-
Hochdruckentladungslampe mit verstellbarer Elektrode Bei Entladungslampen,
die mit einem Gas von -sehr hohem Druck, beispielsweise 3 Atm. `bis zu i oo Atm.
und mehr, gefüllt sind, besteht die Schwierigkeit, daß zum Zünden eine sehr hohe
Spannung erforderlich ist. Je nach dem Elektrodenabstand und der Höhe des Gasdruckes
beträgt diese Spannung sogar mehr als 5o ooo Volt. Diese Tatsache hat die Einführung
von Hochdruckentladungslampen in die Praxis sehr .erschwert, so daß zur Zeit nahezu
ausschließlich Hochdruckentladungslampen mit Dampffüllung verwendet werden, deren
Dampfdruck während der Betriebspausen auf so niedrige Werte sinkt, daß eine Zündung
bereits mit sehr kleinen Spannungen, beispielsweise einige i oo bis i ooo Volt,
möglich ist. Es ist auch bekannt, Hochdruckentladungsröhren, mit beweglichen Elektroden
auszurüsten und zur Bewegung dieser Elektroden entweder im Innern des Entladungsgefäßes
Bimetallfedern, die unter dem Einfluß des Stromdurchganges erhitzt werden, anzubringen
oder die Elektroden über Federn mit der Stromzuführung zu verbinden und zur Be.
wegung der Elektroden durch die Gefäßwand hindurchwirkende magnetische Felder zu
benutzen. Diese bekannten Entladungslampen haben jedoch den Nachteil, daß eine genaue
Einstellung des Elektrodenabstandes schwierig ist und daß der Elektrodenabstand
sich bei einer ungleichförmigen Bewegung des Entladungsgefäßes beispielsweise bei
der Anbringung solcher Lampen auf Fahrzeugen
oder Schiffen leicht
verändert. Dieser Nachteil wird bei der Hochdruckentladungslampe mit Gas- oder Dampffüllung
zur Erzeugung unsichtbarer oder sichtbarer Strahlung nach der Erfindung mit verstellbarer
Elektrode dadurch vermieden, daß eine der beiden Elektroden mit dem unelastischen
Teil der Wandung des Entladungsgefäßes über einen elastischen Wandungsteil verbunden
ist, der derart deformiert werden kann, daß die Haupt- bzw. Zündelektrode mit der
anderen Hauptelektrode vorübergehend in Berührung gebracht werden kann. Die Anordnung
wird dabei zweckmäßig so getroffen, daß der Abstand der Elektroden in jeder Stellung
durch die zur Betätigung der Bewegungseinrichtung dienenden Mittel eindeutig bestimmt
wird.
-
Die Figuren zeigen in zum Teil schemaxischer Darstellung Ausführungsbeispiele
der Hochdruckentladungslampe nach der Erfindung. Die feststehende Elektrode i, hei=
spielsweise die mit zur Elektronenemission geeigneten Mitteln aktivierte Kathode,
ist gegenüber der Anode 2 angeordnet, die bei dem Beispiel nach F! «-. i mit Hilfe
der Stellschraube 3 in axialer Richtung derart bewegt werden kann, daß der Elektrodenabstand
bis zur Berührung vermindert werden kann. Die Schraube 3 wirkt auf den mit dem elastischen
Federrohr 5 vakuumdicht verbundenen Teil 4. Das Federrohr ist an seinem anderen
Ende mit dem leitenden Teil 6 verbunden, der seinerseits mit dem Rohr ; verschweißt
oder verlötet ist, das die Zuleitung zur Elektrode 2 umschließt und in die Wandung
8 des Entladungsgefäßes, gegebenenfalls unter Zuhilfenahmevon Übergangsgläsern,
vakuumdicht eingeschmolzen ist. Zur Begrenzung des Hubes und zur Vermeidung der
Verdrehung- des Federrohres dient die in einem schmalen Schlitzbegrenzter Länge
geführte Madenschraube g. Das Federrohr ist bei dieser- Anordnung im Innern des
rohrförmigen Teils i o untergebracht, der an seinem einen Ende über dem Teil 6 mit
dem Entladungsgefäh starr befestigt und an seinem anderen Ende das Muttergewinde
für die Einstellschraube 3 trägt.
