DE746196C - Einrichtung zur Verbesserung der Stromwendung elektrischer Maschinen - Google Patents

Einrichtung zur Verbesserung der Stromwendung elektrischer Maschinen

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DE746196C
DE746196C DEB190695D DEB0190695D DE746196C DE 746196 C DE746196 C DE 746196C DE B190695 D DEB190695 D DE B190695D DE B0190695 D DEB0190695 D DE B0190695D DE 746196 C DE746196 C DE 746196C
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DE
Germany
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brush
brushes
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Expired
Application number
DEB190695D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Kurt Fleisch Mannheim
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BBC Brown Boveri AG Germany
Original Assignee
BBC Brown Boveri AG Germany
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K13/00Structural associations of current collectors with motors or generators, e.g. brush mounting plates or connections to windings; Disposition of current collectors in motors or generators; Arrangements for improving commutation
    • H02K13/10Arrangements of brushes or commutators specially adapted for improving commutation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor Or Generator Current Collectors (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Verbesserung der Stromwendung elektrischer Maschinen Es ist bekannt, für die- Stromzuführung und -abnahme-bei Stromwendern elektrischer Maschinen geschichtete Bürsten zu verwenden, die aus abwechselnden Schichten von Kohle und Isoliermaterial zusammengesetzt sind. Die Ebene dieser Schichten liegt senkrecht zur Bewegungsrichtung des Stromwenders sowie senkrecht zu der Auflagefläche der Bürsten. Bei diteser Einrichtung liegt der Gedanke zugrunde, den sogenannten Kurzschlußstrom zwischen den benachbarten, von der Bürste kurzgeschlossenen Lamellen zu verkleinern, indem man es dem Strom verwehrt, von der auflaufenden Kante der Bürste quer durch dieselbe hindurch zur ablaufenden Kante zu gelangen. Bei der geschichteten Bürste muß der Kurzschlußstrom die einzelnen Schichten parallel zur Längsrichtung der Bürste auf dem Hin- und Rückweg durchlaufen, so daß er einen längeren und widerstandsreicheren Weg hat als bei der gewöhnlichen, nicht geschichteten Blockbürste. Durch Unterdrückung dieses sogenannten Kurzschlußstromes soll die Feinschichtbürste eine bessere Stromwendung bewirken als eine Grobschicht- oder Blockbürste. Die Wirkung wird um so stärker, je dünner und länger die leitenden Schichten in der Bürste sind. Die beabsichtigte Wirkung, den Kurzschlußs,trom zu einem großen Umweg zu zwingen, ergibt sich dann, wenn die leitende Schicht der Bürste die gleiche oder eine kleinere Dicke hat als die zwischen den Lamellen des Stromwenders liegende Isolierschicht.
  • Diese Betrachtung der Stromwendeverhältnisse auf Grund des Kurzschlußstromes unter den Bürsten mag in gewissem Maß für die Kurzschlußströme der transformatorischen EMK bei Wechselstrommaschinen zutreffen, erfaßt aber nicht die tatsächlichen Vorgänge bei Gleichstrommaschinen. Die Stromwendetheorie für Gleichstrommaschinen geht in der Regel von der Voraussetzung aus, daß die Stromänderung an den unter der Bürste liegenden Lamellen maßgebend beeinflußt wird durch den Übergangswiderstand zwischen der Stromwendelamelle und der Bürste.
