DE747752C - Benzindampfdruckmesser - Google Patents

Benzindampfdruckmesser

Info

Publication number
DE747752C
DE747752C DEI66433D DEI0066433D DE747752C DE 747752 C DE747752 C DE 747752C DE I66433 D DEI66433 D DE I66433D DE I0066433 D DEI0066433 D DE I0066433D DE 747752 C DE747752 C DE 747752C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vessel
gasoline
vapor pressure
air
pressure meter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI66433D
Other languages
English (en)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed filed Critical
Priority to DEI66433D priority Critical patent/DE747752C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE747752C publication Critical patent/DE747752C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N7/00Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Loading And Unloading Of Fuel Tanks Or Ships (AREA)

Description

  • Benzindampfdruckmesser Nächst dem in Oktanzahlen ausgedrückten Klopfwert ist die Flüchtigkeit der Benzine deren wichtigste Eigenschaft. Diese Flüchtigkeit darf einen gewissen Wert nicht unterschreiten, weil sonst die Motoren, besonders in der kalten ahreszeit, schwer anspringen.
  • Sie darf aber vor allem auch nicht zu hoch sein, da sich sonst in den Kraftstoffiuleitungen zum Motor Dampfblasen bilden, die den Zufluß von I(raftstoff unterbinden. Als Maß der Flüchtigkeit dient der Dampfdruck, der fast durchweg nach der Methode von W. Re i d (s. Holde, Kohlenwasserstofföle und Fette, 7. Auflage, S. I99) bestimmt wird. Diese Methode beruht auf der Absättigung eines Luftvolumens mit Benzindämpfen bei I00° F - 380 C und Messung des entstehenden Druckes. Zum Verständnis des Folgenden soll hier die bekannte Methode nach Re i d an Hand der Abb. I kurz geschildert werden: Das Gefäß A wird zunächst mit dem zu untersuchenden Benzin bis zum Rande gefüllt. Dann wird die mit Raumluft angefüllte Glocke auf das Gefäß aufgeschraubt. Zur Messung des Dampfdruckes ist an der Haube B ein normales Federmanometer C befestigt. Nun wird die Vorrichtung in ein Wasserbad eingelegt und unter fortwährendem Schütteln des Gefäßes das Benzin langsam bis zu der Temperatur erhitzt, bei wel cher der Dampfdruck gemessen werden soll.
  • Diese Temperatur beträgt nach der Vorschrift I00° F = 380 C.
  • Diese Arbeitsweise, die in den Laboratorien aller Treibstoffwerke durchgeführt werden muß, beansprucht jedoch nicht nur geeignete Arbeitskräfte, sondern auch viel Zeit, nämlich für eine Bestimmung etwa 1/2 Stunde, so daß es schwierig ist, eine Destillations- oder Mischanlage genau nach dem Dampfdruck einzustellen und zu betreiben. Es ist daher ein dringendes Bedürfnis nach einem schnell arbeitenden, selbsttätigen Dampfdruckmesser vorhanden, der unmittelbar an der Erzeugungsstelle des Benzins, z. B. der Destillationskolonne, angeschlossen werden kann und der den Dampfdruck der erhaltenen Fertigprodukte dauernd überwacht und gegebenenfalls aufschreibt. Der selbsttätigen Ausführung dieses Meßvorganges stellt sich vor allem die lange Erwärmungs- und Schüttelzeit entgegen, die notwendig ist, damit die Temperaturen des Luft- und Flüssigkeitsvolumens sidl an die Temperatur des Wasserbades angleichen können und damit die Sättigung der Luft mlt den Benzindämpfen sich vollständig vollzieht.
  • Es ist nun gelungen, diese Schwierigkeiten zu beseitigen. Der neue Benzindampfdruckmesser arbeitet selbsttätig und unterscheidet sich darin von den bekannten Vorrichtungen, daß das Prüfgefäß unter Zwischenschaltung von Rückschlagventilen mit einer NIembranpumpe verbunden ist, die zur Einstellung des Dampfdruckes Luft im Kreislauf durch das Prüfgefäß führt, das nach Einstellung des Dampfdruclses mit dem Druckmesser selbsttätig verbunden wird.
  • Die Membranpumpe treibt die über dem zu untersuchenden Benzin befindliche Luft in scharfen Pumpstößen immer wieder durch das Benzin hindurch, so daß innerhalb sehr kurzer Zeit, z. B. 2 bis 3 Minuten, der Endzustand erreicht ist.
