DE752808C - Erhoehung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien - Google Patents
Erhoehung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf CellulosehydratfolienInfo
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- C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
- C08J7/00—Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances
- C08J7/04—Coating
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Description
AUSGEGEBEN AM 27. MÄRZ 1952
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 75c GRUPPE
Ki67i66IVdl75c
sind als Erfinder genannt worden
Kalle & Co. A. G., Wiesbaden-Biebrich
(Ges. v. 15. 7. 51) Patenterteilung bekanntgemacht am 12. Juli 1951
Es ist bekannt, die Haftung von hydrophoben Schichten, beispielsweise wasserdampfundurchlässigen
Lacküberzügen, auf Cellulosehydratfolien zu erhöhen, so daß die hydrophoben Schichten sich auch bei längerer
Berührung der Materialien mit Wasser nicht von den Folien trennen. Um dies zu erzielen,
hat man vorgeschlagen, die Folien vor dem Aufbringen der hydrophoben Schicht mit bestimmten
Stoffen zu behandeln bzw. bestimmte Verankerungsmittel den bei der Herstellung der hydrophoben Schichten verwendeten Lösungen
der hydrophoben Stoffe zuzusetzen. Am besten haben sich in der Praxis zur Erzielung
einer guten Verankerung von hydrophoben Schichten an Cellulosehydratfolien Zwischenschichten aus speziellen Polymerisationsprodukten
bewährt.
Man hat auch noch andere Verfahren vorgeschlagen, um eine bessere Verbindung des
Lackes oder einer sonstigen hydrophoben Schicht mit der Cellulosehydratfolie zu erzielen,
doch haben diese wegen der ihnen noch anhaftenden Mängel größere praktische Bedeutung
nicht erlangt. So hat man beispielsweise vorgeschlagen, vor dem Lackieren das in
den Folien enthaltene Wasser durch organische Lösungsmittel zu verdrängen oder eine
Vorbehandlung der Folien mittels solcher organischer Flüssigkeiten, welche auf die Folien
quellend wirken, vorzunehmen. Nach einem anderen Vorschlag soll eine Vorbehandlung
der Folien mit einem Weichhalter für den später aufzubringenden Lack erfolgen. Weiterhin
ist beispielsweise vorgeschlagen worden, Lackschichten auf Cellulosehydratfolien
mit Hilfe von in den Folien vorgesehenen ao Durchbrechungen zu verankern oder die Verankerung
mit Hilfe einer zwischen der Folie und dem Lack angebrachten Zwischenschicht aus leimartigen Stoffen zu erzielen. Diese bekannten
Verfahren ergeben aber nur einen as recht mangelhaften Verankerungseffekt. Bei
anderen bekannten Verfahren soll eine Zwischenschicht aus trocknenden Ölen bzw. Ölalkydharzen
angewendet werden. Auf diese Weise erzielt man einen wesentlich besseren A^erankerungseffekt als mit Hilfe der verschiedenen
obenerwähnten Verfahren. Aber auch die letztgenannten Verfahren, bei denen trocknende
Öle bzw. Ölalkydharze benutzt werden, weisen noch verschiedene Nachteile auf. Abgesehen
davon, daß es dabei notwendig ist, ziemlich dicke Zwischenschichten anzuwenden, erlauben die Verfahren wegen der langsamen
Trocknung der Zwischenschichten nur eine geringe Arbeitsgeschwindigkeit. Außerdem
stört der Geruch der so behandelten Folien bei vielen Verwendungszwecken, beispielsweise
bei der Verwendung der Folien als Verpackungsmaterial für Lebensmittel.
Es ist nun gefunden worden, daß man als Mittel zur Erzielung einer guten Haftung von
hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien mit ausgezeichnetem Erfolg insbesondere
höhermolekulare N · N-Alkylenharnstoffe verwenden kann. Es kommen beispielsweise
N
Formel
Formel
N-Äthvlenharnstoffe, welche die
R-NH-CO-N
CH.,
CH.,
aufweisen, in Frage. R ist dabei ein aliphatischer oder auch carbocyclischer Rest mit
zweckmäßig mehr als 6 C-Atomen. Auch Diäthylendiharnstoffe der Formel
H, C
H0C
N-CO-NH-R-NH-CO-N
CH2
CH,
welche auch ohne Berücksichtigung der Größe des Restes R schon ein verhältnismäßig hohes
.Molekulargewicht aufweisen, sind sehr gut geeignet.
