DE855770C - Verfahren zur Gewinnung von Kupfer - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Kupfer

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DE855770C
DE855770C DEM7299A DEM0007299A DE855770C DE 855770 C DE855770 C DE 855770C DE M7299 A DEM7299 A DE M7299A DE M0007299 A DEM0007299 A DE M0007299A DE 855770 C DE855770 C DE 855770C
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DE
Germany
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copper
slag
reduction
carbon
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DEM7299A
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English (en)
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Carl-August Dipl-Ing Maelzer
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GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B15/00Obtaining copper
    • C22B15/0026Pyrometallurgy
    • C22B15/0028Smelting or converting
    • C22B15/003Bath smelting or converting
    • C22B15/0039Bath smelting or converting in electric furnaces
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B15/00Obtaining copper
    • C22B15/0026Pyrometallurgy
    • C22B15/0028Smelting or converting
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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Kupfer bie bekamite pyrometallurgische Praxis zur üewinnung von Kupfer aus stilhdischen Kupfererzen und deren Konzentration bedingt eine Vielzahl von Verfahrensstufen und infolgedessen zählreiche metallurgische Vorrichtungen. So sind z. B. bei dem üblichen Schachtofenprozeß Apparaturen zur Vorröstung der Erze, gegebenenfalls verbunden mit Sintergeräteir zur Stückigmachung, Schachtöfen, Konvertoren u: dgl. oder beim direkten Einschmelzen des Konzentrates Flammöfen mit anschließenden Konvertoren zur Gewinnung von Rolikonzentrationsstein und Schwarzkupfer notwendig. Aus diesen Gründen sind die Kosten derartiger Anlagen sehr hoch, weiter sind wegen der großen Anzahl der Verfahrensschritte beträchtliche Verluste an Kupfer und Edelmetallen unvermeidlich, und schließlich kommt tlöch neben anderen ungünstigen Umständen die Schwierigkeit hinzu, daß die stark schwankenden Konzentrationen der schwefeldioxvdhaltigen Gase aus den einzelnen Arbeitsstufen die weitere Verwertung der Gase zu Schwefelsäure od. dgl. außerordentlich erschweren.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, ein armes Kupfererz mit 5,10°/o Cu und 4,125°/o Schwefel ohne Zuschlag direkt in einem Elektroofen auf Kupferstein zu verschmelzen. Ferner hat man bereits oxydische Kupfererze mit Kupfergehalten von 11 b1S 21 % und Schwefelgehalten unter o,r °/o ebenfalls in einem Elektroofen unter Zusatz von Reduktionsmitteln direkt zu Schwarzkupfer aufgearbeitet. Diese Verfahren haben sich jedoch in die Praxis nicht einführen können. Die Erfindung bezieht sich demgegenüber auf die Verarbeitung von sulfidischen Kupferkonzentraten und besteht darin daß diese bis auf einen geringen Rest Schwefelgehalt von beispielsweise etwa 0,3 bis 5 % mit oder ohne Agglomerierung auf Sintergeräten, z. B. Lurgisinterrosten, abgeröstet und hierauf unter Zugabe von Schlackenbildnern und Reduktionsmaterialien unmittelbar in einem Arbeitsgang auf Schwarzkupfer und eine absetzbare Schlacke derart verarbeitet werden, daß bei der Reduktion eine schwefelkupferhaltige Schicht zwischen dem erzeugten flüssigen, metallischen Kupfer und der darüber befindlichen, ebenfalls flüssigen Schlacke gebildet wird'. Hierbei kann die Zusammensetzung der Schlacke je nach der Art ihrer Bestandteile sowohl im sauren wie im basischen Gebiet liegen. Dadurch, daß beimAusgehen von sulfidischen Konzentraten ein immer gleichbleibender S 02 Gehalt der Röstgase des vorgeschalteten Röstofens oder Sintergerätes erzielt wird, ist eine bedeutende Erleichterung der