DE7323534U - Wassergekühlte Trommelbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Wassergekühlte Trommelbremse, insbesondere für KraftfahrzeugeInfo
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Description
Wassergekühlte Trommelbremse, insbesondere
für Kraftfahrzeuge
Trommelbremsen sind in ihrem thermischen Verhalten Teilbelagscheibenbremsen
überlegen, Vollbelagscheibenbremsen deigegen unterlegen. Sie haben gegenüber Scheibenbremsen
den Nachteil des zylindrischen Reibschlusses, der sich bei thermischer Belastung durch die verschiedene Ausdehnung
von Trommel und Backen verändert und dadurch die Bremscharakteristik verändert. Einbaumässig hat die Trommelbremse
auch der Vollbelagscheibenbremse gegenüber häufig Vorteile., weil die Durchmesser, besonders bei dem Einbau
in die Räder, begrenzt sind und gegebenenfalls bei einer Trommelbremse eine grössere Reibfläche untergebrächt werden
kann als bei einer Vollbelagscheibenbremse. Wenn es gelingt, den Reibschluss zwischen Backen und Trommel unverändert
zu halten, d.h. die Charakteristik unverändert zu halten, so können dadurch fahrzeugtechnisch wesentliche
Vorteile erzielt werden, v/eil eine Trommelbremse auch im Aufbau und in der Wartung einfach ist. Dies hat
sich die Erfindung zur Aufgabe gesetzt.
K 7, /hi
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Diese Aufgabe wird dadurch gelö? , daß die umlaufende
Trommel auf ihrer Innen- oder Aussenseite mit Reibbelag ausgerüstet ist und daß die Lauffläch« der mit der Trommel
in Reibschluss gebrachten Innen- oder Aussenbacke durch eine Wand aus gut wärmeleitendem Metall, vorzugsweise Hartkupfer
mit annähernd einem Prozent Chrom, gegebenenfalls mit Zirkonzusatz, gebildet ist, deren der Lauffläche gegenüberliegende
Rückseite von Wasser umströmt wird.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist der hinter der Lauffläche vorgesehene Kühlkanal derart bemessen, dass
die Wassergeschwindigkeit im Kühlkanal der in der Zu- und Ableitung entspricht.
In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
dargestellt. In den Fig. 1 bis 7 sind Innenbackenbremsen und in den Fig. 8 bis 11 Aussenbackenbremsen dargestellt.
In Fig. 1 bis 3 ist eine Lastkraftwagen-Innenbackenbremse wiedergegeben, Vielehe durch einen S-Nocken mechanisch betätigt
wird. In Flg. 1 ist ein Längsschnitt längs Linie A - B in Fig. 2 durch die Vorderradbremse eines Lastkraftwagens,
in Fig. 2 ein Querschnitt und in Fig. 3 ein Teillängsschnitt
längs Linie C - D in Fig. 2 durch Backe und Trommel dieser Bremse wiedergegeben. In Fig. 4 und 5 ist
eine Ausführung dargestellt, bei der die Backe aus zwei Teilen aufgebaut ist, in Fig. 6 und 7 ü eineJKupfer-Rohrwendel
auf der Bremsbacke angeordnet. Diese Ausführung ist in Fig. 6 in der Ansicht und in Fig. 7 im Querschnitt
veranschaulicht. In Fig. 8 bis 11 ist der Seitenantrieb eines Kettenfahrzeuges dargestellt, bei dem Lenk-, Reversier-
und Fahrbremsen als Aussenbackenbremsen ausgeführt sind und die aus Kupfer hergestellten, feststehenden
Backen im Antriebsgehäuse sitzen. In Fig. 8 ist der Antrieb schematisch, in Fig. 9 ein Querschnitt durch eine
der drei Bremsen, in Fig. 10 die Draufsicht auf die drei Bremsen mit der Kühlwasserführung und schliesslich in Fig.
11 die Befestigung des Belagbandes auf die Trommel dargestellt.
