen des Brenngas-Einlasses erfolgen soll, eine Druckänderung (Verdichtung oder Expansion) stattfinden soll. Da der Gaseinlaß zweckmäßig gleich nach Abschluß der Auslaßöffnungen des Motorarbeitszylinders beginnt, also in der Nähe des äußeren Totpunktes des - Motorkolbens, und da auch die Druckänderungen in der Spülluftpumpe im allgemeinen immer von den Totlagen des Pumpenkolbens ausgehen, so gestaltet sich die Durchführung der Erfindung bei völligem Gleichtakt von Motor-und Pumpenkolben besonders einfach. Jedoch kann der Winkel zwischen Motorkurbel und Pumpenkurbel oder zwischen entsprechenden Antriebselementen auch etwas von o oder iäo° abweichen, sofern nur die zur Steuerung des Brenngas-Einlasses benutzte Druckänderung im Pumpenarbeitsraum relativ zum Motordiagramm eine solche Lage hat, daß dieser Gaseinlaß an einer betrieblich brauchbaren Stelle des Weges des Motorkolbens erfolgen kann.
  • Als Brenngas kann jedes für die Verbrennung im Motor geeignete und eine Verdichtung auf mehrere Atmosphären Druck vertragende brennbare Gas Verwendung finden. In Betracht kommen insbesondere Leuchtgas, Koksofengas und Generatorgas. Auch vergastes Flüssiggas (Propan, Butan), das in flüssigem Zustande unter dem seiner jeweiligen Temperatur entsprechenden Dampfdruck gespeichert ist, kann zurAnwendung kommen. Die Vergasung kann in an sich bekannter Weise unter Zuhilfenahme von Motorabwärme erfolgen. Zweckmäßig wird hierbei das dem Speicher entnommene Gas nur so, weit entspannt, daß es noch den zu seiner Einfuhr in den Motorarbeitsraum und gegebenenfalls zur Steuerung des Gaseinlasses erforderlichen Druck aufweist. Der sonst vorzusehende besondere Gasverdichter kann dann fortfallen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Pneumatische Steuerung des Brenngas-Einlasses eines Zweitaktgasmotors mit einer im Gleichtakt zur Motorkolbenbewegung arbeitenden Spülluftpumpe und mit einem Brenngaseinlaßventil, das während des Verdichtungshubes, nach dem Abschluß des Spüllufteinlasses und des Abgasauslasses geöffnet wird, das ferner im einen Verstellsinne durch eine ständig wirksame Kraft bestimmter Größe belastet ist und das mit einem die bewegliche Wand einer Kammer bildenden Kraftglied verbunden ist, auf das ein sich periodisch ändernder Gasdruck einwirkt, dessen Kraft der ständig wirkenden Kraft entgegengerichtet ist und diese abwechselnd über- und unterschreitet, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftgliedkammer (36, 59) mittels einer ständig offenen Leitung (14) mit dem Arbeitsraum (6) der Spülluftpumpe verbunden ist. z. Steuerung nach Anspruch i mit zum Motorarbeitsraum hin öffnendem Einlaßventil, mit dessen Spindel das Kraftglied verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilspindel (34 bzw. 54) den vor dem Einlaßventid (33 bzw. 51) liegenden Brenngaszufuhrraum (3a bzw. 56) durchsetzt und daß alle Steuerungsteile und Leitungsanschlüsse mittels eines gehäuseartigen Körpers (3o bzw. 50) zu einer in sich geschlossenen Einheit zusammengefaßt sind, die mittels einfacher Durchflußverbindungen mit dem Motorarbeitsraum (21), mit der Brenngaszuleitung (18) und mit dem Spülpumpenarbeitsraum (6) verbunden ist (Abb.
  2. 2, 5 und 8).
  3. 3. Steuerung nach Anspruch i oder für Motoren, bei welchen mit dem Beginn des Verdichtungshubes des Motorkolbens ein Druckanstieg in der Spülluftpumpe zusammenfällt, dadurch gekennzeichnet, daß das Brenngaseinlaßventil (51) von der ständig wirksamen Kraft im Sinne des Schließens und von der Kraft des Spülluftdruckes im Sinne des Öffnens belastet wird (Abb. 5 bis 8).
  4. 4. Steuerung nach einem derAnsprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, däß in der Brenngaszuleitung, in der Strömungsrichtung des Brenngases auf das durch die Änderungen des Spülluftdruckes gesteuerte Brenngaseinlaßventil (51) folgend, ein selbsttätiges, zum Motorarbeitsraum (21) hin öffnendes Rückschlagventil (53) angeordnet ist (Abb. 6 und 8).
  5. 5. Steuerung nach einem derAnsprüche i bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß der Spülluftdruck auf das mit dem Brenngaseinlaßventil (51) verbundene Kraftglied (37) in der gleichen Richtung einwirkt wie der Druck des zuströmenden Brenngases auf den Teller des genannten Einlaßv@ntils und daß zur Erzeugung der ständig wirksamen, der Kraft des Spülluftdruckes entgegenwirkenden Kraft mit der Ventilspindel (54) ein zweites Kraftglied (55) verbunden ist. dessen dem Ventilteller zugekehrte wirksame Fläche größer als die des Ventiltellers und ebenfalls vom Brenngasdruck belastet ist, so daß die hierauf ausgeübte Kraft die auf den Ventilteller ausgeübte Kraft überwiegt und ihr entgegengesetzt ist (Abb.6).
  6. 6. Steuerung nach einem derAnsprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in die den Spülpumpenarheitsraum (6) mit der Kraftgliedkammer (37, 59) verbindende Leitung (14) ein gegebenenfalls verschieden einstellbares- Drosselglied (41, 44) so eingeschaltet ist, daß mindestens die das Eröffnen des Brenngaseinlaßventils (33, @i) bewirkende Druckänderung im Spülluftpumpenarbeitsraum (6) verzögert zur Kraftgliedkammer (37, 59) hin übertragen wird (Abb. 4.). Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 228 616, 468 369. 357 715, 204 499 britische Patentschriften N r. 479932, 397 742: S ch nü r1e , »Die Gasmaschine«, Wien 1939, Verlag Springer, S. i i i bis 113.
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