DE752808C - Erhoehung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien - Google Patents

Erhoehung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien

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DE752808C
DE752808C DEK167166D DEK0167166D DE752808C DE 752808 C DE752808 C DE 752808C DE K167166 D DEK167166 D DE K167166D DE K0167166 D DEK0167166 D DE K0167166D DE 752808 C DE752808 C DE 752808C
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DE
Germany
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cellulose hydrate
increasing
adhesive strength
hydrophobic layers
films
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Expired
Application number
DEK167166D
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English (en)
Inventor
Herbert Dr Bestian
Otto Dr Herrmann
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Kalle GmbH and Co KG
Original Assignee
Kalle GmbH and Co KG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J7/00Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances
    • C08J7/04Coating
    • C08J7/048Forming gas barrier coatings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J7/00Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances
    • C08J7/04Coating
    • C08J7/043Improving the adhesiveness of the coatings per se, e.g. forming primers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2301/00Characterised by the use of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08J2301/06Cellulose hydrate

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Description

AUSGEGEBEN AM 27. MÄRZ 1952
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 75c GRUPPE
Ki67i66IVdl75c
sind als Erfinder genannt worden
Kalle & Co. A. G., Wiesbaden-Biebrich
(Ges. v. 15. 7. 51) Patenterteilung bekanntgemacht am 12. Juli 1951
Es ist bekannt, die Haftung von hydrophoben Schichten, beispielsweise wasserdampfundurchlässigen Lacküberzügen, auf Cellulosehydratfolien zu erhöhen, so daß die hydrophoben Schichten sich auch bei längerer Berührung der Materialien mit Wasser nicht von den Folien trennen. Um dies zu erzielen, hat man vorgeschlagen, die Folien vor dem Aufbringen der hydrophoben Schicht mit bestimmten Stoffen zu behandeln bzw. bestimmte Verankerungsmittel den bei der Herstellung der hydrophoben Schichten verwendeten Lösungen der hydrophoben Stoffe zuzusetzen. Am besten haben sich in der Praxis zur Erzielung einer guten Verankerung von hydrophoben Schichten an Cellulosehydratfolien Zwischenschichten aus speziellen Polymerisationsprodukten bewährt.
Man hat auch noch andere Verfahren vorgeschlagen, um eine bessere Verbindung des Lackes oder einer sonstigen hydrophoben Schicht mit der Cellulosehydratfolie zu erzielen, doch haben diese wegen der ihnen noch anhaftenden Mängel größere praktische Bedeutung nicht erlangt. So hat man beispielsweise vorgeschlagen, vor dem Lackieren das in den Folien enthaltene Wasser durch organische Lösungsmittel zu verdrängen oder eine Vorbehandlung der Folien mittels solcher organischer Flüssigkeiten, welche auf die Folien quellend wirken, vorzunehmen. Nach einem anderen Vorschlag soll eine Vorbehandlung der Folien mit einem Weichhalter für den später aufzubringenden Lack erfolgen. Weiterhin ist beispielsweise vorgeschlagen worden, Lackschichten auf Cellulosehydratfolien mit Hilfe von in den Folien vorgesehenen ao Durchbrechungen zu verankern oder die Verankerung mit Hilfe einer zwischen der Folie und dem Lack angebrachten Zwischenschicht aus leimartigen Stoffen zu erzielen. Diese bekannten Verfahren ergeben aber nur einen as recht mangelhaften Verankerungseffekt. Bei anderen bekannten Verfahren soll eine Zwischenschicht aus trocknenden Ölen bzw. Ölalkydharzen angewendet werden. Auf diese Weise erzielt man einen wesentlich besseren A^erankerungseffekt als mit Hilfe der verschiedenen obenerwähnten Verfahren. Aber auch die letztgenannten Verfahren, bei denen trocknende Öle bzw. Ölalkydharze benutzt werden, weisen noch verschiedene Nachteile auf. Abgesehen davon, daß es dabei notwendig ist, ziemlich dicke Zwischenschichten anzuwenden, erlauben die Verfahren wegen der langsamen Trocknung der Zwischenschichten nur eine geringe Arbeitsgeschwindigkeit. Außerdem stört der Geruch der so behandelten Folien bei vielen Verwendungszwecken, beispielsweise bei der Verwendung der Folien als Verpackungsmaterial für Lebensmittel.