-
Bei der Anordnung nach Fig. 2 wird ebenfalls der Abstand zwischen
den Elektroden i und 2 durch Betätigung des Einstellhebels i i geändert, mit dessen
Hilfe der Teil 12 um die Achse der Elektrode 2 relativ zu dem_ mit ihm über ein
Gewinde verbundenen Teil 1 ; gedreht «-erden kann. Durch, diese Einrichtung
wird der becherförmige Teil 1.1 mehr oder weniger über den Teil 13 geschoben. Dadurch
wird die mit dem Abschlußteil 15 verbundene Elektrode 2 gehoben bzw. gesenkt. Bei
dieser Anordnung wird die vakuumdichte Verbindung zwischen dem Elektrodenhalter
15 und dem in die Gefäßwandung 8vingeschmolzenen Rohr ; ebenfalls durch ein Federrohr
5 hergestellt, das mit den Teilen 15 und 13 vakuumdicht verlötet oder verschweißt
ist. Gegen eine Verdrehung der Teile 1,1 und 13 und damit des Federrohres 5 sichert
der Keil 16, der in einer Nut 17 gleitet. An dem becherförmigen Teil 1.1 können
zur Stromzuführung und zur Halterung dienende Steckerstifte 18, 1g vorgesehen sein,
von denen einer, 18, mit dem Teil 14. und damit mit der einen Elektrode leitend
verbunden und gegebenenfalls der andere, ig, isoliert eingesetzt und mittels einer
nicht dargestellten Leitung mit der Elektrode i verbunden sein kann.
-
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.3 ist die eine Elektrode, zweckmäßigerweise
die Anode 2o, mit einer zentralen Bohrung versehen, durch die die bewegliche Zündelektrode
21 geführt ist, die in derselben Weise wie die Hauptelektrocle bei der Anordnung
nach Fig. i durch Betätigung der Verstellschraube 3 aufwärts und abwärts bewegt
werden kann. Die Hauptelektrode 2o ist bei dieser Anordnung vakuumdicht mit dem
Teil 6 verbunden und, gegebenenfalls unter Verwendung von Übergangsgläsern, mit
dem Material der Gefäßwandung 8 vakuumdicht verschmolzen. Die Bedeutung der Teile
.1, 5 und 9 entspricht denen der Fig. i.
-
Die dargestellten Anordnungen gestatten nicht nur eine Veränderung
des Elektrodenabstandes zum Zwecke der Zündung, sondern auch eine Regulierung des
Abstandes während des Betriebes zur Einstellung einer gewünschten Brennspannung.
Die Anordnung ermöglicht daher auch, den Elektrodenabstand den jeweiligen Betriebsbedingungen,
beispielsweise einer Änderung der Außentemperatur, die auf die Gasdichte einen gewissen
Einfluß hat, anzupassen oder den Abbrand der Elektroden auszugleichen.
-
Es können auch mehrere verstellbare Elektroden vorgesehen sein. Von
dieser Anordnung kann auch bei Hochdruckentladungslampen mit mehr als zwei Elektroden
Gebrauch gemacht werden.
-
Die Betätigungsvorrichtung für die Änderung des Elektrodenabstandes
kann mit Regeleinrichtungen, beispielsweise Widerständen, Regeldrosselspulen, Anzapftransformatoren,
derart gekuppelt werden, daß die Leistung der Entladung ihrer Bahnlänge selbsttätig
angepaßt wird. Je nach dem Anwendungszweck der Lampe kann auf eine in einem gewissen
Bereich vom Elektrodenabstand unabhängige, vorgegebene Leistung oder beispielsweise
auch auf konstante Leistung je Zentimeter Lichtbogenlänge geregelt werden.