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Durch Zusammenziehen der Stützfüße aufrichtbarer Bockkran Zusatz zum
Patent 663 898 In Patent 663 898 wird ein leicht beförderbarer und durch- Zusammenziehen.
der Stützfüße schnell aufrichtbarer Bockkran beschrieben, der mit ;einer Vorrichtung
-zur. Vermeidung des Verkantens dies Kranträgers während des Aufrichtens oder während
des Abbanens ausgerüstet ist, durch die zwangsläufig eine gleichmäßige Winkelbewegung
der beiden Stützen gegenüber dem Kranträger erzwungen wird. Als Mittel zur Erzeugung
dieser gleichmäßigen Winkelbewegung sixid dabei als Breispiel ,eine Reihe ineinandergreifender
Zahnräder genannt, von denen die äußeren sich mit .den Stützen zusammen um die Gelenkachsien
am Kranträger drehen, oder auch Lenkerverbindungen mit gleichartiger Wirkung. -
Es wurde nun gefunden, daß sich eine besonders vereinfachte Vorrichtung zur Vermeidung
des- Verkantens des Kranträgers ergibt, wenn. man die zum Aufrichten des Kranes
benutzten, also zum Zusammenziehen der Stützfüße dienenden Seilzüge auch zur Vermeidung
des Verkantens mitverwendet, um damit eine baulich und betrieblich ganz besonders
einfache und gleichzeitig auch billig herzustellende Vorrichtung zu erhalten.
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Nach der Erfindung werden. diese Vorteile dadurch erreicht, @daß bei
'einem Kran der genannten Art zum Zusammenziehen :der Stützfüße Seilzüge in der
Weise verwendet werden, daß man zwei gleichmäßig, beispielsweise vom. gleichen Windwerk
betätigte Seilzüge benutzt und einen Strang von jedem der beiden. Seilzüge in einer
von der unteren, Verbindungslinie der Stützen abweichenden Richtung entweder zu
einem Festpunkt am Kranträger
oder zu einem Festpunkt an einer
der Stützen führt und dabei die Lage dieses Festpunktes und die Seilführung zu diesem
Punkt hin derart wählt, daß mit- dem Verkanten des Kranträgers eine Längenänderung
der Seilzüge nötig würde. also das Verkanten tatsächlich durch die gleichbleibende
Länge der Seilzüge während' der gesamten Hub- oder Senkarbeit verhindert wird.
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Die Einzelheiten und besonderen Vorteile dieser Erfindung ergeben
sich aus :der Zeichnung, in der einige Ausführungsbcispele des Gegenstandes der
Erfindung völlig schematisch dargestellt sind. Die Schaubilder -zeigen lediglich
das eine Ende des Kranträgers a des Bockkranes mit den beiden in den Gelenken b
angeschlossenen Stützbeinen c. deren Unterenden die Laufrollen r1 tragen. Das Aufrichten
des Kranes erfolgt dabei durch die mit strichpunktierten Linien angedeuteten Seilzüge
e und f, deren freies Ende zu den SeiltrommeIn ä bzw. h führt und mit denen
die Unterenden der Stützfüße c zusammengezogen werden können.
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Bei deni in Abb. r dargestellten heso-nders einfachen Beispiel läuft
das Seil :e vors der Seiltrommel g zu der am gegenüberliegendien Stützfuß befestigten
Rollei und weiter über die am oberen Ende der Stütze c angeordnete Seilrolle k zu
:einem mit dem Kranträger a verbundenen Festpunkt in. Das Seil f läuft von
der zugehörigen Seiltrommel lt zunächst über die L'mlenkrolle it an der gegenüberliegenden
Stütze c und dann über die weiteren Umlenkrollen o und p ebenfalls zu dem Festpunkt
in. Der Durchmesser der Trommel lt ist doppelt so groß wie der Durchmesser
ider Tro,mmelg; beide Trommeln sind fest miteinander verbunden und liegen auf der
gleichen Achse; sie werden also gemeinsam durch Handkurbeln oder durch ,einen Motor
bewegt. Da das Seil e die Entfernung zwischen .den Unterenden der Kranstützen nur
einmal, das Seil f dagegen, diese Entfernung zweimal üb@i brückt, wird bei einer
gegenseitigen Annäherung der Stützen im Seil f ein doppc°lt'.so großes Seilstück
frei, welches von. der Sriltrommellt. im richtigen Verhältnis zur Seiltrommelä jeweils
aufgewickelt wird.
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Zu bewerken ist dabei, daß es nicht unbedingt erforderlich ist, die
Uml,enkrollen k und p gleichachsig mit den Gelenken 17 anzuordnen,; diese Rollen
könnten beispiclsw,_ise bei aufgerichtetem Kran auch in der Leichen Höhe
wie der Stützpunkt in liegen, ohne d aß sich ein Unterschied in der Wirkungsii-cisc
ergeben würde. In allen Fällen ist ein Betkanten des Krankörpers mit Sicherheit
ver-0 hindert.
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Abb. a zeigt eine abgeänderte Ausführungsform, bei der die Seilzüge
e und- f je zweimal die Entfernung zwischen den Unterenden der Stützfüße
c überspannen, so daß die zergehörigen Seiltrommeln den gleichen Durch-; messer
aufweisen, beide Seile also auf eine gemeinsame Trommel g, h geführt werden können.