Wenn man beispielsweise Cellulosehydratfolien mit Lösungen der erwähnten Verankerungsmittel
behandelt und nach dem Trock-η en, das zweckmäßig bei höherer Temperatur durchgeführt wird, eine hydrophobe Schicht
aufbringt, so· erweist sich diese als außerordentlich fest mit der Cellulosehydratfolie
verbunden. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäß verwendeten Mittel zur Erhöhung
der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien gegenüber anderen
Verankerungsmitteln ist darin zu sehen, daß die Stoffe sehr beständig sind. Sie bleiben
beispielsweise auch in alkoholischer oder wäßriger Lösung wirksam.
Nach dem Verfahren der Erfindung können wasserdampfundurchlässige Lacke verschiedenster
Art, z. B. solche auf Grundlage von Nitrocellulose, Benzylcellulose, Polyvinylchlorid
u. dgl., auf den Cellulosehydratfolien verankert werden. Außerdem kann man beispielsweise
plastische Klebemassen, wie Gemische aus Harz und Kautschuk, auf den Folien verankern.
I. Eine Folie aus Cellulosehydrat wird durch eine 3%ige Lösung der Verbindung
H0C
^N-CO-NH NH-CO-Ni
CH,
CH,
60 in 50%igem wäßrigem Äthanol gezogen, wor- : durch Abstreichen entfernt wird. Anschließend
auf der Überschuß der anhaftenden Lösung trocknet man die Folie bei 900. Danach wird
sie mit einem Lack aus io Teilen nachchloriertem Polyvinylchlorid und 90 Teilen Äthylacetat
in üblicher Weise lackiert und bei ioo° getrocknet. Wenn man diese lackierte Folie
in Wasser einlegt, so haftet der Lacküberzug noch nach tagelanger Einwirkung gut und läßt
sich nicht ablösen.
2. Eine Folie aus Cellulosehydrat wird wie in Beispiel 1 mit einer 3%igen Lösung von
N'-Stearyl-N · N-Äthyleniharnstoff in Benzol
behandelt und anschließend mit einem Nitrocelluloselack folgender Zusammensetzung
überzogen:
10 Teile Nitrocellulose,
6,9 - Dibutylphthalat,
0,5 - Paraffin,
1,4 - entwachstes Dammarharz,
60 - Essigester,
30 - Toluol,
10 - Alkohol.
Die so lackierte Folie weist bei Einwirkung von kaltem und warmem Wasser eine sehr
gute Haftfestigkeit des Lacküberzuges auf.
3. Eine Cellulosehydratfolie wird durch eine 2°/oige Lösung der Verbindung
H2C
NH-CO-NH. (CH2)6.NH.CO-
H2C
in Methylenchlorid gezogen und nach Abstreifen der überschüssigen anhaftenden Lösung
bei 900 getrocknet. Die Folie wird dann einseitig mit einem plastisch bleibenden Überzug
eines Dauerklebstoffes, der auf Kautschukgrundlage aufgebaut ist, überzogen, in Streifen
geschnitten und aufgerollt. Gegenüber den bekannten Cellulosehydratklebestreifen haben
die so hergestellten Klebestreifen den Vorteil, daß sich bei Einwirkung von Wasser die
Klebeschicht nicht von der Cellulosehydratfolie löst.
4. Eine Cellulosehydratfolie wird mit einem Lack überzogen, der 10 Teile nachchloriertes
Polyvinylchlorid und 0,7 Teile des in Beispiel 1 beschriebenen N · N-Äthylenharnstoffderivats
CH,
CH2
in 90 Teilen Essigester enthält. Der Lack-Überzug wird bei 900 getrocknet. Die Lackierung
ist gegen kochendes Wasser beständig, während ein Lacküberzug, der nach derselben
Vorschrift, aber ohne Zusatz des Verankerungsmittels erzeugt worden ist, sich bereits
bei Berührung mit kaltem Wasser nach 15 Minuten ablöst und in kochendem Wasser sofort
abschwimmt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verwendung von insbesondere höhermolekularen N · N-Alkylenharnstoffen als Mittel zur Erhöhung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien.O 3542 3.52
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK167166D DE752808C (de) | 1943-01-15 | 1943-01-16 | Erhoehung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE240508X | 1943-01-15 | ||
| DEK167166D DE752808C (de) | 1943-01-15 | 1943-01-16 | Erhoehung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE752808C true DE752808C (de) | 1952-03-27 |
Family
ID=25766575
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK167166D Expired DE752808C (de) | 1943-01-15 | 1943-01-16 | Erhoehung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE752808C (de) |
-
1943
- 1943-01-16 DE DEK167166D patent/DE752808C/de not_active Expired
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