DE7434734U - Gelenkbeschlag, insbesondere dreh-kippbeschlag fuer fensterfluegel oder dergleichen - Google Patents

Gelenkbeschlag, insbesondere dreh-kippbeschlag fuer fensterfluegel oder dergleichen

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Dr. R./S/G 18. 2. 1976
15 545
Carl Fuhr
Oststraße 12
5828 Heiligenhaus
Gelenkbeschlag, insbesondere Dreh-Kippbeschlag für Fensterflügel oder dergleichen
Die Neuerung betrifft einen Gelenkbeschlag, insbesondere Dreh-Kippbeschlag für Fensterflügel oder dergleichen, bei welchem das eine Scharnierteil sich in einen Zapfen fortsetzt, wobei diaser eine axial gerichtete Höhlung zum Eintritt eines das Zapfenende beim Eintreiben des Stopfens aufweitenden Spreizkegels und in gleichmäßiger Umfangsverteilung vom freien Ende ausgehende Schlitze aufweist.
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Eine solche Ausgestaltung ist durch das DT-GM 1 943 290 bekannt. Der Vorteil dieser Bauform liegt in einer vereinfachten Montage. In der Endphase des Eintreibens des Zapfens erfolgt die Aufweitung des Zapfenendes und eine Verkrallung desselben an der Bohrungsinnenwand. Nachteilig an dieser Ausgestaltung ist die geringe Stabilität des Scharnierteiles gegen quergerichtete Kräfte. Letztere können zu einer Lockerung des Zapfens im Holz des Fensterflügels oder dergleichen führen. Eine beim Aufweiten des Zapfenendes auftretende Spleissung des Holzes kann sich ferner bis zum Ausgangsquerschnitt der Bohrung für den Zapfen fortsetzen, wodurch sich die Ausreißfestigkeit verringert. Sodann ist an dieser Ausgestaltung die geringe Abstützfläche des Spreizkegels bei weichem Holz des Fensterflügels ungünstig. Beim Eintreiben des Zapfens kann dann der Spreizkegel ausweichen und verursacht nicht die angestrebte Spreizung
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des Zapfenendes.
Aufgabe der Neuerung ist es, insbesondere, d. h. zusätzlich zu den sich aus Beschreibung und Ansprüchen ergebenden Aufgabenstellungen, einen gattungsgemäßen Gelenkbeschlag bei einfachem, gebrauchsvorteilhaftem Aufbau so auszugestalten, daß das eingelassene Scharnierteil große Querkräfte schadfrei aufzunehmen vermag und daß größere Zugbelastungen zu keinem Ausreißen des Scharnierteiles führen, selbst wenn eine Spleißung des Holzes im Zapfenbereich auftreten sollte.
Neuerungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Zapfen an der Bodenseite eines in bekannter Weise stopfenartig eintreibbaren Scharnierteiles sitzt, gegenüber diesem querschnittskleiner ausgebildet ist und der Basisdurchmesser des Spreizkegels etwa dem Außendurchmesser des Zapfens entspricht.
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Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein gattungsgemäßer Gelenkbeschlag von erhöhtem Gebrauchswert geschaffen. Das Scharnierteil läßt sich äußerst stabil am Fensterflügel befestigen. Die hohe Querstabilität verwirklicht im wesentlichen der einlaßbare Stopfen, während das Ausreißen des Scharnierteils durch den sich an den Stopfen anschließenden Zapfen verhindert ist. Der gegenüber dem Zapfen querschnittsgrößere Stopfen stützt sich nach Eintreiben des Scharnierteils an der Stufenfläche der abgesetzten Aufnahmebohrungen ab. Dadurch erhält man ferner eine Kippsicherung des Schr^nierteils in dem Fensterflügelmaterial. Sodann dient die Stufenfläche als Begrenzung bei einem Spleißen des Holzmaterials im Zapfenbereich. Es wird daher auch über längste Gebrauchszeiten ein dauerhafter fester Sitz des Scharnierteiles im Fensterflügelmaterial geschaffen. Der dem Außendurchmesser des Zapfens angepaßte Basisdurchmesser des Spreizkegels führt zu einer günstigen spezifischen Flächenbelastung der
