DE747239C - Plansichter - Google Patents

Plansichter

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DE747239C
DE747239C DEM149789D DEM0149789D DE747239C DE 747239 C DE747239 C DE 747239C DE M149789 D DEM149789 D DE M149789D DE M0149789 D DEM0149789 D DE M0149789D DE 747239 C DE747239 C DE 747239C
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DE
Germany
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sieve
plansifter
density
fabric
moist
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Expired
Application number
DEM149789D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Wilhelm Mueller
Robert Stehr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DOERRIES FUELLNER MASCHINENFAB
Original Assignee
DOERRIES FUELLNER MASCHINENFAB
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Publication date
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Priority to DEM149789D priority Critical patent/DE747239C/de
Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21DTREATMENT OF THE MATERIALS BEFORE PASSING TO THE PAPER-MAKING MACHINE
    • D21D5/00Purification of the pulp suspension by mechanical means; Apparatus therefor
    • D21D5/02Straining or screening the pulp
    • D21D5/04Flat screens

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Plansichter für vorzerkleinerten, feuchten Papierhalb oder -ganzstoff, z. B. gekollertes Altpapier, mit mindestens einem geschüttelten Sieb, das federnd nachgiebig befestigt ist, und bezweckt eine derartige Ausbildung des Sichters, daß der zum Zusammenballen neigende Stoff ohne Schwierigkeiten und mit hoher Durchsatzleistung gesichtet wird.
Die bekannten Schüttelsiebe für gekoller-■ ten, ziemlich trockenen Stoff sind auf senkrecht stehenden Federn abgestützt und werden in der waagerechten Ebene geschittte.lt ader in ihrer Ebene kreisförmig bewegt. Der oben auf das Sieb aufgegebene Stoff geht zum Teil durch die Siebm-aschen hindurch und wird unter dem Sieb für die Weiterverarbeitung aufgefangen. Die Verunreinigungen und groben Stoffbatzen bleiben auf dem Siebe
ZJ zurück und werden durch kreisförmiges Schwingen oder bei geringer Neigung des in seiner Ebene parallel geschüttelten Siebes seitlich ausgetragen. Stoffzusammenballungen werden, sofern sie nicht an den Siebrahmen geworfen werden und sich dort auflösen, mit dem Schmutz ausgetragen, so daß ein beträchtlicher Verlust an gutem Stoff bei derartigen Sichtern unvermeidlich ist.
Wird nun der Feuchtigkeitsgehalt des Papier- oder Zellstoffs beim Vorzerkleinern erhöht, was in Zerfaserern, insbesondere Kollergängen, einen rascheren und besseren Aufschluß zur Folge hat, so macht das Sichten des aufgeschlossenen Stoffes große Schwierigkeiten, da sich der feuchtere. Stoff (etwa 75 bis 80 % Feuchtigkeitsgehalt) zu vornehmlich kugel- und walzenförmigen _. Klumpen zusammenballt, die sich auf den bekannten Sichtern nicht auflösen und den Verlust an gutem Faserstoff beträchtlich steigern. ,
Die lästige Bildung dieser Stoffkugeln usw. hat ihre Ursache darin, daß die Bewegung des Sichtersiebes in waagerechter, runder oder elliptischer Bahnkurve erfolgt. Die Bewegung der sich auf dem Sieb befindenden Stoffteilchen paßt sich dieser Bahnkurve mehr oder weniger weit an, so daß· die Stoffteilchen
relativ zum Sieb in eine rollende oder rutschende, die Bildung der Zusammenballungen begünstigende Bewegung geraten.
Diese Erscheinung, die mithin das Sichten von Papierhal'b- oder -ganzstoffen hoher ! Feuchtigkeitsgehalte mit üen bekannten Sich- j tern ausschließt, wird vermieden, wenn nach \ der Erfindung das mit einem freien Auswurf j für das ausgesiebte Gut versehene Sieb senk- j
ίο recht zur Siefoebene schnellschwingend angeordnet ist, wobei der Hub des Siebes so groß ist, daß die Adhäsion der Teilchen des feuchten Stoffs von etwa .20 bis 25 % Dichte untereinander und am Sieb durch Stoßwirkung
•5 überwunden wird. Der Rahmen des Siebes kann als Wagen ausgebildet sein, der auf Rollen an Gleitschienen läuft.
Plansichter mit senkrecht zur Siebebene schwingendem Sieb sind zum Reinigen von Stoffaufschwemmungen mit geringer Dichte bekannt. So wurden z. B. Knotenfänger mit feinmaschigen Sieben, die senkrecht zu ihrer Ebene schwingen,, zum Sichten von flüssigem Stoff verwendet, wobei ganz andersgeartete Betriebsverhältnisse als bei feuchtem, nicht fließendem Stoff vorhanden sind. Solche Knotenfängersiebe für Stoff auf schwemmungen sind oben und unten von Stoffwasser überspült, lassen also keinen freien Durchfall für die Siebung fester und nicht aufgeschwemmter Stoffteilchen hoher Dichte zu. Bei den bekannten Sieben dieser Art ist vielfach eine Stoß- oder Sogwirkung erforderlich, mn das Sieb von Verstopfung· frei zu halten.
