DE747239C - Plansichter - Google Patents
PlansichterInfo
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- DE747239C DE747239C DEM149789D DEM0149789D DE747239C DE 747239 C DE747239 C DE 747239C DE M149789 D DEM149789 D DE M149789D DE M0149789 D DEM0149789 D DE M0149789D DE 747239 C DE747239 C DE 747239C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21D—TREATMENT OF THE MATERIALS BEFORE PASSING TO THE PAPER-MAKING MACHINE
- D21D5/00—Purification of the pulp suspension by mechanical means; Apparatus therefor
- D21D5/02—Straining or screening the pulp
- D21D5/04—Flat screens
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Plansichter für vorzerkleinerten, feuchten Papierhalb oder
-ganzstoff, z. B. gekollertes Altpapier, mit mindestens einem geschüttelten Sieb, das
federnd nachgiebig befestigt ist, und bezweckt eine derartige Ausbildung des Sichters,
daß der zum Zusammenballen neigende Stoff ohne Schwierigkeiten und mit hoher
Durchsatzleistung gesichtet wird.
Die bekannten Schüttelsiebe für gekoller-■
ten, ziemlich trockenen Stoff sind auf senkrecht stehenden Federn abgestützt und werden
in der waagerechten Ebene geschittte.lt ader in ihrer Ebene kreisförmig bewegt. Der
oben auf das Sieb aufgegebene Stoff geht zum Teil durch die Siebm-aschen hindurch und
wird unter dem Sieb für die Weiterverarbeitung aufgefangen. Die Verunreinigungen und
groben Stoffbatzen bleiben auf dem Siebe
ZJ zurück und werden durch kreisförmiges
Schwingen oder bei geringer Neigung des in seiner Ebene parallel geschüttelten Siebes
seitlich ausgetragen. Stoffzusammenballungen werden, sofern sie nicht an den Siebrahmen
geworfen werden und sich dort auflösen, mit dem Schmutz ausgetragen, so daß ein beträchtlicher Verlust an gutem Stoff bei
derartigen Sichtern unvermeidlich ist.
Wird nun der Feuchtigkeitsgehalt des Papier- oder Zellstoffs beim Vorzerkleinern
erhöht, was in Zerfaserern, insbesondere Kollergängen, einen rascheren und besseren
Aufschluß zur Folge hat, so macht das Sichten des aufgeschlossenen Stoffes große
Schwierigkeiten, da sich der feuchtere. Stoff (etwa 75 bis 80 % Feuchtigkeitsgehalt) zu
vornehmlich kugel- und walzenförmigen _. Klumpen zusammenballt, die sich auf den
bekannten Sichtern nicht auflösen und den Verlust an gutem Faserstoff beträchtlich
steigern. ,
Die lästige Bildung dieser Stoffkugeln usw. hat ihre Ursache darin, daß die Bewegung des
Sichtersiebes in waagerechter, runder oder elliptischer Bahnkurve erfolgt. Die Bewegung
der sich auf dem Sieb befindenden Stoffteilchen paßt sich dieser Bahnkurve mehr oder
weniger weit an, so daß· die Stoffteilchen
relativ zum Sieb in eine rollende oder rutschende,
die Bildung der Zusammenballungen begünstigende Bewegung geraten.
Diese Erscheinung, die mithin das Sichten von Papierhal'b- oder -ganzstoffen hoher !
Feuchtigkeitsgehalte mit üen bekannten Sich- j tern ausschließt, wird vermieden, wenn nach \
der Erfindung das mit einem freien Auswurf j für das ausgesiebte Gut versehene Sieb senk- j
ίο recht zur Siefoebene schnellschwingend angeordnet
ist, wobei der Hub des Siebes so groß ist, daß die Adhäsion der Teilchen des feuchten
Stoffs von etwa .20 bis 25 % Dichte untereinander und am Sieb durch Stoßwirkung
•5 überwunden wird. Der Rahmen des Siebes kann als Wagen ausgebildet sein, der auf
Rollen an Gleitschienen läuft.
