DE730992C - Nachbrennsicherung fuer selbsttaetige Mehrlaufwaffen - Google Patents
Nachbrennsicherung fuer selbsttaetige MehrlaufwaffenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A19/00—Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
- F41A19/06—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms
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Description
- Nachbrennsicherung für selbsttätige Mehrlaufwaffeni Es sind selbsttätige mehrläufige Feuerwaffen vorgeschlagen worden, hei denen die Läufe zu einem gemeinsamen Laufblock und die Verschlüsse zu einem gemeinsamen Verschlußblock zusammengefaßt sind. Sämtliche Läufe werden durch ,die Verschlüsse gleichzeitig verschlossen und verriegelt und zu dem gleichen Zeitpunkt abgefeuert. Infolge des Rückstoßes gleiten die verriegelten Laufblack-und Verschlußblockmassen ein Stück zurück, die Verschlüsse entriegeln und öffnen sich und führen dann die erforderlichen Auswurf- sowie Lade- und Schließbewegungen aus. .
- Bei solchen mehrläufigen Waffen mit gemeinsamem Verschlußblock müssen aus Sicherheitsgründen alle Läufe in genau dem gleichen Augenblick abgefeuert werden. Wenn aus irgendeinem . Grunde ein einzelner Lauf erst später abfeuert, nachdem die anderen Läufe bereits abgeschossen haben. so haben infolge des Rückstoßes der übrigen Abschüsse die Rücklauf- und gegebenenfalls auch die Entriegelungsbe"vegungen der Verschlußblockmasse bereits begonnen. Solange der verspätete Schuß noch während des Rücklaufes, jedoch vor der Einleitung der Entriegelung zündet, ist keine Gefährdung der Sicherheit vorhanden. Wenn jedoch beim Fallen des verspäteten Schusses, des sog. Nachbrenners, bereits die Entriegelung begonnen hat, so ist auch der erst jetzt zum Abschuß kommende
Lauf bereits teil«#eise oder ganz entriegelt; der Nachbrenner gefährdet daher die Waffe selbst sowie die Bedienungsmannschaft. Nachbrenner haben ihre Ursache vor allem in gewissen kleinen Unterschieden in drr Munition selbst, 1n etwas verschiedein r :Menge. Zusammensetzung und Feuchtigkeit der Ladungen. Diese kleinen Unterschiede innerhalb der Munition können zwar mög- lichst klein gehalten, aber niemals vollständig vermieden «erden, so daß die Möglichkeit von Nachbrennern immer vorhanden ist. Aus diesem Grunde hat man schon bei selbsttätigen Feuerwaffen finit einem Lauf eine Nachbrennsiclierung vorgeschlagen, die beim Abschuß des Laufes zur Wirkung kommt. Die Erfindung besteht darin, daß bei selbst- tätigen Feuent-afien mit mehreren gemeinsam abzufeuernden Läufen eine Nachbrennsiche- rung derart angewendet wird, daß der die Trennung zwischen den Läufen und den fei-- schlüssen bewirkende Entriegelungsteil der Waffe nur dann zur Entriegelung in Wir- kung tritt, wenn sämtliche Läufe abgeschossen sind. Dies kann z. B. durch eine Anordnung er- zielt werden, bei welcher die Läufe mit be- weglich gelagerten Schaltstangen zusammen- arbeiten, die durch Eingriff in eine gemein- same Sicherungsstange diese in ihrer Siche- rungslage halten und deren jede beim Ab- schuß des ihr zugeordneten Laufes die Siche- rungsstange freigibt, welche nach Außerein- griffkommen sämtlicher Schaltstangen eine mit ihr verbundene Klinke in eine Lage -,-er- schwenkt, in welcher die Klinke beim Rück- gang der Läufe einen Sperrschieber in die Stellung drückt, in welcher dieser den Ent- riegelungsteil der Waffe zur Wirkung kom- men läßt. Der Sperrschieber greift dabei zweckmäßig in das mit dem Entriegelungsteil der Waffe verbundene Abzugsgestänge ein. Eine vorteilhafte Anordnung wird erhalten, wenn jede der mit den Läufen zusammen- arbeitenden Schaltstangen in ihrer Bewegung durch eine an sich bekannte, auf dem Lauf längs verschiebbar gelagerte und durch den beim Abschuß des Laufes entstehenden Gas- druck bewegte Hülse gesteuert wird. Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbei- spiel des Erfindungsgegenstandes dar, und zwar zeigt Abb. i einen Längsschnitt durch die Waffe, .Abb.2 einen Querschnitt nach der Linie A-B der Abb. i, Abb.3 einen Querschnitt nach der Linie C-D@ der Abb. i, Abb. a einen Schnitt nach der Linie E-F der Abb. i in Ruhestellung, Abb.5 einen Schnitt gemäl') Abb..l nach dem Abfeuern, in die Läufe zu führen, sich mit dem Laufblock zu verriegeln und die Patronen zur Zündung zu bringen. Bei der Betätigung des Abzuges wird das Abzggsgestänge 22 mit dem auf ihm befindlichen Ring 23 so weit nach hinten (in Abb. i nach rechts) bewegt, da1.