  • Die Arbeitsweise der in vier ausgeprägten Perioden arbeitenden Vorrichtung sei an Hand der Abb. 2 näher geschildert: I. Die Füllperiode: Das zu untersuchende Benzin strömt durch das geöffnete Ventil V4 in das Glasgefäß G. Das Ventil t-'1 ist geöíinet, und die durch das Benzin verdrängte Luft kann frei in den Raum austreten. Die Ventile V und V3 sind geschlossen. Sobald das Benzin in den Lichtstrahl eintritt, der von der Lichtquelle L auf die Fotozelle Z fällt, wird über einen Verstärker ein Relais betätigt, das die Ventile V4 und V1 schließt.
  • Damit ist das Gefäß G vollkommen abgeschlossen und die Füllperiode beendet.
  • 2. Die Pumpperiode: Die mit Preßluft gesteuerte Membranpumpe P ist über ein Rückschlagventil RV stets mit dem oberen und unteren Ende des Gefäßes G verbunden. Das Gefäß G ist, was der Übersichtlichkeit wegen hier nicht gezeichnet wurde, mit einem ÄVassermantel umgeben, dessen Wassertemperatur stets genau auf 380 gehalten ist. Sobald nun das Benzin in dem Gefäß G sich erwärmt, bildet sich bereits ein kleiner Überdruck in dem Gefäß. ÄVem nun die Luftstenerung der Membranpumpe zu arbeiten beginnt, so wird zunächst das Ventil V5 geschlossen. Hierdurch entspannt sich der Raum R2 der Pumpe über die Drossel Dr, und unter dem geringen Überdruck des Gefäßes G senkt sich die Membran M nach unten. Es strömt nun Luft aus dem Gefäß G über die Rückschlagkugel K1 in den Raum R1. Öffnet sich nun wieder das periodisch arbeitende Ventil V5, so drückt die in den Raum R2 einströmende Preßluft die Membran M wieder nach oben, und es wird die im Raum R1 befindliche Luft über die Rückschlagkugel K. in das Gefäß G von unten wieder eingepreßt. Da dieser Vorgang sehr rasch erfolgt, so entsteht in dem Gefäß G ein starker Strudel, und es tritt eine sehr rasche Vermischung von Luft und Benzin ein. Auch die Erwärmung des Benzins wird durch die Strudelbildung sehr beschleunigt. So kommt es, daß z B. nach 3 Nlinuten die Pumpperiode beendigt werden kann. Dies geschieht dadurch, daß das Ventil t% nun dauernd geöffnet bleibt, wodurch die Membran M dauernd nach oben gepreßt wird und der Rauminhalt des Raumes R1 wieder gleich Null ist wie vor Beginn des Pumpvorganges.
  • 3. Die Registrierperiode: Das Ventil V2 wird geöffnet, und der Druckmesser J ist nun mit dem Gefäß G verbunden. Der Druck des Gefäßes und somit der Dampfdruck des Benzins wird nun auf dem Instrument J gegebenenfalls aufgezeichnet. Nach einiger Zeit schließt sich das Ventil V2 wieder. Die Messung ist beendet.
  • 4. Die Spülperiode: Es öffnen sich nun die Ventile V1 und l'3. Hierdurch wird zunächst durch eine Wasserstrahlpumpe das Benzin aus dem Gefäß G abgesaugt, und anschließend strömt dauernd Raumluft durch die Ventile V1 und 1-3 durch das Gefäß G. Die Vorrichtung ist nun fertig zu einer neuen NIessung. Diese wird eingeleitet durch Schließen des Ventils Vs und Offnen des Ventils V4. Es folgt nun wieder Periode 1.
  • Da sich die Ventile selbsttätig öffnen und schließen, benötigt der ganze Meßvorgang nur 5 Nlinuten. Dies ist nur möglich durch Anwendung des Umpumpverfahrens. Es muß aher eine Nileinbranpumpe verwendet werden, da hierdurch jeglicher Verlust durch Undichtigkeiten vermieden wird. Nuch ist es von großem Vorteil, daß zu Beginn und Ende der Pumpperiode das Raumvolumen der Pumpe stets wieder genau auf Null gebracht werden kann. Daher ist die Anwendung der Ntembranpumpe bei der vorliegenden Vorrichtung. wesentlich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätig arbeitender Benzindampfdruclimesser zur Ausführung der Prtifmethode von Reid, bestehend aus einem die Benzinprobe aufnehmenden und mit einem Druckmesser versehenen Gefäß, dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfgefäß (G) unter Zwischenschaltung von Rückschlagventilen (RV) mit einer Membranpumpe (P) verbunden ist, die zur Einstellung des Dampfdruckes Luft im Kreislauf durch das Prüfgefäß (G) führt, das nach Einstellung des Dampfdruckes mit dem Druckmesser selbsttätig verbunden wird.
    Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht gezogen worden.
DEI66433D 1940-02-08 1940-02-08 Benzindampfdruckmesser Expired DE747752C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI66433D DE747752C (de) 1940-02-08 1940-02-08 Benzindampfdruckmesser