Plansichter mit senkrecht zur Siebebene schwingendem Sieb sind zum Reinigen von
Stoffaufschwemmungen mit geringer Dichte bekannt. So wurden z. B. Knotenfänger mit
feinmaschigen Sieben, die senkrecht zu ihrer Ebene schwingen,, zum Sichten von flüssigem
Stoff verwendet, wobei ganz andersgeartete Betriebsverhältnisse als bei feuchtem, nicht
fließendem Stoff vorhanden sind. Solche Knotenfängersiebe für Stoff auf schwemmungen
sind oben und unten von Stoffwasser überspült, lassen also keinen freien Durchfall
für die Siebung fester und nicht aufgeschwemmter Stoffteilchen hoher Dichte zu. Bei den bekannten Sieben dieser Art ist vielfach
eine Stoß- oder Sogwirkung erforderlich, mn das Sieb von Verstopfung· frei zu halten.
Für das Trennen von schlammigen oder festen Körpern von Flüssigkeiten sind zwar
schon annähernd senkrecht zur Siebfläche bogen- oder kurvenförmig schwingende Schüttelsiebe bekannt. Bei diesen Entwässerungssieben
wird keine Trennung nach der Größe der Teilchen, sondern eine Absonderung aller Teilchen von der Flüssigkeit bezweckt,
wobei die nachfließenden Schlämme das Sieb freispülen. Es liegen somit bei diesen nicht federnd nachgiebig angeordneten
und auch nicht rein senkrecht zur Siebebene schwingenden Sieben ebenfalls andersgeartete
und günstigere Arbeitsbedingungen vor als beim Sichten von nassem Faserstoff zwecks
Trennung der großen Teile, der Knotoi und Stippen, von den bereits weitgehend aufgeschlossenen
Fasern, wozu die bekannten Siebe sich als nicht geeignet erwiesen.
Der Sichter nach der Erfindung ermöglicht das bisher nicht erreichte Sichten von feuchtem
Stoff von etwa 20 bis 25 % Dichte bei vollständigem Stoffdurchgang durch das Sieb.
Damit wird nunmehr der Weg für das weit wirtschaftlichere stetige Zerfasern z. B. im
Kollergang bei höherer Stoffdichte frei, da nur bei einer laufenden Abscheidung und ■
Sichtung des genügend zerfaserten Stoffs eine Leistungssteigerung und Einsparung an Leistungsaufwand
und Arbeitskräften eintritt. Der Sichter nach der Erfindung erspart somit eine Schneckenpresse o. dgl., die dem stetig
arbeitenden Zerfaserer zwecks Erhöhung der Stoffdichte nachgeschaltet werden müßte, ließe
sich der Stoff nicht bei der genannten Dichte in der sehr einfachen und viel unnützen Lei- ya
stungsverbrauch einsparenden Weise sichten.
Zwei Ausführungsbeispiele nach der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
Abb. ι zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch einen Plansichter mit einem Siel) und
Abb. 2 zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch einen Plansichter mit zwei übereinanderliegenden
Sieben.
Mach Abb. 1 ist der leicht geneigte Siebrahmen ι auf vier Schraubeufedern 2 am Gestell
3 abgestützt und trägt an jedem von vier Haltern 4 zwei Rollen 5, die längs einer
Schiene 6 laufen, die eine senkrechte Lauffläche hat und am Gestell 3 befestigt ist. An
den Längsseiten des Siebrahmens 1 sind zwei 85, Rollen 7 gelagert, über denen sich eine
Welle S dreht, die in seitlich vom Rahmen 1 aufgestellten Ständern g gelagert ist. Auf der
Welle sind zwei ellipsenförmige Exzenternocken 10 befestigt, gegen die die Rollen 7
des Rahmens 1 durch den Federdruck gepreßt werden.
Bei jeder Umdrehung der Welle 8 macht das Sieb je zwei Auf- und Abwärtslriibe, so
daß die Schwingungszahl des Siebes doppelt so hoch ist als die Drehzahl der Antriebswelle.
Der von oben auf das Sieb geförderte Stoff von etwa 20 bis 25 % Dichte wird durch
die senkrechten erzwungenen Schwingungen gesichtet, wobei der feine Stoff durch das Sieb
in einen Trog 11 fällt, aus dem er der Verarbeitungsstelle zugeführt wird. Die groben
Stoffteilchen oder -klumpen werden durch die kräftige Schüttelung in die Höhe geworfen
und zerteilt, so daß sie durch das Sieb gehen. Die groben Verunreinigungen werden selbsttätig
und frei von Stoff seitlich in einen Sammelkasten 12 befördert.