Auch bei diesem Beispiel führen dic Seilzüge zu einem Festpunkt nt am Krani träger
«, und zwar ist an diesem Festpunkt in für jeden Seilzug eine Umlenkrolle vorgesehen.
Die Seilführung ist im einzelnen aus der Zeichnung erkennbar, wobei gleichzeitig
ersichtlich ist, daß auch hier dem Kranträger a jede Möglichkeit zum Verkanten durch
den A.nschluß der Seilzüge und ihr,- besondere Führung genommen ist.
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In Abb.3 ist schließlich eine tveitere A@isführungsfortn dargestellt,
die insofet-n clcr Ausbildungsform nach Abb.2 ähnlich ist, als auch hier die beiden
Seilzüge .e und f auf einer gemeinsamen Seiltrommel @, h enden und den Weg zwischen
den beiden Stützfüßen gleich oft überspannen. In Fortfall gekomtnen ist gegenüber
den bisherigen Ausführungsbeispielen der Festpunkt m am Kranträger a. Bei dieser
Ausführuingsform ist dafür der Seilzug e an den Festpunkt q und der
Seilzug f an, den Festpunkt r geführt, wobei diese Festpunkte an den Stützbeinen
c angeordnet sind und die Seilführung so vorgenommen ist, daß die Seile als diagonale
Aussteifungen zwischen den Stützbeinen c wirken. Auch bei. dieser Seilanordnung
wäre ein Verkanten des Kranträgers nur denkbar. wenn der eine der beiden Seilzüge
e und f verkürzt und gleichzeitig der andere- verlängert würde. Da aber eine solche
Verlängerung gegenüber dem andieren Seilzug unmöglich ist, wird tatsächlich während
der gesamten Hub- oder Senkarbeit ein Verkanten des Hauptträgers a auf diese einfache
Weise mit voller Sicherheit verhindert.
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Die verschiedenen Beispiele zeigen. daß für die Verwirklichung der
Erfindung e inc Vielzahl von: Wegen zur @'erfiigemig steht und daß es lediglich
darauf ankommt. zwei gieiclimäßig betätigte Seilzüge zu benutzen und sie derart
an den Kranträger oder an die Stiitzen des Boekkratnes zu führen, daß die- Seilzüge
selbst eine Sicherungseinrichtung gegen das Verkanten, bilden. Es ist dabei mindestens
.an einer UmIenkrölle oder an -. einem festen Endpunkt eines der beiden Seilzüge
=eine Einstellvorrichtung anzuordnen, mit der das zugehörige Seil verlängert oder
verkürzt werden. kann, da es auf diese Weist -möglich is.t, die richtige Lage des
Hauptträgers auch dann einzustellen. trenn im Butri.ebe einte unterschiedliche Lärngenätnd°rttng
in: den beiden Seilzügen eintreten sollte. Eine solche Vorrichtung ist in den beiliegenden
Schaubildern -aus Gründen der: Einfachheit
und übersi.chtlichkeit
nicht zeichnerisch dargesteillt worden, da @es sich hier um eine einfache und bei
anderen Anwendungsfällen so geläufige Maßnahme handelt, daß eine zeichnerische Darstellung
überflüssig erscheint.
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Zu bemerken ist noch, daß ein besonderer Vorteil der beschriebenen
Einrichtung darin liegt, .daß, bei der Verwendung von Seilzügen zum Vermeiden:.
des Verkantens des Hauptträgers eine gewisse Nachgiebigkeit der Gesamteinrichtung
infolge der Eigenfederung der Seile aufrechterhalten bleibt, .wodurch Störringen
vermieden werden, die ,etwa dadurch auftreten könnten, daß für die Laufrollen der
Stützbeine keine völlig ebene Fahrbahn zur Verfügung steht. In einem solchen Falle
wird durch die elastische, Ausbildung der Einrichtung vermieden, daß sich die Uneb.enheiten
der Fahrbahn auf der einen Seite des gesamten Bockkranes ungünstig auf die andere
Seite während ,des Aufrichtvorganges auswirken. Der gesamte Bockkran hat nämlich
während des Aufrichtens vier weit auseinandergezogene Aufstützpunkte, so daß bei
unebenem Boden Lind völlig starrer Bauweise gegebenenfalls nur drei Stützpunkte
an der Lastübertragung beteiligt würden, was sich natürlich ungünstig auf die Beans'pruchung
der Bauteile auawirkea kann. B°i der be-
schriebenen Ausbildung werden derartige:
Gefahren. vermieden, und es ist in b,esondercn Fällen außerdem noch möglich, die
Federung der Seile dadurch zu erhöhen, daß jeder Seilstrang mit dem im Krangerüst
b,efestigtzn Ende über eine zusätzlich-, Fedzr mit dem betreffenden Kranteil verbunden
wird. Eine solche Feder kann also etwa beim Beispiel nach Abb. i am Festpunkt
na sowohl für den An:schluß des Seiles e als auch für den Anschluß dies Sei'.es
f angeordnet werden. Ebensogut ist es auch möglich, bei dieser Ausführungsform oder
bei den anderen Ausführungsformen je eine der Umlenkrollen an den Seilzügen e und
f federnd anzuordnen unddadurch die Nachgiebigkeit der Gesamtvorrichtung auf das
jeweils gewünschte Maß zu bringen.