  • Gemäß Abb. i wird die Auflagefläche der Bürste .4 auf dem Stromwender von dem isolierenden Zwischenraum C zwischen zwei Lamellen in zwei Teile D und E geteilt, wovon sich infolge der Bewegung des Stromwenders der Teil D ständig vergrößert, der Teil E ständig verkleinert. Der sich verkleinernde Teil E liegt in der Nähe der ablaufenden Bürstenkante F. Wenn nun, wie dies die bekannte Stromwendetheorie voraussetzt, der Strom, der jede dieser Teilflächen durchfließt, proportional ihrer Größe ist, dann herrscht auf der ganzen Bürstenauflagefläche die gleiche Stromdichte. Liegt gerade eine einzige Lamelle unter der Bürste, dann nimmt diese den ganzen Bürstenstrom auf. Bewegt sich diese Lamelle auf die ablaufende Kante F zu, dann wird ihre Berührungsfläche E mit der Bürste sich proportional der Zeit verringern. Ist die Stromdichte konstant, so muß auch der Strom, der in diese Lamelle eintritt, proportional mit der Zeit, d. h. im gleichen Verhältnis wie die Berührungsfläche sinken, so daß der Strom gleich Null ist, wenn die Kante dieser Lamelle die ablaufende Bürstenkante F verläßt. In Abb. a ist durch die Gerade g in Abhängigkeit von der Zeit die proportionale Abnahme der Berührungsfläche E dargestellt. Etwa der gleichen Linie müßte die zeitliche Veränderung des in diese Fläche eintretenden Stromes folgen. Unter diesen Verhältnissen wäre eine einwandfreie und funkenfreie Stromwendung gegeben.
  • Tatsächlich verhindert nun die Selbstinduktion der zwischen den beiden Lamellen liegenden, durch die Bürste kurzgeschlossenen Spule S' eine mit der Zeit proportionale Stromänderung, da sie jeder Stromänderung entgegenwirkt. Die Änderung des Stromes wird daher verzögert, etwa wie dies Kurve g' in Abb. :2 zeigt, so daß der Strom zunächst langsamer als die Berührungsfläche der Lamelle -mit der Bürste abnimmt und die in der Nähe der ablaufenden Kante F liegende Teilfläche E der Bürste eine erheblich größere Stromdichte erhält als die anderen Bürstenteile. Bei fast allen Gleichstrommaschinen werden daher Wendepole verwendet, um dieser Selbstinduktionsspannung entgegenzuwirken und eine bessere Stromwendung herbeizuführen.
  • Die Feinschichtbürste wirkt in gleicher Richtung wie die Wendepole, da bei ihr der jedem einzelnen Teil der Berührungsfläche zufließende Strom durch die mit diesem Punkt in Verbindung stehende Schicht hindurchfließen muß. Wenn die ablaufende Kante stärker belastet ist als die übrigen Bürstenteile, so werden auch die letzten Schichten der Bürste stärker belastet sein und einen größeren Spannungsabfall in der Längsrichtung der Bürste hervorrufen als die weiter nach vorn liegenden Schichten. Hierdurch wird der Strom in gewissem Maß von der ablaufenden Bürstenkante wegg°drängt. Diese Wirkung der Feinschichtbürste kommt jedoch nur ungenügend zur Geltung, weil der Spannungsabfall in den Schichten keineswegs genügt, um die Wirkungen der Selbstinduktion auszugleichen, so daß also doch eine Überlastung der letzten Bürstenschichten bestehenbleibt, die zu einer unzulässigen Erhitzung im Betrieb führt. Bei den gebräuchlichen Blockbürsten drängen sich die Stromlinien nur im untersten Teil der Bürste zusammen, so daß sie sich weniger erhitzt als die Feinschichtbürste. Es kommt dazu, daß die Feinschichtbürste im Gegensatz zu einer Blockbürste gleichen Querschnitts teilweise aus Isolierschichten besteht, die an der Stromleitung nicht beteiligt sind, so daß die tatsächliche Stromdichte in einer Feinschichtbürste auf alle Fälle größer ist als in einer Blockbürste gleichen Querschnitts. Diese Schwierigkeiten stehen der Einführung der Feinschichtbürsten im praktischen Betrieb hindernd entgegen. .