Xach Abb. 2 sind in einem Siebrahmen 13 zwei Siebe 14 und 15 übereinander ange- no
ordnet, wobei sich das feinere Siebgeflecht im Untersieb 15 befindet. Der Siebrahmen stützt
sich auf vier Blattfederpaketen 16 ab. Die Federn sind aus mehreren Holzblättern von
nach außen abnehmender Länge gebildet und am Gestell 17 des Sortierers fest eingespannt.
Die im Gestell gelagerte Welle 18 trägt zwei Exzenter 19, deren Bügel 20 mittels einer
Feder 21 mit dem Siebrahmen 13 verbunden sind. Unter dem Untersieb ist ein Trog 26 i2u
für den gesiebten Stoff untergebracht, und seitlich vom Trog sind zwei Rutschen 22 und
747289
23 vorgesehen, entlang denen der von den
Sieben 14 und 15 ausgeworfene Schmutz austritt und in Behälter 24 und 25 fällt.
Der Stoff wird durch die in senkrechter Richtung kräftig geschüttelten Siebe 14 und
15 von groben und \veniger groben Verunreinigungen getrennt, die in die Kästen 24 und
25 fallen. Sind durch das obere großmaschige Sieb 14 Stoffklümpchen hindurchgegangen,
so werden diese auf dem Untersieb erfaßt und vollends zerteilt, so daß den Sichter
nur vollständig aufgeschlossener Stoff über die Rutsche 26 verläßt. Es findet somit
nicht nur eine Nachsichtung, sondern auch ein nachträgliches Zerkleinern etwa noch
vorhandener Stoffibatzen statt, so daß das Ergebnis des Sichters trotz geringerer Dichte
ein gleichmäßig reiner Stoff ist und Abfall an gutem Stoff vermieden wird'.
·
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Plansichter für vorzerkleinerten feuchten Papierhalb- oder -ganzstoff, z. B. gekollertes Altpapier, mit mindestens einem geschüttelten Sieb, das federnd nachgiebig befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das mit einem freien Auswurf für das ausgesiebte Gut versehene Sieb (ι, 14 und 15) senkrecht zur Siebebene schnellschwingend angeordnet ist, wobei der Hub des Siebes so.groß ist, daß die Adhäsion der- feuchten Stoffteilchen von etwa 20 bis 25 °/o Dichte untereinander und am Sieb durch StO'ßwirkung überwunden wird.
- 2. Plansichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebrahmen als Wagen ausgebildet ist, der auf Rollen (5) an Gleitschienen (6) entlang läuft.Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:deutsche Patentschriften Nr. 62 280,75398,606828;USA.-Patentschrift - 493 787.Hierzu ι Blatt ZeichnungenBEBUN. GEDRUCKT IH DER
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM149789D DE747239C (de) | 1941-01-29 | 1941-01-29 | Plansichter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM149789D DE747239C (de) | 1941-01-29 | 1941-01-29 | Plansichter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE747239C true DE747239C (de) | 1944-09-15 |
Family
ID=7336753
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM149789D Expired DE747239C (de) | 1941-01-29 | 1941-01-29 | Plansichter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE747239C (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE62280C (de) * | C. CHELIUS JR. in Rumbeck bei Oeventrop, Westf | Sortirvorrichtung für Papierstoff | ||
| DE75398C (de) * | R. KRÖN in Golzern i. S | Planknotensieb | ||
| US493787A (en) * | 1893-03-21 | Pulp-screening machine | ||
| DE606828C (de) * | 1933-05-20 | 1934-12-11 | Justin Wetzler Dipl Ing | Schuettelsortierer mit mehreren uebereinander angeordneten Sieben fuer Papierstoff o. dgl. |
-
1941
- 1941-01-29 DE DEM149789D patent/DE747239C/de not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE62280C (de) * | C. CHELIUS JR. in Rumbeck bei Oeventrop, Westf | Sortirvorrichtung für Papierstoff | ||
| DE75398C (de) * | R. KRÖN in Golzern i. S | Planknotensieb | ||
| US493787A (en) * | 1893-03-21 | Pulp-screening machine | ||
| DE606828C (de) * | 1933-05-20 | 1934-12-11 | Justin Wetzler Dipl Ing | Schuettelsortierer mit mehreren uebereinander angeordneten Sieben fuer Papierstoff o. dgl. |
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