Abgasverwertung möglich. Die Erzeugung der schwefeldioxydhaltigen Röstgase erfolgt bei dieser Arbeitsweise in nur einer Stufe des Gesamtverfahrens im Gegensatz zu den üblichen Verfahren, wo verschieden konzentrierte schwefeldioxydltaltige Gase bei der Durchführung der einzelnen Verfahrensschritte, z. B. beim Vorrösten, beim Verblasen des Roh- und Konzentrationssteines bzw, beimFlammofenschmelzen und den nachfolgenden Verblasestufen, anfallen. Durch die genaue Regulierbarkeit der Röstvorrichtungen lassen sich exakte Röstbedingungen schaffen, die einen konstanten und verhältnismäßig hohen Schwefeldioxydgeltalt der Röstgase gewährleisten. Hierdurch können die nachgeschaltetenAnlagen für die Verwertung der Schwefeldioxydgase in ihren Abmessungen verhältnismäßig klein gegenüber solchen Anlagen gehalten werden, wie diese im Rahmen der üblichen Kupfergewinnungsverfahren notwendig sind, bei denen in ihrer Konzentration zwischen 2 und t 2 % SO., schwankende schwefeldioxydhaltige Gase entstehen. Es liegt auf der Hand, daß eine Anlage, die z. B. mit einem konstanten Gehalt von etwa 6% SO., im Röstgas arbeitet, erheblich kleiner gehalten werden kann und infolgedessen in der Erstellung wesentlich billiger und auch bequemer zu betreiben ist als eine solche, die dauernd dünne Gase mit beispielsweise 2 % SO, zu verarbeiten hat.
  • Der erfindungsgemäß bei der Vorröstung des Konzentrates im Röstgut belassene Schwefelgehalt von etwa 0,3 bis 5 % bewirkt wie bereits erwähnt, daß sich bei der Reduktion eine schwefelkupferhaltige Schicht zwischen dem im Ofen erzeugten metallischen Kupfer u@n,d .der darüber befinidl.ichen flüssigen Schlacke bildet. Durch diese in der. Hauptsache aus Kupfersulphür bestehende Zwischenschicht wird ein Puffer geschaffen, der Verluste an metallischem Kupfer, die sonst infolge der Löslichkeit desselben in der flüssigen Schlacke auftreten, praktisch vollkommen vermeiden läßt.
  • l:in weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die Arbeit mit dem feuerflüssigen Material wesentlich erleichtert wird. Der Transport von geschmolzenem Roh- oder Konzentrationsstein, den verschiedenen flüssigen Zwischenprodukten der üblichenKupfergewinnungsverfahren, entfällt völlig, da die entsprechenden Verfahrensstufen erfindungsgemäß nicht mehr auftreten. Das geröstete Material wird nach dem Verfahren gemäß der Erfindung vielmehr in fester Form mit den Zuschlägen einem geeigneten Ofen zugeführt., wobei gegebenenfalls;vorher eine Zwischenbeltandluttg, z. B. eine Krümelung oder Brikettierung, erfolgen kann. Es verläßt diesen Ofen, der somit das einzige pyrometallurgische Gerät des ganzen Verfahrens ist, sofort als Schwarzkupfer. Dieses wird je nach der Arbeitsweise des nachgeschalteten Raffirtationsprozesses beispielsweise entweder sogleich flüssig in den betreffenden Ofen oder auch in einen diesem Ofen vorgeschalteten Mischer chargiert oder aber bei nur periodischem Betrieb des Raffinierofens zu Barren vergossen, die in fester Form in den Raffinierofen eingesetzt werden können.
  • Vorzugsweise wird bei dem Verfahren gemäß der Erfindung zur Reduktion des gerösteten Materials ein Elektroofen mit Widerstands- oder kombinierter Lichtbogenwiderstandsbeheizung verwendet. Infolge der in einem solchen Ofen erreichbaren hohen Temperaturen ist eine schnelle Durchführung der Reduktion möglich, weiterhin besteht der Vorteil, daß man beim Betrieb des Ofens nicht an die ganz präzise Innehaltung einer bestimmten Schlackenzusammensetzung gebunden ist, da auch ein Möller mit dem nicht günstigsten Verhältnis der schlackenbildenden Bestandteile eine dünnflüssige, gut absetzbare Schlacke mit geringen Gehalten an Kupfer und Edelmetallen ergibt, so daß viel größere Abweichungen in dieser Hinsicht als bei Verwendung eines Schachtofens zulässig sind.