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Stützfläche des Holzmaterials. Daher können auch große Spreizkräfte auf das Zapfenende ausgeübt werden, ohne daß die Gefahr eines axialen Ausweichens des Spreizkegels auftritt, selbst wenn weichere Hölzer verwendet werden sollten. Ferner ist das Einsetzen des Spreizkegels vereinfacht. Nach dem Einsetzen desselben in die Aufnahmebohrung findet der Zapfen den Spreizkegel stets ausgerichtet vor, so daß Fehlmontagen diesbezüglich nicht auftreten.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung besteht gemäß der Neuerung darin, daß der Zapfen am freien Ende eine krallenartig nach außen ragende Ringrippe besitzt. Die größte Weitung des Zapfenendes tritt in diesem Ringrippenbereich auf uuter Verwirklichung eines stabilen widerhakenartigen Sitzes des Zapfenendes in dem Fensterflügelmaterial.
Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung wird anhand der Fig. 1-5 erläutert. Es zeigen:
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Fig. 1 in Vorderansicht ein mit dem neuerungsgemäßeii Gelenkbeschlag ausgerüstetes Fenster,
Fig. 2 eine Ansicht gegen die obere rechte Fensterrahmen ecke mit eingelassenem Stopfen,
Fig. 3 einen Horizontalschnitt durch den eingelassenen Stopfen,
Fig. 4 in größerem Maßstab einen Vertikalschnitt durch den Fensterrahmen im Bereich der Aufnahmebohrung während des Einsetzens des Stopfens und
Fig. 5 einen der Fig. 4 entsprechenden Schnitt, jedoch bei eingesetztem Stopfen.
Das als Dreh-Kippfenster ausgebildete Fenster besitzt den Fensterrahmen 1 und den FEnsterflügel 2. Beide bestehen aus profiliertem Holzmaterial, deren auf Gehrung gebrachte Rahmenteile in der Gehrungsfuge 3 zusammenstoßen.
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Der Fensterflügel 2 weist ein nicht dargestelltes Treibstangengetriebe mit nach außen ragendem Handgriff 4 auf. Ist der Handgriff nach unten gedreht, befindet sich der Fensterflügel in Verriegelungsstellung, siehe Fig. 1. In nach oben geschwenkter Lage des Handgriffes 4, also wenn dieser um 180 Grad entgegen Uhrzeigersinn gedreht worden ist, liegt die Kippstellung des Fensterflügels 2 vor. Die zur Kipp- und Verriegelungsstellung senkrechte Lage des Handgriffes 4 erlaubt ein Schwenken des Fensterflügels .
Von dem Treibstangengetriebe werden Treibstangen 5 und 6 verlagert. Die untere Treibstange 6 setzt sich über eine Eckumlenkung 7 in den horizontal verlagerbaren Treibstangenabschnitt 8 fort. An diesem befindet sich ein Treibstangenzapfen 9, der mit dem Kipplager 10 zusammenwirkt. Dieses Kipplager 10 ist so beschaffen, daß der Treibstangenzapfen 9 in der Verriegelungsstellung wie in der Kippstellung des Fensterflügels gefesselt ist, während in der Drehstellung des Fensterflügels der Treibstangenzapfen 9 freigegeben ist.
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Die obere Treibstange 5 führt über die Eckumlenkungen 11 und 12 zu dem keilförmigen Treibstangenzapfen 13, welcher in der Verriegelungs- und Drehstellung des Fensterflügels den vertikalen Scharnierarm 14 am Fensterflügel fesselt. Dieser vertikale Scharnierarm 14 ist schwenkbar um den im Fensterrahmen 1 eingelassenen Stopfen 15. Letzterer lagert noch den horizontalen Scharnierarm 16, der fest mit der Ausstellstange 17 verbunden ist. Horizontalliegender Scharnxerarm 16 und vertikaler Scharnxerarm 14 sind zu einer festen Baueinheit zusammengefaßt.
Fluchtend unterhalb des Stopfens 15 erstreckt sich der das untere Scharnier bildende Stopfen 18. Dieses Scharnier ist so beschaffen, daß es eine Kipp- wie auch eine Schwenkbewegung des Fensterflügels 2 zuläßt.
Ferner gehen von den Treibstangen Riegelzapfen 19 aus, die mit rahmenseitigen Schließblechen 20 zusammenwirken.
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Da die Grundbauform der Stopfen gleich ist, wird die Erfindung anhand des oberen Stopfens 15 eingehend erläutert.