In Fig. 1 bis 3 ist auf einem Achsschenkel 1 eine Nabe
gelagert, die eine mit Reibbelägen 3 ausgerüstete, umlaufende Leichtmetalltrommel 4 trägt. An einem mit dem
Achsschenkel 1 verschraubten Bremsträger 5 sind an die Wasserzu- und ableitung vornehmenden Hohlbolzen 6 und
aus Hartkupfer hergestellte Backen 8 und 9 aufgehängt. Das Kühlwasser wird über einen Schlauch 10, der einem
nicht mit dargestellten, mit dem Hohlbolzen J in Verbindung stehenden Ableitungs-Kühlwasserschlauch 11 entspricht,
zugeführt. Es gelangt durch den Hohlbolzen β in die Bremsbacke 8 und strömt durch Kühlwasserkanäle
8,j, in denen der Weg des Kühlwassers durch Querrippen
verlängert und der der Zuleitung entsprechende Querschnitt hergestellt ist, bis zu einem Stutzen 8p, von wo das
Kühlwasser über einen Schlauch 12 in die Backe 9 überströmt und dort über Kühlkanäle 91 in den Hohlbolzen 7
gelangt und über den Schlauch 11 zum Kühler abgeführt
wird. Die Betätigung der 3acken erfolgt über Rollen 13
und 14 durch einen S-Nocken 15* der mit der Betätigungswelle und dem Druckluftzylinder in "verbindung steht.
Bei der Ausführung nach Fig. 4 (Längsschnitt) und Fig. (Schnitt in Umfangsrichtung) ist die Bremsbacke aus einem
Leichtmetallteil 16, welches Querrippen "\6^ zur Verlängerung
des KühlWasserweges aufweist, und einer mittels
Schrauben 17 aufgeschraubten Hartkupferfläche 18 gebildet.
Trommel und Nabe sind dieselben wie in Fig. 1 bis 3.
In Fig. 6 und 7. besteht die Backe aus einem Leichtmetallteil
19 und einer aufgesetzten Hartkupferrohrschlange 20,
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~ 4
die vim Portsätze 19-j des Backemmterteils herumgebogen ist.
Die Zuführung bzw. Abführung des Kühlwassers erfolgt bei 2O1 und die Überleitung zur anderen Backe bei 20p.
Im Ausführungsbeispiel Fig. 8 bis 11 sind wassergekühlte Aussenbackenbremsen bei einem Raupenschlepperantrieb angewendet.
Der Antrieb vom Getriebe erfolgt über ein Antriebsritzel 21, ein Tellerrad 22, eine Antriebswelle 22^ ein
Stirnradritzel 22p und wird auf die eine Kette 25 entweder
über ein Reversiervorgelege 24 oder ein Vorwärtsplanetengetriebe
25 auf zwei Stirnräder 26, 27 und dann in ein
Triebrad 28 geleitet. Über eine Trommel 29 kann die Kette
abgebremst werden. Durch Pesthalten einer zweiten Trommel
50 wird das Vorwärtsdrehmoment und durch Pesthalten einer
dritten Trommel 3I ein Rückwärtsdrehmoment derselben Übersetzung
in das Triebrad geleitet. Die Trommeln 29 bis 3I sind gleich ausgebildet und wie Pig. 11 zeigt, mit einem
mittels Schrauben 32 befestigten Stahlband 33 ausgerüstet,
das Beläge 34 trägt und nach öffnung eines Deckels 35 ohne
Zerlegen der Bremse aus einem Antriebsgehäuse 36 herausgezogen
werden kann. In letzterem sind zwei aus Kupfer hergestellte Backen 37 und 38 in Umfangsrichtung fest angeordnet.
Sie können durch jeweils zwei Hydraulikzylinder 39 bzw. 40 betätigt werden. Das Kühlwasser wird über eine
Leitung 41 zu- und durch eine Leitung 42 abgeführt. Es wird über die Leitungen 43, 44, 45 von den Backen der einen
zu den Backen der anderen Seite und durch Schläuche 46 und 47 von jeweils einer zur anderen Bremse geleitet. Das Wasser
strömt also in diesem Ausführungsbeispiel durch sämtliche sechs Backen der drei Bremsen hindurch.,
Dal.ei ist zweckmässis - d.~~ ^iIt auch für P.adfahrzeuge - ,
da;; Kühlwasser erst im Augenblick der Bremsung von der Kühlwasserpumpe
des Motors aus oder von einer getrennten Kühlwasserpumpe durch die Bremse hindurchsudrücken. Der Kühl-
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wasserstrom wird durch einen Thermostaten gesteuert oder
gegebenenfalls auch durch das Bremspedal wieder abgestellt, so daß der Kühlwasserstrom nicht ständig durch die Bremsen
geleitet zu werden braucht. .
