DE73423C - Darstellung von walz- und schmiedbarem Flufsnickel und dessen Legirungen - Google Patents

Darstellung von walz- und schmiedbarem Flufsnickel und dessen Legirungen

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DE73423C
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Germany
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manganese
nickel
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DENDAT73423D
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R. FLEITMANN in Schwerte
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B23/00Obtaining nickel or cobalt
    • C22B23/02Obtaining nickel or cobalt by dry processes
    • C22B23/025Obtaining nickel or cobalt by dry processes with formation of a matte or by matte refining or converting into nickel or cobalt, e.g. by the Oxford process

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gesammtverfahren, um aus Rohnickel walz- und schmiedbares Flufsnickel bezw. solche Legirungen desselben zu gewinnen. Es handelt sich hierbei wesentlich darum, das Rohnickel von seinen Beimengungen an Schwefel und Eisen zu reinigen.
Zu ersterem Zweck ist im Hinblick auf die beim Eisen bekannte entschwefelnde Wirkung des Mangans auch für Nickel ein solcher Zuschlag von Mangan bereits in Vorschlag gebracht worden. Hierbei läfst es sich praktisch jedoch nicht erreichen, dafs der ganze Zuschlag an Mangan in die Schlacke übergeht, vielmehr verbleibt ein Theil in. dem Nickelbade. Es kommt hinzu, dafs das Nickel während des Schmelzprocesses auch noch Kohlenstoff aufnimmt, welcher ebenfalls wieder entfernt werden mufs.
Letzterer läfst sich nun zwar leicht dadurch aus dem Metallbad entfernen, dafs nach Mafsgabe des Bessemerns beim Eisen Luft durch das Metallbad hindurchgeblasen wird. Hierbei verbrennt der Kohlenstoff jedoch viel schneller als das Mangan und Eisen, und es tritt dann, sobald der Kohlenstoff verbrannt ist, eine derartige Erkaltung und Strengflüssigkeit des M_etallbades ein, dafs das weitere Blasen nahezu unmöglich wird, und das Eisen nicht mehr zur Verbrennung gelangt.
Um diesen Uebelstand zu beseitigen, wird nach vorliegender Erfindung wie folgt verfahren :
Das rohe Material oder Oxyd des Nickels wird zunächst mit Kohle gemengt im Cupolofen bei überschüssiger Kohle niedergeschmolzen und die flüssige Masse in eine Bessemerbirne abgestochen. Dieses Rohnickelbad bildet das Ausgangsproduct für das vorliegende Verfahren.
Zwecks Entschwefelung des Nickels wird in bekannter Weise eine geeignete Menge metallisches Mangan in reinem oder legirtem Zustande, vorzugsweise in Form einer Mangannickellegirung, zugesetzt. Die sich bildende schwefelhaltige Manganschlacke wird abgezogen. Hierauf wird atmosphärische Luft durch das Metallbad hindurchgeblasen, um eine Oxydation des darin enthaltenen Kohlenstoffs, Mangans und Eisens herbeizuführen. Wie bereits erwähnt, verbrennt der Kohlenstoff hierbei schneller als das Mangan und Eisen. Um nun auch letztere Beimengungen, insbesondere das Eisen, zu verbrennen, wird sofort zu Beginn der nach beendeter Verbrennung des Kohlenstoffs eintretenden Erkaltung und Strengflüssigkeit des Metallbades dem durch letzteres hindurchgeleiteten Gebläsewind aus einer Sauerstoffquelle unter geeignetem Druck eine angemessene Menge Sauerstoff beigemischt od er nunmehr mit reinem Sauerstoff geblasen. E s wird hierdurch eine Hebung der Temperatur und Flüssigkeit des Metallbades und eine vollständige Verbrennung des Eisens erreicht.
Zur Entfernung des überschüssigen Sauerstoffs wird schliefslich nochmals eine Legirung von Mangannickel zugesetzt oder statt dessen Holzkohlenpulver zugefügt oder in das Metallbad ein bekanntes gasförmiges Reductionsmittel, wie z. B. Kohlenoxyd, Kohlenwasserstoff oder Wasserstoff, eingeleitet.
Das vorbeschriebene Gesammtverfahren lä'fst sich auch bei solchen oxydischen Erzen anwenden, welche neben Schwefel auch Arsenik beigemengt enthalten, sofern diese Beimengungen sich in solchen Grenzen halten, dafs sie durch Zusatz von Mangan beseitigt werden können.
Gelangt das vorliegende Verfahren bei Nickelerzen, welche Kupfer oder ein anderes, die Walzbarkeit des Nickels nicht beeinträchtigendes Metall enthalten, zur Anwendung, so entstehen die bezüglichen walz- und schmiedbaren Nickellegirungen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Darstellung von walz- und schmiedbarem Flufsnickel und dessen Legirungen in der Weise, dafs dem Rohnickelbade metallisches Mangan in reinem oder legirtem Zustande zugefügt, nach Entfernen der schwefelhaltigen Manganschlacke Luft und darauf ein Gemenge von Luft und Sauerstoff oder reiner Sauerstoff in das Metallbad eingeleitet und der überschüssige Sauerstoff schliefslich durch Mangannickel oder andere Reductionsmittel entfernt wird.
DENDAT73423D Darstellung von walz- und schmiedbarem Flufsnickel und dessen Legirungen Expired - Lifetime DE73423C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1147387B (de) * 1961-06-20 1963-04-18 Beteiligungs & Patentverw Gmbh Verfahren zur Gewinnung von Nickel aus lateritischen Eisen-Nickel-Erzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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