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI66433D DE747752C (de) 1940-02-08 1940-02-08 Benzindampfdruckmesser

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE747752C true DE747752C (de) 1944-10-13

Family

ID=7196530

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI66433D Expired DE747752C (de) 1940-02-08 1940-02-08 Benzindampfdruckmesser

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE747752C (de)

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4011422A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur volumenmessung
DE747752C (de) Benzindampfdruckmesser
WO2006136349A1 (de) Apparatur und verfahren zur automatisierten cetanzahlbestimmung
CH701413B1 (de) Verfahren zum Messen der Wasserdichtheit von Uhren mit Druckluft oder Vakuum.
DE1598996A1 (de) Einrichtung zum Vergleichen der Oktanzahlen von Kraftstoffen,sowie Anlage zum Mischen von Kraftstoffbestandteilen mit einer solchen Einrichtung
DE735795C (de) Verfahren zur Messung der Neigung zur Dampfblasenbildung von Benzin und anderen leichtsiedenden Kraftstoffen
DE621826C (de) Pruefgeraet zur Bestimmung der Totpunktslage der Kolben von Brennkraftmaschinen
DE2362158C2 (de) Vorrichtung zum Bestimmen der in einer Flüssigkeit enthaltenen Menge gelösten Gases
DE901002C (de) Verfahren zur Bestimmung des Heizwertes von gasfoermigen oder fluessigen Brennstoffen und Kalorimeter zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE544136C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung des Heizwertes fester und fluessiger Brennstoffe
DE679357C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der Alterungsneigung von OElen, Fetten und fluessigen Brennstoffen
DE350791C (de) Vorrichtung zum Messen der Spiegelhoehe einer Fluessigkeit, insbesondere auf Schiffen
DE2744737A1 (de) Verfahren zum messen des volumens eines brennkammerraumes einer brennkraftmaschine und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE533521C (de) Einrichtung zur Bestimmung von Sauerstoff in Betriebswaessern, z.B. im Kondensatorwasser
DE935579C (de) Verfahren und Einrichtung zum Messen des Dampfdruckes von Fluessigkeiten
DE390005C (de) Vorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens zur Pruefung von Schmiermitteln, z.B. OElen, unter Erzeugung eines ein Papierblatt durchdringenden Fettflecks
Joachim An Investigation of the Coeffecient of Discharge of Liquids Through Small Round Orifices
DE636619C (de) Einrichtung zum Messen des Vorrates an Fluessigkeit oder festen Stoffen in einem Behaelter durch Ermittlung der durch eine bestimmte Volumenaenderung des Leerraumes des Behaelters in diesem hervorgerufenen Druckaenderung
DE935423C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Brueden, die frei von Verbrennungsgasen sind, bei Eindampfung von Fluessigkeiten mittels Tauchbrenner
DE454367C (de) Verfahren zum Fuellen von Druckgaspatronen mit Druckgas
DE2804288A1 (de) Vorrichtung zum eichen von gassensoren fuer atemalkoholmessgeraete
DE639967C (de) Vorrichtung zur Ermittlung des Gewichtsinhalts von Fluessigkeitsbehaeltern, insbesondere oberirdischen Tanks
CH224450A (de) Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung des Gasvolumens in einem teilweise mit Flüssigkeit und im übrigen mit Gas gefüllten Behälter.
DE3125864A1 (de) Vorrichtung zur messung der oberflaechenspannung nach dem stalagmometerprinzip
DE334375C (de) Gasanalytischer Apparat, bei dem das zu untersuchende Gas einem Absorptionsmittel zugedrueckt wird