DE74707C - Einrichtung zur Verhinderung des Austritts der Explosionsflamme aus Bohrlöchern - Google Patents

Einrichtung zur Verhinderung des Austritts der Explosionsflamme aus Bohrlöchern

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DE74707C
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boreholes
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pipe
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DENDAT74707D
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J. MC COY in Little Lever bei Bolton-le-Mors, Lancaster, und A. DEANE in Black-Mofs, Radcliffe, Lancaster, England
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D5/00Safety arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geophysics And Detection Of Objects (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die nachstehend beschriebene Erfindung bezieht sich auf das Entzünden von Sprengschüssen und ist dadurch gekennzeichnet, dafs ein Ausbrechen der Flamme, des Rauches oder der Gase vermindert wird, und dafs man ■ den Schufs nach einem Versager gefahrlos entladen kann. Es eignet sich diese Vorrichtung für Eisen- und andere Bergwerke und Steinbrüche.
Sie besteht dem Wesen nach aus einem Keil, welcher in das Bohrloch eingeführt wird; durch denselben sind zwei 'Rohre gezogen, von denen das eine die Sprengpatrone trägt und durch welches der hinter dem Keil befindliche Raum des Bohrloches mit Wasser vollgepumpt werden kann, so dafs die Patrone vollkommen von Wasser umgeben ist.
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein Aufrifs der Sprengvorrichtung im Bohrloche,
Fig. 2 eine Modification für hohe und schwere Sprengstoffladung,
Fig. 3 eine Seitenansicht von Fig. 1,
Fig. 3a eine Seitenansicht von Fig. 2 und
Fig. 4 eine Darstellung der Vorrichtung zum. Herausziehen der Sprengladung nach einem Versager.
Der erwähnte Keil A besteht aus Holz, Metall oder anderen Materialien und ist den Abmessungen des Bohrloches angepafst. Die Innenseite dieses Keiles ist unter einem Winkel von etwa 45° abgeschrägt, die äufsere Seite jedoch vollkommen rechtwinklig gegen die übrigen Seitenflächen.
Durch den Block A werden zwei Rohre B und C gezogen. Durch das Eintrittsrohr B wird Wasser gepumpt, und durch das Ableitungsrohr C entweicht die Luft aus den hinter dem Block A gelegenen Theilen des Bohrloches, bis letztere mit Wasser gefüllt sind. Diese beiden Rohre B und C können über einander, wie gezeichnet, öder neben einander angeordnet sein, oder sie können durch ein einziges Loch des Keiles durchgezogen sein, oder es kann auch schliefslich ein Rohr durch das andere gezogen werden.
Das Eintrittsrohr B endigt an der inneren Seite des Blockes A, während das Ableitungsrohr C bis an das Ende des Bohrloches reicht. Am inneren Ende des Rohres B ist eine kleine Ventilklappe b angebracht, durch welche die Rohrmündung verschlossen und vor dem Druck der Explosion geschützt werden kann. Am Ableitungsrohr ist mittelst Eisenbandes oder auf irgend eine andere Weise die Sprengpatrone E befestigt. Man kann das Rohr C auch aus zwei Theilen herstellen, welche durch eine Kuppelung c leicht und schnell verbunden werden können.
Die elektrischen Leitungsdrähte F zum Entzünden der Patrone gehen durch das Eintrittsrohr B zu einer elektrischen Batterie, einem Dynamo oder irgend einer anderen Elektricitätsquelle. Am Aufsenende des Eintrittsrohres B ist ein Schlauch -B1 angebracht, welcher mit einer Pumpe verbunden wird, und der, wenn das Bohrloch D mit Wasser gefüllt ist, wieder abgenommen wird, worauf man das Ende des Rohres B mit einer Kappe oder einem Pfropfen b1
und ebenso das Rohr C mit einer Kappe oder einem Pfropfen e verschliefst. Die Patrone E kann von gewöhnlicher Construction und mit gewöhnlichem Schiefspulver oder anderen Sprengstoffen gefüllt sein.
In Fig. 2 ist eine Abänderung der bisher beschriebenen Vorrichtung dargestellt. Bei dieser besteht der Block A aus zwei Theilen; es kommt diese Form in Gebrauch, wenn eine gröfsere Sprengstoffladung verwendet wird, wobei bei der Entzündung die beiden Theile nur noch fester auf einander gekeilt werden.
Wenn das Bohrloch in einem Kohlenflötz oder in anderem Mineral auf gewöhnlichem Wege hergestellt und die Sprengpatrone E am Ende des Ableitungsrohres C befestigt ist, wird der Block A so weit in das Bohrloch eingeschoben, dafs an dessen Ende das Ende des Rohres B reicht, während die beiden anderen Enden der Rohre B und C herausstehen. Der Besatz G vor dem Blocke A wird dann auf gewöhnliche Art hergestellt und fest eingestampft. Hierauf wird das Rohr B mittelst eines Schlauches B1 mit einer Pumpe verbunden und der Raum im Bohrloch D um die Patrone mit Wasser vollgepumpt. Durch das Austrittsrohr C entweicht die im Innern enthaltene Luft. Wenn vollgepumpt ist, werden die Rohrenden mit Kappen oder Pfropfen verschlossen.
Die elektrischen Leitungsdrähte F, welche durch das Rohr B gehen, stehen mit einer Batterie, einem Dynamo oder einer anderen Elektricitätsquelle in Verbindung. Durch Schliefsen des Stromes wird der Sprengstoff zum Entzünden gebracht. Das Wasser um die Patrone E verhindert ein Ausbrechen der Flamme, des Rauches oder der Gase und macht so das Sprengen gefahrlos.
Im Falle eines Versagers wird die Patrone mittelst einer einfachen Vorrichtung H zurückgezogen, welche durch Fig. 4 dargestellt ist und welche einer gewöhnlichen Eisenbahnwagenkuppelung ähnelt. Das eine Ende dieser Vorrichtung, wird an eines der Enden der beiden Rohre gehängt und die ganze Sprengvorrichtung herausgezogen.
Beim Gebrauche dieser Vorrichtung in zerklüftetem oder porösem Gestein wird, um WTasserabflufs zu vermeiden, an dem Blocke A noch ein Cementverschlufs, sowie Cementverkleidung des Bohrloches verwendet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einrichtung zur Verhinderung des Austritts der Explosionsflamme aus Bohrlöchern, dadurch gekennzeichnet, dafs durch den Besatzpfropfen (A) zwei Röhren (C B) gehen, von welchen die eine zum Einpumpen von Wasser in das Bohrloch um die Sprengpatrone herum dient, wohingegen die andere bis auf die Bohrlochssohle reichende Röhre die Sprengpatrone trägt und die Luft nach aufsen entweichen läfst.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT74707D Einrichtung zur Verhinderung des Austritts der Explosionsflamme aus Bohrlöchern Expired - Lifetime DE74707C (de)

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