Mit seinem über die Fensterrahmenvorderseite I1 vorstehenden Abschnitt 21 bildet der Stopfen die Lagerstelle für den Scharnierarn. Auf seinem Außenumfang ist der Stopfen mit widerhakenartig ausgerichteten Halterippen 22 ausgestattet. Axial vom Boden 23 des Stopfens 15 geht der Zapfen 24 aus. Letzterer ist mit einer zum freien Ende hin offenen Höhlung 25 ausgestattet. Vom freien Zapfenende gehen beim Ausführungsbeispiel zwei sich diametral gegenüberliegende Schlitze 26 aus. Am freien Zapfenende ist eine materialeinheitliche Ringrippe 27 vorgesehen, die durch die Schlitze 26 krallenartig wirken.
Zwischen der Ringrippe 27 und dem Boden 23 des Stopfens ist der Zapfen auf seiner Mantelfläche mit weiteren krallenartig ausgebildeten Haltarippen 28 ausgestattet, die widerhakenartig wirken.
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Dem Stopfen 15 bzw. 18 ist ein Spreizkegel 29 zugeordnet. Der Basisdurchmesser des Spreizkegels entspricht etwa dem Außendurchmesser des Zapfens 24. Die mit Untermaß erstellte Aufnahmebohrung 30 für den Zapten fluchtet mit der querschnittsgrößeren Bohrung 31 für den Stopfen. Diese Bohrung 31 ist gegenüber dem Stopfendurchmesser mit Untermaß eingearbeitet.
Wie insbesondere aus Fig. 3 und 5 ersichtlich ist, besitzt der Spreizkegel 29 eine geringere Länge als die Zapfenhöhlung 25.
Der Einbau des Stopfens geschieht wie folgt: Der Spreizkegel wird vorzugsweise bei horizontaler Lage des Fensterrahmens eingesetzt. Hierbei legt er sich gegen die Bodenfläche 30' der Bohrung 30 an. Danach ist der Stopfen ausgerichtet in die Bohrungen 30 und 31 einzuführen. Nach einem geringen Eintritt kann eine eventuelle Nachjustage des Stopfens vorgenommen werden. Beim weiteren Ein treiben des Stopfens tritt der Spreizkegel 29 mit seiner Mantelfläche gegen die endseitige Wandung der Höhlung 25
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und führt eine Spreizung des freien Zapfenendes herbei. Bei dieser Spreizung wird das freie Zapfenende aufgeweitet, d. h., die Ringrippe 27 tritt tiefer in das Material des Fensterrahmens 1 ein. Bei montiertem Stopfen liegt eine solche Aufweitung vor, daß der Durchmesser des freien Zapfenendes im Bereich der Ringrippe 27 den Durchmesser der Halterippen 28 überragt. Letztere sind ebenfalls in widerhakenartigen Eingriff getreten. Gleiches gilt für die Halterippen 22 des Stopfens 15.
Wie insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich, befindet sich die Ringrippe 27 in widerhakenartigem Eingriff. Der Eingriff wird verstärkt durch den Kegelmantel, welcher eine Kraftkomponente in Pfeilrichtung χ auf den Stopfen ausübt. Aus der Komprimierung des Holz- und Stopfenmateriales resultiert eine Nachspannreserve, die zu einem dauerhaften Sitz des Stopfens führt.

Claims (2)

Il t ■ « t - 12 - 15 545 18. 2. 1976 Ansprüche
1. Gelenkbeschlag, insbesondere Dreh-Kippbeschlag für Fensterflügel oder dergleichen, bei welchem das eine Scharnierteil sich in einen Zapfen fortsetzt, v/obei dieser eine axial gerichtete Höhlung zum Eintritt eines das Zapfenende beim Eintreiben des Stopfens aufweitenden Spreizkegels und in gleichmäßiger Umfangsverteilung vom freien Ende ausgehende Schlitze aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß d^r Zapfen (24) an der Bodenseite eines in bekannt ir Weise stopfenartig eintreibbaren Scharnierteils sitzt, gegenüber diesem querschnittskleiner ausgebildet ist und der Basisdurchmesser des Spreizkegels (29) etwa dem Außendurchmesser des Zapfens (24) entspricht.
2. Gelenkbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (24) am freien Ende eine krallenartig nach außen ragende Ringrippe (27) besitzt.
DE19747434734 1974-10-17 1974-10-17 Gelenkbeschlag, insbesondere dreh-kippbeschlag fuer fensterfluegel oder dergleichen Expired DE7434734U (de)

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