> der Sperrschieber 24 sich vor den Ring 23 setzen kann, der damit das Abzugsgistänge 22 in der hinteren Stellung festhält (Abb.7). Hierdurch wird der die spätere Entriegelung des Verschlußblockes vom Laufblock bewirkende Teil der Waffe in seiner unwirksamen Lage ;gehalten.Abb. 6 einen Schnitt gemäß Abb. 4 bei aus- .gelöster Sicherungsstange, Abb. 7 einen Teilschnitt nach Abb. i nach <lem Abfeuern. Bei dem gezeigten Beispiel ist eine vier- läufige Waffe angenommen, bei der die Läufe in Dcppelreihe angeordnet sind. Vier Läufe i sind in dem Laufblock 2 an- geordnet, der im Gehäuse 3 gleitbar gelagert ist. Auf jeden Lauf i ist eine Mündungs- düse 4. aufgeschraubt, die zum Umlenken eines Teiles der Pulvergase durch Düsen- öffnungen 5 hindurch dient. Auf dem Lauf i ist eine Hülse 6 längs verschieblich angCord- net, die mit ihrem vorderen Teller 7 durch die Schraubenfeder 8 gegen die Mündungs- düse .l gedrückt wird. An dem hinteren Ende der Hülse 6 befindet sich eine Anschlagnase 9. Neben jedem Lauf i ist eine Schaltstange io längs verschiebbar-angeordnet, die sich unter der Wirkung einer Feder i i mit einem An- schlag i z gegen die Anschlagnase 9 der Hülse 6 legt. Alle vier Schaltstangen io sind in einem gemeinsamen Schaltrohr 13 zu- samtnengefaßt, das im Laufblock 2 befestigt ist. Durch den hinteren Teil des Schalt- rohres 13 geht senkrecht zu den Schalt- Stangen io eine Sicherungsstange 1.1 Inndürch, die unter dem Druck einer Feder 15 steht. In der Sicherungsstange 14. sind zu beiden Seiten je zwei Nuten 16 vorgesehen, in welche die Schaltstangen io mit Klinken i; eingreifen. Die Nuten 16 laufen nach hinten schräg aus- einander, so daß die Klinken 1; sich nach Rückwärtsbewegen der Schaltstangen 1o unter der Einwirkung von Federn gegen die Siche- rungsstange 14. setzen, ohne ihre Bewegung zu behindern (Abb. 5). Oberhalb einer jeden mit 16 ist eine weitere Nut 18 in der Siche- rungsstange 14. angebracht. Die vier Nuten 18, von denen je zwei auf gleicher Höhe liegen, laufen flach vorn schräg auseinander. Die Sicherungsstange 14. ist im Laufblock 2 senkrecht längs verschiebbar gelagert. Sie ist an einer Schaltklinke i 9 angelenkt, die am Laufblock 2 mittels des Zapfens 2o ge- lagert ist. Die Schaltklinke i9 ist vorn seit- lich mit einer Schräge 21 versehen. Das Abzugsgestänge 22 ist mit einem Ring 23 versehen, gegen den sich ein Sperrschieber 2.1 abstützt. Dieser ist quer zum Abzugs- gestänge 22 im Gehäuse 3 verschiebbar und steht unter der Wirkung einer Druckfeder 25 Der Sperrschieber 24 weist vorn seitlich gleich- falls eine Schräge 26 auf. Ein Knopf 2; dienr zum Auslösen des Sperrschiebers a,l von Hand. Der nicht dargestellte Verschlußblock wird bei Betätigung des Abzuges zwecks gemein- samer Abfeuerung der vier Läufe aus seiner hinteren Sperrlage freigegeben, so da13 er nach vorn schnellen kann, um die Patronen - Nachdem das Geschoß den Lauf verlassen hat, strömen die Pulvergase nach und werden zum Teil durch die Mündungsdüse .l umgelenkt. Diese nach rückwärts umgelenkten Pulvergase treten durch die Düsen 5 heraus und treffen auf den Teller 7 der Hülse 6. Sie drücken ihn ein Stück zurück, die Hülse 6 gleitet auf dem Lauf entgegen der Wirkung der Feder 8 rückwärts. Über die Anschlagnase 9 und den Anschlag 12 drückt die Hülse 6 gleichzeitig die Schaltstange i o zurück, deren Klinke 17 die Nut 16 der Sicherungsstange 14 verläßt und sich hinter der Sicherungsstange 14. an dieser abstützt (Abb.5). Wenn alle vier Läufe abgefeuert haben, dann sind ,alle. vier Schaltstangen zurückgeschoben und aus den Nuten 16 der Sicherungsstange 14 herausgetreten. Diese ist dann völlig freigegeben und kann, dem Druck der Feder 15 fol-U a nd, abwärts ", -leiten und die Klinke i9 um den Zapfen 2o auslenken. In der unteren Stellung der Sicherungsstange 14 gelangen die Nuten 18 vor die Klinken 17, so. daß die Schaltstangen io in ihre Ruhestellung zurückkehren können.