Für das Trennen von schlammigen oder festen Körpern von Flüssigkeiten sind zwar schon annähernd senkrecht zur Siebfläche bogen- oder kurvenförmig schwingende Schüttelsiebe bekannt. Bei diesen Entwässerungssieben wird keine Trennung nach der Größe der Teilchen, sondern eine Absonderung aller Teilchen von der Flüssigkeit bezweckt, wobei die nachfließenden Schlämme das Sieb freispülen. Es liegen somit bei diesen nicht federnd nachgiebig angeordneten und auch nicht rein senkrecht zur Siebebene schwingenden Sieben ebenfalls andersgeartete und günstigere Arbeitsbedingungen vor als beim Sichten von nassem Faserstoff zwecks Trennung der großen Teile, der Knotoi und Stippen, von den bereits weitgehend aufgeschlossenen Fasern, wozu die bekannten Siebe sich als nicht geeignet erwiesen.
Der Sichter nach der Erfindung ermöglicht das bisher nicht erreichte Sichten von feuchtem Stoff von etwa 20 bis 25 % Dichte bei vollständigem Stoffdurchgang durch das Sieb. Damit wird nunmehr der Weg für das weit wirtschaftlichere stetige Zerfasern z. B. im Kollergang bei höherer Stoffdichte frei, da nur bei einer laufenden Abscheidung und ■ Sichtung des genügend zerfaserten Stoffs eine Leistungssteigerung und Einsparung an Leistungsaufwand und Arbeitskräften eintritt. Der Sichter nach der Erfindung erspart somit eine Schneckenpresse o. dgl., die dem stetig arbeitenden Zerfaserer zwecks Erhöhung der Stoffdichte nachgeschaltet werden müßte, ließe sich der Stoff nicht bei der genannten Dichte in der sehr einfachen und viel unnützen Lei- ya stungsverbrauch einsparenden Weise sichten.
Zwei Ausführungsbeispiele nach der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
Abb. ι zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch einen Plansichter mit einem Siel) und
Abb. 2 zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch einen Plansichter mit zwei übereinanderliegenden Sieben.
Mach Abb. 1 ist der leicht geneigte Siebrahmen ι auf vier Schraubeufedern 2 am Gestell 3 abgestützt und trägt an jedem von vier Haltern 4 zwei Rollen 5, die längs einer Schiene 6 laufen, die eine senkrechte Lauffläche hat und am Gestell 3 befestigt ist. An den Längsseiten des Siebrahmens 1 sind zwei 85, Rollen 7 gelagert, über denen sich eine Welle S dreht, die in seitlich vom Rahmen 1 aufgestellten Ständern g gelagert ist. Auf der Welle sind zwei ellipsenförmige Exzenternocken 10 befestigt, gegen die die Rollen 7 des Rahmens 1 durch den Federdruck gepreßt werden.
Bei jeder Umdrehung der Welle 8 macht das Sieb je zwei Auf- und Abwärtslriibe, so daß die Schwingungszahl des Siebes doppelt so hoch ist als die Drehzahl der Antriebswelle. Der von oben auf das Sieb geförderte Stoff von etwa 20 bis 25 % Dichte wird durch die senkrechten erzwungenen Schwingungen gesichtet, wobei der feine Stoff durch das Sieb in einen Trog 11 fällt, aus dem er der Verarbeitungsstelle zugeführt wird. Die groben Stoffteilchen oder -klumpen werden durch die kräftige Schüttelung in die Höhe geworfen und zerteilt, so daß sie durch das Sieb gehen. Die groben Verunreinigungen werden selbsttätig und frei von Stoff seitlich in einen Sammelkasten 12 befördert.
Xach Abb. 2 sind in einem Siebrahmen 13 zwei Siebe 14 und 15 übereinander ange- no ordnet, wobei sich das feinere Siebgeflecht im Untersieb 15 befindet. Der Siebrahmen stützt sich auf vier Blattfederpaketen 16 ab. Die Federn sind aus mehreren Holzblättern von nach außen abnehmender Länge gebildet und am Gestell 17 des Sortierers fest eingespannt. Die im Gestell gelagerte Welle 18 trägt zwei Exzenter 19, deren Bügel 20 mittels einer Feder 21 mit dem Siebrahmen 13 verbunden sind. Unter dem Untersieb ist ein Trog 26 i2u für den gesiebten Stoff untergebracht, und seitlich vom Trog sind zwei Rutschen 22 und
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23 vorgesehen, entlang denen der von den Sieben 14 und 15 ausgeworfene Schmutz austritt und in Behälter 24 und 25 fällt.
Der Stoff wird durch die in senkrechter Richtung kräftig geschüttelten Siebe 14 und 15 von groben und \veniger groben Verunreinigungen getrennt, die in die Kästen 24 und 25 fallen. Sind durch das obere großmaschige Sieb 14 Stoffklümpchen hindurchgegangen, so werden diese auf dem Untersieb erfaßt und vollends zerteilt, so daß den Sichter nur vollständig aufgeschlossener Stoff über die Rutsche 26 verläßt. Es findet somit nicht nur eine Nachsichtung, sondern auch ein nachträgliches Zerkleinern etwa noch vorhandener Stoffibatzen statt, so daß das Ergebnis des Sichters trotz geringerer Dichte ein gleichmäßig reiner Stoff ist und Abfall an gutem Stoff vermieden wird'.
·

