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Gerät zum Schneiden mechanischer Schallschrift in Schallbänder mittels
eines Schreibers Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Schneiden mechanischer Schallschrift
in Schallbänder mittels eines mit einem Schneidstichel ausgerüsteten Schreibers.
Der Zweck der Erfindung ist, ein Gerät dieser Art zum Herstellen hochwertiger Schallaufnahmen
vorzusehen, die zur Vervielfälti-' gung geeignet sind.
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Zur Herstellufig hochwertiger Schallaufnahmen in mechanischer Schallschrift
auf Schallbändern empfiehlt sich die Verwendung von Aufnahmegeräten, bei denen das
Schallband während der Schallaufnahme auf einer umlaufenden Schneidbahn aufliegt.
Eine solche B - ahn läßt sich jedoch nie theoretisch einwandfrei herstellen,
lagern und antreiben, so daß praktisch stets wenn auch nur geringe periodische Schwingungen
der Bahn und damit des über sie geführten Schallbandes gegenüber dem Schreiber unvermeidlich
sind. Die Periode dieser Schwingungen ist abhängig von dem Durchmesser der Schneidbahn
und deren Umlaufgeschwindigkeit, während die Größe der Schwingungsamplitude im wesentlichen
von der Genauigkeit abhängt, mit der die Schneidbahn hergestellt und gelagert ist.
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Die durch die Unvoillkommenheiten der Schneidbahn bedingten periodischen
Schwankungen stoßen den schwingbaren Teil des Schreibsystems zu Schwingungen an
und verursachen bei der Beschriftung des Schallbandes Schnittiefenänderungen, die
die Tongüte wesentlich beeinträchtigen. Die Erfindung sieht, um diese Nachteile
zu beseitigen, vor, daß der schwingungsfähige Teil des Schreibgerätes eine Eigenschwingung
besitzt, deren Frequenz nicht unterhalb der durch die Unvollkommenheiten der Schneidbahn
bedingten periodischen, auf das Schneidsystem ausgeübten Anstöße liegt. Dabei ist
der schwingbare Teil des Schreibgerätes zweckmäßig mit einer an sich bekannten Dämpfungseinrichtung
versehen.
Ein gemäß der Erfindung in bezug auf die periodischen
Schwingungen der Schneidbahn abgestimmtes Schreibgerät ist sehr empfindlich gegenüber
Schwingungen stoßartigeli Charakters mit großer Ainplitude, wie sie beispielsweise
durch unbeabsichtigte Stöße im Antrieb des Aufnahmegerätes, durch Unregelmäßizkeiten
in der Schriftschicht des Schallbandes oder durch Erschütterungen der gesamten Aufnahmeapparatur
verursacht werden. Diese stoßartigen Schwingungen el können den schwingungsfähigen
Teil des Schreibers in -seiner Eigenschwingung anregen, so daß der Schneidstichel
entweder so tief in die Wachsschicht eindringt, daß die Lautstärke bei der Schallwiedergabe
Schwankungen aufweist, oder sogar so tief in das Schällband eindringt, daß der Schneidstichel
die Wachsschicht völlig durchdringt und in den bandförmigen Träger für die Wachsschiebt
eingreift, wo er zerstört wird, was insbesondere dann leicht eintritt, wenn die
Spitze des Schneidstichels aus einem Saphir besteht. Es ist hierbei zu berücksichtigen,
daß die Wachsschicht nur sehr dünn ist und ihre Stärke nicht beliebig vergrößert
werden kann, weil sie sollst von dem Träger abplatzt.
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Um nun, ohne die Schwingungsfähigkeit des empfindlichen Schreibgerätes
zu beeinträchtigen, diese stoßartigen Schwingungen unwirksam zu machen, sieht die
Erfindung vor, daß der Schreiber mit einer Einrichtung zum mechanischen Begrenzen
der Amplitude ,einer Eigenschwingung versehen ist.