- Infolge des beim Abschuß entstehenden Rückstoßes beginnt der Verschluß'blo:ck und der mit ihm verriegelte Laufblock 2 zurückzugleiten. Hierbei trifft schließlich die ausgelenkte Schaltklinke i 9 auf den eingerasteten Sperrschieber 24 (Abb. 7). Die Schräge 21 der Schaltklinke i9 drückt dann den Sperrschieber 24. zur Seite, bis dieser von dem Rand des Ringes 23 freikommt, so@ daß, sich das Abzugsgestänge 22 wieder nach vorn bewegen kann. Hierdurch wird der mit dem Abzugsgestänge verbundene Entriegelungsteil der Waffe in die Stellung verschwenkt, in welcher er nach erfolgtem Rückgang des verriegelten Lauf- und .Verschlußblocksystems .die Trennung zwischen den Läufen und den Verschlüssen dadurch bewirkt; daß er den Verschlußblock in seiner hinteren. Lage fängt und den Laufblock allein vorgehen läßt.
- Wenn nun beim Abschuß ein ,Nachbrenner auftritt, dann feuern alle Läufe bis auf den einen ab. Durch das Zurückgleiten der Hülsen 6 rasten bei den abgefeuerten Läufen die zugehörigen Schaltstangen i o mit ihren Klinken 17 aus den Nuten 16 aus. Die Klinken 17 setzen sich hinter die Sicheru11gsstange 1¢ und haltere die Schaltstangen io in der zurückgeschobenen Lage fest. Lediglich die eine Klinke 17 des Nachbrenners ist noch in ihrer Nut 16 eingerastet und verhindert das Freigeben der Sicherungsstange 14.. Wenn, bei der inzwischen eingesetzten Rückwärtsbewegung der verriegelten Lauf- und Verschlußblockmasse der Schuß des Nachbrenners noch fällt, ehe die Schaltklinke i9 den Sperrschieber 2q. erreicht, dann kann die Sicherungsstange iq. noch rechtzeitig freigegeben und die Entriegelung eingeleitet werden. Ist jedoch die nicht ausgelenkte Schaltklinke i9 bereits über, den Sperrschieber 2.4 hinaus-zurückgegangen, dann bleibt das -Abzugsgestänge gesperrt, so daß der Entriegelungsteil der Waffe nicht in Wirkung treten kann. Die Entriegelung kann nicht beginnen, Laufblock und Verschlußblock bleiben miteinander verriegelt. So ist durch die Erfindung eine Sicherheit dafür geschaffen, daß bei einem verspäteten Schuß die Verriegelung nicht bereits gelöst ist.
- Mittels des Knopfes 27 kann später der Verschlußblock vom Laufblock entriegelt und getrennt werden. Dazu wird der Knopf 27 in das Gehäuse 3 hineingedrückt, der Sperrschieber 24 wird dadurch seitwärts geschoben und gibt das Abzugsgestänge 22 frei.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i.
- Selbsttätige Feuerwaffe mit mehreren gemeinsam abzufeuernden Läufen und zu einem gemeinsamen Verschlußblock zusammengefaßten Verschlüssen, gekennzeichnet durch die Anwendung einer Nachbrennsicherung derart, daß der die Trennung zwischen den Läufen und den Verschlüssen bewirkende Entriegelungsteil der Waffe nur dann zur Entriegelung in Wirkung tritt, wenn sämtliche Läufe abgeschossen sind.
- 3. Feuerwaffe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Läufe mit beweglich gelägerten Schaltstangen (io) zusammenarbeiten, die durch Eingriff meine gemeinsame Sicherungsstange (1q.) diese in ihrer Sicherungslage halten und deren jede beim Abschuß des ihr zugeordneten Laufes die Sicherungsstange (1q.) freigibt, welche nach Außereingriffkommen sämtlicher Schaltstangen (io) eine mit ihr verbundene Klinke (i 9) in eine Lage verschwenkt, in welcher die Klinke beim Rückgang der Läufe einen Sperrschieber (2q.) in die Stellung drückt, in welcher dieser den Entriegelungsteil der Waffe zur Wirkung kommen läßt. 3. Feuerwaffe nach Anspruch i oder a, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrschieber (a4.) in das mit dem Entriegelungsteil der Waffe verbundene Abzugsgestänge (a2) eingreift. 4.. Selbsttätige Feuerwaffe nach den Ansprüchen r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede der mit den Läufen zusammenarbeitenden Schaltstangen i io i in ihrer Bewegung durch eine an sich bekannte, auf dem Lauf längs verschiebbar gelagerte und durch den .beim Abschuß des Laufes entstehenden Gasdruck bewegte Hülse (6) gesteuert wird.
Priority Applications (1)
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| DEB178859D DE730992C (de) | 1937-06-19 | 1937-06-19 | Nachbrennsicherung fuer selbsttaetige Mehrlaufwaffen |
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| DE730992C true DE730992C (de) | 1943-01-30 |
Family
ID=7008497
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB178859D Expired DE730992C (de) | 1937-06-19 | 1937-06-19 | Nachbrennsicherung fuer selbsttaetige Mehrlaufwaffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE730992C (de) |
-
1937
- 1937-06-19 DE DEB178859D patent/DE730992C/de not_active Expired
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