DE752862C - Verfahren zum Herstellen von schaeumbarem Schlackengut aus Hochofenschlacke und aehnlichen Silikatschmelzen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von schaeumbarem Schlackengut aus Hochofenschlacke und aehnlichen SilikatschmelzenInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren zum Herstellen von schaumbarem Schlackengut aus Hochofenschlacke und ähnlichen Silikatschmelzen Nicht alle Hochofenschlacken lassen sich mitbekannten Mitteln auf Schaumgut verarbeiten. Den Grund hierfür sieht man allgemein in der unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung der Schlacken. Es wurden daher schon Vorschläge gemacht, durch Zugabe von Stoffen die Zusammensetzung schlecht schäumender Schlacken der Zusammensetzung von erfahrungsgemäß besser schäumenden Schlakken anzupassen.
- So wurde beispielsweise vorgeschlagen, den Schlacken zur Erhöhung .der Viscosität-kieselsäurehaltige Stoffe, wie Sand oder Naturbims, zuzuäeben. Ferner wurde schon vorgeschlagen, Calciumsulfid zuzusetzen in der Annahme, elaß der Schwefelwasserstoff, welcher bei der Verarbeitung entsteht, die Bildung von Blasen begünstigt. Dies alles sind Stoffe, die die Hochofenschlacken bekanntlich enthalten und die man den Schlacken zur Verbesserung der Schäumbarkeit nur in beschränkten Mengen zusetzen kann, nämlich nur insoweit, als die Temperatur der Abstich.schlacke eine Auflösung der Zusatzstoffe gestattet.
- Demgegenüber werden erfindungsgemäß Zusatzstoffe wenvendet, die nicht zu den Aufbaustoffen der Hochofenschlacken gehören und die zu dem Zweck zugesetzt werden, die Schäumbarkeit in hohem Maße unabhängig von der ursprünglichen chemischen Zusammensetzung der Schlacken zu machen. Hierfür kommen die sogenannten Glas- oder Emailbildner in Betracht, wie -Natrium-Kalium-Verbindungen und Borate. Diese Stoffe können einzeln oder in Mischung miteinander der flüssigen Hochofenschlacke zugesetzt werden. Sie rufen, auch wenn sie nur in geringen Mengen der schmelzflüssigen Schlacke zugegeben werden, eine ähnliche Schäumbarkeit hervor-, wie beispielsweise die Zugabe von geringen Mengen Schaumpulver zu Wasser bei niedriger Temperatur. Wesentlich ist, daß die Zugabe so erfolgt, daß die kleine Menge Zusatzstoffe schnell und vollständig mit der Hochofenschlacke gemischt wird. Man kann als Zusatzstüffe solche Stoffe nehmen. die bei ihrer Erhitzung selbst Gase entwickeln. Man kann aber auch die Stoffe vermittels Luft oder Traggas in die schmelzflüssige Masse bringen. -Zum Einbringen der Stoffe kann män hfl bereits bekannter Einrichtungen oder Ve riähren bedienen als auch insbesondere einer noch nicht zum Stande der Technik gehörenden Erfindung, nach welcher die Zugabe von feinkörnigen oder staubförmigen Zusatzstoffen in bester Verteilung mittels Tragluft in den Hohlsograum ein,-r in einer Rinne angebrachten Gefällstufe erfolgt.
- Durch geeignete Abkühlung vor oder nach der Zierformung zti Bausteinen u. dgi. verfestigt sich das Schlackengut von selbst.
- Die erfindungsgemiill hergestellte Schaumschlacke besteht aus vielen kleinen, an den Innenwänden mit einem Glas- oder Einail-Überzug ausgekleideten Einzelzellen, welche in das Schlackengut in bester Verteilung eingebettet sind. Ihre Bildung wurde durch die eingebrachten Zusatzstoffe hervorgerufen oder zumindest Mark begünstigt.
- Durch Äuswahl, Mischung und Korn,-röße der Zusatzstoffe sowie die Wahl der Temperatur des miteingeblasenen Gases läßt sich eine weitgehende Regelung im Zellenaufbau erzielen. wobei die Bildung von zusammenhängenden Blaseng:ingcn oder kapillaren Röhren weitgehend vermieden wird.
- Bei -Verwendung von Luft wird die Schaumschlacke vollkommen, bei Verwendung von Wasserdampf überwiegend trocken hergestellt. Sie hat daher keine oder nur ganz geringe Wassereinschlüsse und zieht auch s pi äterhin kein Wasser an.
- Die erfinrlungsgem<iP .behandelte Schlacke bietet hohen Wärmeschutz und hat bei gerin-170m spezifischem Gewicht größte Festigkeit. Ein besonderer Vorteil der Erfindung ist, daß las noch heiße Schlackengut in teigigem Z_u->tand ohne Zugabe von Bindemitteln zu Bausteinen u. (117l. verformt «erden kann.
- Zum besseren Verständnis der Lehre diene nachstehende, rein theoretische Volumen- und d;;i;«-ichtsrechnung: In 2ooo k- flüssige Schlackenmasse von etwa i300° werden ioo l.17 kalzinierte Sorla mit 20 m-' Luft eingeführt. Bei atmosphärischem Druck ergibt sich hierbei ein Gesaintv olumen von etwa 210m' bei einem Gesamtgewicht von etwa 2 i oo k17 Schlackengut.
- Im praktisch,-ii Betriebe wurde auf diese Weise schon beim ersten -Versuch ein Schlaklceiiscliaum von 0,312 kg%m3 Raumgewicht leergestellt, der schon alle vorerwähnten Vorteile aufwies und mithin einen neuen hoch-«vertigen Baustoff darstellte.
- Das Verfahren nach der Erfindung läßt sich auch vorteilhaft auf ähnliehe Silicatschmelzen der Eisen- und Nichteisenmetalle oder auch auf 1lüllschlaclcen oder Basalt anwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von schiiuinbarein Schlackengut aus Hochofenschlacke und ähnlichen Silicatschinelzen durch Zugahe von Zusatzstoffen, dadurch .gekennzeichnet, daß Glas- und Emailbildner, wie Natrium-, Isaliumverbindun1"eii oder Borgte, zugesetzt «-erden. Verfahren zur Herstellung von Schaumschlacke, dadurch gekennzeichnet, flaß die Zusatzstoffe nach Anspruch i mittels Tragas oder Tragluft in die flüssige Schlacke eingeblasen «-erden. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht gezogen worden.
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| DE752862C true DE752862C (de) | 1945-01-12 |
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1942
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Non-Patent Citations (1)
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