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Plansichter für vorzerkleinerten feuchten Papierhalb- oder -ganzstoff, z. B. gekollertes Altpapier, mit mindestens einem geschüttelten Sieb, das federnd nachgiebig befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das mit einem freien Auswurf für das ausgesiebte Gut versehene Sieb (ι, 14 und 15) senkrecht zur Siebebene schnellschwingend angeordnet ist, wobei der Hub des Siebes so.groß ist, daß die Adhäsion der- feuchten Stoffteilchen von etwa 20 bis 25 °/o Dichte untereinander und am Sieb durch StO'ßwirkung überwunden wird.
  2. 2. Plansichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebrahmen als Wagen ausgebildet ist, der auf Rollen (5) an Gleitschienen (6) entlang läuft.
    Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:
    deutsche Patentschriften Nr. 62 280,
    75398,606828;
    USA.-Patentschrift - 493 787.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
    BEBUN. GEDRUCKT IH DER
DEM149789D 1941-01-29 1941-01-29 Plansichter Expired DE747239C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE62280C (de) * C. CHELIUS JR. in Rumbeck bei Oeventrop, Westf Sortirvorrichtung für Papierstoff
DE75398C (de) * R. KRÖN in Golzern i. S Planknotensieb
US493787A (en) * 1893-03-21 Pulp-screening machine
DE606828C (de) * 1933-05-20 1934-12-11 Justin Wetzler Dipl Ing Schuettelsortierer mit mehreren uebereinander angeordneten Sieben fuer Papierstoff o. dgl.

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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US493787A (en) * 1893-03-21 Pulp-screening machine
DE606828C (de) * 1933-05-20 1934-12-11 Justin Wetzler Dipl Ing Schuettelsortierer mit mehreren uebereinander angeordneten Sieben fuer Papierstoff o. dgl.

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