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In der Zeichnung ist ein Schallaufnahme-L' gerät gemäß der Erfindung
in einem Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulicht. Das Schallaufnahmebaild
i, das aus einem bandförinigen Träger 2 und beispielsweise einer dünnen Wachsschicht
3 besteht, ist über eilte kreisförmige Bahn 4 geführt, die sich mit gleichförmiger
Geschwindigkeit drelit el und das Schallaufnahmeband unter dein Schneidstichel
5 des Schreibers 6 wegbewegt. Die Drehzahl der Bahn -i ist verhältnismäßig
niedrig.
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Der Schreiber () ist an einem Hebelarm 7
bei 8 drehbar
gelagert und an einer Feder 9
aufgehängt, die den Schreiber entlastet. Der
Grad der Entlastung ist durch eine Stellschraube io einstellbar. An der Unterseite
des Hebelarrnes 7 sitzt eine Scheibe ii, die in einen mit 01 gefüllten
Behälter 12 eintaucht und zum Dämpfen der Schwingungen des Schreibgerätes dient.
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Der Hebelarin - ist über das Lager 8 hinaus verlängert und
trägt an seinem unteren Ende eine Stellsebraube 13 gegenüber eitlem parallel
zu der Erzeugenden der Bahn 4 (Trommel) vtrlatlfenden Anschlag 14-Die Feder
9 wird durch die Stellschraube 10 so eingestellt, daß der Schneidstichel
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des Schreibers 6 vorschriftsmäßig tief in die Wachsschicht des Schallaufnahrnebandes
eindringt. Das System Schreiber-Feder berenzt somit die Schnittiefe bei außerer
i Ruhe.
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Die bei der Dehnung der Ball" 4 auf tretenden unvermeidlichen periodischen
Schwin-(ytingen werden durch den Schneidstichel dem schwingungsfähigen Teil des
Sclireil)-gerätes mitgeteilt und verursachen in diesem Schwingungen, die jedoch,
wenn dem schwingungsfähigen Teil des Schreibgerätes el Ir gemäß der Erfindung eine
Eigenschwingung ueuc,ben ist, deren Frequen7 nicht unterhalb , b 11 der durch
die Unvollkommenheiten der Schneidbahn bedingten periodischen, auf das Schneidsysteni
ausgeübten Anstöße liegt, durch die Dämpftingseinrichtung i 1, 12 derart gedämpft
werden, daß sie keinen schädlichen Einfluß auf die Schallaufnahme haben.
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Anders liegt der Fall bei plötzlich auftretenden stoßartigen Schwingungen
großer Amplitude, die beispielsweise durch unbeabsichtigte Stöße im Antrieb des
Aufnahmegerätes, durch Unregelmäßigkeiten in der Schriftschicht des Schallbandes
oder durch Erschütterungen der gesamten Aufnahmeapparatur verursacht werden. Um
die schädlichen Wirkungen dieser Schwingungen zu beseitigen, wird gemäß der Erfindung
die L, 23 Amplitude des Schwingungssystems des Schreibers mechanisch begrenzt durch
den Anschlag 14. Die Stellschraube 13 ist so eingestellt, daß ihre Spitze normalerweise
in einem solchen Abstand von dem Anschlag 14 liegt, daß sie bei äußerer Ruhe und
selbst bei den in dem Schwingungskreis des Schreibers 6 auftretenden, durch
die periodischen Schwingungen der Ball" 4 verursachten Schwingungen nicht mit dem
Anschlag in Berührung kommt. Werden jedoch in dem Schwingungskreis des Schreibers
durch äußere Stöße, Erschütterungen o. dgl. Eigen-#cliwingungen erzeugt, deren Amplitude
die zulässige Schnittiefe des Schneidstichels *ibersteigen würde, so legt sich die
Spitze der Stellschraube 13 gegen den Anschlag i-1 und begrenzt damit die Schwingungsamplitude
und infolgedessen die Schnittiefe des Schneidstieliels, bis die Schwingung abgeklungen
ist.