  • Nach der Erfindung werden diese Nachteile dadurch beseitigt, daß nur die ablaufende Seite des Bürstensatzes aus einer Feinschichtbürste, deren Schichten die gleiche oder eine geringere Dicke haben, als die zwischen den Lamellen des Stromwenders liegende Isolierschicht hat, gebildet ist, während der übrige Teil aus Blockbürsten oder Grobschichtbürsten besteht (Abb. 3). Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß es nur in der Nähe der ablaufenden Kante wichtig ist, die Wirkung der feingeschichteten Bürste zu erzielen, während ihre Wirkungen in der Nähe der auflaufenden Kante und auch in der Mitte der Bürsten entbehrlich sind. `'Wenngleich hierdurch eine gewisse Verschlechterung der durch die Feinschichtbürste erzielbaren Wirkung hervorgerufen wird, so hat doch die Einrichtung nach der Erfindung den Vorteil, daß auf dem größten Teil des Bürstenquerschnittes die Isolierschichten und die damit verbundene Einengung des Stromweges. wegfallen. Eingehende Berechnungen haben ergeben, daß es auf diesem Wege möglich isst, die eingangs beschriebene Wirkung der Feinschichtbürste auf die Stromwendung zu erzielen, ohne dabei die nachteilige Überhitzung der Bürste in Kauf nehmen zu müssen.
  • Es besteht nun entweder die Möglichkeit, die Feinschicht- und Blockbürsten nach der Erfindung in einem aus mehreren Teilen zusammengesetzten Bürstensatz zu vereinigen, wobei die einzelnen Teile so gestaffelt werden, daß die Feinschichtbürsten die ablaufende Kante des Bürstensatzes bilden. Es besteht andererseits die Möglichkeit, Feinschicht- und Grobschicht- bzw. Blockbürsten mechanisch miteinander zu einer einheitlichen Bürste zu vereinen.
  • Bei Maschinen mit verschiedener Drehrichtung wechseln die ablaufenden Kanten des Bürstensatzes. Zur Anwendung der Erfindung müßten die Bürsten bei jedem Drehrichtungswechsel herumgedreht werden. Statt dessen können nach der weiteren Erfindung bei Maschinen mit Drehrichtungswechsel auf beiden Seiten der Blockbürsten oder Grobschichtbürsten Feinschichtbürsten angeordnet werden. Dies beruht auf der Erkenntnis, daß die Verhältnisse an der auflaufenden Kante der Bürste für die Stromwendung praktisch bedeutungslos sind, so daß an dieser Stelle unbedenklich Maßnahmen getroffen werden können, die grundsätzlich der richtigen Steuerung der Stromverteilung zuwiderlaufen. Praktisch erreicht man jedoch damit, daß die Vorteile der Erfindung ohne ein Umwechseln der Bürsten für Maschinen mit wechselnder Drehrichtung nutzbar gemacht werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Verbesserung der Stromwendung elektrischer Maschinen mit geschichteten Bürsten, dadurch gekennzeichnet, daß nur die ablaufende Seite des Bürstensatzes aus einer Feinschichtbürste (H), deren Schichten die gleiche oder eine geringere Dicke haben, als die zwischen den Lamellen des Stromwenders liegende Isolierschicht hat, gebildet ist, während der übrige Teil aus Blockbürsten oder Grabschichtbürsten besteht. a. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Block- oder Grobschichtbürsten mit Feinschichtbürsten in entsprechender Staffelung zu einem Bürstensatz vereinigt sind. 3. Einrichtung .nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Blockbürste oder Grobschichtbürste des Bürstensatzes mit einer an der ablaufenden Seite gelegenen Feinsehichtbürste unmittelbar mechanisch vereinigt ist. q.. Einrichtung nach Anspruch i für Maschinen mit Drehrichtungswechsel, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden Seiten der Blockbürsten oder Grobschichtbürsten Feinschichtbürsten angeordnet sind.
DEB190695D 1940-05-15 1940-05-15 Einrichtung zur Verbesserung der Stromwendung elektrischer Maschinen Expired DE746196C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2636692A1 (de) * 1976-08-14 1978-02-16 Sigri Elektrographit Gmbh Buerste fuer elektrische maschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2636692A1 (de) * 1976-08-14 1978-02-16 Sigri Elektrographit Gmbh Buerste fuer elektrische maschinen

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