Die erfindungsgemäße Trommelbremse weist vor allem die Vorteile auf, daß die Bremscharakteristik, d.h. der Reibschluß
zwischen Backen und Trommel konstant gehalten und außerdem die Bremsleistung gegenüber einer nur durch Luft
gekühlten Trommelbremse erheblich gesteigert werden kann.
Gegebenenfalls können die Reibbeläge an den Bremsbacken befestigt sein. Je nachdem wie gut die Wärmeleitfähigkeit der
Reibbeläge ist, kann es sodann aber erforderlich sein, die Trommel mit Wasser zu kühlen, was aber wegen der Rotation
der Trommel eine etwas aufwendige Konstruktion erfordert.
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Claims (8)
1. Wassergekühlte Trommelbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge,
dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Trommel (4, 29, 30, 3I) auf ihrer Innen- oder Außenseite
mit Reibbelag (5, 34) ausgerüstet ist und daß die Lauffläche der mit der Trommel in Reibschluß gebrachten
Innen- oder Außenbacke (8, 9* 16>
18, I9»
20, 37, 38) durch eine Wand aus gut wärmeleitendem
Metall, vorzugsweise Hartkupfer mit annähernd einem Prozent Chrom, gegebenenfalls mit Zirkonzusatz gebildet
ist, deren der Lauffläche gegenüberliegende Rückseite von Wasser umströmt wird.
2. Wassergekühlte Trommelbremse nach Anspruch 1,dadurch
gekennzeichnet, daß der hinter der Lauffläche der Baoke vorgesehene Kühlkanal (S1) durch Anordnung von Längsoder
Querrippen (1O1) derart bemessen ist, daß die Wassergeschwindigkeit
im Kühlkanal der in der Zu- und Ableitung (10, 11, 41, 42) entspricht.
3. Wassergekühlte Trommelbremse gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Zu- und Abfuhr des Kühlwassers
zu bzw. aus den Bremsbacken (8, 9, 16, 18, I9, 20,
37* 38) über die insbesondere als Hohlbolzen (6, 7) ausgebildeten Anlenkpunkte der schwenkbaren Bremsbacken erfolgt.
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4. Wassergekühlte Trommelbremse gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlkanäle
(B„, 9A sämtlicher mit einer Trommel zusammenarbeitenden
Backen aneinander anschließend miteinander verbunden sind, und daß für diese Kühlkanäls insgesamt
nur ein Zufuhr- und ein Abfuhranschluß vorgesehen sind.
5. Wassergekühlte Trommelbremse gemäß einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlkanal jeder einzelnen Bremsbacke einen gesonderten Zufuhr-
und Abfuhranschluß aufweist, die mit einer Kühlwasser-Umwälzpumpe verbunden sind.
6. Wassergekühlte Trommelbremse gemäß einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbacken jeweils zweiteilig ausgebildet sind und aus einem
insbesondere mit Querrippen (16^) versehenen Leichtmetalltei]
(16) und einem hiermit festverbundenen Hartkupferteil (IB) bestehen.
7. Wassergekühlte Trommelbremse gernäß einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, .dab die Bremsbacken jeweils aus einem Leichtmetall1 (-19) mit einer
aufgesetzten Kühlwasserrohrschlange (20) bestehen.
8. Wassergekühlte Trommelbremse gemäß einem der vorstehenden
Ansprüche^ dadurch gekennzeichnet, daß die Bremstrommeln (29-31) ein insbesondere mittels Schrauben (32)
befestigtes Stahlband (33) aufweisen, das Bremsbeläge (34) trägt.
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