Es ist nun gefunden worden, daß man als Mittel zur Erzielung einer guten Haftung von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien mit ausgezeichnetem Erfolg insbesondere höhermolekulare N · N-Alkylenharnstoffe verwenden kann. Es kommen beispielsweise N
Formel
N-Äthvlenharnstoffe, welche die
R-NH-CO-N
CH.,
CH.,
aufweisen, in Frage. R ist dabei ein aliphatischer oder auch carbocyclischer Rest mit zweckmäßig mehr als 6 C-Atomen. Auch Diäthylendiharnstoffe der Formel
H, C
H0C
N-CO-NH-R-NH-CO-N
CH2
CH,
welche auch ohne Berücksichtigung der Größe des Restes R schon ein verhältnismäßig hohes .Molekulargewicht aufweisen, sind sehr gut geeignet.
Wenn man beispielsweise Cellulosehydratfolien mit Lösungen der erwähnten Verankerungsmittel behandelt und nach dem Trock-η en, das zweckmäßig bei höherer Temperatur durchgeführt wird, eine hydrophobe Schicht aufbringt, so· erweist sich diese als außerordentlich fest mit der Cellulosehydratfolie verbunden. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäß verwendeten Mittel zur Erhöhung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien gegenüber anderen Verankerungsmitteln ist darin zu sehen, daß die Stoffe sehr beständig sind. Sie bleiben beispielsweise auch in alkoholischer oder wäßriger Lösung wirksam.
Nach dem Verfahren der Erfindung können wasserdampfundurchlässige Lacke verschiedenster Art, z. B. solche auf Grundlage von Nitrocellulose, Benzylcellulose, Polyvinylchlorid u. dgl., auf den Cellulosehydratfolien verankert werden. Außerdem kann man beispielsweise plastische Klebemassen, wie Gemische aus Harz und Kautschuk, auf den Folien verankern.
Beispiele
I. Eine Folie aus Cellulosehydrat wird durch eine 3%ige Lösung der Verbindung
H0C
^N-CO-NH NH-CO-Ni
CH,
CH,
60 in 50%igem wäßrigem Äthanol gezogen, wor- : durch Abstreichen entfernt wird. Anschließend auf der Überschuß der anhaftenden Lösung trocknet man die Folie bei 900. Danach wird
sie mit einem Lack aus io Teilen nachchloriertem Polyvinylchlorid und 90 Teilen Äthylacetat in üblicher Weise lackiert und bei ioo° getrocknet. Wenn man diese lackierte Folie in Wasser einlegt, so haftet der Lacküberzug noch nach tagelanger Einwirkung gut und läßt sich nicht ablösen.
2. Eine Folie aus Cellulosehydrat wird wie in Beispiel 1 mit einer 3%igen Lösung von N'-Stearyl-N · N-Äthyleniharnstoff in Benzol behandelt und anschließend mit einem Nitrocelluloselack folgender Zusammensetzung überzogen:
10 Teile Nitrocellulose,
6,9 - Dibutylphthalat,
0,5 - Paraffin,
1,4 - entwachstes Dammarharz,
60 - Essigester,
30 - Toluol,
10 - Alkohol.
Die so lackierte Folie weist bei Einwirkung von kaltem und warmem Wasser eine sehr gute Haftfestigkeit des Lacküberzuges auf.
3. Eine Cellulosehydratfolie wird durch eine 2°/oige Lösung der Verbindung
H2C
NH-CO-NH. (CH2)6.NH.CO-
H2C
in Methylenchlorid gezogen und nach Abstreifen der überschüssigen anhaftenden Lösung bei 900 getrocknet. Die Folie wird dann einseitig mit einem plastisch bleibenden Überzug eines Dauerklebstoffes, der auf Kautschukgrundlage aufgebaut ist, überzogen, in Streifen geschnitten und aufgerollt. Gegenüber den bekannten Cellulosehydratklebestreifen haben die so hergestellten Klebestreifen den Vorteil, daß sich bei Einwirkung von Wasser die Klebeschicht nicht von der Cellulosehydratfolie löst.
4. Eine Cellulosehydratfolie wird mit einem Lack überzogen, der 10 Teile nachchloriertes Polyvinylchlorid und 0,7 Teile des in Beispiel 1 beschriebenen N · N-Äthylenharnstoffderivats CH,
CH2
in 90 Teilen Essigester enthält. Der Lack-Überzug wird bei 900 getrocknet. Die Lackierung ist gegen kochendes Wasser beständig, während ein Lacküberzug, der nach derselben Vorschrift, aber ohne Zusatz des Verankerungsmittels erzeugt worden ist, sich bereits bei Berührung mit kaltem Wasser nach 15 Minuten ablöst und in kochendem Wasser sofort abschwimmt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung von insbesondere höhermolekularen N · N-Alkylenharnstoffen als Mittel zur Erhöhung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien.
    O 3542 3.52
DEK167166D 1943-01-15 1943-01-16 Erhoehung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien Expired DE752808C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE240508X 1943-01-15
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DE752808C true DE752808C (de) 1952-03-27

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