  • Als Reduktionsmittel bei der Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung wird vorzugsweise Kohlenstoff in Gestalt von z. B. Hüttenkoks, Gaskoks, Holzkohle od. dgl. verwendet.
  • Hierbei kann man die Menge des zugesetzten Kohlenstoffes entsprechend dem beabsichtigten Grade der Reduktion der in der Charge befindlichen Metalloxyde variieren. Beispielsweise kann zur Regelung des Reinheitsgrades des Kupfers die zugegebene Menge an Kohlenstoff derart bemessen werden, daß eine nur partielle Reduktion der Oxyde eintritt, d. h. daß das in der Charge enthaltene Kupfer sowie die edleren Bestandteile, z. B. Gold, Silber od. dgl., nicht völlig in ihre metallische Form übergeführt werdep. Man kann aber auch die zugegebene Menge an Reduktionsmittel so einstellen, daß ein überschuß über die für die vollkommene Reduktion des Kupfers und der Edelmetalle benötigte Menge an Reduktionsmittel vorhanden ist, um gleichzeitig einen Teil der für die Kupfergewinnung unerw-üttschteit Begleitmetalle in ihre elementare Form überzuführen. Diese können dann in einem nachfolgenden Raffinationsprozeß vom Kupfer u. dgl. wieder getrennt und verschlackt werden. Schließlich ist es möglich, so viel Reduktionsmittel zuzugehen, <laß alle in der Charge enthaltenen N-letalloxvde reduziert werden (totalt@ Reduktion), wonach man das in seiner metallischen Form anfallende Eisen durch langsames Erstarrenlassen des flüssigen Gemisches von metallischem Kupfer und Eisen infolge der nahezu quantitativen Mischungslücke der beiden Metalle fast vollständig von dem darunter befindlichen Kupferregulus trennen kann, der beispielsweise auf mechanischem Wege abgespalten wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Kupfer aus sulfidischen Kupferkonzentraten, dadurch gekennzeichnet, daß diese bis auf einen geringen IZestscliwefelgehalt von beispielsweise etwa 0.3 bis 5 % mit oder ohne Agglomerierung auf Sintergeräten. z. B. Lurgisinterrosten, abge-,-(')stet und hierauf unter Zugabe von Schlackenbildnern und Reduktionsmaterialien unmittelbar in einem Arbeitsgang auf Schwarzkupfer und eine absetzbare Schlacke derart verarbeitet werden, daß bei der Reduktion eine schwefelkupferhaltige Schicht zwischen dem erzeugten flüssigen, metallischen Kupfer und der darüber befindlichen, ebenfalls flüssigen Schlacke gebildet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Reduktion ein Elektroofen mit W iderstan,ds- oder kombinierterLichtbogenwiderstandsbeheizung verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Reduktionsmittel Kohlenstoff in Gestalt von z. B. Hüttenkoks, Gaskoks, Holzkohle od. dgl. verwendet wird und daß man die Menge des zugesetzten Kohlenstoffes entsprechend dem beabsichtigten Grade der Reduktion der in der Charge befindlichen Metalloxyde variiert. Verfahren .nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die- zugegebene Menge an Kohlenstoff derart bemessen wird, daß eine nur partielle Reduktion der Oxyde eintritt. 5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein derartiger Überschuß an Reduktionsmitteln angewendet wird, daß auch ein Teil der unedlen Begleitmetalle reduziert wird. 6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an Reduktionsmitteln derart bemessen wird, daß alle in der Charge enthaltenen Metalloxyde reduziert werden. 7. Verfahren nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das mitgewonnene Eisen durch langsames Erstarrenlassen des flüssigen Gemisches von metallischem Kupfer und Eisen von dem ersteren getrennt wird.
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